kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Anglikanischer Pastor wird vermisst 25. Juni 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 15:31

Er wurde vermutlich Opfer radikalislamischer Gruppen

 

Nicht nur in islamischen Ländern werden Priester, Ordensleute und kirchliche Mitarbeiter getötet, sondern auch besonders in Lateinamerika.

 

Islamabad (Fidesdienst): Seit über einem Monat wird der anglikanische Pastor Robin Javed nun schon vermisst. Im Rahmen des „Gebetstags für Pakistan“, der auf Initiative der christlichen Glaubensgemeinschaft am 19. Juni in Pakistan stattfand (vgl. Fidesdienst vom 18/06/2011) forderten die Christen erneut die Freilassung des Pastors. Pastor Robin Javed wurde in Attock (Nordpunjab) am vergangenen 14. Mai verschleppt. Obschon die Entführung bei der Polizei gemeldet wurde ist sein Aufenthaltsort bis heute unbekannt. Seine Gemeinde fürchtet unterdessen um sein Leben, da der Verdacht besteht, dass er Opfer radikalislamischer Gruppen wurde, die mit den Taliban in Verbindung stehen und in der Region ihr Unwesen treiben. Ein Beobachter aus christlichen Kreisen vor Ort berichtet dem Fidesdienst: „Wir kennen das Motiv dieser Tat nicht und es gab keine Lösegeldforderung.

 

Dieses Schweigen ist sehr besorgniserregend. Wir machen uns große Sorgen um den Pastor“. Bei einer öffentlichen Kundgebung forderten die Christen in Attock unterdessen weitere polizeiliche Ermittlungen. Bischof Rufin Anthony von Islamabad-Rawalpindi verurteilte die Entführung ebenfalls und forderte die Freilassung des Pastors, In diesem Zusammenhang forderte er die Zivilbehörden auf die Sicherheit der religiösen Minderheiten im Land zu garantieren. Anlässlich des von der Masihi Foundation veranstalteten Tages des Gebets für Pakistan sagte der katholische Bischof: „Wir beten zu unserem himmlischen Vater und bitten ihn, um Schutz für unser Land. Er möge die Regierung und die Sicherheitskräfte erleuchten. Insbesondere beten wir für alle Ausgegrenzten und erheben unsere Stimme für sie“.

 

Nicht nur in islamischen Ländern werden Priester, Ordensleute und kirchliche Mitarbeiter getötet, sondern auch besonders in Lateinamerika.

 

AUFSTELLUNG DER PASTORALARBEEITER, PRIESTER, ORDENSLEUTE UND LAIEN,

DIE IM JAHR 2009 ALS MÄRTYRER STARBEN

 

 

„Die Kirche verkündet die Frohbotschaft Christi trotz der Verfolgungen, der Diskriminierungen, der Angriffe und der zuweilen feindlichen Gleichgültigkeit. Gerade diese erlauben ihr, das Los ihres Herrn und Meisters zu teilen“.

 

(Papst Benedikt XVI., Weihnachtsbotschaft, 25. Dezember 2009)

 

MITARBEITER DER MISSION, DIE IM JAHR 2009 ALS MÄRTYRER STARBEN

 

Vatikanstadt (Fidesdienst): Zum Jahresende veröffentlicht der Fidesdienst wie jedes Jahr die Aufstellung der Pastoralarbeiter, die im Laufe der vergangenen 12 Monate gewaltsam ums Leben kamen. Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen wurden 2009 insgesamt 37 Mitarbeiter der Mission ermordet: darunter 30 Priester, 2 Ordensleute, 2 Seminaristen und 3 Laienmissionare. Dies sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr und in den vergangenen zehn Jahren war ihre Anzahl nie so groß gewesen. Nach Kontinenten aufgeteilt steht AMERIKA mit insgesamt 23 Blutzeugen an erster Stelle (18 Priester, 2 Seminaristen, 1 Schwester, 2 Laien), gefolgt von AFRIKA, wo 9 Priester, 1 Ordensfrau und ein Laie gewaltsam uns Leben kamen, von ASIEN, wo 2 Priester ermordet wurden und schließlich EUROPA mit einem ermordeten Priester.

