kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mir wird angesichts dieser weltweiten Gräueltaten schlecht! 19. August 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 15:01

Ich werde von Tag zu Tag nur noch sprachloser. Und unsere satten Mitmenschen sehen nicht einmal, in welcher Gefahr sie sich befinden. Uns geht es schlecht, weil wir uns Sorgen um die Zukunft machen. Den meisten jedoch gehen diese unsere Gedankengänge aus Lethargie und Gleichgültigkeit rechts hinten vorbei. Also auf ein Neues:

 

Iran: Kirche in Kerman abgerissen

 

Ein weiteres, trauriges Kapitel der „De-Christianisierung“ des Nahen Ostens ist der jüngst erfolgte Abriss der St.-Andreaskirche in Kerman.

 

Das Kirchengebäude wurde im Jahre 1950, also noch unter der Herrschaft des Schahs, erneuert und bot vielen Gläubigen Platz für den Gottesdienst. Noch im Jahre 2009 wurde es als „nationales Monument“ staatlich registriert, war aber bereits nicht mehr als Gotteshaus im Gebrauch sondern wurde von einem Taxi-Service als Zentrale genutzt. In den letzten Jahren sollen Kirchengebäude im ganzen Land, speziell in den Städten Kerman, Isfahan und Shiraz dem Verfall preisgegeben worden sein, wie „Mohabat News“, die einzige, christliche Nachrichtenagentur des Iran, berichtet. (Quelle: „mohabat-news“ vom 15. August 2011)

 

Somalia: Christen bekommen keine Hilfsgüter

 

Was es bedeutet, in islamisch kontrollierten Regionen dieser Welt zu leben, wissen nicht nur die Bewohner der Londoner „Tower Hamlets“ oder die Einwohner von Gegenden wie Duisbürg-Marxloh und Berlin-Neukölln. Vor allem die christlichen Bewohner Nord-Nigerias, Pakistans und Somalias leiden besonders unter der „Religion des Friedens“.

 

Es ist glücklicherweise durch die Arbeit von „Open Doors“ bekanntgeworden, dass bei der Flutkatastrophe von Pakistan im Jahre 2010 vor allem die Christen bei der Verteilung von Hilfsgütern, Zelten, Decken und Nahrung als letzte zum Zuge kamen. Wie Mitarbeiter von dort berichteten, kamen oft gar keine oder nur die bereits defekten und unbrauchbaren Hilfsgüter bei den Christen in den von der Flut betroffenen Gebieten an. Dies war kein Zufall und wurde bewusst so gesteuert. Die deutschen Massenmedien haben selbstverständlich nicht davon berichtet und sich stattdessen nur über die zögerliche Spendenbereitschaft der Deutschen gewundert.

 

Nun hören wir ähnliche Dinge aus Somalia. Dort verweigerte die islamische „Al-Shabaab“-Terrorgruppe (ein Teil des Al-Kaida-Netzwerkes ebenso wie die nigerianischen „Boko Haram“ – Terroristen) zunächst einmal die Annahme und Weiterleitung von Hilfsgütern „aus dem Westen“ an die in den von ihnen kontrollierten Gebieten wohnenden Menschen. Nachdem sich aber einige Al-Shabaab-Gruppen nun grundsätzlich zur Annahme von Hilfsgütern bereiterklärt haben, wird nun bekannt, dass sie die wenigen in ihren Gegenden noch verbliebenen Christen von der Hilfsgüter-Versorgung ausschließen, ihnen aber dennoch den Wegzug z. Bsp. nach Mogadischu, wo Hilfsgüter ankommen und leichter verteilt werden können, verweigern. Ein aus Sicherheitsgründen ungenannter Kirchenleiter aus der Region berichtet von mindestens 18 Christen, die in den Städten Afgoye, Baidawa und Kismayo bereits verhungert seien, obwohl dort Nahrung verteilt wurde. Aus anderen Orten liegen zwar Berichte über ähnliche Dinge, aber noch keine Zahlen vor. Mit anderen Worten: die Al-Shabaab benutzt die Hungersnot dazu, ihren Religiozid der Christen, den sie seit Jahren in Ostafrika betreibt, weiter unter noch verschärfteren Bedingungen fortzusetzen. (Quelle: „persecution.org“ vom 15. August 2011)

 

Pakistan: Christ am Nationalfeiertag bewusstlos geprügelt

 

Die „monokulturelle Gleichschaltung“ Pakistans treibt jetzt gefährliche Blüten für alle Nichtmuslime.

