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Überbevölkerung ist größtes Problem der Menschheit 3. August 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 12:54

Noch in diesem Jahr überschreitet die Weltbevölkerung die Zahl von sieben Milliarden Menschen.

Im Jahr 2050 werden es bereits neun Milliarden sein.

 

Die Menschheit befindet sich derzeit inmitten des größten demografischen Umbruchs ihrer Geschichte. Einige Kennziffern dieser Entwicklung: Jede Sekunde kommen fast drei neue Erdenbürger hinzu. Zwischen 1960 und 2000 hat sich die Zahl der Menschen verdoppelt. Und noch in diesem Jahr wird die Sieben-Milliarden-Marke überschritten, die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) nennt dafür den 31. Oktober als Stichtag. Sie geht davon aus, ebenso wie die Vereinten Nationen und andere Experten, dass das Wachstum vor allem in den Entwicklungsländern stattfinden wird. „Dort wird die Bevölkerung in den kommenden vier Jahrzehnten von heute 5,7 Milliarden auf voraussichtlich fast acht Milliarden Menschen wachsen“, heißt es bei der DSW. „In den Industrieländern hingegen bleibt die Bevölkerungszahl relativ stabil. Hier kommen bis 2050 lediglich rund 70 Millionen Menschen hinzu. In Deutschland wird die Einwohnerzahl bis dahin um voraussichtlich sieben Millionen auf 75 Millionen Menschen sinken.“

 

Binnen 90 Jahren wächst die Weltbevölkerung auf mindestens zehn Milliarden: Insgesamt könnte die Zahl der Menschen bis zum heute noch fernen Jahr 2100 gar auf bis zu 15,8 Milliarden steigen – dies ist allerdings die Obergrenze in einer Abschätzung der Vereinten Nationen. Eher wahrscheinlich sind 10,1 Milliarden. Dieses Wachstum wird hauptsächlich von den hohen Geburtenraten in Entwicklungsländern im südlichen Afrika und in Südasien getrieben. Allein in Afrika wird sich die Bevölkerung von heute 1,02 Milliarden auf voraussichtlich knapp 3,6 Milliarden Menschen im Jahr 2100 mehr als verdreifachen. In Europa hingegen nimmt die Bevölkerung ab: Leben hier heute noch 738 Millionen Menschen, werden es in 90 Jahren voraussichtlich nur noch 674 Millionen sein.

 

Das stellt die Menschheit vor riesige Aufgaben, denn mit der schieren Zahl wachsen der Konsum, der Energieverbrauch, die Zahl von Autos und die benötigten Flächen für die Landwirtschaft. Zugleich schrumpfen der Wald, intakte Riffe und die Artenvielfalt insgesamt. In den reichen Ländern, in denen die Zahl der Menschen vielfach zurückgeht, sorgen sich die Menschen um ihre Altersvorsorge und den Fortbestand der Sozialsysteme. „Der globale Ausblick ist durch eine Vielzahl von Unsicherheiten schwierig, dazu zählen Infektionskrankheiten, Krieg, der wissenschaftliche Fortschritt, politische Änderungen und unsere Fähigkeit zur globalen Zusammenarbeit“, schreibt David Bloom von der Harvard School of Public Health im Journal „Science“, das einen Schwerpunkt zur Bevölkerungsentwicklung zusammengetragen hat. Dass das starke Wachstum zu einem riesigen Problem werden wird, ist spätestens seit der Schrift „An Essay on the Principle of Population“ des britischen Ökonomen Thomas Malthus aus dem Jahr 1798 bekannt. Auch als Folge einer nicht zu unterdrückenden Passion zwischen den Geschlechtern werde die Zahl der Menschen so weit zunehmen, dass Armut und Elend das unausweichliche Resultat sein würden.

