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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Verfahren gegen Mubarak vertagt 15. August 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 16:05

Das Gericht braucht mehr Zeit und mehr Beweise – der Prozess gegen den ägyptischen Ex-Präsidenten ist vertagt worden. Der zweite Verhandlungstag, den Mubarak erneut vom Bett aus verfolgte, dauerte nur zwei Stunden.

 

Nach nur zwei Stunden Verhandlungsdauer ist der Prozess gegen den ägyptischen Ex-Präsidenten Hosni Mubarak vertagt worden. Das Verfahren soll am 5. September fortgesetzt werden. Damit sei Zeit für die Beibringung zusätzlicher Beweismittel gewonnen, begründete der Vorsitzende Richter Achmed Rifaat die Entscheidung. Die Anklage wirft Mubarak die Tötung von mehr als 800 Demonstranten sowie Amtsmissbrauch vor. Der Ex-Herrscher verfolgte das Verfahren wie schon am ersten Prozesstag vor knapp zwei Wochen vom Krankenbett aus. Künftig werde es von dem Prozess keine Live-Übertragung im Fernsehen mehr geben, gab Richter Rifaat weiter bekannt.

 

Bereits in der ersten Sitzung hatte sich Mubarak für nicht schuldig erklärt. Zusammen mit ihm stehen seine beiden Söhne Gamal und Alaa wegen illegaler Bereicherung vor dem Richter. Mubarak wird seit seinem Sturz im Februar infolge von Massenprotesten wegen Herzproblemen im Krankenhaus behandelt. Vor dem Gerichtssaal kam es kurzzeitig zu einem Handgemenge zwischen Anhängern und Gegnern des gestürzten Präsidenten. Hunderte Mubarak-Anhänger protestierten gegen das, was sie als Demütigung des ehemaligen Machthabers bezeichneten. {Quelle: www.sueddeutsche.de}

 

 

Mubaraks Gegner und Befürworter zerfleischen sich und die Polizei schaut zu und schutzt sich selbst

 

 

Alaa küsst die Stirn seines Vaters

 

Mubarak-Prozess wieder vertagt

Prozess gegen Ägyptens früheren Herrscher soll am 5. September fortgesetzt werden – Der Prozess gegen den früheren ägyptischen Präsidenten Mubarak ist vertagt worden. Das Verfahren soll am 5. September wieder aufgenommen werden. Das Gericht in Kairo beschloss, künftig keine Live-Übertragung des Prozesses im Fernsehen mehr zuzulassen.

 

 Der Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak ist nach nur zwei Stunden Verhandlungsdauer auf den 5. September vertagt worden. Damit sei Zeit für die Beibringung zusätzlicher Beweismittel gewonnen, begründete der Vorsitzende Richter Achmed Rifaat den Entscheid. Zuvor hatte das Gericht am zweiten Verhandlungstag lediglich verfahrenstechnische Fragen erörtert. Die Anklage wirft dem 83-Jährigen die Tötung von mehr als 800 Demonstranten sowie Amtsmissbrauch vor. Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe.

 

Keine Live-Übertragungen mehr: Der frühere Staatschef war wie schon am ersten Prozesstag vor knapp zwei Wochen im Krankenbett im Verhandlungssaal zugegen. Künftig werde es von dem Prozess keine Live-Übertragung im Fernsehen mehr geben, gab Richter Rifaat weiter bekannt. Das Verfahren hatte am 3. August begonnen. Auch damals war Mubarak der Verhandlung im Krankenbett liegend gefolgt. In der ersten Sitzung hatte er sich für nicht schuldig erklärt. Zusammen mit ihm stehen seine beiden Söhne Gamal und Alaa wegen illegaler Bereicherung vor dem Richter.

 

 

 

Mubaraks Söhne winken und zeigen Siegeszeichen

 

Möglicher Nachfolger: Den 47-jährigen Gamal hatte die Präsidentenfamilie, ohne es je öffentlich zuzugeben, als Nachfolger für den Vater vorgesehen. Gamal Mubarak bekleidete das faktische Spitzenamt in der Staatspartei NDP, den Vorsitz im politischen Ausschuss. Er hielt auch die Verbindung zu den mit dem Regime verbundenen Wirtschaftsführern. Seine kolportierte Nachfolge verhalf der Opposition zu erheblichem Auftrieb. Alaa, der ältere von Mubaraks beiden Söhnen, bekleidete keine politischen Funktionen. Wie sein Bruder bewegte sich der 51-Jährige in jenen Geschäftskreisen, die in einträglicher Symbiose mit dem Regime lebten. Vor der Verhandlung kam es kurzzeitig zu einem Handgemenge zwischen Anhängern und Gegnern Mubaraks. {Quelle: www.nzz.ch} 

 

Mubarak wieder im Krankenbett vor Gericht

In Kairo ist der Prozess gegen den gestürzten ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak fortgesetzt worden. Wie bereits am ersten Verhandlungstag vor knapp zwei Wochen wurde der 83-jährige in einem Krankenbett in das Gericht gebracht.

