kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Norwegens Jüdisches Problem 16. August 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 16:15

Norwegens Regierung hat uns dafür angegriffen, dass wir auf unterschiedliche Weise darauf hinwiesen, dass Norwegen Breiviks Angriff nicht als Rechtfertigung einer weiteren Schwächung der norwegischen Demokratie benutzen sollte.

 

Ich war überrascht über die Geschwindigkeit mit der die linken Medien in den USA und Europa im Kielwasser von Anders Breiviks Massaker an ihren norwegischen Kollegen, das Verbrechen als ein Mittel nutzten ihre ideologischen Gegner, die Rechten, zu kriminalisieren. Nur Stunden nachdem Breiviks Identität öffentlich wurde, waren linke Blogs und Medien voller Versuche, für Breiviks Verbrechen bekannte konservative Intellektuelle, deren Ideen er in seinem 1500 Seiten langen Online Manifest zitiert, zu beschuldigen.

 

Meine Abscheu gegen diesen dreisten Vorstoß Breiviks Verbrechen dazu zu benutzen, die Meinungsfreiheit anzugreifen trieb mich an, am 29.Juli die Kolumne “Breivik und die totalitären Demokraten ”zu schreiben. Während das Hauptaugenmerk meiner Kolumne auf dem Versuch der Linken lag, ihre konservativen Gegner zum Schweigen zu bringen, stellte ich auch fest, dass die in Norwegen weit verbreitete Unterstützung für palästinensische Terroristen darauf hindeutet, dass für viele Norweger die Gegnerschaft zu Terrorismus nicht sehr konsistent, ist.

 

Um diese Meinung zu belegen zitierte ich aus einem Interview der Zeitung Maariv mit dem norwegischen Botschafter Svein Sevje. Seivje erklärte, dass die meisten Norweger denken, die Opposition zu der vermeintlichen israelischen “Besetzung” sei gerechtfertigt, und es sei unwahrscheinlich, dass ihr Mangel an Mitgefühl für die israelischen Opfer palästinesischen Terrors sich in Folge des Breivik Attentates auf Norweger ändern würde.

 

Da mein Artikel eine Verteidigung der Meinungsfreiheit war und eine allgemeine Erklärung dafür, warum Terrorismus den Grundlagen einer liberalen Demokratie – unabhängig von seiner ideologischen Motivation – entgegengesetzt ist, richtete ich den Fokus nicht auf die norwegische Gesellschaft. Ich diskutierte nicht den norwegischen Antisemitismus oder Antizionismus. Tatsächlich ignorierte ich absichtlich diese Fragen. Als aber am Freitag der stellvertretende norwegische Außenminister Espen Barth Eide auf diesen Seiten eine ungerechtfertigte Attacke gegen mich veröffentlichte, zwang er mich mir die Zeit zu nehmen das intellektuelle und politische Klima des Hasses auf Israel und Juden, das die norwegische Gesellschaft durchdringt, zu betrachten.

 

Dieses Klima ist keine zeitgenössische Entwicklung. Eher ist es eine Säule der norwegischen Gesellschaft. In einem Report aus dem Jahr 2006 über den Hass auf Juden in zeitgenössischen norwegischen Karikaturen, das das Jerusalemer Zentrum für öffentliche Angelegenheiten veröffentlichte, stellte Erez Uriely unter Anderem fest, dass Norwegen rituelles, koscheres Schlachten bereits 1929 verbot, drei Jahre bevor ein gleiches Verbot in Nazi Deutschland eingeführt wurde. Und während das Verbot des rituellen koscheren Schlachtens im Nachkriegsdeutschland aufgehoben wurde, wurde es in Norwegen nie abgeschafft. Wie Uriely schreibt, macht das Verbot für das jüdische rituelle Schlachten den Judaismus zur einzigen Religion, die in Norwegen nicht frei praktiziert werden kann.