 

Am pakistanischen Nationalfeiertag, der Nacht vom 13. auf den 14. August 2011, wollte der christliche Pakistani Ashfaq Munawr an den Feierlichkeiten an der „seaside“ von Karachi teilnehmen. Von einer sechsköpfigen Gruppe Unbekannter wurde er am Betreten des Geländes gehindert. „Wer bist du“ fragten sie ihn und nachdem er sich nach einigem Hin und Her als Christ zu erkennen gab, sagten sie ihm: „Du kannst nicht unseren Nationalfeiertag begehen, du bist kein Muslim.“ Hier haben wir wieder das typische Symptom der simplifizierten Gesellschaft. In diesem Falle bedeuten die Aussagen der Angreifer Ashfaq Munawrs soviel wie: „Ein echte Pakistani ist Muslim. Alle Nichtmuslime können keine pakistanischen Patrioten sein“.

 

In jedem Falle wollten seine Angreifer den jungen Christen dazu zwingen, zum Islam zu konvertieren. Auf der Stelle: „Konvertiere zum Islam, dann kannst du an den Feierlichkeiten teilnehmen“. Als Ashfaq das verweigerte, folgte die übliche Reaktion auf das Ablehnen der „Einladung zum Paradies /Islam“: Ashfaq Munawr wurde von seinen sechs Angreifern brutal unter Zuhilfenahme von Eisenstangen zusammengeprügelt und noch am Boden liegend getreten. Dabei wurden ihm, wie man jetzt weiß, beide Kiefer gebrochen. Als sie den jungen Christen für tot hielten, nachdem er bewusstlos geworden war, schossen die Täter mit Feuerwaffen in die Luft vor Freude (über den Nationalfeiertag vermutlich, vielleicht auch über den vermeintlich toten „Kafir“).

 

Zusätzlich machten sich die Angreifer auch noch über Ashfaqs Motorrad her, machten es mit Hilfe der schon erwähnten Eisenstangen unbenutzbar. All dies geschah in unmittelbarer Anwesenheit von Hunderten anderer Muslime. Man muss wohl sogar froh sein, dass die Angreifer nicht von ihren Schusswaffen gegen Ashfaq Munawr Gebrauch machten, jedoch kam unmittelbar nach dem eben erwähnten „Freudensalut“ über die vermeintliche Tötung eines „Ungläubigen“ bald die Polizei an den Ort des Verbrechens. Jedoch nicht, um die Täter ausfindig zu machen, sondern, um Ashfaq, nachdem sie sich davon überzeugt hatten, dass er noch lebt, weiter zu prügeln und die Überreste seines Motorrads zu „konfiszieren“. (Quelle: „Pakistan christian post“ vom 16. August 2011)

 

 Mehr als 3000 Angriffe gegen katholische Kirchen in den letzten Jahren

 

Neu Delhi: Die katholische Marienkirche von Malankara wurde am Hochfest Maria Himmelfahrt (15. August) Ziel eines Angriffs. Eine Gruppe Unbekannter drang in der Nacht in die Kirche im Stadtviertel Marje Malwadi (Pune) ein, profanierten den Altar, beschmierten die Wände mit Beleidigungen und blasphemischen Worten und zerstörten Statuen und religiöse Gegenstände. Die Täter zündeten die Vorderseite des Tabernakels an und zerrissen die Heilige Schrift und religiöse Erbauungsbücher. Es handelt sich um den ersten Angriff gegen die syro-malankarische Gemeinschaft von Poona, die immer in Frieden mit den anderen religiösen Gruppen lebte und ihre Erziehungseinrichtungen, soziale und medizinische Hilfe allen zur Verfügung stellt.

