kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Junge Christin wurde verschleppt und zum Übertritt zum Islam gezwungen 12. Juni 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 13:44

Lahore (Fidesdienst): „Im Fall Farah Hatim werden wir uns um Wahrheit und Gerechtigkeit bemühen“, so der Sonderberater für religiöse Minderheiten des pakistanischen Premierministers, Paul Bhatti, zum Fidesdienst. Bhatti ist auch Vorsitzender des Vereins „All Pakistan Minorities Alliance“, die für den Schutz religiöser Minderheiten in Pakistan eintritt.

 

Den Fall der 24jährigen Katholikin Farah Hatim, die verschleppt und zu einer Eheschließung nach islamischem Ritus gezwungen wurde untersucht auch die Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Pakistanischen Bischofskonferenz. Dabei, so die Kommission, soll die Wahrheit ans Tageslicht gebracht und ein detaillierte Bericht angefertigt werden, den man den führenden kirchlichen Behörden vorlegen will. Zu dem Fall gibt es verschiedene Versionen: die muslimische Familie, in der Farah nun lebt, behauptet, die junge Frau habe ihre eigene Familie freiwillig verlassen. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, wurde das Mädchen jedoch verschleppt und zum Religionsübertritt gezwungen. „Solcher Fälle kennen wir zu Dutzenden“, so eine katholische Ordensschwestern, die in Punjab lebt und arbeitet.

 

Ein weiterer Beobachter aus kirchlichen Kreisen in Punjab sagt zum Fidesdienst: „Die Verschleppung von christlichen Mädchen und jungen Frauen aus anderen religiösen Minderheiten ist zu einer Strategie geworden, die darauf abzielt, christliche und hinduistische Minderheiten in der Provinz auszulöschen. Wir müssen jedoch auf solche Fälle immer wieder gezielt hinweisen, damit die internationale Staatengemeinschaft darauf aufmerksam wird. Das größte Problem ist die Straffreiheit und die Zusammenarbeit der Polizeibehörden, die sich wie im Fall Farah, weigern, Ermittlungen auf den Weg zu bringen. Diese Haltung führt zu einer Vervielfachung solcher krimineller Fälle“.

 

Bessere Bildungsqualität gegen das Erstarken des Islam

 

Einem Erstarken des Islam soll eine gezielte Förderung des Bildungswesens entgegenwirken. Dies fordert Bischof Matthias Ssekamanya von Lugazi in Uganda bei einem Besuch beim internationalen Sitz des kirchlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ in Königstein (Deutschland). Wie der Bischof zur Lage in seinem Land berichtet, dass immer mehr Muslime in Schlüsselpositionen gelangen und auch wichtige Ministerämter besetzen, wie zum Beispiel das Wirtschafts- und Bildungsministerium. Wie aus offiziellen Statistiken hervorgeht, sind rund 12% der insgesamt 33 Millionen Einwohner Ugandas Muslime, während Muslime selbst den Anteil mit 33% angeben. Bischof Ssekamanya betont, dass auch Statistiken zur religiösen Zugehörigkeit als politisches Instrument benutzt werden.

 

Insbesondere in seiner vorwiegend aus ländlichen Gemeinden bestehenden Diözese seien größere Anstrengungen im Bildungswesen notwendig, um einem solchen Erstarken des Islam entgegenzuwirken. Rund 42% der 1,5 Einwohner der Diözese Lugazi sind Katholiken. In Trägerschaft der Diözese befinden sich heute 194 Grundschulen und 26 weiterführende Schulen mit 2.300 Lehrern, die von 75.000 Schülern besucht werden. Der Bischof möchte die Bildungsqualität und die Lehrerausbildung verbessern, damit die Schulen in der Lage sind eine solide menschliche Erziehung zu vermitteln und möglichst viele Schüler auf ein Universitätsstudium vorbereitet werden können. Der Bischof weist dabei auch darauf hin, dass Erziehung nicht allein Aufgabe der Familien sei, weshalb man auch das Familienapostolat stärken müsse: „Wir wollen das Bewusstsein von der Würde der Ehe und der Familie unter den Gläubigen festigen, denn Eltern spielen auch in der Pfarrgemeinde eine prophetische Rolle“, so zitiert die Catholic News Agency den ugandischen Bischof.

 

 

 Sherry Rehman: Rechte der Minderheiten sind ausschlaggebend für die Demokratie in Pakistan

 

„Ein Bericht zur Lage der religiösen Minderheiten ist Teil unserer Initiative zur Förderung der Demokratie in Pakistan. Das Dokument stellt unter Beweis, dass sich die Lage der religiösen Minderheiten verschlechtert hat und extremistische Tendenzen im Land zunehmen“, so Frau Sherry Rehman zum Fidesdienst in einem Kommentar zur Veröffentlichung des Berichts „A question of Faith“ (Eine Frage des Glaubens) des „Jinnah Institute“ mit Sitz in Karachi, das sich für die Demokratie und den Rechtsstaat in Pakistan einsetzt (vgl. Fidesdienst vom 06/06/2011). Sherry Rehman ist Vorsitzende des „Jinnah Institute“ und muslimische Abgeordnete der Regierungspartei Pakistan People’s Party.

 

In den vergangenen Monaten hatte sie einen Vorschlag für die Änderung des umstrittenen „Blasphemieparagraphen“ auf den Weg gebracht. In diesem Zusammenhang hatte sie Morddrohungen erhalten und viele Beobachter vermuten, dass sie sich heute nach Salman Taseer und Shahbaz Bhatti im Visier der Extremisten befindet.

 

Der Bericht, so Frau Rehman, „befasst sich mit zwei wesentlichen Fragen. Erstens: wird Pakistan auch künftig einen Teil seiner Bürger diskriminieren und die Augen vor der Verbreitung einer Kultur der Verrohung und Gewalt schließen? Zweitens: Wird die Mehrheit der Pakistanischen Bürger weiterhin die Diskriminierung und Verfolgung von Minderheiten tolerieren oder sich zu deren Komplizen machen? Diese Fragen sind von besonderer Bedeutung, nachdem im vergangenen Jahr ein starker Anstieg der Gewalt gegen Minderheiten und insbesondere gegen Christen und Ahmadi zu verzeichnen war.“

 

Die Untersuchung, so Frau Rehman weiter „dokumentiert Fälle und bezeugt besorgniserregende Phänomene, wie die Massengewalt gegen Gemeinden der religiösen Minderheiten, Übergriffe auf Kultstätten, Behinderung nichtmuslimischer Bürger bei der Suche nach Arbeits- und Studienplätzen, Zwangsbekehrungen von Frauen aus religiösen Minderheiten. Es gibt aber auch „Stimmen aus der Zivilgesellschaft die Gewalt und Unterdrückung anprangern und den Extremismus bekämpfen wollen“. „Das Jinnah Institute“, so Frau Rehman, „fordert gleiche Rechte für alle Bürger in Pakistan auf der Grundlage der demokratischen Vision unseres Staatsgründers Mohammad Ali Jinnah“. Der Staatsgründer Mohammad Ali Jinnah (1876-1948) war als „großer Staatsmann“ bekannt und in Pakistan sind sein Geburtstag und sein Todestag bis heute Nationalfeiertage. {Quelle: Fidesdienst – www.fides.org}

 

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