 

Faschismus war in Norwegen in den 30gern zutiefst populär. In der Folge der Naziinvasion gründeten norwegische Regierungsmitglieder die norwegische Nazipartei oder schlossen sich ihr an. Die Sympathie für Nazikollaborateure ist im Norwegen von heute offensichtlich stark ausgeprägt. Wie Manfred Gerstenfeld von JCPA in einem Bericht zum Anstieg der norwegischen antisemitischen Angriffe im Jahr 2009 schrieb, bewilligte die norwegische Regierung vor zwei Jahren mehr als 20 Millionen $ aus Steuermitteln um den 150en Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers Knut Hamsun zu feiern. Wie die New York Times berichtete, eröffnete Norwegens Königin Sonja im Februar 2009, die “einjährigen, öffentlich finanzierten Gedenkfeierlichkeiten Hamsuns 150en Geburtstages ,unter dem Titel “Hamsun 2009”. Aber auch wenn Hamsun möglicherweise ein guter Schriftsteller war, so ist er in stärkerer Erinnerung als enthusiastischer Nazi. Hamsun gab seinen Nobel Preis an den Nazi Propagandachef Josef Goebbels. Während des Krieges flog Hamsun zu einem Besuch nach Deutschland, um Hitler in dessen Berg-Refugium in Bayern zu treffen.

 

Und im Jahr 2009 baute Norwegen, für 20 Millionen $, ein Museum um Hamsuns Verdienste zu würdigen. Wie Uriely in seinem Bericht erklärt, kommt der norwegische Antisemitismus nicht von unten sondern aus der Führungsebene, von Politikern, Führern von Organisationen, Kirchenführern und führenden Journalisten .Er kommt nicht von den Moslems, sondern aus der christlichen europäischen Gesellschaft. Entgegen empörter Behauptungen, dass beides nicht zusammen hinge, verschmilzt der Antisemitismus der norwegischen Eliten nahtlos mit ihrem Antizionismus. Ein offensichtlich unabsichtliches Beispiel dieser Verschmelzung ist in Eides Attacke auf mich, in der J Post vom Freitag, zu finden. Eides Angriff kreist um mein Zitat aus Botschafter Sevjes Interview mit Maarif. In seiner Kolumne schreibt er, “viele andere israelische Medien haben das Interview ebenfalls herausgegriffen“.

 

Auch wenn das stimmen mag, ich erfuhr von Sevjes Interview zuerst durch die US Medien. Speziell las ich über das Interview auf der Webseite des Commentary Magazine, der Webseite der Jewish Thelegraphic Agency und der Webseite des Komitees für akkurate Nah- Ost Berichterstattung in Amerika (CAMERA), bevor ich das Originalinterview auf der Webseite von Maariv las. Commentary, JTA und CAMERA sind keine israelischen Organisationen oder Unternehmen. Sie sind jüdisch-amerikanische Organisationen oder Medien. Eides Identifizierung als “israelische Medien” weist darauf hin, dass der stellvertretende Außenminister Schwierigkeiten hat Juden von Israelis zu unterscheiden, (und weiter gedacht, den Hass auf Juden vom Hass auf Israel.)

 

Einer der jüdisch-amerikanischen Autoren der die Bereitschaft des norwegischen Botschafters zwischen palästinensischen Terror Morden an Israelis und Breiviks terroristischem Mord an Norwegern kritisierte, war Harvard Professor Alan Dershowitz. Dershowitz sagte, ”Ich weiß von keiner vernünftigen Person, die versucht hat die Terrorattacken gegen Norwegen zu rechtfertigen. Aber es gibt viele Norweger die Terrorangriffe auf Israel nicht nur rechtfertigen, sondern sie verherrlichen, unterstützen, helfen sie zu finanzieren und sie legitimieren.

 

Im März erlebte Dershowitz den Antisemitismus der norwegischen Eliten in seiner Form als Antizionismus aus erster Hand. Dershowitz wurde von einer pro- israelischen Gruppe nach Norwegen geholt, um an drei norwegischen Universitäten Vorträge zu halten. Alle drei Universitätsleitungen lehnten es ab ihn einzuladen. Zum Schluss luden ihn, von ihrer Universitätsleitung unabhängige Studentengruppen dazu ein seine Vorträge zu halten. Wie Dershowitz in einem Artikel des Wall Street Journal erklärte, war er das Opfer eines inoffiziellen Boykottes gegen israelische Universitäten durch die norwegischen Universitäten. Dieser inoffizielle Boykott ist so weit ausgedehnt, dass er nicht nur israelische Akademiker verbannt, sondern auch nicht israelische, jüdische Akademiker die pro Israel sind. Und falls Jemand glaubt, der anti- jüdische Boykott sei in der so genannten “Besetzung” begründet, so weist Dershowitz darauf hin, dass die Petition zum Boykott Israels gilt, ”seit der Staat Israel palästinensisches Land 1948 besetzte.”

