kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wieso durften sich die Islamisten-Fans doch vermummen? 11. Juli 2011

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 16:11

Die Polizei ließ die Vermummten zwar gewähren, Folgen wird der verschleierte Auftritt aber trotzdem haben: „Gegen den Leiter der Versammlung wird jetzt Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gestellt“, sagt Polizeisprecherin Ulrike Sweden. Bei dem Versammlungsleiter vom Sonnabend handelt es sich aber nicht um Vogel selbst, sondern um einen Mann aus seinem Umfeld. Dessen Identität will die Polizei derzeit nicht bekannt geben. Den Beschuldigten erwartet eine Geldstrafe. Sollte er noch einmal eine Versammlung leiten, wird es wegen des Verstoßes noch strengere Auflagen geben. Pierre Vogel ist aus dem Schneider. Auch die Schleier-Frauen haben nichts zu befürchten. Im Anschluss an seine Hamburg-Show haute der deutsche Chef-Salafist noch einmal ordentlich auf die Pauke: „Ich habe noch eine große Überraschung. Die kommt im September“, sagte Vogel. Dann verabschiedete er sich und ging. {www.mopo.de – Von Malte Steinhoff}

 

Pierre Vogel in Hamburg: Hassprediger, hahaha

 

Seine Masche ist perfide. Der radikale Prediger Pierre Vogel gibt sich harmlos – und doch schafft er es, Männer und Frauen zu trennen, den Gesichtsschleier zu empfehlen, den Weg ins Paradies zu weisen. Mitten in Hamburg. Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 

Hamburg: Er ist gekommen, um vor den Brüdern und Schwestern über die Rolle der Frau im Islam zu sprechen und eigentlich auch, um die Frage „Warum sollte die Bundeswehr Afghanistan verlassen?“ zu klären. Nur in Hamburg darf er, der Fundamentalist, das Terrornetzwerk al-Qaida und auch Bin Laden überhaupt nicht erwähnen. Ja gibt’s denn so was? „Schweinerei“, schreit jemand. Die Masse buht. Von der Polizei hat Pierre Vogel für seine Versammlung in Hamburg rund ein Dutzend Auflagen verordnet bekommen. Denn der umstrittene Vogel ist niemand, der eine Stadt durch Anwesenheit schmückt. Wer es irgendwie kann, erteilt ihm Hausverbot. In die Schweiz darf der radikale Prediger nicht mehr einreisen. Anfang dieses Jahres verwehrte ihm die Uni Kiel den Einlass in das Audimax. „Herr Vogel ist auch in Hamburg nicht willkommen, aber verbieten können sie den halt nicht“, sagt Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde. Nur regulieren. Vermummungsverbot und keine Geschlechtertrennung sind zwei der Auflagen, die von der Polizei erlassen wurden und trotzdem stehen Frauen in Burka links vor der Bühne. Links, weil die Männer rechts stehen sollen. „Geht ihr bitte rüber zu den Brüdern“, weist eine Schwester zwei junge Männer an. Sie nicken und ziehen ab.

 

Wer ist dieser Mann, der im Jahr 2011 Männer und Frauen freiwillig spalten kann?

Ein dicklicher 32-Jähriger in weißem Gewand und Häkelmützchen. Die Oberlippe rasiert er sich, den roten Kinnbart lässt er wuchern. So hat es Mohammed, der Prophet, auch gemacht. Vogel, einst Profi-Boxer heute Prediger fundamentalistischer Islam-Theorien, wird vom Verfassungsschutz überwacht und von seinen Anhängern wie ein Popstar gefeiert. 2001 konvertierte der Deutsche zum Islam, heute bringt er andere dazu zu konvertieren. Besonders Jugendliche himmeln ihn an, weil er – wenn es so was überhaupt gibt – die Sprache der Jugend spricht. Hip Hopper, Kick-Boxer, Gesamtschüler. Auf der Bühne trinkt er Red-Bull. Er sei auch schon so ein Red Bull, sagt er – ein roter Bulle. Die Menge lacht. Vogel grinst.

