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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wir sind eine verfolgte Kirche und die Verfolger sind die Islamisten 16. August 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 15:50

Das gefährliche Leben der Christen im Irak

Christen im Irak werden von radikalen Islamisten bedroht und getötet – gleichzeitig wachsen christliche Schulen und Kindergärten. Darüber berichtet André Stiefenhofer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei „Kirche in Not“, in der Samstagsausgabe der Zeitung „Die Welt“.

 

„Wir sind eine verfolgte Kirche – und die Verfolger sind die Islamisten“, wird Louis Sako, Erzbischof der irakischen Stadt Kirkuk, in dem „Welt“-Artikel zitiert. „Diese Fundamentalisten versuchen, einen Schariastaat zu errichten. Nicht nur im Irak, sondern im ganzen Nahen Osten.“ Ein befreundeter gemäßigter Imam könne sich selbst kaum gegen diese „Fanatiker“ wehren, ein unpolitischer Imam, der sich mit Christen solidarisiere, habe einen schweren Stand. Das Problem sind laut Sako nicht „die Muslime“, sondern die oftmals „gewaltzentrierte Interpretation der islamischen Lehre“. „Trotz aller Gewalt ist aus meiner Diözese bisher kein einziger Christ konvertiert“, berichtet er. „Im Gegenteil, viele Muslime kommen zu mir und wollen sich taufen lassen, aber das ist mir verboten.“ Eine Abkehr vom Islam könne im Irak mit dem Tode bestraft werden.

 

Sako freue sich darüber, dass viele reiche muslimische Familien ihre Kinder in den wenigen christlichen Kindergärten und Schulen anmelden würden. Allerdings seien diese säkularen Muslime eine „kleine Minderheit“. Für ein gutes Zusammenleben sei es wichtig, dass Christen und Muslime sich besser kennenlernten: „Früher waren wir Nachbarn, doch heute kennen uns die meisten nur noch vom Hörensagen und durch die Horrorgeschichten ihrer Imame.“ Persönliche Kontakte seien der Schlüssel: „Wenn sie uns kennen, hassen sie uns nicht.“

 

Stiefenhofer hat für seinen Bericht auch mit Jussif G., dem Bürgermeister einer Kleinstadt in der Ninive-Ebene, gesprochen. Hier leben Christen unter sich in einer bewachten Wohnanlage, die von bewaffneten Söldnern geschützt wird. „Früher waren wir alle Nachbarn“, erzählt er, aber durch den Einmarsch der Amerikaner habe sich das Land destabilisiert, radikal-islamische Gruppen hätten sich in das Machtvakuum gedrängt. „Seitdem wird in den Moscheen nur noch Intoleranz gepredigt, und die politischen Islamisten bezahlen Verbrecher dafür, dass sie Jagd auf Christen machen.“

André Stiefenhofers Beitrag im Politikteil der „Welt“ macht deutlich: Christenverfolgung bleibt ein großes Thema in den deutschen Medien.
{www.pro-medienmagazin.de} 

 

 

 

 
 
 

 

 

 

 

 

 
 
 
 

 

 

Wie irakische Christen um das Überleben kämpfen

 

Die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen im Irak sind spannungsgeladen und verschlechtern sich weiter. Das war vor dem Einmarsch der USA anders.

 

Die Kamera läuft, Erzbischof Louis Sako von Kirkuk lächelt und gibt sich optimistisch: „Wir haben gute Beziehungen zu den muslimischen Politikern und Imamen im Irak. Alle sagen uns: ‚Wir brauchen euch Christen!‘ Wir sind die ausgleichende Kraft, die dieses Land erneuern kann!“

 Dann gehen die Lichter aus, die Objektivdeckel werden auf die Kameras geschraubt, die Journalisten verabschieden sich, und die Welt ist eine andere. „Wir sind eine verfolgte Kirche – und die Verfolger sind die Islamisten!“ Die feine Stimme des irakischen Gottesmannes klingt resigniert. „Diese Fundamentalisten versuchen, einen Schariastaat zu errichten. Nicht nur im Irak, sondern im ganzen Nahen Osten.“ Und sein Freund, der Imam? „Der kann sich selbst kaum gegen die Fanatiker wehren.“

 

