kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Eineinhalb gute Nachrichten und eine schlechte 24. Juni 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 11:59

Die erste gute Nachricht ist der Freispruch von Geert Wilders in den Niederlanden.

Damit ist juristisch und psychologisch der Weg für weitere sachgerechte Information über die totalitäre Ideologie Islam frei.

 

Die andere, halb-gute Nachricht ist, daß die Psycho-Islampropaganda-Veranstaltung vom vergangenen Samstag äußerst mäßig besucht war. Die 160 Teilnehmer, von denen ein Artikel auf www.kath.net spricht, können auf den Photos nicht gefunden werden. Teilnehmer sprechen von etwa 80 anwesenden Personen, da sind aber die Redner und Mitarbeiter schon miteingerechnet:

http://cross-press.net/Docu/KULTUR/World/2011.06.18-RPP-UnbehagenMitReligion-Wien/1_Vormittag/slides/2011.06.18_09.26.26.htm 

http://cross-press.net/Docu/KULTUR/World/2011.06.18-RPP-UnbehagenMitReligion-Wien/1_Vormittag/slides/2011.06.18_10.05.02.htm

http://cross-press.net/Docu/KULTUR/World/2011.06.18-RPP-UnbehagenMitReligion-Wien/2_Nachmittag/slides/2011.06.18_15.51.32.htm

http://cross-press.net/Docu/KULTUR/World/2011.06.18-RPP-UnbehagenMitReligion-Wien/2_Nachmittag/slides/2011.06.18_15.52.30.htm

 

Wie kommt man nur auf eine Verdoppelung der Teilnehmeranzahl? Wunschvorstellungen? Islaminkompatible Getränke?

 

Die schlechte Nachricht ist: Leider ist diese Veranstaltung wieder einmal ein Lehrbeispiel dafür, daß eitle Selbstdarsteller sehr leicht vor den Karren aller möglichen Propagandisten gespannt werden können:

http://cross-press.net/Docu/KULTUR/World/2011.06.18-RPP-UnbehagenMitReligion-Wien/1_Vormittag/slides/2011.06.18_10.26.12.htm

http://cross-press.net/Docu/KULTUR/World/2011.06.18-RPP-UnbehagenMitReligion-Wien/1_Vormittag/slides/2011.06.18_09.35.00.htm

http://cross-press.net/Docu/KULTUR/World/2011.06.18-RPP-UnbehagenMitReligion-Wien/2_Nachmittag/slides/2011.06.18_15.11.54.htm

 

Vielleicht sollte man sich in dem auf der Tafel angegebenen Land einen Kuraufenthalt verschreiben lassen, um sich von „Islamophobie“ zu heilen:

http://cross-press.net/Docu/KULTUR/World/2011.06.18-RPP-UnbehagenMitReligion-Wien/3_mehr/slides/2011.06.18_11.17.35.htm

 

Das ist alles sehr bizarr und Ausfluß einer Geisteshaltung, die allen Ernstes glaubt, der Wirklichkeit der Religionen, der wahren und der falschen, mit den Kategorien der Freudschen Psychoanalyse, die selbst eingestandenermaßen ein antireligiöses Projekt ist, gerecht zu werden. Solche Skurrilitäten ziehen traurigerweise auch immer viele Hilfswillige an – aus verschiedenen, sicher auch subjektiven wohlmeindenden Motivationen.

 

Der Schaden ist – trotz der geringen Teilnehmerzahl – groß. Wer wird hier zusammenräumen?

 

 

 

Fachtagung RPP (Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie)

Thema: Das Unbehagen mit der Religion. Islamophobie und verwandte Themen, 18.06.2011, Islamisches Zentrum Wien, ca. 80 Teilnehmer.

 

 

„Psychiater diskutieren irrationale Ängste vor Islam“ und ergänzende Bemerkungen in kursiv.

 

