kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Es gibt Gott sei Dank auch Gutes zu berichten 12. August 2011

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 13:01

Kindermissionswerk „Die Sternsinger“: Hilfe für Kinder in 2.875 Projekten weltweit

 

Aachen (Fidesdienst): Das Kindermissionswerk «Die Sternsinger» hat im Jahr 2010 einen Spendenzuwachs von 9,9 Prozent auf gut 73 Millionen Euro verzeichnet. Davon stammten fast 41 Millionen Euro aus der Sternsingeraktion 2009/2010, teilte das Kindermissionswerk am Montag in Aachen mit. Der Rest komme aus Einzelspenden, Aktionen von Pfarrgemeinden und von Sternsingergruppen. Vielfältige Förderungen in 2.875 Projekten und insgesamt 121 Ländern konnte das Kindermissionswerk im Jahr 2010 übernehmen. „Möglich gemacht haben das die gesammelten Spenden aus Deutschland. Dafür sind wir sehr dankbar!“, betont Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks. „Unsere Spendeneinnahmen wurden im vergangenen Jahr auch geprägt von den Naturkatastrophen in Haiti und Pakistan“, so Krämer weiter. Dank der guten Zusammenarbeit mit den langjährigen Partnern vor Ort habe man dort schnelle Hilfe leisten können. Man wisse aber auch, dass man in Haiti und Pakistan noch langfristig bei Maßnahmen des Wiederaufbaus gefordert sei.

 

„Im Fokus unserer Arbeit steht die ganzheitliche Entwicklung von Kindern weltweit. Den Schwerpunkt bei der Finanzierung machen weiterhin Projekte im Bildungsbereich aus“, so Krämer. Neben der Bildungsarbeit wurden in Afrika, Lateinamerika, Asien und Ozeanien sowie Osteuropa auch Projekte in den Bereichen Ernährung, soziale Integration, pastorale Aufgaben und Gesundheit gefördert.

 

Missio-Aussätzigen-Hilfswerk bringt Heilung für 4,5 Millionen Menschen

 

Wien (Fidesdienst): Seit über 25 Jahren leistet das Aussätzigen-Hilfswerk mit seiner Medikamentenaktion gezielte medizinische Hilfe für Menschen in den ärmsten Regionen der Welt. Durch die wertvollen Spenden und den unermüdlichen Einsatz des Aussätzigen-Hilfswerk kann insbesondere auch die Nachhaltigkeit der geförderten Projekte garantiert werden. 72 Lepra- und Gesundheitsprojekte hat das Missio-Aussätzigen-Hilfswerk Österreich 2010 unterstützt. 1,5 Millionen Euro Spenden aus ganz Österreich haben diese Hilfe ebenso möglich gemacht, wie die große Medikamentenaktion: Insgesamt wurde Sachhilfe in Form von Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern im Wert von 8,2 Millionen Euro vermittelt. Die Medikamente und medizinische Hilfsgüter wie Verbandsstoffe, sterile Handschuhe, Einwegspritzen werden von Ärzten, Apotheken, Pharmafirmen und Spitälern in ganz Österreich gespendet.

 

Im Juli und August werden die gespendeten Medikamente sortiert und auf gezielte Bestellung hin verpackt und versendet. Bisher sind bereits rund 3200 Kartons gefüllt mit ca. 23.000 kg Medikamenten für 29 Missionsspitäler, Gesundheitsstationen und Armenapotheken in Afrika, Asien und Lateinamerika versandfertig. Rund 4,5 Millionen Patienten auf der ganzen Welt können damit jedes Jahr behandelt werden. „Alleine das Wissen, dass uns die Menschen in Österreich nicht vergessen haben und uns nicht im Stich lassen, ist für viele unserer Patienten schon die halbe Heilung. Wir sind sehr dankbar, dass das Aussätzigen-Hilfswerk schon seit Jahren unser „Sprachrohr“ in Österreich ist und uns so großzügig unterstützt“, schreibt Sr. Mary Frederik aus Tansania.

 

Auch wenn Lepra heute als „unter Kontrolle“ gilt gibt es nach wie vor es weltweit über 250.000 Neuerkrankungen. Die Hilfstätigkeit ist aber längst nicht mehr ausschließlich auf Lepra beschränkt. Wo immer möglich wird versucht, die frühere Ausgrenzung von Lepra zu durchbrechen und die Lepraarbeit in das allgemeine Gesundheitswesen einzubeziehen.

