kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopp-Umfrage unter Medizinern 24. Juni 2011

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 13:32

Werden Mädchen, die aus kulturellen Gründen unerwünscht sind, hier bei uns abgetrieben?

 

Der nachfolgende Beitrag ist ein Aufruf an Mediziner und Krankenkassen, die wir vertraulich um weitere Informationen bitten. Uns war bekannt, dass Mädchen in manchen Kulturkreisen als angeblich minderwertige Lebewesen gelten und häufig abgetrieben werden. Nur deshalb, weil es nicht die von den Familien geforderten Jungen sind. Wir haben nun mehrfach von verschiedenen europäischen Medizinern vertrauliche Hinweise darauf bekommen, dass diese in manchen Ländern weit verbreitete Praxis längst auch bei uns heimisch geworden sein soll. Demnach werden auch in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Belgien und Großbritannien immer mehr Mädchen abgetrieben, weil es eben keine Jungen sind. Bitte schreiben Sie uns, wenn Sie als Mediziner oder Mitarbeiter einer Krankenkasse weitere als die unten genannten Hinweise dazu haben, gern auch vertraulich.

 

Seit 2007 kann man in Deutschland bei einer Schwangerschaft ganz bequem daheim einen Test machen, ob das Kind ein Junge oder Mädchen wird. Das kostet weniger als 18 Euro. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe warnte damals davor, dass mit dem auch in Deutschland für jeden frei verfügbaren Test die Zustände der Dritten Welt beim Thema Mädchenabtreibung nach Mitteleuropa importiert werden könnten. Es hat offenkundig niemanden interessiert. Viele deutsche Krankenkassen bezahlen solche Tests nach uns vorliegenden Informationen inzwischen sogar, wenn die Antragstellerinnen angeben, dass sie psychische Belastungsstörungen bekommen, wenn ihr zu gebärendes Kind nicht – wie von der Familie gefordert – ein Junge ist.

 

Zugleich bilden wir Arbeitsgruppen, die darüber diskutieren, wie wir die demografische Entwicklung (den Bevölkerungsrückgang) aufhalten können. Wir sind jetzt eine angeblich moderne Gesellschaft. Denn wir fordern auf der einen Seite Frauenquoten. Und auf der anderen Seite unterstützen wir es, wenn Mädchen als angeblich minderwertige Lebewesen abgetrieben werden.

 

Seit 1970 sind weltweit 163 Millionen weibliche Föten abgetrieben worden. Einfach nur deshalb, weil es Mädchen sind und Jungen angeblich mehr wert sind. In der Natur werden 105 Jungen auf 100 Mädchen geboren. Tötet man die Mädchen vor der Geburt ab, dann kommt das Verhältnis aus dem Gleichgewicht. Das hat verheerende Folgen: In China kommen jetzt 121 Jungen auf 100 Frauen (in vielen Dörfern sind es 150 zu 100), in Indien ist das Verhältnis 112 zu 100, in Armenien 120 zu 100, in Georgien 118 zu 100, in Aserbaidschan 115 zu 100 – man könnte die Auflistung beliebig lang fortsetzen. Es sind europäische, amerikanische und asiatische Konzerne, die seit drei Jahrzehnten in Ländern, in denen Männer mehr wert sind als Mädchen, Tests für die vorgeburtliche Geschlechtsbestimmung anbieten. Und seit vier Jahren eben auch in Deutschland. Immer mehr Mediziner werden angeblich unter großen Druck gesetzt, Mädchen abzutreiben, weil es die Familienehre in bestimmten Kulturkreisen eben so erfordert.

 

Zu Recht verurteilen wir die Nazis für die Selektion dessen, was lebenswertes und was lebensunwertes Leben ist. Aber wir selbst verhalten uns inzwischen nicht anders. Wie selbstverständlich lassen wir es weltweit zu (und praktizieren es auch vor unserer Haustüre), dass das Leben eines Menschen davon abhängt, welches Geschlecht er hat. Sind wir geschichtsblind? Überall dort, wo es erheblich weniger Frauen als Männer gibt, nimmt schnell die Gewaltbereitschaft zu. Der »Wilde Westen« der USA war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts so lange ein von legendärer Gewalttätigkeit geprägter »Wilder Westen«, wie es dort erheblich mehr Männer als Frauen gab. In Kansas kamen im Jahre 1870 auf 100 Frauen immerhin 768 Männer und in Nevada 320, in Mississippi 125. Wir haben wegen der Abtreibungen von Mädchen jetzt in China ein Verhältnis der Geschlechter von 121 zu 100 zugunsten der Männer – und damit Verhältnisse wie in Mississippi vor 140 Jahren. Das alles kann auf Dauer nicht gut gehen und wird das Gewaltpotential auch in Europa fördern. Die Massenabtreibung von Mädchen erleben wir jetzt global. Auch in Deutschland und in anderen europäischen Ländern.