Wann sprechen wir von Heimat? Wie vieler Generationen bedarf es, bevor wir sagen können, er oder sie ist jemand „von uns“? Der Islam als Religion ist jedenfalls in Europa seit zumindest 711 nach Christus, also 1300 Jahre in Europa heimisch, seitdem betrachten Millionen von Muslimen Europa als ihre geografische und/oder politische Heimat. 11 von 27 EU-Ländern haben eine Tradition mit dem Islam, die über Jahrhunderte reicht. In zahlreichen europäischen Ländern, die – noch – nicht der EU angehören leben ebenfalls größere Populationen muslimischen Glaubens, ebenfalls seit Jahrhunderten. Es waren Muslime, die die griechische Kultur und die griechischen Philosophen, auf deren Ideen das moderne Europa gründet, in die Welt des Frühmittelalters wieder einbrachten. Muslime haben wunderbare Architektur geschaffen (man denke nur an die Alhambra in Spanien), aber auch Alltägliches verdanken wir ihnen, vom Kipferl bis zur Cassata. Neben den historischen Verdiensten denken wir aber auch an die tägliche Kulturträgerschaft in unserer heutigen Welt: obwohl der Islam sich in vielen verschiedenen Gruppierungen definiert und kein oberstes Interpretationsorgan des „richtigen Glaubens“ existiert, haben die Muslime in Europa einen Modus vivendi gefunden, der dramatische Kämpfe bisher nicht aufkommen ließ. Vielmehr lebt man in Toleranz miteinander. Auch die Art und Weise der Erziehung der Kinder und Jugendlichen führt dazu, dass diese sich in eine Welt integrieren, die ihre Heimat darstellt. Allerdings leiden natürlich viele unter der Situation, einer Minderheit anzugehören, die oft nicht ausreichend verstanden wird. Dieses Schicksal teilen Muslime mit anderen Minoritäten. Hier bedarf es der vermehrten Kenntnis der „Mehrheitsgesellschaft“ gegenüber den Denkwelten der Minoritäten. {Quelle: Pressedienst: ots.at – von Alfred Pritz}

 

Stephan Baier (Katholik, der Papstreisen in die islamische Welt vorbereitet!): Fast ein Jahrtausend lang sah sich Europa durch den Islam bedroht: vom Einfall der Araber in Spanien 711 bis zum Ende der zweiten Türkenbelagerung Wiens 1683. Wenn sich Europa über Jahrhunderte als christliches Abendland definierte, wenn Fürsten in Europa trotz allen Zanks zueinander fanden, dann wegen der Bedrohung durch „den Islam“ – zunächst im Westen, dann im Osten. Die Maurenherrschaft auf der iberischen Halbinsel hat das kollektive Bewusstsein der Europäer ebenso geprägt wie die osmanische Herrschaft auf dem Balkan.

 

Das erklärt zum Teil, warum eine quantitativ und optisch wachsende Präsenz des Islam mitten in Europa bei vielen unreflektierte Ängste auslöst. Ängste, wie sie sich in der Schweizer Abstimmung gegen Minarette niederschlugen, und wie sie in weiten Teilen Europas Wasser auf die Mühlen von Rechtspopulisten sind. Weil Europa im globalen Vergleich wohlhabend ist, zugleich aber demographisch vergreist und überdies durch die Verdrängung seines christlichen Erbes in eine schwere Identitätskrise geraten ist, fürchtet es jene Nachbarn, die im Kontrast dazu leben, also wirtschaftlich ärmer sind, demographisch jung und sich ihres islamischen Erbes höchst bewusst.

 

Doch auch auf der anderen Seite gibt es Ängste, denn der Islam war historisch nicht nur Täter, sondern auch Opfer: Es ist „der Westen“, der seit zwei Jahrhunderten die islamische Welt dominiert, nicht umgekehrt. Es waren zunächst Briten und Franzosen, später v.a. die Amerikaner, die in den Kernländern des Islam den Ton angaben. Für Muslime wirft das die Theodizee-Frage auf: Wie kann Allah das zulassen? Warum werden die Frommen gedemütigt? Warum dürfen Ungläubige über Gläubige herrschen?

 

So haben beide Seiten ihre historischen Traumata. Beide Seiten fühlen sich auch aktuell vom jeweils anderen bedroht: Das rasch alternde Europa sieht sich herausgefordert durch die Massenzuwanderung, den Kinderreichtum und die kulturelle Fremdheit von Muslimen. Die islamische Welt sieht sich provoziert durch die andauernde weltwirtschaftliche, politisch- militärische, technologische und kulturelle Dominanz des Westens. Diese Ängste stehen an der Wiege unterschiedlicher Reaktionen: Aggression und Rückzug ins Ghetto, Abgrenzung und Angst.

 

Heute täte eine westlich-pluralistische Gesellschaft gut daran, Religion als weltpolitischen und gesellschaftspolitischen Faktor wieder ernst zu nehmen, und auch den Koran und die islamische Geschichte intensiv zu studieren. Stattdessen flüchten viele in Simplifizierungen: Hie unsere durch Aufklärung und Fortschritt bzw. durch die Emanzipation von den Konsequenzen des Gottesglaubens so friedfertige, tolerante, glückliche, liberale Gesellschaft – dort eine vermeintlich finstere, unaufgeklärte, von Gewalt und Unterdrückung gekennzeichnete Religion. Solche Vereinfachungen bewirken nur in einem Punkt was sie behaupten: Sie verhindern einen echten Dialog mit der islamischen Welt und den mehr als 20 Millionen in der EU lebenden Muslimen.