 

Kirche gegen Todesstrafe: sie ist keine Lösung für das Problem der Gewalt im Land

 

Panama City (Fidesdienst): Der Abgeordnete Marcos Gonzalez von der Partei „Demokratischer Wandel“ (CD) legte einen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe in Panama vor. Die Todesstrafe soll bei Mord und Verbrechen gegen die kollektive Sicherheit sowie wiederholte Sexualverbrechen verhängt werden. Der Gesetzentwurf würde jedoch dem Artikel 30 der Verfassung des Landes widersprechen, der die Todesstrafe verbietet. Außerdem ist er nicht vereinbar mit der Menschenrechtkonvention und anderen internationalen Konventionen, die von Panama unterzeichnet wurden und die die Abschaffung der Todesstrafe vorsehen. Unter den Katholiken herrscht allgemeine Ablehnung. Maribel Jaén von der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der katholischen Kirche bezeichnet die Einführung der Todesstrafe als „unmenschlich“. Sie widerspreche der katholischen Lehre: „Als Kirche glauben wir an den tiefen Sinn des Lebens, weshalb kein Staat das Recht hat, Menschen das Leben zu nehmen“. Maribel erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass viele Länder die Todesstrafe abgeschafft haben, nachdem festgestellt wurde, dass sie nicht zur Bekämpfung von Kriminalität beiträgt.

 

Bereits im Zusammenhang mit einer früheren Debatte um eine Reform des Strafgesetzes hatte die Kirche den Schutz des Lebens gefordert (vgl. Fidesdienst vom 03/02/2007). Unterdessen betonte auch Patria Portogallo von der Oberstaatsanwaltschaft, dass der Gesetzentwurf nicht zur Verbrechensbekämpfung beitrage. Diese Position vertritt auch der Amtsvorgänger Ricardo Vargas, der betont: „Es handelt sich um einen Rückschritt für den demokratischen Prozess und ist nicht der richtige Weg zur Bekämpfung von Kriminalität“. Man müsse diesen Gesetzentwurf entschieden ablehnen, denn er sei „unvorsichtig und unangemessen“.

 

5 Responses to “Es gibt Gott sei Dank auch Gutes zu berichten”

  1. Saphiri Says:

    Unter den Katholiken herrscht allgemeine Ablehnung. Maribel Jaén von der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der katholischen Kirche bezeichnet die Einführung der Todesstrafe als „unmenschlich“. Sie widerspreche der katholischen Lehre:

    „Als Kirche glauben wir an den tiefen Sinn des Lebens, weshalb kein Staat das Recht hat, Menschen das Leben zu nehmen“.

    Maribel erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass viele Länder die Todesstrafe abgeschafft haben, nachdem festgestellt wurde, dass sie nicht zur Bekämpfung von Kriminalität beiträgt.

    Bereits im Zusammenhang mit einer früheren Debatte um eine Reform des Strafgesetzes hatte die Kirche den Schutz des Lebens gefordert
    Unterdessen betonte auch Patria Portogallo von der Oberstaatsanwaltschaft, dass der Gesetzentwurf nicht zur Verbrechensbekämpfung beitrage.

    Diese Position vertritt auch der Amtsvorgänger Ricardo Vargas, der betont: „Es handelt sich um einen Rückschritt für den demokratischen Prozess und ist nicht der richtige Weg zur Bekämpfung von Kriminalität“. Man müsse diesen Gesetzentwurf entschieden ablehnen, denn er sei „unvorsichtig und unangemessen“.

  2. Saphiri Says:

    Opferangehörige
    In der ganzen Welt wird angenommen, die Familienmitglieder der Opferfamilien seien Befürworter der Todesstrafe. Exekutionen gelten als das Instrument, mit welchem für die Überlebenden der Gerechtigkeit und dem Bedürfnis nach einem Abschluss genüge getan wird. Sich gegen die Todesstrafe auszusprechen wird oftmals als ein Affront gegen die Opfer aufgefasst. Aber ist das auch so?

    Während sich einige Opferfamilien tatsächlich für die Todesstrafe aussprechen gibt es auch einige, die das anders sehen. Auch kann sich die Einstellung der Angehörigen von Opferfamilien zu diesem Thema mit der Zeit ändern.