Wer sich mit Christen solidarisiert, hat einen schweren Stand: Im islamischen Denken sind Religion und Politik oft untrennbar miteinander verbunden und ein unpolitischer Imam, der sich mit Christen solidarisiert, hat einen schweren Stand. Das Problem, erklärt Sako, seien nicht die Muslime, sondern die gewaltzentrierte Interpretation der islamischen Lehre. „Trotz aller Gewalt ist aus meiner Diözese bisher kein einziger Christ konvertiert“, sagt Erzbischof Sako stolz. „Im Gegenteil, viele Muslime kommen zu mir und wollen sich taufen lassen, aber das ist mir verboten!“ Glaubensabfall ist nach strenger Auslegung des Korans ein todeswürdiges Vergehen. sif G. ist Bürgermeister eines der vielen Dörfer in der Ninive-Ebene, in die die Christen der Millionenstadt Mossul geflohen sind. Hinter drei Meter hohen Betonmauern und mit bewaffneten Söldnern als Wachen sind die Christen nun ganz unter sich. Hier wagt Jussif es, offen über sein Verhältnis zu den Muslimen zu sprechen. „Früher waren wir alle einfach nur Iraker. Ich hatte muslimische Nachbarn, mit denen ich mich wunderbar verstanden habe.“

 

Der Einmarsch der Amerikaner hat alles verändert: Durch den Einmarsch der Amerikaner habe sich alles verändert. Die Sicherheit brach zusammen, und in das Vakuum drängten radikal-islamische Gruppen, die das Land ins Chaos stürzten. „Seitdem wird in den Moscheen nur noch Intoleranz gepredigt, und die politischen Islamisten bezahlen Verbrecher dafür, dass sie Jagd auf Christen machen“, sagt Jussif. Unter diesen Umständen blieb den meisten Christen nur die Flucht ins Ausland oder nach Irakisch-Kurdistan, wo die kurdische Miliz und Söldner für Sicherheit sorgen. Doch die Islamisten geben nicht auf. „Eines Nachts kamen Männer über die Mauer und begannen, am Stadtrand eine Moschee zu bauen, obwohl hier gar keine Muslime wohnen“, erzählt Jussif. „Natürlich haben wir den Bau gestoppt und sofort wieder abgerissen.“

 

Wäre auch nur eine notdürftige Moschee im Dorf errichtet worden, hätten die Terroristen das Dorf sofort zum „Schariagebiet“ erklärt und die Christen Schritt für Schritt vertrieben. So sei es bereits in vielen anderen Siedlungen geschehen. „Wir sind nur sicher vor den Muslimen, wenn wir ihnen zeigen, dass wir die Kontrolle haben“, sagt Jussif und zeigt auf seine Kalaschnikow. Ganz anders ist Erbil, die Hauptstadt Irakisch-Kurdistans: eine aufstrebende Metropole, in der auch Kirchen gebaut werden. Politisch ist die Region stabil, und auf den ersten Blick herrscht ein geschäftiges Miteinander. Auch zwischen den Religionen? „Die muslimischen Führer werden Ihnen alles erzählen, was Sie hören wollen. Aber ihre Worte bedeuten uns nichts, denn die Wirklichkeit sieht anders aus.“

 

Muslime dürfen nicht für Christen arbeiten: Erzbischof Baschar Wardas Worte sind ernüchternd, doch scheinen hier wenigstens alle friedlich nebeneinander zu leben. Doch nur nebeneinander zu existieren ist ein zu geringer Grundkonsens für den interreligiösen Dialog, meint Warda. „Wenn ich einen Kindergarten bauen will, finde ich kaum Arbeiter. Die Imame verbieten ihren Gläubigen, auf einer christlichen Baustelle zu arbeiten, selbst, wenn es sich um soziale Projekte handelt.“ In Erbil sind die Christen unter sich, denn die kurdische Autonomieregierung hat ihnen ausschließlich im Vorort Ankawa Baugrund zugewiesen. Von „religiösen Mischgebieten“ hält man in Kurdistan wenig.

 

Im chaldäisch-katholischen Priesterseminar in Ankawa bildet die Kirche ihre Führungskräfte aus. Die Seminaristen folgen einer lebensgefährlichen Berufung, viele werden später Pfarrer in Städten wie Bagdad oder Mossul, wo Anschläge und Entführungen immer noch an der Tagesordnung sind. Andere werden in den sicheren, aber trostlosen Dörfern der kurdischen Bergregion Pfarreien betreuen. Überall wird die Nachbarschaft mit Muslimen den Alltag prägen. Ist interreligiöser Dialog ein Thema im Seminar? In der Theorie ja. „Aber bei allem Respekt vor Rom: den praktischen Dialog mit dem Islam gibt es im Irak nicht“, sagt Rektor Fadi Lion. Er wurde noch im Priesterseminar in Bagdad ausgebildet, bevor dieses nach Ankawa ziehen musste. „Eines Tages bekam ich einen Anruf und erfuhr, dass mein Rektor entführt worden war.“ Das habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Das Seminar zog in die kurdische Provinz.