 

Die Zurückweisung des israelischen Existenzrechts durch die norwegischen Eliten, und der Bann gegen pro- israelische jüdische Referenten auf norwegischem Universitätsgelände ist eine Erklärung für die norwegische Unterstützung der Hamas. Wäre Norwegens Ablehnung Israels eher in dessen Abmessungen begründet, als in seiner blossen Existenz, wäre es schwer zu verstehen, warum Norwegen freundschaftlichen Kontakt zur Hamas pflegt. Die Hamas ist immerhin eine genozidale, terroristische Gruppe, die wie die Nazis die Auslöschung des gesamten jüdischen Volkes anstrebt. Doch der norwegische Außenminister Jonas Gahr Store rechtfertigte in einem Artikel die Beziehungen zur Hamas als im Einklang mit Norwegens Willen zum “Dialog”. Wie die hemmungslose und ungerechtfertigte Attacke des Stellvertreters Stores, Eide, auf mich und Norwegens Akademiker – und in großem Masse die Medien – macht der Boykott gegenüber pro israelischen Stimmen deutlich, Norwegens Wunsch zum Dialog ist ebenso selektiv wie seine Verurteilung des Terrorismus.

 

Hier sollten wir uns daran erinnern, dass die herrschende Klasse in Norwegen bei der Operation Cast Lead die Hamas unterstützte. Israels pazifistische Kadima Regierung begann die Operation in Gaza weil sie keine andere Wahl hatte. Monate lang hatte der damalige Premierminister Ehud Olert auf seinen Händen gesessen (tatenlos zugesehen) während im Süden Israels unprovozierte Wellen von tausenden von Raketen aus Gaza einschlugen. Olmert war zum Handeln gezwungen nachdem die Hamas ihre Raketenangriffe im November und Anfang Dezember 2008 massiv ausweitete. Während sie zu der palästinensischen Aggression schwieg, griff Norwegens Regierung Israel wegen dessen Selbstverteidigung an. Wie Store Gare sagte, “die israelische Bodenoffensive in Gaza stellt eine dramatische Eskalation des Konfliktes dar. Norwegen verurteilt jede Form der Kriegsführung, die schweres ziviles Leid verursacht und ruft Israel auf, seine Kräfte unverzüglich zurückzuziehen.

 

Zwei von Stores Verbündeten, Eric Fosse und Mads Gilbert, zogen während Cast Lead nach Gaza und installierten sich im Shifa Krankenhaus. Die zwei waren Fixpunkte in den norwegischen Medien, die sie während des Konfliktes regelmäßig interviewten und so die verleumderischen Vorwürfe gegen die IDF unhinterfragt verbreiteten. Fosse und Gilbert erwähnten nie, dass die Kommandozentrale der Hamas, in offenem Bruch des Kriegsrechts, in dem Krankenhaus angesiedelt war. Als sie nach Hause zurückkehrten wurden sie Koautoren eines Buches, in dem sie die IDF beschuldigten Gaza mit dem ausdrücklichen Ziel betreten zu haben, Frauen und Kinder zu töten.

 

Für den rückwärtigen Klappentext des Buches schrieb Store ein Geleitwort. Im Januar besuchte Store Israel. Während seines Besuches gab er der Post ein Interview in dem er, das diplomatische Protokoll ignorierend, die aktuelle Entscheidung der Knesset zur Bildung einer parlamentarischen Kommission zur Untersuchung ausländischer Fördermittel antizionistischer israelischer NGOs angriff. Die Begründung der Kommission war, dass die Israelis ein Recht darauf hätten zu wissen, dass viele vorgeblich israelische Gruppen tatsächlich ausländische Organisationen seien, die durch einheimische Israelis besetzt würden. Und viele der aller giftigsten antizionistischen NGOs, deren Stellen von Israelis die in Israel tätig sind besetzt sind, werden vom norwegischen Staat finanziert. Store erklärte arrogant, “ich denke, das ist ein beunruhigendes Zeichen” für den Zustand der israelischen Demokratie.