 

Der Fidesdienst nicht mehr nur Missionare ad gentes im engeren Sinn in diese Liste auf, sondern alle Pastoralarbeiter, die auf gewaltsame Weise und nicht nur ausdrücklich „wegen ihres Glaubens“ ermordet wurden. Deshalb benutzen wir absichtlich nicht den Begriff „Märtyrer“, sondern nur dessen Bedeutung im Sinne von „Zeugen“, um nicht die Beurteilung vorwegzunehmen, die die Kirche diesbezüglich aussprechen wird, und weil die Informationen, die im Hinblick über ihr Leben und oft auch über den Umstand ihres Todes zur Verfügung stehen in den meisten Fällen nicht vollständig sind.

 

Wie Papst Benedikt XVI. am Fest des heiligen Stephanus sagte, „zeigt das Zeugnis des heiligen Stephanus, wie auch das Zeugnis der christlichen Märtyrer unseren oft abgelenkten oder orientierungslosen Zeitgenossen, auf wen sie vertrauen können, wenn es darum geht dem eigenen Leben einen Sinn zu geben. Denn der Märtyrer stirbt in der Gewissheit, dass er von Gott geliebt wird und stellt nichts anderes dieser Liebe voran, weil er weiß, dass er sich für das Beste entschieden hat. Indem er dem Tod Christi Gestalt gibt, weiß er, dass er fruchtbarer Samen des Lebens ist und der Welt den Weg des Friedens und der Hoffnung ebnet. Wenn die Kirche uns heute den Diakon und Heiligen Stephanus als Vorbild zeigt, dann zeigt soe ims auch die Liebe zu den Armen als bevorzugten Weg der Umsetzung des Evangeliums auf, mit der wir vor den Menschen auf glaubhafte Weise das Reich Gottes, der kommen wird, bezeugen“ (Angelus vom 26. Dezember 2009).

 

Befasst man sich mit den spärlichen biographischen Anmerkungen zum Leben der Brüder und Schwestern, die 2008 als Blutzeugen starben, so fällt auf, dass diese jedoch alle ihr Leben, wenn auch in sehr unterschiedlichen Situationen und Umfeldern je nach dem eigenen Charisma und der eigenen Überzeugung im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten des Menschen, derselben Mission gewidmet haben und dabei von ihrer Liebe zu dem für das Heil der Menschen gestorbenen und auferstandenen Christus verkündeten und davon Zeugnis ablegten. Dies taten sie durch konkrete Werke der Liebe zu den Mitmenschen und sie haben nicht gezögert täglich das eigene Leben zu riskieren angesichts von Not, Armut und Spannungen und allgemeiner Gewalt damit denen, die sie umgaben nicht der lebensnotwendige Hauch der christlichen Hoffnung fehlte und damit vor allem Jugendliche der Spirale der Kriminalität entkommen können und diejenigen, die von der Gesellschaft abgelehnt oder an den Rand gedrängt werden, Annahme finden.

 

Einige unter ihnen wurden Opfer gerade jener Gewalt, die sie zu bekämpfen versuchten oder ihrer Bereitschaft auf andere zuzugehen und dabei die eigene Sicherheit hintan zu stellen. Viele wurden bei einem versuchten Raubüberfall oder bei Entführungen ermordet und wurden in ihren Wohnungen von Verbrechern überfallen, die nach angeblichen Schätzen suchten und sich dabei oft mit einem alten Auto oder dem Mobiltelefon ihrer Opfer zufrieden geben mussten, dabei aber den kostbarsten Schatz raubten, ein Leben, das für die Nächstenliebe hingegeben wurde. Andere wurden ermordet, weil sie im Namen Christi mit Liebe auf Hass, mit Hoffnung auf Verzweiflung, mit dem Dialog auf die gewaltsame Auseinandersetzung und mit dem Recht auf Unterdrückung reagierten.

 

Dieser Mitarbeiter der Mission, die in aller Welt ermordet wurden, zu gedenken und für sie zu beten „ist ein Gebot der Dankbarkeit für die ganze Kirche sowie ein Ansporn für jeden von uns, auf immer mutigere Weise unseren Glauben und unsere Hoffung in den zu bezeugen, der am Kreuz für immer die Macht des Hasses und der Gewalt mit der Allmacht seiner Liebe besiegt hat.“ (Benedikt XVI., Regina Coeli, 24. März 2008).

 

Schließlich soll am Ende dieser provisorischen Auflistung auch an die vielen „unbekannten Kämpfer des Glaubens“ erinnert werden, wie Papst Johannes Paul II. sie nannte, die in allen Teilen der Welt für den Glauben beten und leben, von denen wir vielleicht nie erfahren werden und auf die wir voll Dankbarkeit blicken, auch wenn wir ihre Gesichter nicht kennen, denn ohne sie wäre die Kirche und die Welt um vieles ärmer.