 

Nur in Europa gibt es Angst vor dem Islam. Bis vor einigen Jahren war Säkularismus auch in islamischen Ländern Vorbild, seit Khomeini „Der Islam ist die Lösung“. Die Notlüge Takia = Verschwörungstheorie. Behauptung, dass Muslime in Erfüllung ihres Glaubens Gewalt ausüben, ist Islamophob. Wechselseitige Religionsfreiheit ist unlogisch, da alle muslimischen Ländern gleich behandelt werden müssen. Aber Forderung nach wechselseitiger Anerkennung der Gläubigen. Abwesenheit von Gott ist für Muslime Blasphemie.

 

Wortmeldung Dr. Busek: Medien und Wissenschaft müssten untersuchen, ob Türkenbelagerungen von Wien religiös motiviert waren.

 

Elsayed Elshahed: will lauter Fragen beantworten wie zum Beispiel:
= Warum wird dann die Kompatibilität der Religion mit der säkularen Gesellschaft infrage gestellt?
= Müssen sich Religion und Säkularität in der Postmoderne nicht neue definieren?
= Befinden sich Religionen tatsächlich im Aufbruch, wie dies Hans Küng sieht?
= Sind alle Religionen im Gegensatz zur Politik tatsächlich individualisierbar?  Wie soll eine unprivatisierbare Religion mit der Politik umgehen, so dass keine Gesellschaftskonflikte entstehen?
= Könnte sich heute noch die mittelalterliche Theokratie wiederholen, wenn Politik und Religion Hand in Hand gehen?

 

Hanna Barbara Gerl-Valkovitz: Wer heute mit dem spätmodern-aufgeklärten Bewusstsein, das sich übrigens weithin den Aufhellungen des Christentums verdankt, an Religion und Angst herantritt, so meist mit einem moralischen Zeigefinger: Religion soll und darf nicht Angst erzeugen; wo sie es tut, gehört sie erzogen, verbessert, gereinigt. Andererseits ist zu beobachten, dass gerade, wenn Angst zivilisatorisch gebändigt ist, neue anonyme Gewalt- und Angstpotentiale produziert werden: virtuell in Film und Internet, in Amokläufen, durch Geiselnehmer. Daher ist es sinnlos, Angst durch Abschaffung von Religion ebenfalls abzuschaffen. Die These lautet: Religion ist nicht Produzent von Angst, sondern deren wirkungsvollste Bearbeitung.
Angst kommt von der Endlichkeit des Menschen. Ist für Christen Ostern nicht die Überwindung dieser Angst?

 

Raphael Bonelli: BRANDGEFÄHRLICH! Die Renaissance des Religiösen wird als bedrohlich erlebt, da das idealisierte Selbstbild des postmodernen Menschen vorgibt, die Transzendenz nicht mehr zu benötigen. In diese narzisstische Falle ist auch Sigmund Freud selbst getappt, insofern er hier auch Kind seiner Zeit, des 19. Jahrhunderts, war. In die Abwehr der Realität, dass jedem Menschen eine natürliche Religiosität innewohnt, wird viel Kraft investiert, sodass diese Abwehrkräfte als antireligiöse Affekte wahrgenommen werden können. Da diese irrational und daher unbegründbar sind, verlieren sie sich häufig in einer überzogenen Affektivität im Sinn einer emotionalen Aufgeregtheit und Betroffenheit, um sich der rationalen Diskussion zu entziehen.

Es gibt anti-religiösen Fanatismus. Es gibt eine unbewusste Religiosität. Die 3 Kränkungen der (säkularen?) Menschen
= Kopernikus hat die Sonne zum Zentrum gemacht und dadurch die Erde und den Menschen herabgestuft
= Darwin – der Mensch und seine Herkunft
= Sigmund Freud – nicht das Bewusste, sondern das Unbewusste steuert den Menschen
Diese Kränkungen führen zum Verlust von Geborgenheit = Diktatur des Relativismus.