 

Bischof Thomas Dabre von Pune, Msgr. Mar Barnabas von der katholischen Vereinigung von Poona und die gesamte katholische Gemeinschaft haben den Angriff verurteilt. Sie forderten die Regierung von Mahrashtra auf, die Kirchen des Landes zu schützen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen. P. Varghese Valikodath, der Pfarrer der Kirche, zelebrierte einen Reinigungsgottesdienst in der Kirche, an dem viele Gläubige und Priester der Gegend teilnahmen. In den vergangenen Jahren wurden in Indien mehr als 3000 Angriffe auf katholische Kirchen registriert. Am 13. August zerstörten Unbekannte in der Kirche zum hl. Antonius von Vashicherry (Alapuzhka) in Kerala den Schrein, in dem eine Darstellung von Christus ausgestellt war. {Quelle: Katholisches – Text: Asianews/Giuseppe Nardi – Bild: Asianews}

 

 Algerien: Briefaktion zum Schutz der Christen

 

Trotz der staatlichen Anerkennung der „Protestantischen Kirche von Algerien“ (EPA) ist das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors weiterhin besorgt um die christliche Minderheit in dem nordafrikanischen Land. Ein sogenanntes Anti-Missionsgesetz mit der Verordnung 06-03 stellt Glaubensgespräche mit Muslimen unter Strafe. Gottesdienste ohne staatliche Erlaubnis sind verboten. Wir fordern die Abschaffung dieser Verordnung und haben nun eine weltweite Briefaktion gestartet. Unterstützer werden aufgerufen, Appelle zum Schutz der Christen in Algerien und zur Aufhebung des Religionsgesetzes an die Botschaft von Algerien zu schicken. Hier gelangen Sie zu einem Musterschreiben

 

Registrierung „faktisch unmöglich“: Zwar wurde Mitte Juli die EPA als Verbund aller protestantischen Kirchen in Algerien vom Staat anerkannt, so EPA-Präsident Mustapha Krim gegenüber Open Doors. Doch gelte dies nicht für die einzelnen Mitgliedskirchen vor Ort. Die EPA wurde seit ihrer Gründung im Jahr 1972 von den Behörden lediglich geduldet. Wie Krim weiter erklärte, muss jede einzelne Gemeinde sowie die Nutzung von Häusern als Versammlungsstätten offiziell genehmigt werden. Andernfalls verbleiben Gemeinden im Stand der Illegalität und können geschlossen werden. Doch eine staatliche Registrierung zu erhalten, sei faktisch unmöglich, so Krim.

 

Glaubensgespräche verboten: Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt Algerien Platz 22 unter den Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. „Die Anerkennung der EPA ist auf den ersten Blick eine gute Nachricht“, erklärt Markus Rode, Leiter des deutschen Zweiges von Open Doors im hessischen Kelkheim. „Doch zeigen die jüngsten Ereignisse, dass willkürliche Kirchenschließungen oder Verhaftungen weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Christen Algeriens schweben. Sie brauchen besonders jetzt die Unterstützung der Christen aus Ländern mit Religionsfreiheit, die für sie beten und mit ihrer Unterschrift zeigen: Wir setzen uns für euch ein! Solch Engagement hat verfolgten Christen in Algerien auch schon früher geholfen.“ Erst Anfang Mai hatte der Gouverneur der Provinz Béjaïa die dauerhafte Schließung aller sieben Kirchen der EPA in der Region angeordnet. Zudem schränkt das vor fünf Jahren erlassene sogenannte Anti-Missionsgesetz (Verordnung 06-03) nicht-muslimische Religionsgemeinschaften spürbar ein. Gespräche über den christlichen Glauben können als Bekehrungsversuche von Muslime ausgelegt und mit Gefängnis bestraft werden. Ende Mai wurde gegen den algerischen Christen Karim Siaghi aus Oran wegen angeblicher Blasphemie die Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis verhängt. Er hatte einem interessierten Nachbarn eine CD mit christlichem Inhalt geschenkt.