 

 

Zusammenfassender Überblick nach Kontinenten

 

AMERIKA: Die insgesamt 23 Pastoralarbeiter, die in America ums Leben kamen (18 Priester, 2 Seminaristen, 1 Schwester, 2 Laien) wurden in Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Kuba, El Salvador, den USA, Guatemala und Honduras ermordet. Allein 6 Priester wurden in Brasilien getötet. Angesichts dieser Eskalation der Gewalt beklagte der bischöfliche Pastoralrat am Rande der letzten Sitzung des Jahres in einer Erklärung die Zunahme der Gewalt gegen Priester: „Die katholische Kirche in Brasilien ist betroffen und bestürzt angesichts der Gewalt gegen ihre Söhne, deren Leben ein Ende bereitet wurde. Wir betonen: nichts kann diese Gewalt rechtfertigen“.

 

Unter den Priester, die in Brasilien ermordet wurden befindet sich der spanische Geistliche Ramiro Ludeña, der seit 34 Jahren für einen Verein für Straßenkinder tätig war und von einem 15-Jährigen bei einem Raubüberfall ermordet wurde. Der italienische Fidei-donum-Priester Ruggero Ruvoletto, wurde in seinem Pfarrhaus ermordet, wo etwa 50 Real (rund 19 Euro) entwendet wurden. Pfarrer Evaldo Martiol wurde von zwei Jugendlichen bei einem Raubüberfall mit tödlichem Ende ermordet. „Seine Evangelisierungsmethode war die Freundschaft“, so der Bischof bei seiner Beerdigung. P. Gisley Azevedo Gomes, CSS, war Jugendberauftragter der Brasilianischen Bischofskonferenz und wurde von einer Gruppe von Jugendlichen umgebracht, die ihn zuerst ausraubten und dann töteten. „Leider wurde er Opfer gerade jener Gewalt die er bekämpfen wurde“, so die Bischöfe.

 

Kolumbien steht mit 5 Priestern und einem Laien an zweiter Stelle. Alle Priester wurden Opfer von Raubüberfällen mit tragischem Ausgang: die beiden Redemptoristen P. Gabriel Gabriel Fernando Montoya Tamayo und P. Jesús Ariel Jiménez wurden von einem Einbrecher ermordet, der in ihre Wohnung eingedrungen war und dort wahrscheinlich nach Geld suchte. Der leblose Körper von Pfarrer Oscar Danilo Cardozo Ossa wurde im Pfarrhaus aufgefunden. Am Tatort fand man auch einen Knebel und mehrere Stricke. Auch Pfarrer Emiro Jaramillo Cardenas wurde nachts in seiner Wohnung ermordet, während Pfarrer Juan Gonzalo Aristizabal Isaza, tot in seinem Auto am Straßenrand der regionalen Autobahn aufgefunden wurde. Hinzu kommt der Laie Jorge Humberto Echeverri Garro, der als Lehrer und Pastoralarbeiter im Bereich der Katechese und Friedensarbeit tätig war. Er wurde von Guerillakämpfern bei einer Tagung über kirchliche Projekte ermordet.

 

In Mexiko wurden ein Priester und zwei Seminaristen ermordet: sie befanden sich auf dem Weg zu einer Versammlung über Berufungspastoral, als ein anderes Fahrzeug ihr eigenes überholte und sie zunächst zum Aussteigen gezwungen und dann erschossen wurden. Der Erzbischof von Acapulco teilte mit, dass in der Region des Landes die Logik weit verbreitet ist, Probleme mit der Pistole zu lösen, eine Logik des Abrechnens, des Blutvergießens, während es den Sicherheitskräften nicht gelinge, den Drogenhandel und die Gewalt im Zaum zu halten. Besonderes Mitleid erregte auch der gewaltsame Tod zweier spanischer Priester in Kuba: Pfarrer Eduardo de la Fuente Serrano, starb and en Folgen seiner Stichverletzungen, die ihm bei einem Überfall am Rande der Hauptstadt zugefügt worden waren und Pfarrer Mariano Arroyo Merino wurde in seinem Pfarrhaus ermordet.