 

Mein Schleier, mein Wille: Vom Verfassungsschutz wird Vogel den Salafisten zugeordnet – einer besonders strengen und rückwärtsgewandten Strömung des Islams. Laut dem Verfassungsschutz streben Salafisten in letzter Konsequenz einen islamischen Gottesstaat an, in dem wesentliche Grundrechte und Verfassungspositionen nichts gelten. Einige Salafisten nehmen dafür auch den Einsatz von Gewalt in Kauf. Vogel spricht sich öffentlich zwar gegen Gewalt aus, wird aber als gefährlich eingestuft. Vogel sagt, er sei nicht gefährlich, sondern ganz friedlich. Er werde nur sehr oft missverstanden. Zum Beispiel hätte er nie gesagt, der Gesichtsschleier der Frau sei Pflicht. Er sei nur sehr erwünscht. Seine Frau zum Beispiel trage ihn freiwillig. Vor der Bühne wird geklatscht. Im Hintergrund kreischen die Gegendemonstranten.

 

Manche Teilnehmer halten Plakate nach oben: „Mein Schleier, mein Wille, mein Recht und Freiheit!“ steht auf einem. „Danke Pierre!“ auf einem anderen. Vogels Zielgruppe sind die Jungen, die Suchenden, die Taumelnden. Darum hat die Kundgebung Jugend-Treff-Charakter. Sie stehen nebeneinander in Cliquen. Männer und Frauen zumeist getrennt. Sie halten ihre iPhones nach oben. Das Idol im Taschenformat. Die Männer tragen Lederjacken, Sonnenbrillen, Ed-Hardy-Shirts und Adidas-Schuhe. Einer trägt einen „I love Islam“-Pullover. Neben komplett verschleierten Frauen stehen junge Mädchen mit Leggings und Lipgloss.

 

Anweisung für die Schwestern: Nicht sprechen: Dazwischen stehen Ulrike Wesse und ihr Mann Udo. Sie sind aus Essen angereist, um sich anpöbeln zu lassen. „Wir sind eine erfahrene Zwei-Mann-Demonstration“, sagt Ulrike Wesse, ärmelloses Top, Oberarm-Tätowierung, die Haarpracht rosa-blond gesträhnt. Wenn Vogel spricht, dann trillert Wesse und ihr Mann hält Plakate hoch. Auf denen steht, dass Vogel die Demokratie gefährde. „Haut ab“, schreit einer. „Eure Priester vergewaltigen Kinder“, sagt ein anderer. Wesse trillert weiter aus Trotz und schreit: „Ich bin für ein Vermummungsverbot in ganz Deutschland.“ „Dann und wann bilden sich Trauben von halbstarken Jugendlichen um das ältere Ehepaar. „Pierre Vogel ist ein Sektenfänger“, ruft Wesse dann. Das Feindbild der Teilnehmer sind die Gegendemonstranten und die Medien. Bevor Vogel die Bühne betreten hat, verteilte eine Frau Zettel an die „Schwestern“. Darauf steht, sie sollen nicht mit den Medien sprechen und nicht mit den Gegendemonstranten diskutieren. Sondern unter sich bleiben. „Versteckt euch nicht, geht offen mit eurem Glauben um“, schreit Vogel von der Bühne.

 

Wenn man bei Ibrahim Alalmani, einem Bruder Vogels nachfragt, wie das denn zusammengehe, dass Vogel Offenheit propagiere und dann solche Zettel verteilt werden, dann bekommt man als Antwort, damit hätten die Veranstalter überhaupt nichts zu tun. Auf der Bühne bittet Vogel nun diejenigen zu sich, die gekommen seien um zu konvertieren. Sieben Personen steigen auf den Lkw-Anhänger, von dem Vogel spricht. Sie alle wollen sich bekennen zum Islam. Deshalb ist ein junger Mann extra aus Bayern angereist und eine Mutter mit drei Kindern sieben Stunden Zug gefahren. „Lasst euch von niemandem etwas erzählen“, schreit Vogel zum Abschluss von der Bühne seinen Anhängern zu. „Haltet an eurem Glauben fest, auch wenn sie euch in der Schule dafür anmachen. Vertraut nur auf den Koran, denn der Islam ist das Größte und der Weg ins Paradies.“ „Allahu akbar“, schreit die Menge und jubelt, Gott ist groß. Einige Männer recken dabei ihre Faust gen Himmel.