 

 Im Iran steht die Hinrichtung eines Christen bevor – Menschrechtler protestieren mit der Übergabe von 4000 Unterschriften dagegen

 

Frankfurt: Die Internationale Gesellschaft für Menschrechte hat der iranischen Botschaft in Berlin rund 4000 Unterschriften übergeben. Die Unterzeichner fordern die Freilassung von Youcef Nadarkhani. Der evangelische Pastor war vor einem Jahr wegen Verbreitung nicht-islamischer Lehren und Abfall vom islamischen Glauben zum Tod verurteilt worden. Der 34-jährige war zuvor zum Christentum übergetreten. Ein Gericht entschied, daß Nardarkhani hingerichtet werden müsse, sofern er nicht wieder zum Islam konvertiere.

 

 Bombenanschlag auf syrisch-orthodoxe Kirche in Kirkuk

 

Bagdad: In der Nacht auf den 15. August 2011, dem Hochfest Maria Himmelfahrt explodierten mehrere Sprengsätze gegen die Kirche des Hl. Ephrem von Kirkuk. Die syrisch-orthodoxe Kirche liegt nur wenige hundert Meter von der mit Rom unierten chaldäischen Kathedrale der nordirakischen Stadt entfernt. Das Attentat wurde um 1.30 Uhr Ortszeit verübt. Menschen wurden nicht verletzt. Die Kirche erlitt aber große Schäden.

 

Seit einiger Zeit verüben islamische Attentäter verstärkt Bombenanschläge auf christliche Kirchen und Einrichtungen. Erst am 2. August explodierte eine Autobombe vor der syrisch-katholischen Kirche der Heiligen Familie, die 15 Menschen teils schwer verletzte. Am selben Tag konnte noch rechtzeitig eine weitere Autobombe vor der presbyterianischen Kirche entdeckt und entschärft werden. Die Christen des Irak sind seit Ende des Zweiten Golfkrieges zur Zielscheibe radikaler Islamisten geworden. Das Gebiet von Kirkuk verfügt über die bedeutendsten Erdölreserven des Irak. Das Gebiet ist zwischen Arabern, Turkmenen und Kurden umstritten. Die kleine christliche Gemeinschaft befindet sich zwischen den Stühlen. Auch lokale Kräfte nützen die Unruhe, um das Gebiet „christenrein“ zu machen. {Quelle: Katholisches: Text: Asianews/Giuseppe Nardi}

 

 Somalia: Islamisten feuern auf SOS-Kinderdorf

Bürgerkrieg in Somalia – Regierungstruppen räumen ein Waffenlager der islamischen Al-Shabaab-Miliz. Wie befürchtet erschwert die Anwesenheit islamischer Extremisten weiterhin die Hungerhilfe in den Dürregebieten Ostafrikas. Die islamische Al-Shabaab-Miliz hat sich immer noch nicht ganz aus Somalias Hauptstadt Mogadischu zurückgezogen.

 

Darunter mussten jetzt Waisenkinder und Kranke leiden wie N-TV berichtet:

Islamisten feuern auf Mogadischu: SOS-Kinderdorf wird geräumt

 

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind erneut schwere Kämpfe zwischen Truppen der Übergangsregierung und der islamistischen Al-Schabaab-Miliz aufgeflammt. Unter anderem mussten das SOS-Kinderdorf und die SOS-Klinik in der Region geräumt werden. Das teilte die Hilfsorganisation mit. “Uns flogen buchstäblich die Granaten um die Ohren, einige schlugen im Kinderdorf ein”, sagte Ahmed Ibrahim, Leiter der SOS-Kinderdörfer Somalia. Die Kinder und Mitarbeiter der SOS-Einrichtungen hätten unverletzt in eine sicherere Gegend außerhalb von Mogadischu gebracht werden können. Die Al Schabaab, die auch Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida hat, hatte sich vor elf Tagen nach schweren Kämpfen mit Regierungstruppen aus Mogadischu zurückgezogen. Offenbar gibt es aber immer noch Gruppen in der Hauptstadt, die den Kampf fortsetzen. VIDEO bei n-tv.de

 

 

Vietnam: „die Tage des Schweigens sind vorbei“

 

In Vietnam haben am Sonntag, den 14. August 2011 ca. 2000 Gläubige gegen die staatlichen Repressionen demonstriert, welche die Behörden in den letzten Wochen gegen die katholische Kirche eingesetzt haben.