 

Zwei Opfer gab es in El Salvador, ein Priester und ein junger Laie wurden dort ermordet: die Leiche des einheimischen Redemptoristenpaters Leopoldo Cruz wurde einige Tage nach seinem Verschwinden in einem Kanal aufgefunden. Der junge William Quijano von der Gemeinschaft von Sant’Egidio, wurde von einer der vielen organisierten Banden ermordet, die in den Großstädten Mittelamerikas Jugendliche aus armen Verhältnissen rekrutieren erschossen. Seit fünf Jahren unterrichtete er an einer Friedensschule für arme Kinder im Stadtviertel Apopa in der Landeshauptstadt.

 

Die einzige Ordensschwester, die auf dem Kontinent gewaltsam ums Leben kam ist Schwester Marguerite Bartz von den Schwestern vom Heiligen Sakrament (SBS), die in ihrem Kloster in Saint Berard, in der Region Navajo in New Mexico (USA) ermordet wurde. Die Ordensfrau war für ihr leidenschaftliches Engagement für Frieden und Gerechtigkeit bekannt. Ebenfalls in den Vereinigten staaten wurde Pfarrer Ed Hinds, der für die St. Patrick’s-Gemeinde in Chatham (New Jersey,USA) verantwortlich war im Rektorat neben der Kirche tut aufgefunden. Er hatte zahlreiche Verletzungen, die ihm mit einem Messer zugefügt worden waren.

 

In Guatemala wurde P. Lorenzo Rosebaugh von den Oblaten von der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) tot aufgefunden, er war bei einem Überfall auf einer Landstrasse ermordet worden, während er sich zusammen mit anderei Priestern auf dem Weg zu einer Pastoralsitzung befand. Zwei mit Gewehren bewaffnete maskierte Männer hielten das Fahrzeug an, in dem die fünf Priester der Kongregation der Missionare von der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) nach Laguna Lachua unterwegs an. Die Diebe schossen auf die Insassen des Fahrzeugs und töteten dabei P. Rosebaugh. Im Osten Guatemalas wurde schließlich der Kapuzinerpater Miguel Angel Hernandez ermordet, der seit vier Jahren die Pfarreui Ocotepeque (Honduras) leitete. Der Ordensmann war einige Tage zuvor entführt worden.

 

AFRIKA: In Afrika kamen 9 Priester auf gewaltsame Weise, eine Ordensfrau und ein Laie ums Leben. Sie wurden in der Demokratischen Republik Kongo, in Südafrika, in Kenia und in Burundi ermordet. In der gemarterten Demokratischen Republik, wo die Einheimischen seit langem Zielscheibe brutaler Übergriffe und anhaltender Menschenrechtsverstöße sind, wurden 2 Priester, 1 Ordensschwester und 1 Mitarbeiter der Caritas ermordet. Sowohl Pfarrer Jean Gaston Buli als auch Pfarrer Daniel Cizimya Nakamaga wurden in Bunia und Kabare von unbekannten Tätern ermordet, die während der Nacht in ihre Wohnung eindrangen. Schwester Denise Kahambo Murahirwa im Trapistenkloster „Notre Dame de la Clarté“ a Murhesa rund 20 Kilometer von Bukavu entfernt ermordet. Der junge Caritas-Mitarbeiter Ricky Agusa Sukaka wurde in Musezero im Nordkivu von zwei uniformierten Männern ermordet.

 

Auch in Südafrika wurden vier Priester ermordet. Es handelt sich um Pfarrer Daniel Matsela Mahula, aus der Diözese Klerksdorp, der von vier Straßenräubern am Steuer seines Wegens ermordet wurde und um den 66jährigen Pfarrer Lionel Sham, der die Pfarrei Mohlakeng in der Erzdiözese Johannesburg, (Südafrika) leitete und ermordet wurde, nachdem man ihn aus seiner Wohnung verschleppt hatte. Die Leiche von P. Ernst Plöchl von der Kongregation der Missionare von Mariannhill, der seit über 40 Jahren in Südafrika tätig war, wurde in der abgelegenen Missionsstation Maria Zell tot aufgefunden. Auch P. Louis Blondel von den Afrikamissionaren (Weiße Väter) wurde in der Nacht von Jugendlichen ermordet, die in das Wohnhaus der Missionare eingedrungen waren.

