kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mubarak-Prozess: 61 Verletzte bei Zusammenstößen 3. August 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 15:16

Im Umfeld des Prozesses gegen den Ex-Machthaber von Ägypten, Husni Mubarak, ist es zu Auseinandersetzungen gekommen. 61 Menschen wurden verletzt.

 

Am Rande des Prozesses gegen den gestürzten ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern des 83-Jährigen gekommen. 61 Menschen seien verletzt worden, berichteten Rettungskräfte am Mittwoch in Kairo. Elf von ihnen mussten in Krankenhäuser gebracht werden.So mancher Herrscher hat enorme Geldbeträge in der Schweiz geparkt, berichtet 20min.ch. So habe der gestürzte ägyptische Präsident Mubarak sein Geld nach Auskunft der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey in der Schweiz angelegt. Umgerechnet seien rund 410 Millionen Franken in der Schweiz gesperrt worden, sagte Calmy-Rey. Drei Jahrzehnte lang regierte Mubarak Ägypten. Er war der wichtigste Partner Israels und der USA in der arabischen Welt. Am 11. Februar 2011 beugte er sich dem Druck des Volkes und verließ die Hauptstadt Kairo. Die Anhänger und Gegner Mubaraks waren vor der nationalen Polizeiakademie aufeinander losgegangen. Dort muss sich der frühere Machthaber seit diesem Mittwoch vor einem Gericht verantworten. Ihm werden unter anderem Tötung von Demonstranten, Amtsmissbrauch und illegale Bereicherung vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung droht Mubarak die Todesstrafe. {Quelle: www.augsburger-allgemeine.de}

 

 Mubarak und seine beiden Söhne: „Wir bestreiten alle Anklagepunkte“! 

 

 

Mubarak-Prozess soll live übertragen werden

 

Der Prozess gegen den früheren ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak soll live im Fernsehen übertragen werden. Der Vorsitzende Richter Ahmed Rifaat versprach am Sonntag einen zügigen Prozess, bei dem alle Anhörungen im Staatsfernsehen übertragen werden sollen. Außerdem kündigte er an, 600 Zuschauer zur Verhandlung in der nationalen Polizeischule in einem Vorort von Kairo zuzulassen.  Mubarak, seinem Sicherheitschef Habib el Adli sowie sechs ranghohen Polizeioffizieren droht die Todesstrafe, sollte das Gericht es als erwiesen ansehen, dass sie den Einsatz von tödlicher Gewalt während der Unruhen Anfang des Jahres angeordnet haben.

 

Über 850 Tote: Während des 18-tägigen Aufstands kamen über 850 Demonstranten ums Leben. In einem zweiten Prozess müssen Mubarak, seine Söhne Gamal und Alaa sowie ein enger Vertrauter der Familie sich wegen Korruptionsvorwürfen verantworten. Zuvor war der am Mittwoch beginnende Prozess gegen den gestürzten Staatschef verlegt. Husni Mubarak findet in den Räumen der Polizeiakademie in Kairo statt. Wie das Berufungsgericht in Kairo am Samstag mitteilte, wurde der Auftakt des Verfahrens aus Sicherheitsgründen von der Investitions- und Handelsbehörde auf dem internationalen Messegelände in Kairo in die Akademie verlegt.

 

Arrest am Roten Meer: Mubarak war im Februar unter dem wochenlangen Druck der aufgebrachten Massen zurückgetreten und hatte sich in den Badeort Scharm el Scheich am Roten Meer zurückgezogen. Dort kam er wegen Herzproblemen im April ins Krankenhaus, wo er seitdem unter Arrest steht. Der ägyptische Gesundheitsminister Amr Hilmi hatte vor ein paar Tagen gesagt, Mubaraks Gesundheitszustand sei stabil genug für eine Überführung nach Kairo. Aus Mubaraks Umfeld war hingegen verlautet, dass der Ex-Staatschef jegliche Nahrung verweigere und schwach und „depressiv“ sei. {Quelle: www.rp-online.de}

 

So klein ist diese Welt: Mubarak beobachtet auf seiner Bahre das Gericht!?!