 

 

Der wegen der Tötung von mehr als 800 Demonstranten angeklagte ägyptische Ex-Präsident Husni Mubarak (83) ist erneut im Krankenbett zu seinem Prozess erschienen. Helfer schoben ihn am Montag kurz vor Beginn des zweiten Verhandlungstages in den für die Angeklagten vorgesehenen Eisenkäfig im Kairoer Gerichtssaal. Das Gerichte wollte nach Berichten ägyptischer Medien Anträge der Verteidigung auf die Vorladung von Zeugen prüfen.

 

Mubarak war zunächst mit einem Helikopter in die Nähe der Polizeiakademie in einem Vorort von Kairo geflogen worden, wo der Prozess aus Sicherheitsgründen stattfindet. Anschließend wurde er mit einem Krankenwagen zu der Akademie gefahren. Mubarak befindet sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand, die Angaben darüber sind aber widersprüchlich. Dem langjährigen Staatschef, der am 11. Februar unter dem Druck wochenlanger Proteste zurückgetreten war, werden die Anordnung von Gewalt gegen Regierungsgegner sowie Korruption und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe. Der Prozess hatte am 3. August begonnen und war dann vertagt worden. Zum Prozessauftakt hatten Mubarak und seine Söhne auf nicht schuldig plädiert. {Quelle: www.stern.de} 

 

Zweite Runde im Mubarak-Prozess

Der Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak wird an diesem Montag in Kairo fortgesetzt. Am zweiten Verhandlungstag will das Gericht nach Berichten Kairoer Medien Anträge der Verteidigung auf die Vorladung von Zeugen prüfen.

 

Dem am 11. Februar nach Massenprotesten zurückgetretenen Politiker wirft die Staatsanwaltschaft die Tötung von über 800 Demonstranten sowie Amtsmissbrauch vor. Mitstreiter Mubaraks sollen vorgeladen werden: Mubarak wird nach Angaben seines Anwaltes Farid al-Dib im Gerichtssaal anwesend sein. In der ersten Verhandlung am 3. August war der 83-jährige Ex-Präsident im Krankenbett erschienen. Die Anschuldigungen des Anklägers hatte er zurückgewiesen. Mubaraks Anwälte wollen nun ehemalige Mitstreiter aus dem Machtapparat vorladen lassen, unter ihnen den Chef des heute regierenden Militärrates, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi, und den ehemaligen Vize-Präsidenten Omar Suleiman. Tantawi war unter Mubarak Verteidigungsminister und übt dieses Amt auch heute noch aus.

 

Die Hauptangeklagten im Mubarak-Prozess: Hosni Mubarak (83), ehem. Staatspräsident: Mubarak stand an der Spitze eines autoritären Systems, das sich auf das Militär, die Geheimdienste, die Staatspartei NDP und mächtige Geschäftskreise stützte. Mubarak war selbst Luftwaffenpilot und trat an die Stelle seines von Islamisten ermordeten Vorgängers Anwar el Sadat. Gamal Mubarak (47), Sohn Mubaraks: Ihn hatte die Präsidentenfamilie, ohne es je öffentlich zuzugeben, als Nachfolger für den Vater vorgesehen. Er bekleidete das faktische Spitzenamt in der Staatspartei NDP und hielt auch die Verbindung zu den mit dem Regime verbundenen Wirtschaftsführern. Seine kolportierte Nachfolge verhalf der Opposition zu erheblichem Auftrieb. Alaa Mubarak (51), ältester Sohn Mubaraks: Er bekleidete keine politischen Funktionen, sondern bewegte sich wie sein Bruder Gamal in jenen Geschäftskreisen, die in einträglicher Symbiose mit dem Regime lebten. Habib al-Adli (73), ehemaliger Innenminister: Er stand an der Spitze von Polizei und Geheimdiensten. Er war damit für die Repressionsmassnahmen des Regimes unmittelbar verantwortlich. Sein «Mandat» reichte von der Bespitzelung der Bürger über die Unterdrückung und Inhaftierung von Oppositionellen bis zur Fälschung von Wahlen. Den Prozess, der im Fernsehen live übertragen wird, verfolgt die ägyptische Öffentlichkeit mit enormer Aufmerksamkeit. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Landes, dass sich ein Staatsführer wegen seiner Taten im Amt vor einem regulären zivilen Gericht verantworten muss.