 

Geld für den Guru: Vogel gibt jetzt den Medien, die er so hasst, noch ein paar Interviews. Er mag sie nicht, aber er braucht sie: Je mehr Medien ihn kritisieren, desto größer wird der Zusammenhalt unter der Vogel-Gemeinschaft. Desto lauter kann er schimpfen: „Hassprediger, hahaha. Bin ich etwa gefährlich, weil ich den Islam liebe?“ Seine Masche ist perfide und kindlich. Ständig schreit er: „Stimmt alles nicht!“ Die Medien, die Politiker, die Polizei – alle Teil eines großen, gemeinen Plans gegen den Islam und er, der Prediger, der ihn durchschaut hat. Viele Menschen wollen nach dem zweieinhalbstündigen Vortragsmarathon noch nicht nach Hause. Sie drängen zu der Pierre-Vogel-Truppe rund um den weißen Lkw, suchen die Nähe des Teams. Fragen: Wie kann man euch treffen? Wie bekomme ich mehr Kontakt? Warum beantwortet ihr meine E-Mails nicht. Es hat etwas Verzweifeltes.

 

Ein 19-jähriger deutscher Junge, Baseballkäppi, fehlender Bartwuchs steht bewundernd vor zwei Ordnern. „Kann ich so ein Bändchen haben“, fragt er und weist auf das weiße Gummiband, welches die Ordner von Pierre Vogel während der Veranstaltung am aufgepumpten Oberarm platzierten. „Ne Bruder, das brauchen wir noch.“ Ein Pappkarton wird herumgereicht, Scheine reingelegt. Geld für den Guru. Die anderen Brüder und Schwestern stehen in kleinen Gruppen auf dem Platz herum, tauschen Telefonnummern, planen Treffen und geben den Neukonvertierten Ratschläge. Der junge Mann aus Bayern, der aussieht als würde er sonst am Wochenende in Indierock-Clubs gehen, sagt den Gratulanten er meine es sehr ernst, er wolle den Islam jetzt leben, fünf Mal am Tag beten. Der Presse sagt er „kein Kommentar“ und wendet sich ab. Fremde Menschen fallen ihm in die Arme. Der Bayer, ein Bruder. Drei Jungs stecken den Teilnehmern Flyer mit dem Titel „Einladung ins Paradies“ zu. Der Großteil der Menschen strömt jetzt gen U-Bahn. Die kleinen Kinder müssen ins Bett gebracht werden. Ein alter Mann sagt, er sei glücklich gesehen zu haben, wie der Islam weiterleben wird. Der Jugend verlangt es nach Cheeseburgern und Mc Flurry.

 

Was bleibt nach so einer Kundgebung?

Sieben neue Muslime. Hunderte euphorisierte Vogel-Fans. Unzählige verteilte Flyer eines salafistischen Vereins.  Ein Ehepaar, das mit zerknickten Pappschildern zurück nach Essen fährt. Eine Polizeieinsatzleitung, die zu Protokoll geben wird, dass alles friedlich war. Pierre Vogel und seine Anhänger steigen in den weißen Lkw. Ihr nächstes Ziel wird Frankfurt sein.  {Quelle: www.spiegel.de – }

 

 

Pierre Vogel ist der Mario Barth des Hardcore-Islam

Islamist Vogel findet Steinigungen okay und sagt, muslimische Frauen verschleierten sich freiwillig. In Hamburg bewies er auch fehlendes Comedy-Talent.

 

Wer auch immer da oben für das Wetter verantwortlich ist: Er meint es nicht gut mit Pierre Vogel. Pünktlich um 18 Uhr platzt die dunkle Wolke am Samstag über dem Bahnhof Dammtor auf und lässt ihre Wassermassen auf die rund 1000 Besucher auf dem Dag-Hammarskjöld-Platz einprasseln. Ob es daran liegt, dass Vogel erst eine halbe Stunde später als angekündigt auf die Ladefläche des LKW steigt, die an diesem Abend seine Bühne sein soll?Vielleicht pflegt er aber auch nur das Gehabe eines Stars, der seine schmachtenden Fans gerne warten lässt. Vogel, der Etiketten wie islamistischer Hass-Prediger, radikaler Konvertit und Box-Juniorenmeister von 1999 vor sich herträgt, spricht heute in Hamburg, und das allein ist ein Politikum. Die CDU hätte die Veranstaltung im Voraus am liebsten verboten, die sonst stets polizeikritischen Grünen forderten schon den Einsatz des Verfassungsschutzes, einer Organisation, die sie ansonsten in etwa so sympathisch finden wie eine Chemiewaffenfabrik. Vorweg: Die freiheitlich-demokratische Grundordnung dieses Landes scheint durch rheinische Frohnaturen wie den Kölner Vogel nicht wirklich in Gefahr zu sein. Was soll man schon von jemandem halten, der die Evolutionstheorie für falsch hält, die Steinigung nach den Regeln der Scharia dagegen als probate Bestrafung empfindet?

