kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vom Urlaub nie wieder zurück! 20. Juni 2011

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 20:02

Sie machen im Sommer Urlaub bei der Familie in der Türkei, in Ägypten oder Pakistan und kommen nie wieder zurück in die österreichische Heimat.

 

Für manche junge Frauen mit Migrationshintergrund wird die Fahrt in die „Ferien“ eine Reise in die Zwangsehe. Es gibt Mädchen, die den Mut fassen und alles riskieren, um der eigenen Familie zu entfliehen. Für die Opfer mangelt es in Österreich dann aber oftmals an geeigneten Zufluchtsmöglichkeiten, wo sie geschützt vor den Eltern untertauchen können. Mit 18 Jahren sollte sie einen Cousin mütterlicherseits heiraten, ihre Drohung mit Selbstmord bewahrte Aylin (Name geändert, Symbolbild) zunächst vor einer „Zwangsheirat“ in der Türkei nach den Plänen ihrer Eltern. Nun steht die Hochzeit mit einem Cousin des Vaters an. Für Mitte Juli sind die Flugtickets in die Türkei gebucht. Vor wenigen Tagen floh sie von zu Hause und wohnt derzeit bei einer Freundin. Im Gespräch erzählt die Migrantin, die mit zweieinhalb Jahren aus der Türkei nach Wien gekommen war, von ihrem Schicksal.

 

Wann haben Ihre Eltern das erste Mal von Heirat gesprochen?
Aylin: Meine Eltern sind sehr streng religiös und leben die Kultur und Sitten, die sie in der Türkei gelernt haben. Sie haben sich hier (in Österreich, Anm.) einfach nicht einordnen können. Es war alles super, bis ich 16 war, dann als junge Dame beginnt es langsam mit der Fragerei: „Wann wollt ihr sie verheiraten?“ oder „Gebt ihr sie mir?“ – zunächst eher als Scherz, aber man meint es indirekt auch ernst.

 

Wer fragt das?
Aylin: Zum Beispiel Nachbarn oder bekannte Leute in der Türkei. Mit 18 sollte ich dann meinen Cousin mütterlicherseits heiraten. Er hatte angeblich Liebeskummer wegen mir, drohte sich umzubringen und hätte nichts mehr gegessen, weil ich Nein gesagt hatte.

Lebt er in der Türkei?
Aylin: Er war in der Türkei, ja.

Wie war der Kontakt zu ihm?
Aylin: Ich habe ihn jeden Sommer im Urlaub in der Türkei gesehen. Er war eigentlich immer wie mein Bruder. Sie haben es ihm ja auch eingeredet. „Schau, sie ist in Österreich, sie ist deine Cousine, nimm sie, damit sie nicht zu einem anderen geht, einem schlechten Mann.“ Dann, als ich in der Türkei war, hab‘ ich ihm gesagt: „Du bist mein Cousin, ich will nicht einen Verwandten heiraten … Vorher warst du mein bester Freund, ich konnte mit dir über alles reden, jetzt kann ich dich nicht mehr ansehen.“ Mein Vater hat damals gesagt: „Ich stehe hinter meiner Tochter, sie wird nicht heiraten“ – und ich dachte mir: „Wow, mein Vater steht wirklich das erste Mal hinter mir.“ Da habe ich das irgendwie geschafft.

 

Wer wollte, dass Sie heiraten?
Aylin: Die Seite meiner Mutter hat auf mich eingeredet. Ich bin dann weggegangen von zu Hause, weil sie mich so unter Druck gesetzt haben. Ich war drei Tage im Frauenhaus, meine Mama hat geweint und gesagt: „Komm zurück, wir machen alles, was du willst.“ Dann war es ein paar Wochen mal okay. Bis die Leute begonnen haben zu reden: „Sie war drei Tage weg, was hat sie in diesen drei Tagen gemacht? Ist sie noch Jungfrau? War sie auf dem Strich?“ Da haben halt so viele Leute schlechte Sachen erzählt. Die Eltern haben begonnen an das zu glauben, was die Leute ständig geredet haben, und waren dann viel strenger drauf, ich durfte nicht mehr raus.

 

Wie wurden Sie von ihren Eltern kontrolliert?
Aylin: Ich durfte raus bis 18 Uhr – höchstens. Am Wochenende konnte ich nicht, weil mein Vater ja zu Hause war und er gesagt hat, die Freundinnen sollen nach Hause kommen, wenn schon. Wenn ich auf ein Konzert gehen wollte, dann haben sie herumgeschrien, dass ich die selben Interessen habe wie ein leichtes Mädchen. Dass das keine normalen Mädchen machen und ich mich für normale Sachen interessieren soll, wie z.B. Kochen, Haushalt und Häkeln – also Sachen, die für meinen Mann später gut sind. Ich hab‘ aber einen Freund gehabt, zweieinhalb Jahre war ich mit ihm zusammen.

