kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Abschied vom Club der toten Seelen 9. Juni 2011

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 00:04

Der Publizist Henryk M. Broder erinnert sich daran, wie die mitleidlosen Reaktionen der Intellektuellen auf den Terroranschlag in den USA vor zehn Jahren sein Bild von den Deutschen veränderte.

 

Im Großen und Ganzen ist mein Leben in Deutschland friedlich, beinah gemütlich verlaufen. Ich ging zu Schule, machte das Abitur, schrieb mich an der Uni ein, um meine Eltern ruhig zu stellen, besuchte Rockfestivals, nahm an Demos gegen Springer und den Vietnamkrieg teil und freute mich auf den Zusammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft. Und das würde ich heute noch tun, wenn nicht zwei Ereignisse dazwischen gekommen wären.

 

Das eine war die Entführung einer Air-France-Maschine mit 248 Passagieren an Bord Ende Juni 1976 auf dem Flug von Tel Aviv über Athen nach Paris durch palästinensische Terroristen und zwei Angehörige der deutschen „Revolutionären Zellen“. Kurz nach der erzwungenen Landung in Entebbe/Uganda wurden die nichtjüdischen Passagiere freigelassen, die jüdischen als Geiseln gefangen genommen. Wobei die deutschen „Genossen“ ihren palästinensischen Freunden halfen, indem sie anhand der Namen in den Pässen die Juden von den Nichtjuden separierten. Es war die erste „Selektion“ nach 1945.

 

Das Beste aber kam zum Schluss. Nachdem eine israelische Militäreinheit 103 der 107 Geiseln am 4. Juli befreit hatte – drei kamen bei der Aktion ums Leben, eine wurde in einem ugandischen Krankenhaus ermordet – protestieren linke revolutionäre Organisationen in Deutschland gegen die „Verletzung der Souveränität Ugandas“ – nicht durch die Entführer, sondern durch die israelische Kommandoaktion. Sie schickten Solidaritätsadressen an den damaligen ugandischen Präsidenten Idi Amin, in denen sie ihre Empörung über den israelischen „Piratenakt“ zum Ausdruck brachten.

 

Ich kam mir vor wie in einem Albtraum. Idi Amin war ein Schurke. Aber meine linken Freunde waren doch anständige Menschen. Wie konnten sie sich nur mit Antisemiten und Terroristen gemein machen? Sie konnten. Und sie fühlten sich wohl dabei. In jenen Tagen setzte bei mir ein Prozess der Entfremdung bei, den ich anfangs nicht wahrnehmen wollte. Ich bemühte mich, Gesprächen über das Thema Israel/Nahost/Palästinenser aus dem Weg zu gehen. Schaffte ich es, hatte ich einen Kloß im Hals, schaffte ich es nicht, konnte ich eine Freundschaft nach der anderen abhaken. Es dauerte immerhin vier Jahre, bis ich diesen Schwebezustand beendete und nach Jerusalem zog.

 

Das zweite Ereignis fiel genauso überraschend vom Himmel, 25 Jahre nach Entebbe. 9/11, der ultimative Albtraum. Während über Entebbe nur berichtet wurde, konnte man den Kollaps des zweiten Turms des World Trade Centers live und in Echtzeit erleben. Wie ein Formel-1-Rennen oder ein Konzert in der Berliner Waldbühne. Ich brauchte eine Weile, bis ich begriffen hatte, dass „es“ tatsächlich passiert war und die Szenen nicht aus einem neuen Katastrophenfilm von Roland Emmerich stammten.

 

Mein „Day After Tomorrow“ begann nur Stunden nach den Anschlägen. Ich saß in meiner Berliner Wohnung, schaute fern, hörte gleichzeitig Radio und hoffte auf den erlösenden Abspann: „Meine Damen und Herren, Sie sahen und hörten die Produktion ‚Krieg der Welten, Teil 2’…“ Aber er kam nicht. Stattdessen gab es im ersten Hörfunk-Programm des SFB, wie jeden Dienstag, die „Nachtgespräche mit Eugen Drewermann“, dem Moraltheologen, der sich sogar schon mit dem Papst angelegt hatte. Er sei, sagte der Querdenker aus Paderborn, „gelähmt von Trauer, Entsetzen, Empörung, Wut, Hilflosigkeit“ angesichts einer „Dimension des Terrors, die es noch nie gegeben hat“. Um gleich darauf seine Zuhörer „an Hiroshima“ zu erinnern, „als man mit einer einzigen Bombe am 6. August über 100 000 Menschen getötet hat“, und an Nagasaki, wo es drei Tage später „80.000 Tote in einer einzigen Sekunde“ gab, „mit all den Folgen, und offensichtlich haben wir aus den Gräueln nichts gelernt, ganz im Gegenteil, immer nur noch furchtbarer, noch skrupelloser, die Waffen noch systematischer, barbarischer, grausamer, aber das im Namen einer scheinbar geordneten staatlichen Legitimation“.