 

Mindestens 2000 Gläubige haben am 14. August 2011 im Rahmen einer katholischen Messe in Ho-Chi-Minh-Stadt gegen die Angriffe auf zwei katholische Diözesen angebetet und dabei der Inhaftierten Gläubigen gedacht. Bei Massnahmen staatlicher Behörden gegen die Diözesen von Vinh und Tanh Hoa wurden kirchlicher Landbesitz beschlagnahmt und mindestens 40 vietnamesische Katholiken verhaftet. Einige davon wurden bei der Einreise auf den Flughäfen von Vinh, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt festgenommen.

 

Lokale Quellen lassen verlauten, die vietnamesische Regierung hätte eine Kampagne gegen „Intellektuelle und katholische Christen der Vin und Tanh Hoa Diözesen“ gestartet, um „eine Warnung“ an andere Diözesen zu senden. Um welche Art der Warnung es sich handelt, kann leicht aus den „Zielen“ der staatlichen Maßnahmen ersehen werden, denn die aufkommende, patriotische Bürgergesellschaft des Landes macht den alten, kommunistischen Machteliten Vietnams ganz offensichtlich Angst. Angst vor einer Veränderung Vietnams in ein bürgerlich-liberales Land westlicher Prägung. Die Verhafteten waren allesamt als „gut mit den Medien vernetzte“, tiefgläubige Katholiken bekannt, die sich aktiv am Gemeindeleben beteiligten.

 

Während der o. g. Messe in HCM-Stadt wurden die Namen der 40 Inhaftierten verlesen. Teilnehmer der Messe werden mit Aussagen zitiert, sie wollten „öffentlich die Repressionen der Regierung“ anprangern und das Versagen von „grundlegenden Menschenrechten“ deutlich machen. Bruder Anton vom Orden der Redemptoristen in Vietnam sagte dazu: Sie (die Regierenden, Anm. d. Ü.) denken, die beste Art, das Land zu regieren, wäre, es durch das Inhaftieren von Pro-Demokratie-Aktivisten und einfachen Gläubigen zu tun. Sie haben Unrecht. Je größer die Unterdrückung, desto größer wird auch der Wunsch nach einer reifen Demokratie. Für die Gläubigen Vietnams sind die Tage des Schweigens vorbei und immer mehr Menschen sprechen offen über die staatlichen Verfolgungen. (Quelle: „asianews.it“ vom 16. August 2011)

 

Ein Muster der Briefaktion finden Sie hier … Petitionen

„Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt“ {Hebr 13,3}

 

Starten Sie eine Petition: Neben dem Gebet bitten uns verfolgte Christen darum, ihre Situation weltweit bekannt zu machen. Unrechtsregime wollen in der Regel vermeiden, dass die Unterdrückung und Verfolgung von Christen in ihrem Land an die Öffentlichkeit gelangt. Eine große internationale Aufmerksamkeit kann dazu führen, dass Regierungen in Verfolgungsländern dem öffentlichen Druck nachgeben, um „ihr Gesicht“ nicht zu verlieren.

Zeichen der Solidarität: Jede Unterschrift ist ein Zeichen gelebter Verbundenheit. Zeigen Sie dadurch Regierungen eines Landes, in dem Christen verfolgt werden, und deutschen Politikern nicht nur, dass Sie sich um andere Christen sorgen. Setzen Sie sich persönlich mit Ihrem Namen für verfolgte und gefangene Christen ein. Für die Betroffenen ist es eine große Ermutigung zu wissen, dass Sie sich für sie einsetzen. Und nicht vergessen sind.

