kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Das weite Netzwerk der kritischen Islamexperten 10. Juni 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:14

In Österreich gibt es eine Reihe von Persönlichkeiten, die als Islamexperten in die Öffentlichkeit drängen und Kritik an der Islamischen Glaubensgemeinschaft üben. Eine Vorstellung der wichtigsten Vertreter.

 

Ende der 1990er-Jahre arbeitete Anas Schakfeh, langjähriger Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), beim arabischen Dienst des ORF. In dieser Funktion lehnte er einen Bewerber ab – er hatte den entsprechenden Sprach- und Schreibtest nicht bestanden. „Es war einfach die schwache Grammatik“, erinnert sich Schakfeh heute. Dem Bewerber von damals hat diese Ablehnung offenbar nicht geschadet. Amer Albayati wird heute in Medien als Experte für Islam, Terror und arabische Politik herumgereicht. Seine Qualifikation dafür? Ein nicht abgeschlossenes Studium der Theaterwissenschaft in der ehemaligen DDR. Dennoch wird regelmäßig seine Expertise eingeholt, insbesondere von Medien, Blogs und Gruppierungen, die gemeinhin als islamkritisch gelten. Was ihn dort besonders attraktiv macht: seine offene Kritik an der IGGiÖ und deren (noch) amtierendem Präsidenten Anas Schakfeh. Als Sprecher der Initiative Liberaler Muslime Österreich (Ilmö) versuchte er zuletzt sogar, die Anerkennung als eigene Glaubensgemeinschaft zu erkämpfen. Und: Gemeinsam mit dem Wiener Akademikerbund präsentierte er ein sogenanntes „Wiener Integrationsmanifest“ – darin wurde unter anderem gefordert, dass Arbeitgeber Muslime diskriminieren dürfen sollen. Immerhin, am Ende distanzierte sich die Ilmö doch von dem Papier.

 

Kampf um „Halal“-Geschäft: Albayati ist nur einer von vielen sogenannten Islamexperten, die in die Medien drängen. Und die ihre Expertise nicht unbedingt aus einer fachlichen Qualifikation heraus begründen. Zu dieser Gruppe gehört auch Günther Ahmed Rusznak, ein Konvertit aus dem oberösterreichischen Traun und – so wie Albayati – erklärter Gegner von IGGiÖ und Anas Schakfeh. Er führte mit seinem Verein Islamisches Informations- und Dokumentationszentrum Österreich (IIDZ) zahlreiche Prozesse gegen die IGGiÖ, wollte sie sogar unter Kuratel stellen lassen. Daneben ist er im Geschäft mit „Halal“-Zertifikaten aktiv. Der Handel mit islamisch korrekten Lebensmitteln gilt als Wachstumsmarkt. In Österreich war die IGGiÖ exklusiv für diese Zertifizierungen zuständig – ehe Rusznak ein eigenes Zertifikat entwickelte. Und damit ins internationale Halal-Geschäft einstieg.

 

Seinen Kampf gegen die IGGiÖ führte er weiter. Unter anderem auch, weil ihm die Muslime-Vertretung die Mitgliedschaft verweigerte. „Er schimpfte, prozessierte viele Male gegen die Glaubensgemeinschaft“, sagt Integrationsbeauftragter Omar Al-Rawi, „und wollte zur gleichen Zeit eine formale Anerkennung als Muslim durch die Glaubensgemeinschaft haben“. Als Islamexpertin bezeichnet sich auch Elisabeth Sabaditsch-Wolff. Sie erlebte als Kind die islamische Revolution im Iran mit, für sie ein „verstörendes Erlebnis“. Das ist auch der Grund, warum die Diplomatentochter, die selbst eine diplomatische Ausbildung genoss, laufend Vorträge über die Gefahren einer Islamisierung Europas hält. Unter anderem hielt sie auch „Islam-Seminare“ für die Parteiakademie der FPÖ. Die brachten ihr im Februar 2011 eine erstinstanzliche Verurteilung wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“ ein – sie hatte den Propheten Mohammed der Pädophilie bezichtigt.

 

Star in islamkritischen Foren: Insbesondere in Onlineforen polemischer Islamkritik wird sie als Star gefeiert – so wurden ihr Verfahren und das entsprechende Urteil lang und breit thematisiert und kommentiert. Die ehemalige Botschaftsmitarbeiterin, die in mehreren arabischen Ländern tätig war, hat auch eine eigene Internetpräsenz namens „Mission Europa. Netzwerk Karl Martell“. Darauf ist sie bestrebt, eine paneuropäische Antwort auf die „Gefahr durch den Islam“ zu finden. Seit Neuestem scheint sie auch ihre Fühler in die westliche Hemisphäre auszustrecken. In aktuellen E-Mails finden sich Verweise auf „ACT! For America“ – eine Organisation, die von einer libanesischen Christin namens Brigitte Gabriel gegründet wurde. Auch sie wurde in jungen Jahren (durch den Libanesischen Bürgerkrieg) traumatisiert und ist heute ein Aktivposten der evangelikalen Rechten in den USA. Sabaditsch-Wolff ist aber auch außerhalb des Internets gut vernetzt. Unter anderem sitzt sie im Präsidium des Wiener Akademikerbundes.

 

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

www.initiativeliberalermuslime.org

www.halal-iidz.eu


missioneuropakmartell.wordpress.com

 

{Quelle: Die Presse – von Rusen Timur Aksak – 31.05.2011}

 

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