 

Und schon hatte Drewermann nicht nur seine Lähmung überwunden, sondern auch den Übergang geschafft – von dem Verbrechen an den Amerikanern, das gerade eben geschehen war, zu den Verbrechen der Amerikaner, die 9/11 vorausgegangen waren. Denn das war es, worüber sich seine Zuhörer mit ihm unterhalten wollten. Der Terror, erklärte Drewermann den Zusammenhang, sei „die Ersatzsprache der Gewalt, weil berechtigte Anliegen nicht gehört wurden, es ist die Sprache der Ohnmächtigen, der Selbstmörder, aber das hat eskaliert; parallel zu der Art, wie die Großen Krieg führen, beginnen offensichtlich die Kleinen, Krieg zu führen“.

 

Den Menschen, die sich aus dem WTC in die Tiefe gestürzt hatten, wäre es sicher ein Trost gewesen, wenn sie vor dem Aufprall noch erfahren hätten, dass irgend jemand, dessen berechtigte Anliegen nicht gehört wurden, in der „Ersatzsprache der Gewalt“ mit ihnen zu kommunizieren versuchte. Drewermann schaffte es innerhalb weniger Minuten, unterstützt vom Moderator der Sendung, die Dinge auf den Kopf zu stellen. Aus Tätern wurden Opfer, aus Opfern Täter. Die Botschaft kam an. Eine Zuhörerin nahm den Faden auf. „Die Amerikaner haben es ein bisschen zurückbekommen“, und wenn sie „heute Nacht oder wann immer zurückschlagen, dann müssen sie sich nicht wundern, dass es dann immer weiter eskalieren wird, die ganze Situation“.

 

Zu der Eskalation kam es tatsächlich, aber nicht irgendwo in den afghanischen Bergen oder irakischen Wüsten, sondern mitten in Berlin. Am 13. September, zwei Tage nach den Anschlägen, lud die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur zusammen mit der Akademie der Künste zu einer Diskussion in das Haus der Kulturen der Welt ein. Thema: „Terror-Gefahren für das Zusammenleben der Kulturen“ in einer globalisierten Welt. „Alle Berliner und Berlinerinnen“ waren herzlich eingeladen, „angesichts der verheerenden Anschläge in den USA und den daraus resultierenden Verunsicherungen“ an einem öffentlichen Gespräch mit „WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen“ teilzunehmen. Die Veranstaltung wurde zu einem Tribunal – nicht über den Terror, der das Zusammenleben der Kulturen gefährdet, sondern über die USA, den Verursacher des Terrors.

 

Die damalige Berliner Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Adrienne Goehler, eröffnete die Diskussion mit der Feststellung, es habe eine „Attacke auch auf unsere Sinne und unsere Selbstverständlichkeiten“ stattgefunden. „Wir stehen vor einer Situation der Sündenbockbildung, die eine ganze Religion, einen ganzen Erdteil möglicherweise in Diskreditierung bringt.“ Die Berliner Kultursenatorin machte sich keine Gedanken über die Opfer des Anschlags, sie sorgte sich um das Ansehen der Religion, in deren Namen die Täter gehandelt hatten. „Was mir am meisten Angst macht“, gestand Wolfgang Benz, Historiker und Direktor des Instituts für Antisemitismusforschung an der TU, „das ist die Martialität der Selbstgerechten, die jetzt die Zivilisation im Munde führen, um drastische Maßnahmen propagieren zu können.“ Benz‘ Kollege Werner Schiffauer, Islamwissenschaftler an der Viadrina- Universität in Frankfurt an der Oder, meinte, die Anschläge vom 11. September seien „vergleichbar mit Pearl Harbor, nur da ist niemand, der offiziell den Krieg erklärt. Es gibt keine Gruppe, die sich dazu bekennt, die sagt, wir sind verantwortlich …“ Der Hinweis auf Pearl Harbor enthielt eine versteckte Botschaft. Im Milieu der Verschwörungstheoretiker gilt es als ausgemacht, dass die USA die Japaner zum Angriff auf Pearl Harbor provoziert bzw. verleitet haben, um daraufhin den Japanern den Krieg erklären zu können. So wie 9/11 nur ein Vorwand war, um Afghanistan und den Irak zu überfallen. Adrienne Goehler, die Berliner Kultursenatorin, beließ es nicht bei Andeutungen: „Ich halte diesen Akt nicht für einen Akt von Verzweifelten oder Unterdrückten, sondern dieser Akt war das Ergebnis einer durch und durch kalten und berechnenden Logik eines hochprofessionellen Geheimdienstes und/oder Militärapparats“.

