kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Papst Benedikt XVI. an die Mitglieder der ROACO 30. Juni 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 00:57

„Tut alles in euer Macht stehende, damit im Nahen Osten, wo die Hirten und Gläubigen Christi geboren wurden, auch künftig nicht als ‚Fremde’ sondern als ‚Mitbürger’ leben können“
 

Vatikanstadt (Fidesdienst): „Tut alles in euer Macht stehende…damit im Nahen Osten, wo die Hirten und Gläubigen Christi geboren wurden, auch künftig nicht als ‚Fremde’ sondern als ‚Mitbürger’ leben können; indem sie von Jesus zeugen, wie die Heiligen der Vergangenheit, die ebenfalls Kinder der Ostkirchen sind“, so Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache an die Mitglieder der Versammlung der ROACO, die er am 24. Juni in Audienz empfing. „Der Orient ist ihre irdische Heimat“, so der Papst weiter, „und dort sein sie heute berufen sich für das Wohl aller einzusetzen, unabhängig von ihrem Glauben. Gleiche Würde und tatsächliche Freiheit werden denen zuerkannt werden müssen, die sich zu diesem Glauben bekennen, womit eine furchtbare ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit möglich wird“.

 

In seinem Redeabschnitt in deutscher Sprache erinnerte der Papst auch an die jüngste Entwicklung im Nahen Osten und in Nordafrika: „Die Sonderversammlung der Bischofssynode für den Nahen Osten, die vergangenen Oktober im Vatikan stattgefunden hat und an der einige von euch teilgenommen haben, führte dazu, daß die Kirche die Brüder und Schwestern des Orients noch tiefer ins Herz geschlossen hat. Die Synode hat uns auch Zeichen von etwas Neuem in der heutigen Zeit erkennen lassen. Bald darauf wurden jedoch wehrlose Personen in der syrisch-katholischen Kathedrale von Bagdad durch einen Akt sinnloser Gewalt grausam getroffen, dem in den Monaten danach weitere Vorfälle an verschiedenen anderen Orten folgten.

 

Dieses für Christus erlittene Leid kann Hilfe für das Wachstum des guten Samens der Synode werden und die Früchte, so Gott will, noch reicher machen. Ich vertraue daher den Mitgliedern der ROACO und ihrem guten Willen die Ergebnisse der Synode an wie auch den kostbaren spirituellen Schatz, den der Leidenskelch so vieler Christen darstellt. Dies ist Richtschnur für einen klugen und großherzigen Dienst, der bei den Geringsten beginnt und niemanden ausschließt und der in seiner Echtheit immer am Geheimnis der Eucharistie Maß nehmen soll“.

 

 

Ein katholischer Erzbischof und die Enkelin von Mahatma Ghandi engagieren sich gemeinsam für Frieden und Aussöhnung

 

Guwahati (Fidesdienst): Ein katholischer Erzbischof wird gemeinsam mit der Enkelin von Mahatma Gandhi, Tara Gandhi Bhattacharijee, für Frieden und Aussöhnung engagieren, Die Enkelin Ghandis ist stellvertretende Vorsitzende der „Gandhi Smiriti and Darshan Samiti“, die sich in ganz Indien für die Verbreitung von Gewaltlosigkeit und den Schutz der Zivilrechte einsetzt. Bei einem kürzlichen Besuch bei Erzbischof Thomas Menamprampil von Guwahati, der seinerseits für sein Engagement im Bereich der Friedensarbeit bekannt ist schlug Frau Ghandi eine künftige Zusammenarbeit vor. Für seine erfolgreiche Vermittlung in zahlreichen Konflikten im Nordosten Indiens, wo es immer wieder zu ethnischen, religiösen und politischen Konflikten kommt, wurde der Erzbischof vor kurzem als Kandidat für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen (vgl. Fidesdienst vom 06/06/2011).

 

Wie der Erzbischof dem Fidesdienst berichtet, betonte er selbst im Gespräch mit Tara Gandhi: „Ich arbeite stets im Kleinen. Und ich weiss wie wichtig die kleinen Dinge sind. Kleine Gesten, die erzielen, wenn sie auf die richtige Art und im richtigen Moment geschehen, große Ergebnisse im Bereich der Friedensarbeit. Es ist wichtig den richtigen Umgangston mit den Menschen zu finden: wo dies nicht geschieht scheitert man“.

 

Tara Gandhi erklärte bei ihrem Besuch im Nordosten Indiens: „Wir leben in Zeiten, in denen es immer mehr Beispiele für Hass und Gewalt gibt: umsomehr brauchen wir heute im Vergleich zur Vergangenheit Menschen, die sich für Frieden einsetzen.“ Der Erzbischof erläuterte seinen eigenen Ansatz bei der Friedensarbeit, der vor allem auf dem Dialog und der Überwindung von Vorurteilen basiert, mit folgenden Worten: „Gewalt führt zu weiterer Gewalt; Aggressivität entfesselt Aggressivität und führt zu keiner Lösung. Wenn es Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Interessen gibt, muss man den Dialog suchen und Überzeugungsarbeit leisten.“. Tara Gandhi unterstützte abschließend ausdrücklich die Friedensnobelpreiskandidatur des katholischen Erzbischofs.

 

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