 

Juden-Hass stiftet Vogels Anhängern Identität: Viel interessanter als der Auftritt des selbst ernannten Verkünders der islamischen Lehre, so wie er sie versteht, sind die Leute, die sich von ihm angesprochen oder abgestoßen fühlen. Viele junge Männer sind gekommen, sie könnten aus Fatih-Akin-Filmen stammen, sie tragen kurze Haare, Lederjacke, Turnschuhe, reden einander mit „Digger“ und „Alder“ an und wirken nicht so, als würden sie sich in ihrer Freizeit übermäßig viel mit dem Koran auseinandersetzen. Viele verschleierte Frauen stehen vor der Bühne, aber auch junge Frauen, die ihre Haare offen tragen und Augenlider und Lippen schminken. Gerade mahnt Vogel, dass es „wünschenswert“ sei, wenn die Frau ein Kopftuch tragen würde. Aber das sei natürlich „kein Zwang“. Drei junge Frauen hören zu, ihre Eltern stammen aus dem Libanon und Tunesien. Die eine verzieht das Gesicht. Trägst du jetzt den Schleier? „Boah, neeee“, sagt sie und verzieht das Gesicht. Sie sei 16 Jahre alt und würde „vielleicht irgendwann“ den Schleier tragen. Völlig unvermittelt sagt das Mädchen dann noch: „Aber wir hassen die Juden!“, so als sei das eine identitätsstiftende Kompromissformel, unter der sich hier alle versammeln können, mit Fusselbart oder ohne, mit Schleier oder mit Lockenmähne. Das Wort Jude oder Israel nimmt Vogel aber gar nicht erst in den Mund.

 

Polizei bittet Gegendemonstranten, Israel-Fahne einzurollen: Muss er auch nicht. Am Bahnhofseingang, ein paar Hundert Meter von der Bühne entfernt, entfalten ein paar Aktivisten eine israelische Flagge. Das geht natürlich gar nicht, finden die frommen Muslime und beginnen eine Diskussion mit dem Israel-Freunden. Sie beschimpfen sie, spucken auf die Flagge und reden sich in Rage. Es wird laut am Eingang, Polizisten gruppieren sich um die Menschentraube und murmeln in ihre Mikrofone. Tapfer halten die Gegendemonstranten die Fahne hoch; sie nennen sich „Anti-Deutsche“, sind selbst links, aber Israel-freundlich. Nach etwa einer halben Stunde bittet ein Polizeiführer die Gruppe, die Fahne wieder einzurollen, um die Gemüter zu beruhigen. Das ist die größtmögliche und zugleich unerträgliche Provokation im Jahre 2011 in Deutschland: das Zeigen einer Israel-Flagge während einer islamistischen Kundgebung. Da ist nun wirklich eine Grenze überschritten.

 

Vogel ist wie ein Salafisten-Comedian: Vorne, auf dem Anhänger, laviert Vogel derweilen locker um alle Grenzen herum, die ihm die Auflagen der Polizei und der Rahmen des Grundgesetzes setzen. Zuerst sagt er, das Kopftuch sei nur „wünschenswert“, später ist es dann doch „Pflicht“, so wie alle Muslime einen Bart zu tragen haben. „Aber das müssen ja nicht die Frauen“, sagt Vogel. Müde wird gelacht. In solchen Momenten wirkt sein im rheinischen Singsang gehaltener Vortrag wie islamistisches Straßentheater, Vogel wie ein Salafisten-Comedian, der Mario Barth für Hardcore-Muslime – nur halb so witzig und doppelt so platt wie der unlustige Berliner. „Freiheit!“, schreit ihm einer der 100 Gegendemonstranten entgegen, und Vogel sagt: „Disch kriegen wir auch noch!“ Und die 1000 Besucher recken die rechte Faust hoch und brüllen im Chor „Allahu akbar! Allahu akbar! Allahu akbar!“

 

Über die Rolle der Frau hat Vogel dann auch noch gesprochen. Selbstverwirklichung hieße ja auch, Kinder zu bekommen zum Beispiel. „Warum wird Maria im Christentum verehrt? Weil sie eine Firma gegründet hat oder eine berühmte Schriftstellerin wurde? Nein, sie war eine gute Mutter“, sagt Vogel. Der empörte Aufschrei von Gleichstellungsbeauftragten und Emanzipationskämpferinnen fällt mangels Erscheinen leider aus, dabei gäbe es heute reichlich Futter für die Vorkämpferinnen für eine moderne Gesellschaft, die Vogel so gerne abschaffen möchte.