 

„Die Imame hören uns nicht zu“: In Ankawa lädt Rektor Lion auch muslimische Geistliche ins Seminar ein. Doch vom Ergebnis ist er nicht überzeugt. „Die Imame kommen, predigen und gehen dann wieder, aber sie hören uns nicht zu.“ Den irakischen Muslimen fehle eine historisch-kritische Betrachtung des Korans. „Sie versuchen nicht einmal, die brutalen Verse im Koran mithilfe ihrer Vernunft als zeitbedingt zu deuten“, erklärt Lion. Dennoch hat der Erzbischof noch Hoffnung, denn viele reiche muslimische Familien schicken ihre Kinder in christliche Kindergärten und Grundschulen. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, sagt Erzbischof Sako, „aber wir stellen auch fest, dass diese Muslime eine säkulare Minderheit sind.“ Ist das Zusammenleben im Irak also nur mit modernen Muslimen möglich, die ihren Glauben nicht mehr ernst nehmen? Sako verneint. Auch mit gläubigen Muslimen sei ein Miteinander möglich, aber dazu brauche es eine andere Gesellschaft.

 

„Die Muslime müssen uns Christen wieder kennenlernen. Früher waren wir Nachbarn, doch heute kennen uns die meisten nur noch vom Hörensagen und durch die Horrorgeschichten ihrer Imame.“ Darum sei es wichtig, dass Muslime christliche Kindergärten und Schulen besuchen. „Wenn sie uns kennen, hassen sie uns nicht!“, sagt Sako.  {Quelle: www.welt.de}

 

2 Responses to “Wir sind eine verfolgte Kirche und die Verfolger sind die Islamisten”

  1. G.*K:* Says:

    Schreckliche Bilder!

    keine Ehrfurcht !

    . Doch kann ich der Intention Ihres Beitrages nur beipflichten. Dass unsere sog. Eliten vor den Moslems kuschen, wird sich noch als verhängnisvolle Fehleinschätzung erweisen. Da ist mir der bereits erwähnte hl. Bernhard schon wieder ein großes Vorbild für unsere Zeit. Zu seiner Zeit hatte das Christentum dem (politischen) Islam noch etwas entgegenzusetzen. Wenngleich die damaligen Kreuzzüge wegen eigennütziger Motive vieler Beteiligter und ihrer Folgen heute in der Kritik stehen, haben sie doch für eine gewisse Zeit verhindert, dass sich der aggressive Islam ganz Europa einverleiben konnte. Was setzen wir heute entgegen? Dauergeschmuse und Dialoggeplapper? Wir können nur froh sein, dass der Islam ziemlich zersplittert ist, sonst könnten wir schon heute einpacken. mehr anzeigen weniger anzeigen

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ Voltaire (Autor, 1694 – 1778)

  2. G.*K:* Says:

    „Bald Fatwa gegen Christenverfolgung“

    Die Nahost-Sondersynode im Vatikan vom letzten Herbst hat auch Folgen in der islamischen Welt. Das sagt der politische Berater des libanesischen Großmufti, Mohammad Sammak, im Gespräch mit der Missionszeitschrift „Jesus“. Zwar seien die Reaktionen in der islamischen Welt auf die Synode „noch langsam“: Das liege „nicht nur an fehlendem Verständnis, sondern auch an dem, was derzeit im Nahen Osten und im Maghreb passiert“. Doch sei in den christlich-islamischen Beziehungen in Nahost ein „sehr interessanter Domino-Effekt in Gang gekommen“.

    „Alle wesentlichen Autoritäten des Weltislam“ stünden kurz davor, „eine Fatwa herauszugeben, die Anschläge auf Christen und Gläubige jedweder Religion bzw. auf ihre Kultorte verurteilt“. Die Fatwa – also ein islamisches Rechtsgutachten – stelle solche Anschläge „von ihrer Schwere her den Attentaten auf Muslime gleich“.
    Die Initiative sei vom libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri und dem Großmufti ausgegangen: „Sie haben die wesentlichen Führer kontaktiert, etwa den Imam von al-Azhar, den Mufti von Saudi-Arabien und die spirituellen Führer in Jordanien, Palästina und im Rest der Welt.“ Es werde bald eine „hochrangige Konferenz geben“, auf der die Fatwa, deren Entwurf schon fertig sei, „ratifiziert“ werde. „Dass die Konferenz noch nicht stattgefunden hat, liegt nur an den Ereignissen in Nordafrika und an der Tatsache, dass sich die libanesische Regierung noch nicht fertig gebildet hat“, so Sammak. „Wir hätten es schon auf libanesischer Ebene machen können, aber wir haben beschlossen, zu warten, damit es wirklich ein bindendes Regelwerk für die Muslime in der Welt wird.“ Sammak konnte auf Einladung von Papst Benedikt vor den Teilnehmern der Synode im Vatikan das Wort ergreifen.


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