 

Prominente Regimegegnerin angeklagt: Eine prominente ägyptische Aktivistin ist nach Angaben ihres Anwalts wegen Verleumdung des regierenden Militärrats und Anstiftung zur Gewalt angeklagt worden. Nach einem vierstündigen Verhör und der Zahlung einer Kaution in Höhe von 3400 Dollar sei Asmaa Mahfus am Sonntag jedoch wieder auf freien Fuss gesetzt worden, sagte ihr Anwalt Ali Atef. Die Militärstaatsanwaltschaft wirft Mahfus vor, in Einträgen auf Twitter und Facebook die schleppenden Prozesse gegen Soldaten wegen Gewalttaten gegen Demonstranten kritisiert zu haben. In den sozialen Netzwerken im Internet soll sie zudem gewarnt haben, dass die Menschen das Recht selbst in die Hand nehmen könnten {Quelle: www.tagesschau.sf.tv}

 

4 Responses to “Verfahren gegen Mubarak vertagt”

  1. Saphiri Says:

    kann unseren politikern nicht passieren, wenn sie bei demos auf leute schießen lassen.

    bei uns ist ja ( entgegen den wünschen mancher der raffzahn-partei und ihres rechten flügels) die todesstrafe abgeschafft.

    bei uns würde die staatsanwaltschaft jahrelang ermitteln……………und dann das vergfahren einstellen. wegen mangels an beweisen oder was auch immer.

    armer mubarak. du hättest halt eine kapitaldiktatur nach europäischen vorbild errichten sollen. dann hättest du genau dasselbe machen können, aber ohne strafe davonkommen.

    werden Sie ihn ER_Hängen???

    • G.K.* Says:

      Einmaliger Fall

      Das gab es noch nie in der arabsichen Welt: Noch nie wurde ein modernes Staatsoberhaupt ausschliesslich von seinem eigenen Volk vor Gericht gebracht.

      Der irakische Staatsführer Saddam Hussein wurde von US-Truppen gefangengenommen und in einem Sondertribunal verurteilt.

      Der tunesische Präsident Ben Ali ist bereits verurteilt worden, befindet sich jedoch in Saudiarabien im Exil.

      Vieles, was früher unvorstellbar war,
      beginnt sich nun in voller Tragweite sich vor zustellen. Aber eben, mit den Staaten im Nahost, auf dem Balkan und überall wo es einfacher gegeben ist – es sind zu den Schurken im angelsächsischen Raum gar die kleinsten Fische, die überführt werden. Offenbar muss auch eine faire Rechtsprechung von unten kommen. Begänne es von oben, schwindelerregend, denn einmal im ‚Weissen Haus‘, das zwar nicht so hoch ist wie die Twin-Tower,

      sie würden gleich tief fallen, wie jene Unschuldigen von diese…

  2. Saphiri Says:

    kann unseren politikern nicht passieren, wenn sie bei demos auf leute schießen lassen.

    bei uns ist ja ( entgegen den wünschen mancher der raffzahn-partei und ihres rechten flügels) die todesstrafe abgeschafft.

    bei uns würde die staatsanwaltschaft jahrelang ermitteln……………und dann das vergfahren einstellen. wegen mangels an beweisen oder was auch immer.

    armer mubarak. du hättest halt eine kapitaldiktatur nach europäischen vorbild errichten sollen. dann hättest du genau dasselbe machen können, aber ohne strafe davonkommen.

    werden Sie ihn ER_Hängen???

    oder wird Gott ihm eine gerechte Sitzung (bei ihm)
    zuteil werden lassen ??

  3. Methusalem Says:

    Sie alle haben in Ägypten jahrzehntelang zu viel Mist gebaut. Das ist nur Affengericht — die Vorbereitung die kommenden Eselgerichte. Die islamische Welt kennt weder die Vergebung, die Gnade noch den Wahrheitssinn.


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