 

Briefaktion für Christen in Algerien

 

Trotz der lang ersehnten Anerkennung der Protestantischen Kirche von Algerien ist Open Doors weiter besorgt um die christliche Minderheit in dem Land. Gottesdienste ohne staatliche Erlaubnis sind verboten. Auch Glaubensgespräche mit Muslimen stehen unter Strafe. Setzen Sie sich für algerische Christen ein. Nutzen Sie den Musterbrief an die algerische Regierung und treten Sie für eine Gesetzesänderung und die Freilassung von Karim Siaghi ein. Petition Algerien – PDF

 

An den Botschafter der Demokratischen Volksrepublik Algerien

S.E. Herrn Madjid Bouguerra

Görschstraße 45-46 – 13187 Berlin

In Kopie an: Bundeskanzleramt Willy-Brandt-Straße 1 – 10557 Berlin – Auswärtiges Amt

Herrn Markus Löning – Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe – 11013 Berlin

Ihre Exzellenz

Ich bin in großer Sorge um die Christen und christlichen Gemeinden in Algerien. Im Jahr 1989 unterzeichnete die Demokratische Volksrepublik Algerien den Internationalen Pakt über Bürgerliche und Politische Rechte (ICCPR). Artikel 18 garantiert allen Menschen, gleich welcher Herkunft, Religions- und Glaubensfreiheit. Auch die algerische Verfassung gesteht allen Bürgerinnen und Bürgern von Algerien dieses grundlegende Freiheitsund Menschenrecht zu. Doch trotz dieser Bestimmungen habe ich kürzlich erfahren, dass Herr Hamou Touhami, Gouverneur der Provinz Béjaïa, am 22. Mai 2011 die Schließung aller sieben Gemeinden der Protestantischen Kirche Algeriens (EPA) in der Region angeordnet hat. Dabei bezog er sich auf das Gesetz 06-03, welches nicht-muslimische Versammlungen und Gottesdienste regelt. Bestimmte Religionsgruppen sind durch dieses Gesetz erheblich benachteiligt und schlechter gestellt. Dies verstößt eindeutig gegen Algeriens Verpflichtungen aus dem Internationalen Pakt.

 

Desweiteren möchte ich Sie auf den Fall Karim Siaghi aus Oran aufmerksam machen. Ihm wurden Proselytismus und Blasphemie vorgeworfen. Am 25. Mai 2011 wurde er zur Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 200.000 algerischen Dinar verurteilt. Doch hatte Siaghi lediglich einem interessierten Nachbarn eine CD mit christlichem Inhalt weitergegeben. Dieses Urteil hat mich entsetzt und ich hoffe, dass das Oberste Gericht Karim Siaghi von allen Anschuldigungen freisprechen wird. Dadurch würde deutlich, dass Algerien Religions- und Meinungsfreiheit für alle Bürger, auch für Christen, garantiert. Ich bitte Sie, sich dafür einzusetzen, dass algerische Behörden dafür sorgen, dass alle Bürgerinnen und Bürger von Algerien das grundlegende Recht der Religionsfreiheit genießen, wie es in der Verfassung und noch detaillierter im Internationalen Pakt festgelegt ist. Ebenso bitte ich, dass Sie den Präsidenten von Algerien, Seine Exzellenz Abd al-Asis Bouteflika, ersuchen, die sofortige Aufhebung des Gesetzes 06-03 unverzüglich zu
veranlassen, da dieses Gesetz Mitglieder von nicht-muslimischen Religionsgemeinschaften in Algerien entgegen internationaler Bestimmungen stark einschränkt.

Vielen Dank für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit.

Hochachtungsvoll

 

Eintreten für die christliche Minderheit im Irak

 

Seit 2003 hat sich die Zahl der Christen im Irak mehr als halbiert. Viele der verbliebenen Christen sind Flüchtlinge im eigenen Land und haben kaum eine Zukunftsperspektive. Nachdem sich nach langen Verhandlungen im Irak eine neue Regierung gebildet hat, gibt es einen Ansprechpartner. Schreiben Sie der irakischen Regierung und bitten Sie, dass die Christen im Land nicht vergessen werden. Petition Irak – PDF

 

Seine Exzellenz Nuri Al-Maliki – Premierminister der Republik Irak

c/o Kanzlei der Botschaft der Republik Irak – S. E. Herrn Dr. Hussein M. Fadhlalla
Alkhateeb – Pacelliallee 19-21 – 14195 Berlin

 

In Kopie an: Bundeskanzleramt – Willy-Brandt- Straße 1 – 10557 Berlin – Auswärtiges Amt

Herrn Markus Löning – Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und
Humanitäre Hilfe – 11013 Berlin