 

Zum Ende zitiert der Hassprediger Erich Kästner: Der bimst zum Schluss seiner dreistündigen Ausführungen seinen Leuten noch mal ein, worauf es ankommt: „Lest den Koran, trefft euch zu Hause und lernt den Islam besser kennen!“ Ein deutsches Sprichwort sage, es gibt nichts Gutes, außer man tut es, erklärt Vogel. Das hat Erich Kästner geschrieben. Von ihm stammt auch der Satz: „Das Gewissen ist fähig, Unrecht für Recht zu halten, Inquisition für Gott wohlgefällig und Mord für politisch wertvoll.“ Am Sonntag schien dann den ganzen Tag die Sonne. {Quelle: www.welt.de}

 

 

Islamist in Hamburg:  Sommerfest mit Pierre Vogel

 

Der Islamist Pierre Vogel hatte geladen, und alle kamen zum Fest der muslimischen Familie: der nervige Onkel, die strenge Tante, die flirtenden Nichten – und die Nachbarn mit der Polizei.

 

Samstagabend. Eigentlich die Zeit, in der die Kinder sich mit ihren Freunden treffen, während es sich die Eltern mit Oma und Opa vor dem Fernseher gemütlich machen. Diese Woche allerdings ist muslimische Familienfeier in Hamburg angesagt. Pierre Vogel hat zum Jahrestreffen eingeladen: langer roter Bart, weißes Hemd, gehäkeltes Käppchen und nicht so alt, wie er aussieht. 32. Der ehemalige Profiboxer ist ein bisschen dicker geworden seit dem letzten Besuch. Das hat die Tante sofort gesehen. Ist ja auch schon eine Weile her, dass der Pierre in Hamburg war.

 

Und beinahe wäre es mit diesem Sommerfest noch schief gegangen. Beim letzten Mal hatte es nämlich Ärger mit den Nachbarn gegeben. Irgendwer hatte behauptet, dass er als islamischer Promi-Prediger in der Moschee, wo sich die Familie traf, über die Nichtmuslime hergezogen sei. Ein Fall für den Verfassungsschutz, der ihn und die ganz eifrigen Brüder seit Jahren im Visier hat, weil sie mit ihren Bärten und langen weiten Gewändern ebenso regelmäßig verdächtig sind, wie die Schwestern, die rundum verschleiert zu jeder Party kommen. Deshalb darf die Familie dieses Mal nur draußen feiern. Unter Aufsicht der Polizei auf dem Parkplatz vorm Dammtorbahnhof.

 

Ein russischer Türsteher passt auf: Und es gibt ein paar Bedingungen. Keiner darf sich vermummen, die Frauen dürfen nicht zwangsweise beiseite geschickt werden und die Männer dürfen nicht staatsfeindlich herumpolitisieren. Schon gar nicht über den kürzlich verstorbenen Osama bin Laden. Egal. Die Familienmitglieder sind trotzdem von überall her angereist. Aus Bayern, aus Köln, aus Nordrhein-Westfalen und sogar aus Hamburg-Pinneberg. Rund 1100 Muslime. Man sieht sich und will gesehen werden. Küsschen links und rechts. Schön, dass Ihr da seid.

 

Auch die strenge Tante ist gekommen, die unterm straff gebundenen Kopftuch mit argwöhnischen Blicken beobachtet, wie ein paar der Nichten ganz unverhohlen mit den Ordnern flirten, die Pierre Vogel aus Angst vor Übergriffen bestellt hat. Weiße Bodyshirts, trainierte Brustmuskeln, Ordnerbändchen quetschen ihre Oberarme. Der Oberbodyguard trägt schwarze Lederjacke, schwarze Handschuhe, blonden Bart. Typ russischer Türsteher vom Hamburger Kiez. „Musste es grad so einer sein“, raunt eine der Schwestern kopfschüttelnd. Musste sein, meint Pierre Vogel. „Es gab nämlich“, so erzählt er den Gästen, „eine Morddrohung gegen mich.“ Jemand habe geschrieben, „du kommst nicht lebend aus Hamburg raus“. Die Frauen sind entsetzt.