  

Alt-Abt Gregor Henckel-Donnersmark:  Islam ist kein Grund zur Angst

 

„Wiener Zeitung“: Hat in den letzten zehn Jahren das Interesse der Katholiken an Muslimen zugenommen?
Gregor Henckel-Donnersmarck: Die Zahl der Muslime in Europa ist gewachsen. Das hat zu einem größeren Interesse gefürt, und sicherlich auch das traurige Ereignis des 11. Septembers 2001 und die Situation im Orient. Faktum ist, dass der Islam heute wichtiger Dialogpartner der Kirche ist. Bei all den islamkritischen Beitr臠en in Internet-Foren hat man den Eindruck, dass bei Katholiken die Angst vor dem Islam zunimmt. Angst ist kein guter Ratgeber. Manche schauen mit Besorgnis auf die Muslime, weil sie sich fragen, wie gut sie sich integrieren werden. Ich sehe aus christlicher Sicht vor allem zwei wesentliche Anliegen: Erstens sollten sich Muslime und Christen gemeinsam gegen einen diktatorischen, atheistischen Relativismus stellen. Hier besteht eine Bundesgenossenschaft.

 

Zweitens hat die von den Medien völlig missverstandene Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI. die Wichtigkeit hervorgehoben, die Religion mit der Vernunft in Übereinkunft zu bringen. Wir haben in Europa mit der Auseinandersetzung zwischen Vernunft und Religion eine Erfahrung von 500 Jahren. Muslime und Christen könnten sich gegenseitig bei der Öffnung für Vernunft und Moderne helfen. Zur Islamophobie: Eine Phobie ist nat・lich zu vermeiden. Es muss aber erlaubt sein, Themen kritisch zu hinterfragen.

 

Welche Themen meinen Sie?
Es gibt Äußerungen von beachtlichen muslimischen Persönlichkeiten, die erklären, dass die Muslime, sobald sie in der Mehrheit sind, das islamische Recht einführen könnten. Hier  liegt ein Missverständnis von Demokratie vor. Demokratie bedeutet die Anerkennung möglichst vieler Werte. Das beinhaltet auch den Schutz ethnischer und religiöser Minderheiten. Keineswegs bedeutet es aber die Diktatur der Mehrheit ・er die Minderheit. Zurzeit sto゚en die Muslime als Minderheit auf Widerstand, etwa beim Bau von Moscheen mit Minarett. Ich kämpfe für das Recht aller auf Religionsausübung. Prinzipiell ist dieses Recht in der westlichen Gesellschaft gegeben, auch wenn es irrationale Rückschläge gibt wie das Minarett-Votum in der Schweiz. Schon Papst Johannes Paul II. hat sich dafür starkgemacht, dass es – wenn von Muslimen gewünscht – eine Moschee in Rom geben soll. Gleichzeitig ermutigte er die Muslime, sich in eine demokratisch pluralistische Gesellschaft einzufühen. Das Recht auf freie Religionsaus・ung soll übrigens auch Christen in Vorderen Orient einger舫mt werden, in Saudi-Arabien etwa und in Pakistan.

 

Worin sehen Sie den „diktatorischen Relativismus“?
Muslime wie Christen beunruhigt am meisten ein Missverst舅dnis von Freiheit, das mit naturwissenschaftlichem Anspruch Gott leugnet. Der Papst betont dagegen die Offenheit der Religion gegen・er der Vernunft und nicht einen religiösen Mystizismus. Gleichzeitig braucht auch die Welt der Wissenschaft die Korrektur durch die Religion, und zwar für jene Werte, die durch die Naturwissenschaft nicht greifbar sind. Zur Gesamtwirklichkeit gehören eben auch die Werte religiöser Überzeugung. Der religiös indifferente Staat hat übrigens die Verpflichtung, die Religion zu frdern. Er selbst hat neulich ein Interesse daran, dass Menschen Werte haben und sich in die Demokratie damit einbringen.

 

Meinen Sie, Christen könnten wegen der Erfahrung der Neuzeit Muslimen helfen?
Ich möchte nicht, dass wir uns als die Lehrmeister aufspielen. Wir als Christen hatten auch unser Problem mit der Trennung von Kirche und Staat. Tats臘hlich ist sie aber sinnvoll, weil die Politik der Religion dadurch ihren Platz löst, ohne sie zu missbrauchen. Könnten Muslime in der Öffnung der Kirche für die Moderne eine Schwöhung sehen, wenn man sich die vielen Kirchenaustritte ansieht? In Europa spricht man von der Krise der Kirche, aber weltweit nimmt das Christentum zu. Nicht die Kirche hat eine Krise, sondern Europa. Weltweit beschreitet die Kirche einen Erfolgsweg. ワberall gibt es Priesterberufungen, die Kirche wird beneidet – teils auch kritisiert und verfolgt. Der atheistische Relativismus, der im Konsum die einzige Befriedigung findet, ist Ursache der Probleme in Europa.