 

Exzellenz,
zu Ihrer Ernennung als Premierminister des Irak gratuliere ich Ihnen ganz herzlich. In dieser Eigenschaft wende ich mich heute mit folgendem Anliegen an Sie: Es erfüllt mich mit Sorge, dass die Zahl der Christen im Irak seit 1991 von geschätzt 850.000 auf heute etwa 330.000 durch gezielte Vertreibung, Entführungen und Ermordung abgenommen hat. Von den verbleibenden Christen sind mehr als die Hälfte Binnenflüchtlinge, die sich gezwungen sahen, ihren Besitz aufzugeben und in einem anderen Landesteil Schutz zu suchen. Wie zahlreiche Berichte zeigen, ist das Finden eines sicheren Ortes eine große Herausforderung.

In den letzten Monaten gab es erneut viele gewaltsame Vorfälle, die sich gezielt gegen Christen richteten. Am abstoßendsten war der Angriff auf die syrisch-katholische „Sayidat-al-Nejat”-Kathedrale in Bagdad am 31. Oktober 2010, bei dem nahezu 60 Menschen ums Leben kamen. Erzbischof George Casmoussa wurde mit folgenden Worten zitiert: „Sie töten nicht nur die Menschen, sie töten die Hoffnung.“ Ich bin von den anhaltenden Berichten über die Gewalt gegen die christliche Gemeinschaft im Irak zutiefst betroffen. Ihre Exzellenz, ich bitte Sie inständig, den Schutz dieser Minderheit zu Ihrer Priorität zu machen. Irakische Christen haben lange genug unter der ständigen Gewalt gelitten und sind darauf angewiesen, dass Sie für Ihren Schutz eintreten. Die irakischen Christen haben eine lange Geschichte im Land und viel zu seiner Entwicklung beigetragen. Bitte helfen Sie, dass Christen eine sichere und friedliche Zukunft haben. Seien Sie meiner/unserer Gebete für Sie und für Ihr Land versichert.

Vielen Dank für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit

Hochachtungsvoll

Name und Vorname Straße, Hausnummer, PLZ, Wohnort Unterschrift

 

Nordkorea: Schutz für nordkoreanische Flüchtlinge

 

Tausende Nordkoreaner fliehen jedes Jahr aus ihrer Heimat nach China. Doch dort schützt die Regierung sie nicht. Die meisten Flüchtlinge arbeiten wie Sklaven für einen spärlichen Lebensunterhalt. Viele Frauen gehen in die Prostitution. Werden Flüchtlinge entdeckt, schieben die Behörden sie gnadenlos nach Nordkorea ab. Dort kommen sie in ein Arbeitslager oder werden sofort hingerichtet. Petiton Nordkorea – PDF

 

Seine Exzellenz Hu Jintao – Präsident der Volksrepublik China

c/o Kanzlei der Botschaft der Volksrepublik China – S. E. Herrn Wu Hongbo

Märkisches Ufer 54 – 10179 Berlin

In Kopie an: Bundeskanzleramt Willy-Brandt-Straße 1 – 10557 Berlin

Günter Nooke – Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe Auswärtiges Amt – 11013 Berlin

Appell für den Schutz nordkoreanischer Flüchtlinge in China

Ihre Exzellenz

Das Schicksal nordkoreanischer Flüchtlinge berührt mich zutiefst. Tausende haben in den vergangenen Jahren ihr Leben riskiert, um der Not, Unterdrückung und Unfreiheit in ihrer Heimat zu entkommen. Sie nehmen das Risiko einer lebensgefährlichen Flucht auf sich, um in die Volksrepublik China zu gelangen. Ich schreibe Ihnen mit der Bitte, Ihren Einfluss geltend zu machen, um die Flüchtlinge in China nach der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 der Vereinten Nationen zu schützen und sie nicht nach Nordkorea abzuschieben.