 

In Kenia wurden P. Giuseppe Bertaina von den Consolate Missionaren ermordet. Er war von seinen Mördern im Philosophat seines Ordens in Nairobi überrascht, das er als Rektor und Geschäftsführer leitete und erstickte, nachdem man ihn geschlagen, gefesselt und geknebelt hatte. P. Jeremiah Roche, von der Gesellschaft des heiligen Patrick für die Außenmissionen wurde mit gefesselten Händen und mit mehreren Kopfverletzungen tot aufgefunden. Eine Geste der Hilfe kostete Pfarrer Révocat Gahimbare in Burundi das Leben: nachdem er vom Überfall auf das Kloster der Schwestern „Bene Maria“ erfahren hatte, wollte er diesen zu Hilfe eilen, wurde jedoch auf dem Weg von Banditen ermordet.

 

ASIEN: Zwei katholische Priester wurden 2009 in Asien ermordet. In Indien wurde Pfarrer James Mukalel in der Nähe von Mangalore im Unionsstaat Karnataka in Südindien tot aufgefunden. Wahrscheinlich wurde er Opfer antichristlicher Gewalt. In der Region war es bereits zuvor zu extremistischen Übergriffen gekommen. Auf den Philippinen wurde Pfarrer Cecilio Lucero in der Provinz Nord Samar südlich der Hauptstadt Manila von einer Gruppe bewaffneter Männer ermordet. Er hatte sich vor allem für Arme eingesetzt.

 

EUROPA: Der einzige Priester, dessen Mord bekannt wurde, ist Pfarrer Louis Jousseaume. Er wurde in seinem Pfarrhaus in Egletons in der Diözese Tulle (Frankreich), von einem der geistig Behinderten ermordet, mit die er als Seelsorger betreute.

  

BIOGRAPHISCHE ANMERKUNGEN UND UMSTÄNDE DES TODES

 

P. Giuseppe Bertaina, Italiener, von den Consolata Missionaren, wurde am 16. Januar 2009 in seinem Büro im Philosophat seines Ordens in Nairobi, der Hauptstadt Kenias ermordet. Er war Rektor und Geschäftsführer des Instituts. Mehrere Personen drangen während der Unterrichtszeit in das Institut eingedrungen. Lehrer und Schüler hielten sich in den Unterrichtsräumen im Erdgeschoss auf während P. Giuseppe von den Eindringlingen in seinem Büro im ersten Stock überrascht wurde. Sie schlugen auf ihn ein fesselten und knebelten ihn. P. Bertaina starb involge von Atememnot. Der Missionar wurde 1951 zum Priester geweiht und seit den 60er Jahren in Kenia. Abgesehen von einer kurzen Studienzeit in Südafrika immer in diesem Land tätig.

 

Die Leiche des spanischen Priesters Eduardo de la Fuente Serrano wurde am Morgen des . Februar 2009 nordöstlich von Havanna (Kuba) aufgefunden. Wie die Ermittlungen ergaben starbe der Priester and den Folgen der Stichverletzungen, die ihm seine Mörder auf einer Straße am Stadtrand der Hauptstadt zugefügt hatten. Sein Auto wurde in der Gemeinde Bauta rund 20 Kilometer von dem Ort entfernt gefunden, an dem sich die Täter seiner Leiche entledigt hatten. Der 61jährige Priester stammte aus Guadalix de la Sierra in der Provinz Madrid (Spanien) und arbeitete seit drei Jahren als Pfarrer der Pfarrei der heiligen Klara von Aissi auf Kuba, wo er vor alle man humanitären Projekten mitwirkte. Seit Antritt seiner Tätigkeit in der Gemeinden in Lawton engagierte er sich intensiv und konkret für die Pastoralarbeit und gab der Gemeinde wieder neues Leben, nachdem diese lange Jahre keinen eigenen Priester hatte. Diejenigen, die ihn kannten, waren vor allem von seiner Nähe zu den Menschen beeindruckt: zu Kindern und Senioren, aber auch zu Jugendlichen und Heranwachsenden, die er zum Mitwirken in den Pfarrgruppen bewegen konnte. Pfarrer Eduardo, der in Madrid im Stadtviertel Carabanchel tätig war, war vor 10 Jahren zum ersten mal nach Havanna gekommen, wo er einen Priester während des Sommerurlaubs vertrat. Vor drei Jahren bat er um die endgültige Versetzung.