 

Macht einigen Katholiken die wachsende Zahl von Muslimen in Europa Angst?
Der Papst hat Vertreter des Islam zum gemeinsamen Friedensgebet in Assisi eingeladen – ganz angstfrei. Die Angst in Europa wird nach meiner Beobachtung vor allem von politischen Kräften geschürt. Wenn Muslime hier ihren Glauben gut leben, ist das kein Grund zur Angst. Dass sich die Europärr durch ihr demographisches Verhalten in den Suizid gestürzt haben, ist ihr Problem. Ich glaube, die Europär haben eher Angst vor sich selbst, weil sie langfristig keine Chance haben, wenn sie so weitermachen. Ich möchte allerdings betonen, dass nicht alle Einwanderer Muslime sind. Es gibt bei uns viele Philippiner oder Nigerianer. Im Stift Heiligenkreuz wohnt etwa eine christliche Familie aus dem Irak, die auch die Erfahrung mit Muslimen zu leben mitbringt.

 

Ein positiver Austausch zwischen Christen und Muslimen ist möglich?
Den gab es schon im Hochmittelalter. Von den islamischen Philosophen Avicenna und Avoerres wurde uns die griechische Philosophie vermittelt. Wesentlich f・ die Zukunft scheint mir die Achtung der Religionsfreiheit, der Schutz des Lebens und ein Verst舅dnis von Demokratie als Anerkennung möglichst vieler positiver Werte. { Stefan Beig, Interview Wiener Zeitung, 18/19 06 2011}

 

= Die Kritik am Papst durch die Al-Azhar Moschee wegen der Ermahnung an Ägypten, die Kopten zu schützen, ist bedauerlich. (Eine energische Anmerkung wegen Christophobie spricht er nicht aus)
= Muezzinruf, Koptuch, etc. sind zu begrüßen
= der Islamismus entsteht an den ausgefransten Grenzen zwischen Säkularismus und Islam.
= Ein Opfer für Christus (Kreuz Christi) schafft auch Freude.
= Die Frage aus dem Publikum, wieso Kritik am Islam zu unverhältnismäßiger gerichtlicher Verfolgung und zu beruflichen Nachteilen führen kann, wurde nicht beantwortet.

 

 

Beobachtungen

 

 

Aufgrund der Zusage von Prof Elshahed, den Begriff Ungläubige (mehrere Stellen im Koran sprechen von Verfolgung, Diskriminierung oder Tötung von Ungläubigen) zu diskutieren zu können, teilgenommen.

 

= Dazu Elshahed: Mit diesem Begriff haben die Mekkaner den Stamm Khoreisch bezeichnet. Es gibt keinen Bezug zur heutigen Gesellschaft. Zur weiteren Vertiefung dieser Frage bekam ich eine Broschüre.
= Die Aussage in ägyptischen Schulbüchern, dass alle „Westler“ bis zum heutigen Tag Kreuzfahrer sind (Hamed Abdel-Samad), macht alle Nicht-Muslime zu Ungläubigen.
= Die Menschen sind als Mann und Frau geschaffen (zeitgleich fand die Regenbogenparade statt!)
= Trennung von Religion und Staat: auch im Christentum gibt es keine Trennung: Jesus war König der Juden, Kaiser Konstantin machte das Christentum zur Staatsreligion= erster Theokrat.

 

Ich habe mich 3 X  zu Wort gemeldet. Eine 4. Wortmeldung wurde mir nicht gewährt. Ausdrücklich stellt Stefan Beig die Frage, ob es außer mir noch andere Wortmeldungen gäbe. Ich protestierte wegen Diskriminierung. Henckel-Donnersmark mischt sich mit der Bemerkung ein, dass meine Meinung ohnedies bekannt sei. Die Logik dieser Veranstaltung lag offensichtlich in einem Schulterschluss von Katholiken mit islamischen Autoritäten gegen den gemeinsamen Feind, Säkularismus. Was Islamophobie ist, wurde einen ganzen Tag lang nicht beantwortet, obzwar dies das Thema der Einladung war.

 

Im Gespräch mit Fuat Sanac: Euroislam gibt es nicht. Sollen wir das Buch (Koran?) neu schreiben? Prof. Ednan Aslan, Uni-Wien, der Euroislam verfolgt, findet offensichtlich keine Zustimmung bei der IGGö.

 

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