 

Haben Sie dazu als Mediziner, Sozialarbeiter oder Mitarbeiter einer Krankenversicherung konkrete (gern auch vertrauliche) Informationen, dann schreiben Sie uns bitte unter: info@ulfkotte.de  –   {Quelle: www.info.kopp-verlag.de – von Udo Ulfkotte}

 

 

Zur Auswahl: Mädchen oder Junge?
 

Seit Juni 2007 ist es via Internet möglich, durch einen einfachen Test das Geschlecht des werdenden Kindes vorauszusagen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) warnt vor dieser Praxis. Sie befürchtet Schwangerschaftsabbrüche, wenn das Geschlecht nicht „passt“.  Frühestens ab dem vierten Monat können Ärzte bislang das Geschlecht eines werdenden Kindes per Ultraschall voraussagen. Wer nicht so lange warten will: Eine frühe pränatale Geschlechtsbestimmung wird immer einfacher. Ein DNA-Abgleich im Blut der Mutter macht es möglich. Erforderte bislang das Angebot der deutschen Firma PlasmaGen AG die Blutabnahme in der ärztlichen Praxis, , so ist jetzt der Test für Zuhause erhältlich. Einfach den Test unter www.tellmepinkorblue.com bestellen, einige Tropfen Blut auf eine Karte tupfen und abschicken. Das Resultat kommt wenige Tage später, eine „Geld-zurück-Garantie“ – sollte das Ergebnis nicht zutreffen – ist inbegriffen. Sieben Wochen nach der Empfängnis sei das Geschlecht klar, verspricht die Firma aus Kalifornien. Die Firma PlasmaGen AG (www.maedchenoderjunge.de) wirbt damit, dies ab der 10. Schwangerschaftswoche checken zu können. Das Ergebnis erhält der beteiligte Frauenarzt. Nicht vor Ende  der 14. Schwangerschaftswoche soll er die Schwangere informieren, also nach Ablauf der Frist zum frühen Schwangerschaftsabbruch.

 
Warum geben Frauen Geld aus für die Gewissheit, die sie wenige Wochen später erhalten und nicht mehr ändern können? Oder ziehen sie doch Konsequenzen daraus – wird die Hürde für einen Schwangerschaftsabbruch niedriger? In gesellschaftlichen Systemen, in denen Mädchen unerwünscht sind, gehört eine Abtreibung der weiblichen Föten zur gängigen Praxis. Sie hat fatale demografische Folgen: In Indien kommen auf 100 geborene Mädchen 140 bis 150 Jungen.  

 
Dr. Claudia Schumann, Mitglied im Vorstand der DGPFG: „Hierzulande wird solche Entscheidung eher `den Migranten´ unterstellt. Vorzustellen ist aber, dass auch bei uns der Druck wächst, das `richtige´ Kind zu bekommen. Es soll nicht nur mit den normalen Chromosomen, sondern auch mit dem richtigen Geschlecht in die Familie passen.“ „Family-balancing“ heißt dies und wird zumindest in den USA im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik, die in Deutschland (noch) verboten ist, schon offensiv betrieben. Für die Frauenärztin aus Northeim weitet sich das Streben nach dem „Wunschkind“ weiter aus – eine Entwicklung, die durch die nahezu zur Routine gewordene Pränataldiagnostik vorbereitet sei.  

 
„Was als Erweiterung der Selbstbestimmung der Frau daherkommt, erweist sich bei genauer Prüfung als ethisch äußerst gefährlich“, sagt sie und liegt damit auf gleicher Linie wie der Deutschen Ärztetag im Mai 2007. Doch trotz des Votums sind bundesweit Frauenärzte und Frauenärztinnen bereit, den Test zu machen. Sie lassen sich auf der Webseite von PlasmaGen AG ausfindig machen. Die DGPFG rät Frauenärzten und Frauenärztinnen ab, bei dieser frühen Geschlechtstestung mitzumachen. „Sie macht medizinisch keinen Sinn, kann aber zu tiefen Problemen führen“, so Dr. Claudia Schumann. Die DGPFG ruft im Gegenteil dazu auf, einen offenen Diskurs über die Fragwürdigkeit dieses „Angebots“ zu führen. Ob juristische Regelungen noch greifen können, wenn die Tests frei verkäuflich seien, erscheint Schumann mehr als fraglich.  

 
Pressekontakt: Dr. med. Claudia Schumann, Beisitzerin der DGPFG – Telefon 05551-3483

 

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