kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Doroud abar Tâjikistân 1. August 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 14:12

Wir befinden uns im Jahre 2570 nach Kyros (2011 nach Chr.). Ganz Irânzamin ist von den Torktâzi besetzt… Ganz Irânzamin? Nein!

Ein von unbeugsamen Iranern bevölkertes Land hört nicht auf dem Eindringling Widerstand zu leisten.

 

Die Rede ist von Tadschikistan, dem letzten Außenposten, dem allerletzten Bisschen, dem Geringsten der Geringsten, welches in seiner geringen Größe mehr kulturellen Wert beherbergt, als der gesamte Iran und Afghanistan zusammen. Nur in Tadschikistan wird die persische Sprache bedingungslos hochgehalten, nur in Tadschikistan, steht ein Staat, der seine Bürger auffordert ihren Kindern persische Namen zu geben, nur in Tadschikistan steht ein Staat, der zoroastrische Veranstaltungen organisiert und sponsert. Möge es das Aufmarschgebiet der iranischen Reconquista sein.

 

Vieles davon ist dem derzeitigen Präsidenten des Landes Emomali Rahmon zu verdanken, der eine konsequente Politik der Re-Iranisierung und eines subtilen Antiislamismus betreibt. Ich werde mich hüten, den Mann als lupenreinen Demokraten zu bezeichnen, er ist vielmehr ein Autokrat in einer Region voller Autokraten. Aber niemand, weder in Europa noch in Amerika, enthält sich der Kooperation und Zusammenarbeit mit Schlächtern wie Islam Karimov, insofern empfinde ich meine Parteinahme für Rahmon nur als unmaßgeblich „verwerflich“. Der Staat Rahmon verdient unsere Loyalität, weil er als einziger iranischer Politiker auf dem Erdball steht und die arische Kultur der Iraner beschwört. Der Staat Rahmon verdient unsere Loyalität, weil er tapfer die letzte rein iranische Bastion im gewaltsam türkisierten Zentralasien bemannt und bewacht. Unter der Führung dieses Autokraten hat Zentralasien sich der durch die türkischen „Nachbarn“ finanzierten Revolte der Islamisten erfolgreich erwehrt und diese zum Glück niedergeschlagen. Unter Rahmon steht ein säkularer Staat, der in allen öffentlichen Kundgebungen und Festen auf das alte iranische Erbe Bezug nimmt und dieses Erbe weit, weit über dem „Glauben“ des Islams hierarchisiert hat. Unter dem Autokraten Rahmon sind die tadschikischen Frauen dem Gesetz nach gleichberechtigt und der Schulbesuch der Mädchen wird streng überwacht.

 

Ich frage euch Iraner die ihr hier mitlest, wem hat unsere Loyalität zu gelten, dem alles verpestenden Islamanbetenden Mullahapparat der unsere heilige Heimat besetzt hält, oder dem Autokraten Rahmon und seinen Paladinen, die ein Stückchen iranischen Glanzes bewahrt haben in einem Meer von zwangstürkisierter Dunkelheit?

 

Aber dieses Hochhalten von Säkularität scheint nicht in allen Kreisen als löbliches Unterfangen zu gelten und so erhebt sich Kritik von Orten, wo man gar nicht damit rechnen sollte (sollte man meinen). Der Blog Kopten ohne Grenzen moniert in diesem Beitrag die Tatsache, dass der tadschikische Staat die religiöse Indoktrination von Kindern unter Strafe stellt und konsequent verfolgt. Es wird angeführt, dass die Gesetzeslage in Tadschikistan auch die christliche Religionspraktik mit einschließt. Ich möchte in aller Ehrlichkeit sagen, dass ich den christlichen Lehren nie viel Wert beigemessen habe und es mir offen gesagt piepegal ist, dass Tadschikistan christlichen Religionsunterricht verbietet, als Iraner ist für mich einzig bedeutend, dass dieses Gesetz in Tadschikistan hauptsächlich den Islam aufs Korn nimmt und historisch das leistet, was der iranische Wiedergeburtsgedanke immer zum Ziel hatte. Die Handvoll Christen die es in Tadschikistan gibt, sind dann einfach Kollateralschaden in einem Kampf auf Leben und Verdammnis.

 

Vor kurzem ließ Rahmon verlautbaren, dass die tadschikischen Bürgerinnen und Bürger bei der Namensgebung ihrer Kinder nur persische und anderen iranischen Sprachen entlehnte Namen verwenden sollten, er empfahl besonders das Schâhnâmeh als Quelle für solche Namen heranzuziehen. Ferner brachte er eine Initiative im Parlament ein, die die Verwendung arabischer und türkischer Namen per Gesetz zu verbieten sucht. Der freiheitliche Souverän in mir sträubt sich gegen derartige Verbotsversuche, auch weil sie das Gegenteil dessen in Gang setzen können, was sie sich zu verhindern anschicken. Aber der historisch bewusste Iraner der ich bin, kann nicht anders als zähneknirschend zuzustimmen, denn die islamische Dominanzkultur beugt sich weder einem gesunden Pluralismus, noch eines freiheitlichen Diskurses, einzig die stählerne Hand eines patriotischen Autokraten vermag dem Treiben der Muselmanen in dieser Region Einhalt zu gebieten.