 

Höhepunkt der Debatte im Haus der Kulturen der Welt war ein akademisches Geplänkel zwischen Adrienne Goehler und Wolfgang Benz. Nachdem die Kultursenatorin darauf hingewiesen hatte, sie sei „ja von Hause aus Psychologin“, erklärte sie die symbolische Bedeutung der beiden Türme. „Natürlich steht dieses World Trade Center nicht etwa für eine Zivilgesellschaft, sondern es sind die schlechthinnigen Symbole für Globalisierung, für Kapitalismus, für Weltmacht. Es ist ein Weltmachtsymbol, und dieses Symbol wurde angegriffen“. Dabei übersah sie etwas, worauf sie dann wenig später Wolfgang Benz aufmerksam machte: „Wenn Sie erlauben, ich kann mich doch nicht ganz zurückhalten, ohne Ihnen, Frau Goehler, ins erlernte Handwerk pfuschen zu wollen, die Symbolik der Türme …“ Goehler: „Der Historiker gegen die Psychologin …“ Benz: „Das sind ja auch noch …“ Doch Goehler war schneller: „Auch noch phallisch, das hab ich vergessen zu sagen!“ – worauf ein heftiger Lacher im Saal die humoreske Ejaculatio praecox abschloss.

 

Wer immer an diesem Abend die Gelegenheit bekam, sich intellektuell und moralisch zu entleiben, er nutzte sie. 48 Stunden nach einem Anschlag, bei dem fast 3000 Menschen pulverisiert wurden, saß in Berlin eine Runde großer Geister zu Gericht über die Opfer eines Massenmordes. Das Urteil fiel eindeutig aus: Schuldig wegen Kollaboration mit dem Imperialismus, dem Kapitalismus und der Globalisierung. Erstaunlicher noch als die völlige Abwesenheit jeden Mitgefühls war die Gewissheit, mit der das Volksgericht zur Tat schritt.

 

Deutsche Intellektuelle, die sonst bei jeder Gelegenheit „Empathie“ einfordern, sich um „Differenzierungen“ bemühen und niemand unter „Generalverdacht“ stellen möchten, zeigten sich völlig unberührt vom Schicksal der Menschen, von denen nur ein paar verkohlte Fasern übrig geblieben waren. „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ war die Losung jener Tage in Kreisen der Friedensbewegung. 9/11 war für sie die Bestätigung, dass man sich mit Terroristen besser nicht anlegen, sondern beizeiten vor ihnen kapitulieren sollte.

 

Das war auch die Überzeugung der intellektuellen Schrittmacher, von Gaus bis Grass, von Theweleit bis Schorlemmer, von Joop bis Willemsen, die ihre klammheimliche Freude darüber, dass es endlich mal die Amis erwischt hatte, die seit 1865 keinen Krieg mehr auf eigenem Boden führen mussten, als Beweis moralischer Überlegenheit vermarkteten. Mitte Januar 2002, also vier Monate nach 9/11, gab Peter Sloterdijk der „Welt am Sonntag“ ein Interview, in dem er unter anderem sagte: „Man kann als Intellektueller nicht behaupten, dass man im Rückblick auf das 20. Jahrhundert durch einen Zwischenfall in amerikanischen Hochhäusern plötzlich aus einem dogmatischen Schlummer erwacht ist. Ich glaube, die Katastrophenlandschaft des 20. Jahrhunderts einigermaßen zu überblicken. Der 11. September gehört da eher zu den schwer wahrnehmbaren Kleinzwischenfällen.“ Ein Großzwischenfall wäre 9/11 wohl nur gewesen, wenn es auch Sloterdijk erwischt hätte.

 

Ich saß damals meistens zu Hause und versuchte, den Irrsinn, der um mich herum tobte, so vollständig wie möglich zu protokollieren. Ich musste an Oskar Panizza denken („Der Wahnsinn, wenn er epidemisch wird, heißt Vernunft“) und an Simon Dubnow, der seinen Mitgefangenen im Ghetto von Riga am Ende zurief: „Schreibt alles auf!“ Ich hatte es bequemer. Ich brauchte nur Zeitungen zu lesen, fern zu sehen und Radio zu hören und ab und an einer Diskussionsrunde teilzunehmen.