 

Haben die Eltern von ihm gewusst?
Aylin: Meine Mama und seine Eltern haben es gewusst. Meine Mutter hat ständig gesagt: „Mach mit dem Schluss.“ Und sie hat mich beschimpft, dass ich eine schlechte Frau, ein leichtes Mädchen bin, weil ich mit dem zusammen bin und mich ausnutzen lasse.

Wie hat sie es erfahren?
Aylin: Ich hab‘ gebadet, war allein zu Hause und dummerweise hat sie mein Handy durchgestöbert. Meine Mutter liest gerne Tagebücher oder SMS, sie kennt sich eigentlich mit solchen Sachen nicht aus, aber wenn sie es wirklich braucht, dann ist sie super dabei …

 

Nun sollen Sie neuerlich verheiratet werden?
Aylin: Pläne gab es schon letzten Sommer in der Türkei – diesmal von der Vaterseite. Da habe ich dann auch gewusst, warum mein Vater damals gesagt hat: „Ich bin hinter dir“, weil er mich mit seinem Cousin verheiraten wollte. Und jetzt kommt der Sommer und ich weiß jetzt, dass ich diesen Sommer wirklich verheiratet werde. Im vorigen Sommer bin ich ganz schwer da durchgekommen, weil ich geblufft habe, dass ich mich umbringe und weggehe.

 

Wie war das dann voriges Jahr? Sie waren mit ihren Eltern gemeinsam auf Urlaub in der Türkei?
Aylin: Wir waren auf Urlaub und sie haben gemeint, ich soll mit ihm (Cousin des Vaters, Anm.) nur reden. Und ich weiß ja, wie die sind, wenn ich nur rede, dann werden sie sagen: „Du hast unseren Schutz und unsere Ehre missbraucht, du musst ihn heiraten …“ Ich hab ihm (dem Cousin, Anm.) dann gesagt: „Schau, die wollen uns verheiraten, ich will dich aber nicht, du bist nett, fesch und okay, aber du bist mein Verwandter, ich kann das nicht.“ Und ich will nicht im Familienkreis bleiben, wo ich immer kontrolliert werde.

 

Wollte er die Hochzeit?
Aylin: Er hat dann gesagt, er kann nicht Nein sagen, sonst ist er derjenige, der schuld dran ist, und es werden alle auf ihn böse sein. Das war auch für ihn schlimm. Meine Eltern haben mir dann ein Versprechen gegeben und gesagt: „Wir machen die Hochzeit erst in ein, zwei Jahren, lernt euch erst mal kennen und wenn ihr dann nicht wollt, könnt ihr immer noch Nein sagen.“ Zu Hause in Österreich haben sie dann aber Druck gemacht. Sie haben gesagt, dass seine Eltern zu Silvester auf Besuch kommen wollen. Sie wollten, dass ich ihn nur auf dem Papier heirate, später könnte ich mich wieder scheiden lassen … Ich habe dann Nein gesagt.

 

Wie hat Ihr Vater darauf reagiert?
Aylin: Er hat dann alles in der Wohnung herumgeworfen, er hat mich gegen die Wand geschlagen… Ich hab‘ dann Watschen bekommen von ihm, er hat mich zu Hause eine Woche lang eingesperrt. Ich konnte nicht in die Schule, obwohl das die wichtigste Zeit meiner Ausbildung war. Ich habe Tabletten geschluckt, weil ich nicht mehr leben wollte.

Hat sich die Schule gemeldet, nachdem Sie nicht mehr zum Unterricht erschienen waren?
Aylin: Die Lehrerin hat gesagt: „Du bist wirklich dumm, dass du drei Jahre machst und dann die letzte Woche nicht kommst.“ Sie hat geglaubt, ich bin faul. Sie dachte, ich will schlafen oder schwänzen. Ich hab ihr dann gesagt: „Sie wissen leider gar nichts, man ist nicht immer das, was man äußerlich zeigt.“

 

Und Ihr Vater?
Aylin: Ich hab‘ Tabletten genommen, war dann im Krankenhaus und mein Vater hat trotzdem gesagt: „Sie soll mich nicht anbluffen, ich werde sie, auch wenn sie stirbt, mit dem verheiraten.“ Er ist sogar zu mir gekommen und hat gesagt: „Mein Onkel ist sehr alt, er wird sterben, er soll seinen letzten Wunsch haben, bist du so herzlos, mein Kind? Wie willst du das mit deinem Gewissen vereinbaren?“ Ich hab‘ gesagt: „Ja, er wird eh sterben nach ein, zwei Jahren, dann bin ich aber immer noch da, und nur damit sein Wunsch in Erfüllung geht werde ich 30, 40 Jahre mit ihm (dem Cousin, Anm.) leben müssen … Er ist nicht der Mann ist, den ich ausgesucht habe.“

 

Sie haben die Ausbildung zur Bürokauffrau dann abgeschlossen?
Aylin: Ja. Eigentlich wollte ich in die Tourismusschule, weil ich sprachlich begabt war. Meine Eltern haben mich aber in die Handelsschule geschickt und gesagt: „Nein, du wirst eine Bürokauffrau, in einer Bank arbeiten, da bist du nicht so viel mit Männern in Kontakt, da kann man dich nicht anmachen, da bist du ordentlich angezogen. Tourismus – da bist du sicher mit Leuten unterwegs, das wollen wir nicht.“

 

Sie sind jetzt seit Ende Mai weg von zu Hause …
Alyin: Als meine Mutter gesagt hat, dass ich weggehen soll und eh nur egoistisch denke, da habe ich mir gedacht, wenn sie so weitermachen, dann gehe ich … Der Türkeibesuch ist für Mitte Juli geplant. Sie machen dem Mann (dem Cousin, Anm.) Hoffnungen und sagen, dass ich mich mit Absicht schwer rumkriegen lassen möchte.