 

 

Mubarak vor Gericht: „Ich bestreite alle Anklagepunkte“

 

Der Despot begegnet seinem Richter: Ägyptens gestürzter Präsident Hosni Mubarak lässt sich im Krankenbett in den Gerichtssaal in Kairo schieben, wo er sich wegen Korruption, Amtsmissbrauchs und der Gewalt gegen Regimegegner verantworten muss. Der 83-Jährige weist die Vorwürfe zurück. Der Richter ermahnt das Publikum zur Ruhe – doch vor dem Gericht kommt es zu Straßenschlachten. Dieser Tag wird in die Geschichte Ägyptens eingehen. Am Mittwoch, dem 3. August, hat der Prozess gegen Hosni Mubarakbegonnen, gegen jenen Mann, der das Land fast drei Jahrzehnte mit harter Hand geführt hat. Das Bild des Despoten hinter Gittern wird wie kein Ereignis seit dem Sturz Mubaraks am 11. Februar zum Symbol für den Bruch mit dem alten System werden. Der Prozess kann Vorbildcharakter für andere arabische Länder haben: Es ist das erste Mal, dass sich ein ehemaliger Führer des Landes vor Gericht verantworten muss.

 

Während der Pause!

 

Der Angeklagte liegt in einem Krankenbett, umgeben von Eisenstäben, als um 10:01 Uhr der Prozess eröffnet wird. Hosni Mubarak trägt das weiße Hemd eines Angeklagten. Er scheint leise zu sprechen, manche sagen, er habe geweint. Livebilder des Staatsfernsehens aus dem Gerichtssaal zeigen, wie sich Mubaraks Söhne Alaa und Gamal tief zu dem ehemaligen Präsidenten hinunter beugen, um ihn zu verstehen. Der Despot ist wegen Amtsmissbrauchs und tödlicher Gewalt gegen Demonstranten angeklagt. Er soll seinen Sicherheitskräften während der Revolte im Januar und Februar dieses Jahres befohlen haben, Demonstranten zu töten. Mehr als 800 Menschen starben in den 18 Tagen des Aufstandes. Vor Gericht weist der 83-Jährige diese Vorwürfe zurück.

 

„Ich bestreite alle Anklagepunkte“, sagt Mubarak nach der ersten Verhandlungspause an diesem Tag mit fester Stimme in ein vorgehaltenes Mikrofon. „Ich habe derartige Verbrechen nicht begangen.“ Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe. Neben dem Ex-Präsidenten müssen sich auch seine beiden Söhne Alaa und Gamal sowie der frühere Innenminister Habib al-Adli und mehrere hohe Polizeioffiziere vor Gericht verantworten. Auch sie bestreiten alle Vorwürfe. Bis zum Prozessbeginn hatte sich der frühere Präsident in einem Krankenhaus in dem Badeort Scharm-el-Scheich aufgehalten, wo er unter Arrest stand. Erst am Mittwoch ist er nach Kairo geflogen worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist Mubarak verhandlungsfähig.

 

In ganz Kairo ist an diesem Tag weit mehr Polizei zu sehen als an normalen Tagen. Die Stimmung in der ganzen Stadt ist angespannt, aber ruhig. Doch vor den Toren der Stadt fliegen die Steine. Der Raum für das historische Ereignis befindet sich in einer Polizeiakademie am Rand der Wüste, weit weg vom Zentrum Kairos, vom Tahrir-Platz, wo die Revolution ihren Lauf genommen hatte. Schon vor der Ankunft Mubaraks ist es zu chaotischen Szenen gekommen. Trotz des massiven Polizeiaufgebots gehen seit dem Morgen Gegner und Anhänger aufeinander los, Steine und Flaschen fliegen. Auch die Leinwand, auf der der Prozess vor das Gebäude übertragen wird, ist getroffen worden.

 

 

Auf ihr verfolgen auch viele der Menschen den Prozess, die vergeblich versucht haben, in den Gerichtssaal zu kommen: Journalisten, Anwälte und Angehörige von Opfern. Etwa 600 Zuschauer sitzen derweil im Auditorium der nationalen Polizeiakademie. Der Vorsitzende Richter Ahmed Rifaat ermahnte sie, der Verhandlung ruhig und in Würde zu folgen. Zu Beginn klärt er mit den Strafverteidigern die Formalien des Prozesses. Es geht zunächst um die Anklage gegen den früheren Innenminister Habib al-Adli, dem unter anderem die Unterdrückung und Inhaftierung von Oppositionellen vorgeworfen wird. {Quelle: www.sueddeutsche.de}

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s