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Streit mit Zypern: Türkei droht EU mit Abbruch der Beziehungen 22. Juli 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 13:36

Im zweiten Halbjahr 2012 soll Zypern die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. Der diplomatische Ärger mit der Türkei scheint vorprogrammiert: Erdogan droht bereits damit, die Beziehungen für ein halbes Jahr auszusetzen.

 

Ankara: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat gedroht, den Dialog mit der EU während der Ratspräsidentschaft Zyperns im zweiten Halbjahr 2012 auf Eis zu legen. Sollten bis dahin keine Fortschritte bei der Lösung des Zypern-Konflikts erzielt worden sein, „wird es sechs Monate lang keine Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union geben“, sagte er nach Medienberichten vom Dienstag in Ankara. Der zyprische Präsident Dimitris Christofias verurteilte die Äußerungen Erdogans. Seine Haltung trage nicht zur Überwindung der Teilung der Mittelmeerinsel bei. „Die Aussagen Erdogans sind zynisch. Und wenn die Türkei diesen Kurs fortsetzt, wird es absolut keine Möglichkeit für den geringsten Fortschritt geben“, sagte Christofias im zyprischen Rundfunk (RIK). Auch der griechische Außenminister Stavros Lambrinidis verurteilte die Aussagen Erdogans: „Die Erklärungen (Erdogans) beweisen noch einmal, dass die Substanz der Zypernfrage die (türkische) Invasion und die andauernde Besetzung der Insel ist.“ Die Türkei versuche, der EU zu diktieren, wer ihre Mitglieder sind und wie sie zu funktionieren habe, erklärte Lambrinidis.

 

Erdogan betonte, in keinem Fall werde es während des sechsmonatigen EU-Vorsitzes Treffen mit griechischen Zyprern geben. „Wir sprechen doch nicht mit einem Land, das wir nicht anerkennen“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Anadolu. Es sei schon erniedrigend, mit Vertretern der griechischen Zyprer bei den Vereinten Nationen an einem Tisch sitzen zu müssen. Er betrachte die EU auch nicht als Verhandlungspartner in der Zypern-Frage, ergänzte Erdogan. „Wir werden sehen, ob diese Angelegenheit bis 2012 abgeschlossen ist. Wenn nicht, gehen wir unseren eigenen Weg“, warnte er.

 

Zurzeit laufen auf Zypern intensive Gespräche zur Überwindung der Teilung zwischen dem griechischen Zyprer Christofias, der auch Präsident der Republik Zypern ist, und dem Führer der türkischen Zyprer, Dervis Eroglu. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will Ende Oktober die beiden Volksgruppenführer nach New York einladen, um sich ein Bild vom Verlauf der Verhandlungen zu machen. Die türkischen Zyprer und die Türkei wollen nach Medienberichten erreichen, dass die Gespräche abgeschlossen werden, bevor Zypern im zweiten Halbjahr 2012 die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt. Die griechischen Zyprer sind gegen einen Zeitplan. Die Mittelmeerinsel ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention im Jahr 1974 geteilt. Seit dem 1. Mai 2004 gehört sie zur Europäischen Union. Das EU-Recht gilt jedoch vorläufig nur im griechisch-zyprischen Süden. Die Türkische Republik Nordzypern wird ausschließlich von der Türkei anerkannt. Die Vereinten Nationen führen seit Jahrzehnten Gespräche zur Überwindung der Teilung. {Quelle: Handelsblatt – www.handelsblatt.com: Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan droht mit Konsequenzen bei einer zypriotischen EU-Ratspräsidentschaft}

 

 

CSU fordert Stopp der Gespräche mit der Türkei

 

Die CSU fordert den Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, denn Premier Erdogan will die kommende EU-Ratspräsidentschaft boykottieren. Die CSU fordert einen sechsmonatigen Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei im nächsten Jahr. „Wer sich weigert, mit einem Mitgliedstaat zu sprechen, brüskiert die ganze EU“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

 

Getürktes Deutschland: Er reagierte dem Blatt zufolge damit auf die Ankündigung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, während der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns im nächsten Jahr keinerlei Beziehungen zwischen der Türkei und der EU unterhalten zu wollen.
„Kein gleichberechtigter Partner“: Müller sagte, dies disqualifiziere die Türkei zum wiederholten Mal. „Sie kann niemals gleichberechtigter Partner in der EU sein“, unterstrich der CSU-Politiker. Die internationale Staatengemeinschaft betrachtet die nur von der Türkei anerkannte Türkische Republik Nordzypern nicht als Staat, sondern als Teil der griechisch dominierten Republik Zypern. Nach Auffassung der EU gehört Nordzypern damit auch zur Europäischen Union. Faktisch ist der seit 1974 von türkischen Truppen besetzte Inselteil aber eigenständig. {Quelle: Welt Online – www.welt.de}

 

7 Responses to “Streit mit Zypern: Türkei droht EU mit Abbruch der Beziehungen”

  1. Saphiri Says:

    Warum will Erdogan die Beziehungen nur für ein halbes Jahr unterbrechen?