Wie ist die Situation jetzt? Wie geht’s weiter?
Aylin: Wenn es meiner Familie gut geht, dann habe ich keine Schuldgefühle. Sicher vermisse ich meine Eltern und am meisten meine kleine Schwester (13). An Kontakt denke ich jetzt noch nicht, weil meine Eltern noch in der Phase sind: „Sie hat uns verlassen, sie hat unsere Ehre zerstört, ist in die falschen Gleise gekommen.“ Ich liebe meine Eltern trotzdem, aber es war eine richtige Entscheidung für mich. Ich bete jeden Tag, dass es ihnen gut gehen soll und ich nicht zurückgehen muss. Ich suche eine Arbeit, die ein bisschen außerhalb von Wien ist, in einem Büro, wo ich nicht gesehen werde – ich würde auch putzen gehen, ich brauche das Geld. Ich weiß, dass sie mich nach einem Jahr verstehen werden. Ich werde arbeiten und dann nach einem Jahr Kontakt aufnehmen, wenn sie bereit dafür sind. Und dann werde ich sagen: „Entweder ihr schaut euch an, wie ich wohne, wie ich lebe, wie ich arbeite mit meinem Stolz, mit meiner Ehre, aber halt anders. Oder ich werde euch nicht sagen, wo ich bin.“

 

Was ist Zwangsheirat für Sie?
Aylin: Zwangsheirat ist nicht direkt zwingen, man sagt nicht direkt: „Du musst das machen“, sondern sie sagen z.B.: „Du könntest das machen“ oder sie reden nicht mehr mit dir oder sie nehmen dir etwas, das dir wirklich wichtig ist, weg, und dann musst du es machen, weil du keinen Ausweg findest. Ich finde das nicht okay. Das ist, wie wenn man eine bestimmte Suppe nicht mag, z.B. Kürbissuppe, und du musst das dann dein Leben lang essen. {Quelle: krone.at – von Margret Handler}

 

One Response to “Vom Urlaub nie wieder zurück!”

  1. Saphiri Says:

    Und Erdogan, der von der Hälfte der Bevölkerung Wiedergewählte, der sagt in Deutschland, ’sich an die freien Gesetze der Europäischen Demokratie anpassen, das sei Verletzung der Menschenrechte.‘

    Aylin:“An Kontakt denke ich jetzt noch nicht, weil meine Eltern noch in der Phase sind: „Sie hat uns verlassen, sie hat unsere Ehre zerstört, ist in die falschen Gleise gekommen.““

    Ehre der Eltern laut Koran Sure 24, Vers 27: „Schlechte Dinge sind für schlechte Menschen, und schlechte Menschen sind für schlechte Dinge. Und gute Dinge sind für gute Menschen, und gute Menschen sind für gute Dinge; sie sind frei von all dem, was sie ( die Verleumder) sprechen. Ihrer harrt Vergebung und einen ehrenvolle Versorgung.“

    Die Eltern haben Furcht vor den „Verleumdern“, die dann dafür sorgen, dass ihnen die „ehrenvolle Versorgung“ abgeht.

    Die Ehre! Die UNSINNIGSTE Ursache für Heuchelei, für Krieg, für Ermordung der eigenen Töchter, der Verpflichtung der Söhne zu morden der eigenen Schwester, das Instrument der absoluten Kontrolle über die Gläubigen, das Unterdrückungsinstrument in der Religionskultur zugunsten der kollektiv mentalen Gleichschaltung. Immer brav rechtgeleitet an den Koranversen. (Hat jemand noch nicht gewusst, was „rechtgeleitet“ bedeutet?)

    Die Tochter Aylin macht das einzig richtige, sie entgeht der Inzuchtzeugung ihrer zukünftigen Kinder. Damit hat ihre zukünftige Generation, die sie mal gründet, die Aussicht auf mentale Entwicklungsfähigkeit.

    Es ist teuflisch, dass Eltern ihre elterliche Liebe als Instrument benützen, ihre Tochter zu erpressen, sowie den elterlichen Respekt, den ihre Tochter ihnen entgegenbringt, egozentrisch ausnutzen. Im wahrsten Sinne des Wortes teuflisch.

    Ehre und Gehorsam zum Koran, einzuhalten unter Androhung schlimmster Strafen, sind ausgeklügelter Psychoterror.
    Das kann kein Gotteswille sein. Weder eines liebenden, noch eines barmherzigen Gottes!


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