 

Pfarrer Juan Gonzalo Aristizabal Isaza aus Kolumbien, 62 Jahre, wurde am 22. Februar 2009 ermordet: seine Leiche wurde in seinem Wagen aufgefunden, der am Rand der regionalen Autobahn in der Nähe der Universität Antiochia abgestellt worden war. Der Priester betreute die Pfarrei vom heiligen Apostesl Johannes und war Kaplan des Hotels Intercontinentale in Medellin (Kolumbien). Er zeichnete sich vor allem für seinen Geist der Nächstenliebe gegenüber den Bedürftigen, seine Hingabe an die Seelsorge, seine Intelligenz und seine Widmung an die Mitmenschen aus. Pfarrer Juan Gonzalo Aristizabal war 62 Jahre alt und wurde 1956 in Medellin geboren. Nach dem Gymnasium studierte er Literatur und Philosophie an der UPB und Theologie am Priesterseminar. Er wurde am 10. Juni 1973 in Copacabana zum Priester geweiht Nach seiner Priesterweihe hatte er zahlreiche Ämter inne: er war Seelsorger in verschiedenen Pfarreien und Kaplan an mehrere Schulen und der Regionalregierung der Regionalregierung, außerdem leitete er als Rektor die Schule in Ozhanam. Seit dem 2. Februar 2006 war er in der Pfarrei vom heiligen Apostel Johannes tätig.

 

Pfarrer Daniel Matsela Mahula, aus der Diözese Klerksdorp (Südafrika) wurde am 27. Februar 2009 am Steuer seines Wagens von Straßenräubern in der Nähe von Bloemhof ermordet. Er wurde am 6. Juni 1975 geboren und am 22. Dezember 2002 zum Priester geweiht. Zuletzt war er in der Peter’s Catholic Church in Jouberton tätig.

 

Pfarrer Lionel Sham, 66 Jahre, Pfarrer in Mohlakeng (Erzdiözese Johannesburg, Südafrika) wurde am 7. März 2009, ermordet, nachdem er aus seiner Wohnung in Mohlakeng verschleppt worden war. Seine Leiche wurde von der Polizei am Sonntag, den 8. März gerunden. Pfarrer Sham war vor allem für seine Offenheit und Großzügigkeit gegenüber Menschen in Not bekannt. Am Sonntag, den 8. März wurde Pfarrer Révocat Gahimbare, ermordet, der für die Pfarrei Karuzi in Burundi verantwortlich war. Der Priester wurde von 4 als Polizeibeamte verkleideten Tätern ermordet, die das Kloster „Bene Maria“ überfallen hatten. Pfarrer Gahimbare war in das Kloster gekommen, nachdem er von dem Überfall erfahren hatte, doch seine Mörder überfielen ihn auf dem Weg aus einem Hinterhalt. Der Priester starb an den Folgen einer Schusswunde.

 

Kirchliche Mitarbeiter, die in den Jahren von 1980 bis 2008 ermordet wurden

 

Vatikanstadt (Fidesdienst): Wie aus den Daten hervorgeht, die dem Fidesdienst zur Verfügung stehen, wurden in den zehn Jahren von 1980 bis 1989 insgesamt 115 Missionare auf gewaltsame Weise ermordet. Dabei ist die tatsächliche Zahl zweifelsohne höher, denn die Daten beziehen sich auf Fälle zu denen überprüfbare Informationen zur vorliegen. Das zusammenfassende Verzeichnis zu den Jahren 1990-2000, das ebenfalls auf den uns zur Verfügung stehenden Daten basiert, enthält insgesamt 604 ermordete Missionare. Die Zahl ist um ein Beträchtliches höher als im vorangegangenen Jahrzehnt, wozu vor allem folgende Faktoren beigetragen haben: bei dem Völkermord des Jahres 1994 in Ruanda starben mindestens 248 kirchliche Mitarbeiter; die Zeit, die die Massenmedien zur Verbreitung von Nachrichten auch aus abgelegenen Gebieten benötigen, hat sich verkürzt; das Verzeichnis enthält nicht mehr nur Missionare ad gentes im engeren Sinn, sondern alle kirchlichen Mitarbeiter, die auf gewaltsame Weise ermordet wurden oder die ihr Leben im Bewusstsein des Risikos opferten, das sie eingingen, um die ihnen anvertrauten Personen nicht im Stich zu lassen.

  

Daten, Kommentare und Hintergründezu den kirchlichen Mitarbeitern, die in den vergangenen Jahren ermordet wurden, finden Sie auf den Internetseiten unter der Anschrift www.fides.org

 

One Response to “Anglikanischer Pastor wird vermisst”

  1. Bazillus Says:

    Es tut Not, nicht nur den Islam für die Christenverfolgung verantwortlich zu machen, sondern auch rein kriminelle Subjekte in Lateinamerika.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s