    Opferangehörige, die sich gegen die Todesstrafe aussprechen kommen durch eine Mischung aus Erfahrung, Einstellung und Glauben zu dieser Einschätzung. Die Gründe für Opfer, sich gegen die Todesstrafe auszusprechen, beinhalten eventuell auch die Tatsache, dass die Todesstrafe nur eine Ablenkung von den wahren Bedürfnissen der Familien darstellt, die nach einem Mord aufkommen; viele würden es lieber sehen, wenn das Geld, welches in die Todesstrafe investiert wird für Opferschutz und Opferhilfe, Gewaltprävention und Aufklärung ungelöster Morde aufgewandt würde. Sie wollen mit dem Trauma des Mordes nicht durch den langwierigen Prozess immer und immer wieder konfrontiert werden; manche glauben aus religiösen Gründen dass es immer falsch ist, ein Leben zu nehmen oder dass die Todesstrafe dem Leben und Verdiensten ihres geliebten Menschen nicht gerecht werden kann. Auch wird angenommen, dass ihre Wunden nicht geheilt werden können, indem man einem anderen Menschen das Leben nimmt.

    Hier sind einige Aussagen von Opferangehörigen aufgelistet, die sich gegen die Todesstrafe aussprechen:

    ‚Was bringt uns der Tot des Mörders schon gutes? Bringt er uns unsere Tochter zurück? Die Todesstrafe ist Mord der schlimmsten Sorte: Kalt, geplant, berechnend‘
    – Hector Black, dessen Tochter in Georgia, USA ermordet wurde

    ‚Ein schlimmer Aspekt an der Todesstrafe ist auch, dass sie den Blick der Gesellschaft von Opfer ablenkt und eine Welle der Unterstützung für diejenigen auslöst, die ein Verbrechen begangen haben. Für uns ist die Todesstrafe kein Weg, das Leben unserer Tochter zu würdigen.‘
    – Vicki Schieber, deren Tochter Shannon in Pennsylvania, USA ermordet wurde

    ‚Die Todesstrafe ist keine Lösung; sie dreht nur weiter an der Spirale der Gewalt, die auch schon meinen Sohn getötet hat.‘
    – Tina Chery, deren Sohn Louis in Massachusetts, USA, getötet wurde

    ‚Ich bin glühender Verfechter der weltweiten Abschaffung der Todesstrafe weil ich nicht glaube, dass der Tod des Täters irgendjemandem hilft. Die Opfer kommen so nicht schneller darüber hinweg, es wird tatsächlich mehr Leiden und Gewalt erzeugt, was einen Heilungsprozess noch verlangsamt.‘
    – Jo Berry, deren Vater in England Opfer eines Bombenanschlags wurde

    ‚Wenn wir Mördern erlauben, dass sie uns zu Mördern machen, geben wir ihnen zu viel Macht. Sie siegen, indem sie uns ihren Weg zu denken und zu Handeln eröffnen, und wir werden zu dem, das wir ablehnen.‘

    Die Todesstrafe bestraft auch die Familien der Opfer

  3. Saphiri Says:

    Missio-Aussätzigen-Hilfswerk bringt Heilung für 4,5 Millionen Menschen

    Das ist eben das Christentum.

    Und kein Islam .

  4. Johannes Says:

    Fräulein Saphiri, schreiben Sie doch bitte mal etwas weniger und denken Sie erst nach, bevor Sie Ihre Gedanken hier ausbreiten! Danke!

  5. Bazillus Says:

    Eine bessere Aktion als die Sternsingeraktion gibt es nicht. Da werden Kinder für Kinder eingesetzt, Gutes zu tun. Diese Tradition sollte in allen Kirchen eingeführt werden. Kinder helfen Kindern. Eine bessere Motivation für Kinder, sich uneigennützig für andere Kinder aus fernen Ländern, die sie nicht einmal kennen, gibt es nicht. So lernen sie frühzeitig, sozial zu handeln und lernen so ganz nebenbei, was der Sinn des Christentums ist, nämlich zu glauben und zu helfen ohne Ansehen der Person, des Glaubens oder der Ethnie.

    Diese Aktion ist vom Sinn her gelebte praktische Christenlehre.

    Von dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für diese Aktion, aber auch für Aktionen wie Missio, Brot für die Welt, SOS Kinderdörfer und so viele andere. Möge der Geist Christi diese Aktionen und die Menschen, die diese Aktionen organisieren und die Kinder dieser Welt mit seinem Segen begleiten.


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