    Könnte man da nicht um eine Fristverlängerung verhandeln?, z.B. bis seine Regierungszeit abgelaufen ist?

    Was anderes, als Drohen, kann ein islamischer Regierungschef?

    Es ist richtig, dass die CSU fordert, die Gespräche mit der Türkei zu unterbrechen. Drohung darf sich in der freien Gesellschaft nicht als Verhandlungstaktik durchsetzen.

    Drohen ist eine psychische Gewaltanwendung, was hat solches in der Eu verloren?

    Drohen und Beleidigtsein, das sind die diplomatischen Fähigkeiten der islamischen Staaten. Nie gelernt zu argumentieren!

    In der europäischen Erziehung legt man Wert darauf, solche Verhaltensweisen bereits in der Kinderschule abzulegen und nicht bis ins Erwachsenenalter zu pflegen. Aber da liegen ja auch andere Wertewurzeln zu Grunde!

  2. Wolf Says:

    Ja, dann soll Erdogan doch die Beziehungen zur EU abbrechen, am besten dauerhaft. Die Türkei in ihrer Rückkehr zu Islamisierten Staatsgebilde gehört eh nicht zur EU! Ich weine der Türkei keine Träne nach, Reisende soll man nicht aufhalten.

  3. Bert Engel Says:

    Der liebenswerte Tayyip zeigt uns wie in der Zukunft mit Europa Politik gemacht werden wird. Er kann sich ziemlich genau ausrechnen, wann die türkische Unterwanderung bei uns ein Mehrheitsrecht ergeben wird. Und seine Gläubigen: seine Soldaten erhielten bei seinen Besuchen in Deutschland entsprechende Ansprachen und Anweisungen. Und nicht übersehen, ziemlich alle Türken in Deutschland sehen Türk-TV.
    Eigentlich hatte die EU seinerzeit von der Türkei als Beitrittsbedingung eine Lösung des Zypernproblems verlangt. Jetzt dreht er den Spiess um und erpresst die EU – ein weiterer Beweis dafür, dass der wahre Gedanke hinter allem in Richtung Islam > Welteroberung geht.
    Alleine diese erpresserische Androhung gäbe den europäischen Regierungen die Chance mit dem Einfrieren und der Verschärfung der Beziehungen zu reagieren. Wir Deutsche könnten mit der Abschaffung von Sozialzahlungen an unsere Lieblingsmigranten beginnen, Arbeitslose nach einer kurzen Frist und Kriminelle grundsätzlich zurück ins Heimatland schicken. Bei Doppelstaatbürgerschaft (speziell bei Türken) eine Entweder-Oder Situation verlangen; das soll heissen, wenn Türke, dann ab und zurück nach Istanbul!
    Leider machen die Wirtschaftlichen Folgen eine derartige Verhaltensweise unmöglich. Würde uns sicherlich erzählt. Wir Deutsche werden sowieso bald den Gürtel viel enger schnallen müssen. Nur in Berlin scheint ewiger Jahrmarkt zu herrschen. Nicht zu vergessen, den USA würde das gar nicht passen. Die sind es doch, die uns mit ihren Interessen seit Jahrzehnten dieses Dilemma eingebrockt haben.
    Würde unsere Regierung auf diese Erpressung so reagieren, dass die diplomatischen Beziehungen so lange abgebrochen würden, wie Erdogan das Sagen hat und natürlich alles arbeitslose, kriminelle und islamistisch-auffällige Migrantenpack (damit sind nur die muslimischen Zecken gemeint) in die Türkei zurückgeschickt. Ein Aufatmen ginge durch unsere Nation – und die Türkei, vom deutschen Tropf genommen, würde sich bei der nächsten Wahl sicherlich mehr in eine Richtung, die Atatürk seinerzeit vorgegeben hat, „zurück-entwickeln“.
    Aber das wäre natürlich Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines neutralen Staates – eine spezielle Taktik, die Erdogan hervorragend beherrscht. Oder hat der liebe Tayyip bei seinen persönlichen Auftritten in Deutschland etwas anderes getan ?
    Hallo, all ihr europäischen Politiker, wann fangt ihr endlich an, den ISLAM verstehen zu lernen. Das Verhalten der muslimischen Staaten um uns herum beweist, dass ihr nichts begriffen habt!
    Ein Stopp der Beitrittsverhandlungen ist längst überfällig und dieses Verhalten wäre eine wunderbare Gelegenheit. Oder glauben unser Gutpolitiker hier sei noch etwas zu retten…