 

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon beklagte im Juli besonders die ungleiche Verteilung von Lebensmitteln auf der Erde: „Wir haben für jeden genug zu essen, und doch hungern etwa eine Milliarde Menschen“, sagte Ban zum Weltbevölkerungstag. Sollte es nicht bald gelingen, die landwirtschaftliche Produktion drastisch zu verbessern, müssten alle den Gürtel enger schnallen. „Wir müssen in den kommenden 40 Jahren die gleiche Menge von Lebensmitteln herstellen wie in den letzten 8000 Jahren“, sagte Jason Clay von der Umweltorganisation WWF. Er ist unter anderem für die Wald-, Fischerei-, Landwirtschafts- und Aquakultur-Initiativen der Naturschützer verantwortlich.

 

Menschheit würde im Jahr 2050 drei Erden benötigen, um den Bedarf zu decken:Ändere sich nichts an den bisherigen Gewohnheiten, benötigten die Menschen im Jahr 2050 drei Erden, um ihren Bedarf zu decken. Gleichzeitig gibt es eine „verschwenderische Nachlässigkeit gegenüber Nahrungsmitteln“, so beklagt es Tristram Stuart, einer der Autoren des diesjährigen Worldwatch-Berichts zum Zustand des Planeten („State of the World 2011“). Als Beispiele zählt er auf: „Kosmetisch ‚mangelhafte‘ Agrarprodukte wegzuschmeißen, essbare Fische als Beifang auf See zu entsorgen, übervolle Lager in Supermärkten und zu viel Essen für daheim zu kaufen oder zuzubereiten“.

 

In den Industrienationen bestehen demnach 40 Prozent der Nahrungsmittelverluste aus völlig genießbaren Lebensmitteln, die von Händlern oder Verbrauchern aus verschiedenen Gründen in die Tonne geworfen werden – etwa weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder die Lagerkapazitäten erschöpft sind. Zudem werden tonnenweise Lebensmittel wegen angeblicher Schönheitsfehler oder erschöpfter Quoten nicht vermarktet. So pflügen etwa Farmer in den USA rund 20 Prozent der Melonenernte unter, weil die Früchte „Makel“ an der Oberfläche oder in der Form haben. In Afrika hingegen sind vor allem die schlechten Lagerbedingungen nach der Ernte sowie eine mangelhafte Infrastruktur Hauptursachen für große Verluste.

 

Hunderte Menschen leben auf wenigen Quadratkilometer:In vielen Regionen ist es bereits jetzt eng – und es wird noch enger werden. In Asien ist die Bevölkerungsdichte bei weitem am größten, schreibt Bloom. Hier kommen 132 Menschen auf einen Quadratkilometer. Das ist grob betrachtet vier Mal so viel wie in Afrika, Europa, Lateinamerika und der Karibik. Und Bloom hat noch mehr Daten zusammengetragen. Das am dichtesten besiedelte Land ist Monaco (24.000 Menschen je Quadratkilometer), gefolgt von Singapur (7600) und Bahrain (1900). Mehr Platz ist in der Mongolei (1,8), Namibia (2,4) und Australien (2,9). Wann immer es um die Weltbevölkerung geht, richtet sich besonderes Augenmerk auf China, das bevölkerungsreichste Land der Welt. Dort lebten 2010 insgesamt 1,3397 Milliarden Menschen, berichtet Xizhe Peng von der Fudan University in Shanghai. Das Reich stehe derzeit an einer wichtigen Wegmarke: „Es ändert sich von einer Agrar-Gesellschaft zu einer städtischen, von einer jungen zu einer alten, und hin zu einem mobilen Lebensstil.“ Zugleich altern die Chinesen. Der Anteil der Menschen bis 14 Jahre betrug im Jahr 2000 noch 22,9 Prozent, 2010 lag er bei 16,6 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der 65-Jährigen und noch älteren Menschen von 7 auf 8,9 Prozent.

