kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten-Bischof: Viele Christinnen werden entführt 21. Juni 2011

Bischof Damian aus Höxter kritisiert Zustände in Ägypten

 

Hö x t e r (WB): Seit dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak gibt es nach Angaben des koptischorthodoxen Bischofs Anba Damian aus Höxter mehr Übergriffe auf Christen als zuvor. Bischof Damian lebt im »Kloster der Jungfrau Maria und des Heiligen Mauritius« in Höxter-Brenkhausen und ist der höchste Repräsentant seiner Kirche in Deutschland. Hier leben etwa 6000 koptische Christen in acht Gemeinden. »Täglich erreichen mich E-Mails aus meiner Heimat, in denen mir Glaubensbrüder von Übergriffen berichten«, sagt der Bischof. In Ägypten, dem Stammland der koptischen Christen, sollen nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen sechs und 15 Prozent der Bevölkerung Christen sein.

 

»Sie werden vor allem von den Salafisten, den extrem konservativen Muslimen, drangsaliert«, sagt Bischof Damian. Das Machtvakuum, das nach der Revolution entstanden sei, begünstige solche Taten. »Wenn früher Christen verschleppt oder misshandelt wurden, hat unser in Kairo lebender Papst Shenouda III. den Chef des Geheimdienstes oder sogar Präsident Mubarak um Hilfe gebeten, und das Problem wurde innerhalb weniger Tage gelöst. Heute fehlen diese Ansprechpartner«, sagt der Geistliche.

 

Nach Überzeugung des Bischofs vergeht kaum eine Woche, in der nicht junge Christinnen verschleppt und mit einem Muslim verheiratet werden, um sie mit Zwang zu islamisieren. Bischof Anba Damian beruft sich unter anderem auf den in Zürich lebenden ägyptischen Autoren Medhat Klada, aus dessen Bekanntenkreis bereits vor Jahren zwei minderjährige Mädchen verschwunden sein sollen. Klada: »Die Eltern waren verzweifelt. Jahrelang suchten sie nach ihren Töchtern Nadir und Manal. Als die Mädchen irgendwann wieder auftauchten, waren sie Muslima und hatten Kinder.« Medhat Klada sagt, er sei gerade aus Ägypten zurückgekehrt und habe etwa 20 christliche Familien getroffen, aus denen kürzlich Frauen oder Mädchen verschleppt worden seien. »Eine 20-jährige Frau namens Heba Adel Iskandar hatte ihren ältesten Sohn in Kairo zur Schule gebracht. Ihre Familie hat sie nie wieder gesehen.«

 

Bis heute wisse ihr Mann nicht, wo die Frau lebe und was ihr geschehen sei. »Sie hätte ihre Kinder nie im Stich gelassen!« Die ägyptische Zeitung Almasry
Alyoum berichtet, am 28. April hätten Dutzende von Kopten vor dem obersten Gerichtshof demonstriert und um Hilfe bei der Suche nach elf jungen Frauen gebeten, die seit Februar verschwunden seien. Im Internet kursieren inzwischen viele Schilderungen von Fällen angeblich verschleppter Christinnen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit Sitz in Frankfurt am Main ist einigen Darstellungen nachgegangen. Ägypten-Experte Max Klingberg: »Es ist möglich, dass solche Fälle vorkommen,aber es ist extrem schwer, sie zu verifizieren. Oft bleiben Zweifel.«

 

Es komme zwar vor, dass Christinnen verschwänden, aber der Hintergrund müsse nicht unbedingt eine Zwangsislamisierung sein. »In Ägypten ist häusliche Gewalt weit verbreitet – unabhängig vom Glauben. Eine Christin kann sich in Ägypten nur dann scheiden lassen, wenn sie zum Islam übertritt. Die IGFM geht davon aus, dass das zumindest bei Frauen der häufigste Grund für Übertritte zum Islam ist.« Es stimme aber in jedem Fall, dass die Übergriffe auf Christen in Ägypten zugenommen hätten und Christen systematisch diskriminiert würden, sagt Klingberg, der lange in Ägypten gelebt hat: »HöhereBeamtenstellen bleiben ihnen in der Regel verschlossen, und wenn sie studieren, wird ihnen nicht selten bedeutet, ein Wechsel zum Islam könne sich positiv auf ihre Zensuren auswirken.«

 