 

Während der Operation Cast Lead war Oslo Bühne beispielloser antisemitischer Ausschreitungen. Nach Aussage Eirik Eiglads riefen Demonstranten die an anti-Israel Demonstrationen – und sogar vorgeblichen Friedensdemonstrationen teilnahmen- “Tötet die Juden” und griffen Polizisten an, die sie von Ausschreitungen abhalten wollten. Demonstranten einer pro- Israel Kundgebung wurden geschlagen. Der israelische Botschafter wurde bedroht. Pro-israelische Politiker, die an der pro Israel Demonstration teilnahmen wurden geschlagen und bekamen Morddrohungen. Es ist eine Tatsache, dass am Tag vor Breiviks Massaker an den Teenagern, im Camp der Arbeiterparteijugend auf der Insel Utoya , Store über die Notwendigkeit der Zerstörung der israelischen Schutzmauer sprach. Die Camp Teilnehmer spielten im Rollenspiel pro Hamas Aktivisten beim, das internationales Recht verletzenden Brechen der rechtmäßigen maritimen Blockade der Küste von Gaza.

 

Sie trugen Transparente die zum Boykott Israels aufriefen. Trotz ihrer offensichtlichen Antipathie gegenüber Israel und ihrer Sympathie zur genozidalen, Juden hassenden Hamas, haben weder ich noch meine Kollegen der Jerusalem Post irgendetwas anderes getan als Breiviks barbarisches Massaker an seinen Mit-Norwegern zu verurteilen . Und dennoch griff uns die norwegische Regierung dafür an, dass wir ausschließlich, auf verschiedene Weise, darauf hinwiesen, dass Norwegen die Attacke Breiviks nicht als Rechtfertigung einer weiteren Schwächung der norwegischen Demokratie nutzen sollte. Nach dem Massaker veröffentlichte die Post einen argumentativ starken und mitfühlenden Leitartikel der diese grundsätzlichen Punkte ansprach. Als Antwort wurde die Zeitung überschwemmt von verrückten Angriffen die behaupteten, der Leitartikel sei gefühllos und habe Breiviks Verbrechen gerechtfertigt. Als Antwort veröffentliche die Post am Freitag in einem Folgeartikel eine Entschuldigung für den ersten Artikel an das norwegische Volk.

 

Ich wurde nicht im Voraus über diesen Leitartikel konsultiert und er reflektiert meine Ansichten nicht. Dennoch verstehe ich den moralischen Impuls kein Salz in die Wunden streuen zu wollen, was auch hinter der Entscheidung zum Schreiben stand. Ich für meinen Teil, werde keine ähnliche Entschuldigung für die unnötige Attacke der norwegischen Regierung und der Eliten für die verleumderische Diffamierung meiner Armee, meines Landes und meines Volkes verlangen.. Ich werde keine Entschuldigung von Norwegen für ihren Vergleich Israels mit Nazi Deutschland und das Feiern norwegischer Nazis verlangen.

 

Ich werde so eine Entschuldigung nicht verlangen, weil es bestimmte Taten gibt die einfach unverzeihlich sind.

 

EuropeNews:  www.europenews.dk – Original: Our world: Norways Jewish Problem, Jerusalem Post
Von Caroline Glick – Übersetzung von Beate für EuropeNews

 

One Response to “Norwegens Jüdisches Problem”

  1. Erzengel Michael Says:

    Das koschere Schlachten gehört in Deutschland wieder verboten,da wir ein christliches Land sind,das Christus unterstellt ist und nicht dem judäischen Rumpelstilzchen.Außerdem ist es Tierquälerei,einem Tier bei vollem Bewußtsein die Halsschlagader durchschneiden und es ausbluten lassen.Im alten Bund hatte das ganze eine andere Bedeutung,da das Opfer von Christus noch nicht geschehen ist.Wenn die Juden nicht an den Sohn Gottes glauben können und nicht ausgeblutetes Fleisch für sie ein Greuel ist,dann sollen sie in ihren Judenstaat gehen,dasselbe gilt auch für die Moslems,denn wir europäischen Christen wollen mit verendeten Tieren nicht zusammen leben.

    Verbot des Genusses von Blut und „““verendeten Tieren“““
    3Mo 17,11 Denn des Leibes(Christi) Leben ist im Blut und ich habe es euch für den Altar gegeben, dass ihr damit entsühnt werdet.(Von euren unwissentlich begangenen Sünden-Siehe Schöpfungsbefehl im fleischlichen Sinn verstehen) Denn das Blut ist die Entsühnung, weil das Leben(Christi) in ihm ist.

    Hebr 13,11 Denn die Leiber der Tiere, deren Blut durch den Hohenpriester als Sündopfer(für jene Christen die Erkenntnis der Sünde haben) in das Heilige getragen wird, werden außerhalb des Lagers verbrannt.


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