 

„Die zeigt, dass Chinas Bevölkerung schnell altert“, schreibt Peng. Zudem leben auch immer mehr Chinesen in den Städten – es ist bereits fast die Hälfte (49,7 Prozent oder mehr als 665 Millionen). Das ist eine Zunahme um 13 Prozent im Vergleich zu 2000. Auch in Europa altern die Menschen, erklärt das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Ursachen seien Kindermangel und eine steigende Lebenserwartung. „Im Schnitt bekommt eine EU-Bürgerin 1,6 Kinder, nötig für eine demografisch stabile Gesellschaft wären etwas über zwei Kinder.“

 

Außerdem werden die Europäer immer älter. In den vergangenen 50 Jahren stieg ihre Lebenserwartung um fünf Jahre, bis 2060 werden noch mal sieben hinzukommen. „Die größte Herausforderung für die europäischen Rentensysteme besteht darin, ein angemessenes Rentenniveau zu erreichen oder zu halten und zugleich nicht die zukünftigen Erwerbstätigen zu stark zu belasten. Letzteres kann nur gelingen, wenn in Zukunft mehr Menschen länger berufstätig sind.“ Großstädte bilden weltweit das Rückgrat der Weltwirtschaft, heißt es in der Untersuchung von Ende 2010, an der unter anderem die London School of Economics teilhatte. Mittlerweile stamme fast die Hälfte der weltweiten Wertschöpfung aus 150 großen Städteregionen, hieß es darin. In den 150 Ballungsgebieten, die von zusammenhängenden Städten und Vorstädten gebildet werden, erwirtschaften demnach 12 Prozent der Weltbevölkerung etwa 46 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

 

{Quelle: www.welt.de}

 

6 Responses to “Überbevölkerung ist größtes Problem der Menschheit”

  1. Alex Mulder Says:

    man hat , leider , Thomas Malhtus (1766 – 1834 ) , nie ernst genommen .Sein „Essay on the Principle of Population“ wurde schon damals als nicht „Politisch Korrekt befunden !Vor allem hat die Katholische Kirche seine Behauptungen als eine grosse Lüge bekämpft und verurteilt ! (nicht das erste Mal das die Kirche Wissenschaftler verurteilte , siehe Galileo Galilei !!!) Seine Nachfolger , die „New Malthusian“ befürworteten sogar Geburtkontrolle mit Präservative , was von der Kirche zwangsläufig als Verbrechen gegen die Menschheit , verketzert würde !
    Man behauptet heute noch , es gebe genug Lebensmittel für alle auf der Welt !Vielleicht … , jedoch Trinkwasser wird bestimmt das grösste Problem der Zukunft , für Mensch und Tier Trinkwasser , mit lediglich 1% der gesammte Wasservoräte in de Welt verfügbar .

  2. Diese Statistik ist gelogen!
    Denn schon im Jahr 1985/86, hatten wir angeblich sechs Milliarden Menschen auf der Erde. Und das war das Jahr der „Volkszählung“.
    Wir dürften, auch nach Aussage von Experten, zwischen 12 und 15 Lilliarden Menschen auf der Erde haben!
    Gäbe es das Ungeziefer nicht und würde alles gerecht verteilt werden, wäre der Planet noch längst nicht überbevölkert.
    Wenn man sich zu Gemüte führt, wieviele astronomische Summen alleine für Kriege zum Fenster hinausgeworfen werden, wäre die Erde mehr als nur ein Pardies!
    Und, wem nützen die Kriege? Es sind immer die gleichen Parasiten und Blutsauger!
    Theo Schiller

  3. Ayla Says:

    Ich Frage wo kommen Statistiken her
    Ich wurde nie for whatever? gefragt..

    Mmhm ‚ im groben , erledigt sich das alles von selbst‘ Soviel Müll von soviel Menschen
    hält Nix aus‘ ……..( )
    Alles ganz einfach …eigentlich
    Keiner sieht keiner agiert keiner konsumiert nicht
    Um so mehr… Um so schneller
    der Rest

  4. Ayla Says:

    Und ich lebe ohne Kühlschrank ohne Stromgeräte wenn geht
    Lebe Vegan ökologisch bewusst ‚
    Doch ich fahre Auto….wie jeder der arbeitet‘
    Mhm ‚ sooo viele Autos
    sooo viel Energie _ Verbrauch
    Sooo viel Tiere essen
    Sooo viel Methan
    Sooo viel Leid für Essen
    Tja‘ Traurig ist das alles

    Die Erde ist sooo schön
    Und wird behandelt wie Nix‘
    Nun Nix ist stark‘ 🙂


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