Ganz schlimm sei in Ägypten die Situation früherer Muslime, die zum Christentum konvertiert seien. »Denen geht es oft richtig dreckig. Sie werden entlassen, bedroht, misshandelt und zum Teil sogar eingesperrt. Wir haben mit sehr vielen Konvertiten gesprochen und schätzen, dass etwa fünf Prozent der Konvertiten anschließend von ihren Familien gefoltert worden sind«, sagt der Ägyptenexperte der IGFM. Bischof Damian fordert jetzt, die Bundesregierung müsse sich bei der Militärregierung stärker für den Schutz der Christen einsetzen. »Es ist nämlich leider nicht so, dass nach der Revolution alles besser geworden ist.« {Von Christian Al t h o f f – Bilder: Bischof Anba Damian vor dem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster in Höxter-Brenkhausen, in dem er residiert  –  Die Christin Heba Adel Iskandar verschwand am 6. April in Kairo, nachdem sie ihren Sohn zur Schule gebracht hatte. Nach Angaben von Kopten soll es keinen Streit in der Ehe gegeben haben}.

 

Das schreiende Gebet stammt vom Bischof Kyrillos nach dem Massaker in Naag Hamady  

 

 

Bundestagspräsident Lammert besucht Warburg, Brenkhausen und Corvey

 

WB: Bundestagspräsident Norbert Lammert hat am Freitag Warburg, Brenkhausen und Schloss Corvey besucht. In Warburg sprach er mit dem durch einen Überfall im Kloster bundesweit bekannt gewordenen syrisch-orthodoxen Bischof Julius. In Brenkhausen besichtigte der CDU-Spitzenpolitiker dann das koptische Kloster. Mit Bischof Damian erörterte er die stark gefährdete Lage der koptischen Christen in Ägypten nach dem Mubarak-Sturz (Lesen Sie auch das Interview mit Bischof Damian dazu im Mantelteil).

 

Norbert Lammert zeigte sich beeindruckt über den Stand der Renovierungsarbeiten im Koptenkloster. Der Bundestagspräsident hatte in diesem Frühjahr
in Berlin den Koptenbischof empfangen, um über die Krise im Nahen Osten zu sprechen. Im Kloster Brenkhausen nahm Lammert am Freitagabend die Eröffnung der renovierten großen Barocktreppe vor. Viele Bürger waren zu dem Empfang gekommen. Auch die Bäckerei, die Kapelle mit neuen Bemalungen und die Bibelsammlung sah der Politiker. In Schloss Corvey hielt Lammert dann am Abend im Kaisersaal eine viel beachtete Rede über aktuelle politische Themen. {Quelle: www.westfalen-blatt.de  – hoexter@westfalen-blatt.de – Von Michael R o b r e c h t –  Bild: Bundestagspräsident Norbert Lammert hat das Kloster Brenkhausen besucht. Bischof Damian begrüßt den Gast. Die kleine Maria (mit Blumen) darf auf den Arm von Lammert}

 

Den Menschen zugewandt

 

Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert zu Gast in Corvey und dem Kloster Brenkhausen

 

Höxter: Wahrhaft präsidial präsentierte sich Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert bei seinem Besuch in Höxter. Volksnah, natürlich und locker freute er sich in Brenkhausen über den „großen Bahnhof“ zu seinem Empfang bei Bischof Anba Damian im Koptisch-Orthodoxen Kloster. Die kleine Maria, die ihm zur Begrüßung Blumen überreichte, nahm er sofort strahlend auf den Arm, und auch Autogrammwünsche wurden erfüllt.

 

Er wirkte „echt“. Den Menschen zugewandt, sehr wachsam, interessiert an dem, was sie ihm zu sagen haben – kein Zampano, kein Schaumschläger. Auf den „Smalltalk“ ließ er sich ebenso ein wie auf das ernste Gespräch, in dem es um die Lage Christen in Ägypten ging. „Es geht um das hohe Gut und Menschenrecht der Religionsfreiheit“, erklärte Norbert Lammert in einer Ansprache in der Kapelle des Klosters.

„In dieser Frage fühle ich mich als Christ und Deutscher sowie als Repräsentant des Deutschen Bundestags doppelt angesprochen. „Ich verstehe es als doppeltes Gebot der Solidarität mit religiös Verfolgten.“ In der Welt seien heute die Christen, die meist verfolgte Gruppe, was vielen gar nicht bewusst sei, stellte er fest. „Mit ihrem Besuch, der uns eine sehr große Ehre ist, ihrer Anteilnahme vor allem mit ihrem Einsatz für unsere Belange in Berlin haben sie eine Botschaft vermittelt, die in der Koptischen Kirche weltweit verstanden wird“, erklärte Bischof Anba Damian. Er unterstrich die empfundene Dankbarkeit mit dem Geschenk eines Bildes mit religiösen Motiven der ägyptischen Ikonen-Malerin Daliah, die die Symbolik persönlich erläuterte.