    • Saphiri Says:

      Zitat: „Hallo, all ihr europäischen Politiker, wann fangt ihr endlich an, den ISLAM verstehen zu lernen. Das Verhalten der muslimischen Staaten um uns herum beweist, dass ihr nichts begriffen habt!“

      Die Politiker wurden von uns gewählt.

      Warum werden Politiker gewählt, die nix begriffen haben?

      Wirtschaftstagespolitik, da ist es eigentlich egal, welche Partei das macht oder welche in Koalition mit welcher.

      Aber den gesellschaftlichen Aspekt, der den sozialen Frieden im Lande sichern soll, das kann kaum eine der etablierten Parteien. Die haben alle zu viele, die Connections zu islamischen Staaten haben. Und Connections bedeutet, Abhängigkeit in den Entscheidungen!

      Es sollte beides gehen, wirtschaftliche Connection, aber immer unter Vorbehalt der Schwergewichtung zur Erhaltung der freien Unabhängigkeit der Demokratie, gleichbedeutend für ganz Europa. Es gibt noch andere Handelspartner auf der Welt, die keine Drohgebärden auffahren, um ihren Willen durchzusetzen, die wir, ohne eine undemokratische Religion annehmen zu müssen, als gleichwertige Partner schätzen könnten.

      Das machen unsere Politiker nicht.
      Die CSU wagt zwar immer ein Walzerschrittchen, Eins – zweidrei = eine Kritik am Islam, dann – zweidrei – wieder annähern/anbiedern. Besser wäre, einszwei auf den Islam zu und drei zurück.
      Die Politiker machen aber nie Politik, wie es die Chinesen machen, die sich die Rosinen picken, wie die fleissigen Täubchen auf dem Markusplatz in Venedig, aber immer sie selbst bleiben, ohne Abhängigkeiten von religiösen oder anderen Bevormundern. Sie knechten ihre Bevölkerung, wie in Europa die Bevölkerung durch die Feudalherrschaften und Kirche auch geknechtet wurde und heute haben wir das Lernergebnis. (China wird solchen Weg auch gehen.)

      Und wir sind schon wieder dabei alles Errungene kaputt gehen zu lassen, wegen bildungsferner Gutmenschlerei.

  4. Walter Says:

    O weiha Erdowahn ist böse.
    Na da muß die FDP doch helfen und diese liberalen
    mit dem Weinsäufer Brüderle den Eubeitritt beschleunigen bevor Erdowahn ganz böse wird und die BRD übernimmt!

    Selig sind die Bekloppten, denn sie brauchen keinen Hammer!!

  5. Johannes Says:

    Muss man über einen Beitritt der Türkei so viele Worte verlieren?

    Die Türkei gehört nicht nach Europa. Historisch betrachtet gehören die Türken nicht einmal nach Kleinasien, das sie 1453 endgültig eroberten. Die dort lebenden Menschen, überwiegend Griechen, waren Christen, die im Laufe der Zeit bis auf den heutigen Tag entweder zwangsweise islamisiert oder vertrieben wurden.

    Wenn die Türken also Kleinasien räumen würden, könnten die dortigen Urlauberparadiese für die Europäer bestehen bleiben oder weiter ausgebaut werden. Der weitflächige Gemüseanbau wäre zu erweitern, so dass Hartz- IV-Empfänger hier endlich erfüllende Arbeit fänden und weiterhin frisches Obst und Gemüse auf unsere Märkte käme. Viele Griechen würden vermutlich wieder in ihre frühere Heimat zurückkehren usw. usw. Griechenland könnte zur Großmacht werden und endlich seine Schulden los werden. Man kann ja mal träumen …

    • Carsten Manz Says:

      die westküste incl. byzanz ist DIE wiege europas gewesen- so könnte man den griechen ihre schulden erlassen, brächten sie im gegenzug ein schönes stück land wieder nach hause- die gelegenheit wird sich schon noch mal bieten…?! na ja, träume halt auch ganz gerne.


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