 

Also werde ich mich nicht vom Regime Rahmons abwenden, insbesondere eingedenk der Tatsache, dass ein linkslinker grünautonomer Polizistenprügler wie Joschka Fischer ungeniert dem brutalen Assimilationsregime Karimovs hofiert, dass der riesigen tadschikischen Bevölkerung „Usbekistans“ die persische Sprache verbietet und auszulöschen versucht. Ein winziges, bettelarmes und bescheidenes Land wie Tadschikistan legt mehr Wehrhaftigkeit und iranische Tugendhaftigkeit an den Tag als 75 Mio. „Iraner“ im Herzland, ihre Geisteshaltung und Stärke muss uns Kernlandiranern unsere eigene Schwäche und Niedertracht vor Augen führen und uns beschämen. Wie kann es sein, dass unsere armenischen Vettern in hoffnungsloser Unterzahl, den Torktâzi eine Niederlage nach der Anderen beibringen, während das Millionenvolk der Iraner nicht einmal die Fremdbesatzung der eigenen Heimat abzuschütteln versteht? Wie kann es sein, dass das winzige Tadschikistan nach siebzig Jahren sowjetischer Fremdherrschaft, Indoktrination und russisch organisierter Türkisierung der Region Zentralasiens, eine größere Affinität zu seiner iranischen Stammkultur an den Tag legt, als wir ach so stolzen „Iraner“ aus Teheran, Schiras, Tabriz, Espahan oder aus welcher anderen alten Stadt auch immer wir herkommen? Wie kann es sein? Nun es ist eine Frage des Willens, schüttelt die Sklavenmentalität und intellektuelle Dekadenz namens politischer Korrektheit ab und nehmt euch ein Beispiel an den Armeniern und unseren tadschikischen Brüdern und Schwestern, wir haben nichts zu verlieren außer unseren Fesseln.

 

Einer Interpretation zoroastrischer Lehren, hat Nietzsche den Übermenschen (pers.: Abarmard / Abarmanesh) entnommen, dieser zeichnet sich nicht durch biologische Überlegenheit aus, sondern zuvorderst durch eine Überlegenheit des Geistes, vor allem eines überlegenen Willens, dem Nietzsche zufolge wahre Göttlichkeit zugrunde liegt. Erweckt diesen überlegenen Willen, werdet iranische Götter, wie die Tadschiken es seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich anstreben. Eines noch, sollten die Spannungen zwischen Tadschikistan und dem türkischen Kunststaat Usbekistan, sich in einem Waffengang entladen, so sind alle körperlich fähigen iranischen Männer aufgefordert und mit ihrer Ehre verpflichtet sich zu melden. Keinen weiteren Fußbreit dem Türkentum, bis hierher und nicht weiter!!

 

Es gibt kein Turkmenistan, dieses Gebiet heißt Parthien.

Es gibt kein Usbekistan, dieses Gebiet heißt Sogdien.

Es gibt kein Aserbaidschan, dieses Gebiet heißt Âzarâbâdagân.

 

Mit vergeltungssüchtigen Grüßen

 

{Quelle: www.tangsir2569.wordpress.com – Von Pesare Pârsig}

 

 

Ein Kurzkommentar von Herrn Kemmer

 

Der Autor hat möglicherweise Recht, wenn der Staat die religiöse Indoktrination in der  Schule verbietet. Dieses Verbot trifft zwar auch Christen, aber halt insbesondere auch Muslime, die dort in überwiegender Mehrheit die Einwohner stellen. Insofern ist dieser Politführer durchaus mutig, sich gegen die Mehrheit des Volkes zu stellen und sich auf seine vorislamischen Wurzeln zurück zu besinnen. Das verdient auch unsere Anerkennung. {Die Kritik ist möglicherweise verständlich angesichts der hervorgehobenen Zeilen.  Wahrscheinlich ist die Demokratie wirklich zu schwach gegen die hegemonistischen Tendenzen im Islam. Denn dieses Gesetz wirkt insbesonder gegen den Islam. Da das Christentum hier wohl unterzählig vertreten ist, ist das Verbot der Indoktrination in der Schule akzeptabel, solange dort christliche Tätigkeiten als solchen nicht verboten sind, z. B. Gottesdienste feiern}.

 

One Response to “Doroud abar Tâjikistân”

  1. Jemeljan Says:

    Interessante Informationen, aber leider, wie bei Tangsir schon zum Überdruss bekannt, mit einer heftigen Portion Antireligiosität gepaart. Mir als Christen laufen kalte Schauer über den Rücken, wenn unsere Interessen, unsere Geschwister, also Menschen als „Kollateralschäden“ tituliert werden. Das Menschen- und Weltbild, das sich hinter solchen Äußerungen verbirgt, ist so kalt und brutal, wie es im Kern auch alle Diktatoren, ganz gleich, ob sie sich religiös, ethnisch oder politisch zu legitimieren versuchen, sind. Nein, auf solch „mechanistische“ Weltsicht mag ich micht nicht einigen, dafür sehe ich den Menschen, seine Bedürfnisse und die weltlichen Organisationsformen, die diesen gerecht werden sollen, als zu komplex an.


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