 

„Auch jetzt fühle ich mich doppelt angesprochen“, sagte Lammert. „Ich werte dieses Geschenk als sehr liebe Geste und sehr große Einladungskarte, zu einem längeren Besuch wieder zu kommen. „Ich mir nicht nur ,fast‘ sicher, dass ich nicht das einzige Mal hier bin.“ Tief beeindruckt zeigte er sich bei der Führung durchs Kloster von der geleisteten Renovierungsarbeit und übernahm sehr gern die ehrenvolle Aufgabe, die gerade erst fertig gestellte prächtige neue Treppe im renovierten Treppenhaus offiziell zu eröffnen.

 

Im Kaisersaal von Schloss Corvey war es der Bundestagspräsident selbst, der die große Zuschauerschar beeindruckte – mit seiner sehr klaren Denkweise, dem Ausdruck seines unabdingbaren Verständnisses von Demokratie, mit seiner Art zuzuhören und auf Fragen zu antworten. „Erst denken, dann reden“. Dieses Prinzip gehört offenbar ebenso zu seinem Selbstverständnis wie die auch erlebte Zuwendung zu den Menschen. Auf Einladung von VHS-Leiter Rainer Schwiete und dessen Stellvertreter Ulrich Fraune las Norbert Lammert auf der traditionellen Sonderveranstaltung der Volkshochschule Höxter-Marienmünster aus seinem jüngsten Buch „Einigkeit. Recht. Und Freiheit.“ {Quelle: www.nw-news.de – VON ROSWITHA HOFFMANN-WITTENBURG}

 

3 Responses to “Kopten-Bischof: Viele Christinnen werden entführt”

  1. Abdullah Says:

    Fegt vor der eigenen Tür: Kopten entführen auch neu zum Islam konventierte Frauen, die vorher Christinnen waren, und halten sie gefangen. Dafür gibt es Beweise und Zeugenaussagen. Es wird bestimmt wieder hier gelöscht, wenn ich diese Beweise hier reinposte.

    Dieser Bischof Damian sieht mit seinem Bart aber auch aus wie ein Extremist: Was hat denn der für eine komische Badekappe auf seinem Kopf ? Sehe ich jetzt erst. Gibt es in dem Kloster ein Taufbecken, wo man schwimmen kann ?

    • Ibrahim Says:

      Abdullah:

      Du kennst leider weder GOTT (ALLAH) noch kennst DU den Bischof noch kennst DU LEIBE (MAHABA) Noch bist du inteligent! EIN DUMMKOPF BIST DU ABDULLAH DU HAST KEINE AHNUNG NOCH KENNST DU DIE WAHRHEIT! Ich bete für Dich Abdullah werde Christ oder verschwinde und schmor in der Hölle du Kafir, Abdullah! GOTT HELFE DIR UND SEI EIN AB DUL llah! Ein Diener GOTTES! Christus sei mit Dir du Kreatur! AMIN!

  2. Klotho Says:

    Nun so machen es die Mohammedaner, die Christen auf diese Weise ausrotten, indem sie die Frauen zwingen zum islam zu konvertieren.
    Nun für mich ist es bewiesen das jener muhammad der falsche Prophet, der Lügenprophet ist welcher von Jesus Christus und seinen geliebten Apostel Johannes vorausgesagt wurde. Er ist nämlich das Tier mit zwei Hörnern welches aus der Erde steigt und aussieht wie ein Lamm aber mit zwei Hörnern und redet mit einem Maul eines Drachen, jener Lügenprophet erhält die Kraft von dem Tier mit den 7 Köpfen und den 10 Hörnern. Die Offenbarung ist chiffriert und nur wahre Zeugen Christ können das verstehen. Nun werden die 3 Frösche, die Lügengeister ausgesendet um die Könige die mit Babylon herumgehurt haben zur letzten Schlacht an Har Megiddo zusammenzuführen. So ist es Amen.

    Jesus Christus wird dann auf Wolken in all seiner Herrlichkeit zurückkehren den Lügenpropheten und das Tier vernichten.

    Jesus Christus hat gesagt das alle die der Irrlehre Islam folgen in aller Ewigkeit gestraft werden. Amen.

    UND DAS HAT JESU CHRISTUS SELBST GESAGT.

    Und Er hat den Antichristen vorausgesagt und das ist muhammad und JESUS CHRISTUS wird den Antichristen vernichten und auch alle Antichristen die in den christlichen Ländern ihr Werk des Verderbens treiben.


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