 

Rot lackierte Nägel und Vollverschleierung: Die ganz eifrigen Brüder hingegen sind beschäftigt. Sie müssen darauf achten, keiner Schwester zu nahe zu kommen, während sie blauer-Himmel-weiße-Wolken-Postkarten mit der „Einladung zum Paradies“ verteilen, einer Website des streng konservativen Islam. Auch die Mütter sind etwas abgelenkt, weil ihre Kinder, die sie für das Fest besonders herausstaffiert haben, sich auf dem erstbesten Bordstein ihre weißen Hemdchen ruinieren oder ständig von irgendwelchen Kameras verfolgt werden. Ein paar der Schwestern, auch das hat die strenge Tante sofort gesehen, passen noch nicht ganz ins Familienbild. Sie haben sich, Allah sei ihnen gnädig, die Nägel rot lackiert, tragen enge Leggins, schrille Designerbrillen, rauchen Zigaretten und präsentieren ihre gesträhnten Löwenmähnen ganz ungeniert. Aber Pierre Vogel ist geduldig. Die Frau im Islam im Allgemeinen und die Frage, ob sie unterdrückt wird und wie sie sich zu kleiden hat, sind ein Dauerbrenner, der auf jeder Familienfeier Thema ist. Und immer gehen die Meinungen auseinander. Soll doch jeder machen, was er will, findet der Rheinländer. Seine Frau trage die Vollverschleierung. Und trotzdem habe er zu Hause nur dann etwas zu sagen, wenn es seiner Frau recht ist, räumt er freimütig ein.

 

Er wünscht zwar jeder Muslima die Kraft, einen Hidschab zu tragen, also den ganzen Körper zu bedecken. Aber natürlich nur wenn sie es selber will, wie er mit erhobenem Zeigefinger einschränkt. Viele Frauen wollen und zeigen das auch bei der Familienfeier in Hamburg. Stehen da, verhüllt im großen Schwarzen. Eine hat extra ein Plakat fürs Fest gebastelt: „Mein Schleier, mein Wille, mein Recht.“ Die Kameras der Nachbarn klicken. {Quelle: www.stern.de  – Eine Posse von Manuela Pfohl und Özlem Gezer}

 

2 Responses to “Wieso durften sich die Islamisten-Fans doch vermummen?”

  1. Wolf Says:

    Wen wundert das. In unsererm Land wagt doch bislang niemand etwas gegen diese Weltvergifter zu unternehmen. Die „Herren“ Vogel und Co. wissen doch ganz genau,daß sie hier Narrenfreiheit haben. man frage sich mal wie es geschehen konnte, daß die Attentäter vom 11.November hier bei uns in aller Ruhe ihre perfiden Vorhaben vorbereiten konnten. In meinen Augen tragen alle hier eine Mitschuld an dem schrecklichen Ereignis des 11.November, die hier den Islam durch die rosarote Brille betrachten, mit Samthandschuhenanfassen, islamischen religionsunterricht fördern, Muslime in die deutsche Politik holen, oder gar dümmlich naiv behaupten, der Islam gehöre zu Deutschland. Das sind die Totengräber unserer christlich abendländischen Kultur….sie müssen weg, denn sie richten einen irreparablen Schaden an!!!

  2. Silke Says:

    Es ist wirklich traurig, wie unsere Freiheit langsam Stück für Stück verloren geht….
    Aber ist es denn verwunderlich, dass die Menschen, vor allem die Jugend solch einem Rattenfänger (inzwischen hat er aber schon viele Helfer, die ebenfalls zeitgleich predigen) verfallen?

    Der christliche Glaube zerfällt. In den Kirchen wird Skateboard gefahren, oder Freeclimbing angeboten – Rockkonzerte gehalten, Theateraufführungen, etc.., alles im Namen der Moderne.
    Im Islam gibt es solch einen Schnickschnack nicht – dort gibt es ein festes Gefüge, Ordnung, Sicherheit, Gemeinschaft.
    Genau das spricht die Jugend an.

    Die „Verantwortlichen“ unserer Kirchen sollten sich daran einmal orientieren – zurück zum Ursprung des Glaubens – back to the roots.
    Die Ehrfurch vor Gott.
    Die Rückbesinnung auf unsere traditionellen Messen.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s