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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

RESTRISIKO – UND WENN ES DOCH EINEN GOTT GIBT 25. Juni 2011

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 15:50

Jahrelang galt die Atomenergie bei vernünftigen, aufgeklärten und gebildeten Menschen als saubere, sichere und verantwortbare Energiequelle. Der Schwenk ihrer Einschätzung ist eine epochale Zäsur. Zu eindrücklich ist das Fanal, das von Fukushima ausging. Denn: Wenn vor Fukushima ein Filmemacher – nehmen wir an zum Beispiel Roland Emmerich – sich so ein Geschehen ausgedacht hätte, wäre er von der Kritik gnadenlos zerrissen worden. Dass nämlich zwei seltene Ereignisse – ein Erdbeben und ein darauffolgender Tsunami – derart präzise aufeinander abgestimmt waren, dass diese eine dritte Katastrophe verursachen könnten, wäre in den Bereich völlig abgedrehter Phantasie verbannt worden. Aber genau das trat ein. Das Unwahrscheinliche wurde Ereignis. Das Undenkbare, schlimme Realität.

 

Für viele Menschen ist der Glaube an Gott ebenfalls eine undenkbare oder zumindest unwahrscheinliche Sache. Sie leben ohne Gott. Die heutige Welt scheint sich ja so gut aus sich heraus erklären zu lassen. So perfekt, dass dem Glauben keine Nische bleibt. Keinen Platz, an dem sich ein Gedanke an Gott breit machen kann. Jedoch kann diesen Gedanken keine/r ausschließen. Selbst der kämpferische Atheist Dawkins will das nicht gänzlich ausschließen. Dennoch hält er die Wahrscheinlichkeit für ein Dasein Gottes so gering, dass er meint, diese getrost vernachlässigen zu können.

 

Aber was ist, wenn es doch einen Gott gibt? Wenn – wider Erwarten – doch nicht alles „hausgemacht“ ist? Wenn hinter den Fakten des Seins ein Schimmer des Unerklärlichen durchbricht? Oder – anders gefragt: Worin besteht das Restrisiko des Menschen, welcher die Lebensrechnung ohne den Wirt – das heißt ohne Gott – macht? Wie sieht dessen Erwachen aus, wenn – wider Erwarten – Gott hinter dem Horizont seines Sterbens erscheint? Welch große Fehlinvestition dann ein gottloses, weil dadurch vergeudetes Leben war.

 

Andererseits will ich die Frage nach Gott nicht nur auf ein unbestimmtes und ungewisses Jenseits verlagern. Hat die Frage nach Gott, die Anerkennung seines Daseins, seiner Macht schon heute eine Bedeutung? Die christliche Tradition verlagert die Gottesfrage nicht erst ins Jenseits. Denn für Christen ist Gott zur Erde gekommen, um hier und jetzt Gemeinschaft mit ihnen zu haben. Für Christen ist Jesus der einzige Mittler, dem es lohnt zu trauen, weil er hier und heute das Leben der Seinen mit gestalten und dadurch sinnvoll machen will. Durch seinen Heiligen Geist streut er das „Gottesgerücht“ in die Herzen der Seinen. Allein mit diesem Glauben lässt sich die Welt gut, sinnvoll und nachhaltig gestalten. Weil eben nach uns nicht die Sintflut kommt, sondern Sein Reich. Der Heilige Geist räumt auf ihn unserem Herzen von der Illusion der gottlosen Welt. In diesem Geist erlernen wir die Zukunft.

 

Komm Heiliger Geist

 

 

Eure Bella Ella

 

4 Responses to “RESTRISIKO – UND WENN ES DOCH EINEN GOTT GIBT”

  1. Saphiri Says:

    Geht es denn immer nur um das Besserwissen, ob es eine Gott gibt oder nicht?

    Haben nicht schon genug Menschen ihr Leben gewaltsam verloren, nur wegen des Besserwissen wollens.

    Es reicht doch, wenn Christen glauben, dass es ihren Gott gibt.

    • G.*-K.* Says:

      Es reicht doch, wenn Christen glauben, dass es ihren Gott gibt.

      Das simmt schon, das Vorleben des Gottes Buches bringt Überzeugung und Glauben Sie mir ,wie eindeutig man Menschen unterscheiden kann die Gott in sich tragen!!

  2. Bazillus Says:

    Der Glaube an Gott als Lückenbüßerfunktion ist keine sehr sinnvolle Voraussetzung für den Glauben an Gott. Das wäre wie eine Versicherung abschließen für den Fall aller Fälle, damit das Restrisiko abgedeckt wird. Angst wäre also die Triebfeder dieses Glaubens. Angst vor der Hölle, der den Glauben an Gott ja auch beinhaltet,die ja im Islam so allgegenwärtig ist.

    Damit wurden die Menschen zu allen Zeiten in die religiöse Enge gedrückt und in die Irre geführt. Die Bedeutung der Hölle wurde herausgestellt und mutierte zum zweiten Gott, nämlich dem Gott der Angst, sie war das Restrisiko innerhalb des Glaubens. Damit ließ sich gut erpressen, unterdrücken und lenken.

    Erst Jesus hat uns von dem Joch der Hölle erlöst. Er gab den Weg vor, den wir gehen sollen, den Weg der Liebe zu Gott und dem Nächsten. Handeln wir so, ist die Hölle keine Bedrohung mehr. Sie ist dann nur eine Nebensächlichkeit. Sie kann nicht mehr gefährlich werden. Jesus hat die Hölle zwar auch intensiv uns vor Augen geführt. Er hat aber reale Lösungsmöglichkeiten angeboten, dieser aus dem Weg zu gehen und sie zu marginalisieren, so dass wir erlöst und entspannt glauben können und dürfen. Wenn wir der gelebten Liebe Raum in unserem Leben geben, können wir wie die Autorin schreibt, die Zukunft gestalten und erlöst gestalten.

  3. Johannes Says:

    Glauben heiß ja in Wirklichkeit: vertrauen. Wenn ich an GOTT durch den HERRN JESUS glaube, so vertraue ich ihm in allen Dingen meines Lebens. Und das lässt mich gelassen sein.

    Anselm von Canterbury (1033-1109) sagte zu diesem Thema: Ich suche nicht zu erkennen, um zu glauben, sondern ich glaube, um zu erkennen. Ich kann nicht erkennen, wenn ich nicht vorher zum Glauben gekommen bin.

    Dieses Vertrauen kann man auch so ausdrücken:

    Mein Vater, ich überlasse mich DIR ganz und gar, tue mit mir, was DIR gefällt.
    Was immer DU mit mir tust, ich danke DIR. Ich bin zu allem bereit, ich nehme alles an.
    Ich lege meine Seele in DEINE Hände; ich schenke sie DIR, mein GOTT, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich DICH liebe, und es mich aus Liebe danach verlangt, mich in DEINE Hände zu geben, ohne Maß, mit unendlichem Vertrauen, denn DU bist mein VATER.
    Mein GOTT, ich flehe zu DIR, lass mich DEINEN Willen klar erkennen!
    Und dann gib mir die Kraft, ihn zu erfüllen bis zuletzt, in Danbarkeit und Liebe.

    Charles de Foucault


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