Diese Flüchtlinge haben derzeit keinerlei Rechtsstatus in China. Viele von ihnen sind Frauen und Mädchen, die sich prostituieren oder verheiraten lassen, um nicht nach Nordkorea zurückgeschickt zu werden. Ich appelliere an Sie, diesen Menschen, die Opfer krimineller Ausbeutung und Rechtlosigkeit werden, beizustehen. Bitte setzen Sie sich auch dafür ein, dem UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) freien Zugang zu den nordkoreanischen Flüchtlingen zu gewähren. Eine Abschiebung durch die Volksrepublik China nach Nordkorea ist für die Flüchtlinge der Weg in brutale Arbeitslager. Sie gelten als „Verräter“, denen eine menschenunwürdige Bestrafung bis hin zur Todesstrafe sicher ist. Bitte setzen Sie sich für den Schutz der nordkoreanischen Flüchtlinge ein. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Mühe.

Hochachtungsvoll

 

Was bringen Petitionen?

 

Immer wieder ruft Open Doors zur öffentlichen Unterstützung von Petitionen auf. Ob dies etwas bewirkt und andere Fragen werden hier beantwortet. „Gott hat euch gebraucht, um für mich zu kämpfen.“ Sani Kibili aus Nigeria Immer wieder werden wir gefragt, ob das Sammeln von Unterschriften und deren Weiterleitung an Botschaften und an in- wie ausländische Politiker wirklich etwas bewirkt. In den seltensten Fällen folgt beispielsweise auf einen Appell zur Freilassung eines Gefangenen auch sofort eine Entlassung aus dem Gefängnis. Oder bei der Forderung, um Aufklärung von Massakern auch zeitnah eine Untersuchung der Hintergründe oder gar eine direkte Antwort durch die Botschaft.

 

Petitionen haben aber drei ganz wesentliche Funktionen:

1. Sie schaffen Öffentlichkeit! Sie bringen Missstände ans Licht, die Staaten lieber verborgen gehalten hätten.

2. Sie zeigen Politikern, also den Vertretern des Volkes in Deutschland, was dem Bürger bzw. Wähler wichtig ist, worüber er besorgt ist. Das ist wichtig! Denn unter anderem daran entscheidet sich, wofür ein Ministerium seine Zeit und sein politisches Gewicht einsetzt. Auch Abgeordnete können und werden sich vorwiegend für Themen einsetzen, die dem Wähler wichtig sind.

3. Petitionen können dazu führen, dass aufgrund der durch sie geschaffenen Öffentlichkeit gefangene Christen nicht mehr gefoltert oder sogar besser behandelt werden. In Einzelfällen haben sie sogar eine Freilassung bewirkt. Auch wenn dies leider nicht jedes Mal geschieht, kann man sagen, dass Petitionen eine Schutzwirkung für Christen in lebensbedrohenden Situationen haben.

 

Häufig werden wir gefragt, warum wir nicht häufiger Petitionen initiieren. Schließlich gäbe es doch genug Fälle. Jede Petition, jeder Appell muss sorgfältig bedacht werden. Denn bei der Überlegung für oder gegen eine öffentliche Aktion ist immer auch zu berücksichtigen, ob sich der internationale Protest nicht auch nachteilig auswirken könnte. Es gibt Staaten, denen öffentlicher Druck scheinbar gleichgültig ist oder die sogar mit einer Verschlechterung der Situation reagieren. In diesen Fällen ist es sinnvoller, im Rahmen „stiller Diplomatie“ vorzugehen.

 

Jede Aktion umbetet: Ganz wichtig ist Open Doors, dass alle Aktionen – ob nun Petition oder stille Diplomatie – von Gebet begleitet werden. Ohne das Gebet wird das Handeln sein Ziel nicht erreichen. Ohne Gebet wird die Freiheit, eine Religion frei zu wählen und auszuüben, nicht gewährt werden.

Häufig gestellte Fragen:

1. Wie wird festgelegt, für welche Situationen Petitionen gestartet werden?

2. Warum soll Open Doors in den Petitionen nicht erwähnt werden?

3. Darf jeder eine Petition unterschreiben, auch Minderjährige?

4. Warum muss ich meinen vollständigen Namen und die Adresse angeben?

5. Warum soll ich Kopien etwa an das Bundeskanzleramt oder das Auswärtige Amt schicken?

6. Was können wir tun, damit Petitionen noch effektiver werden?

 

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