 

War Entebbe der Anlass, mich von meinen linken Freunden zu verabschieden, so hatte 9/11 weiter reichende Konsequenzen. Ich glaube seitdem nicht mehr, dass die Deutschen etwas aus ihrer Geschichte gelernt haben, außer, dass es für sie am günstigsten ist, sich aus der Geschichte rauszuhalten. Aus dem Volk ohne Raum wurde ein Volk ohne Rückgrat. Eine WG, in der darüber diskutiert wird, ob man sich über den Tod eines Massenmörders freuen darf, hat nicht alle Tassen im Schrank; ein Volk aber, das solchen Schabernack treibt, hat sich politisch und moralisch aufgegeben, ein Club der toten Seelen, getrieben vom Willen zur Ohnmacht. Alles, was es zu seinem Glück braucht, findet es bei OBI. Und wenn es mal auf die Barrikaden geht, dann nur, um den Abriss eines hässlichen Bahnhofs zu verhindern. Wolfgang Pohrt hat recht: „Früher haben die Deutschen der Welt den Krieg erklärt, heute erklären sie ihr den Frieden.“ Schwer zu sagen, was langfristig schlimmer ist.

Die Welt – Autor: broder

 

9 Responses to “Abschied vom Club der toten Seelen”

  1. Bazillus Says:

    Diesem Artikel kann nichts Sinnvolles mehr hinzugefügt werden. Danke, Herr Broder. Sie haben in der schweigenden Mehrheit der Deutschen ein Volk ohne Rückgrat, einen Club der toten Seelen, erkannt. Dafür gebührt Ihnen aufrichtiger Dank. Leider, aber es stimmt. Die deutsche Bevölkerung fühlt sich wohl in der linken Bevormundung, denn sonst würde anders gewählt.

  2. Abdullah Says:

    Dieser Herr Broder ist ein unsympathischer zionistischer Hetzer, für den auch nur die leiseste Kritik an Israel es sofort der „Antisemitismus“ ist. Er verfolgt niemals die Interessen der Deutschen, sondern nur die seinesgleichen.

  3. Methusalem969 Says:

    Es is Pfingsten — und der Heiliger Geist ist in der Luft — wo der Heileger Geist abwesend ist, herrscht der Teufel. Bei den Linken, Islamisten, und meisten Politikern hat der Satan das Sagen — weil der Heiliger Geist so weit fern von ihnen ist, haben sie keine andere Wahl, als alle zusammen zu arbeiten — natürlich, gegen den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Arme Leute!

  4. Johannes Says:

    Du Diener Allahs, Abdallah, Du hast nur eine Chance und die nutze: Wende Dich dem HERRN dieser Welt, JESUS, zu! Nur dann wirst Du gerettet werden. Dein Götze Allah ist ein „Listenschmied“, der Dich in die Irre geführt hat. Ein Irrweg, der in die Hölle führt!

    • Abdullah Says:

      Wenn Allah mich irreführen will, kann ich ihn ja nicht daran hindern. Was aber soll ich denn mit dem Propheten Jesus (s.), der auch nur ein Mensch und selbst ein Diener von Allah ist ? Er kann mir nicht helfen. Nur Allah allein kann rechtleiten und helfen.

      Die Trinität ist eine Lüge und Menschen, die daran glauben, sind nach der Offenbarung des Koran als Ungläubige definiert. Die Christen haben aus dem Propheten Jesus (s. ) einen Götzen gemacht. In der christlichen Glaubenspraxis, vor allem der Kopten und sonstigen „Orthodoxen“, werden Figuren, die diesen Propheten darstellen sollen angebetet, Ikonen werden geküsst und irgendwelche „Heiligen“ verehrt. Ähnliches lässt sich auch im götzendienerischen Hinduismus und sonstigen polytheistischen Religionen finden. Ihr Christen habt Euch im Endeffekt den Satan als Herrn genommen.

      • *G.-K.* Says:

        Abdullah!l
        Letzendlich wird jeder nach dem Tod—wahrnehmen wo er steht bei Gott im licht—oder?
        im dunklen-?oder wo er selbst `sich hinbeförderte wie er es sich verdiente!
        Aber man sollte Gewissen erforschen und prüfen wer mich lenkt????Jeder Geist findet zum Licht wenn er es nur zuläßt.
        Jeder ist sich seines Himmels Schmid.

  5. *G.-K.* Says:

    Jeder ist sich seines Himmels Schmid.

    Sorry Tippfehler:sollte heissen Schmied!

  6. „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.“

    Jesus von Nazareth

    Der Glaube ist die Hoffnung, ihn eines Tages durch Wissen ersetzen zu können. Entartet er zum Selbstzweck (Fundamentalismus), wird nicht mehr nach der Wahrheit gesucht und die Fundamentalisten wollen sie gar nicht mehr hören:

    „Der Herr sagte: Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen.“

    (nicht in der Bibel zu finden)

    Wie wir alle wissen, sind selbstverständlicher, allgemeiner Wohlstand und der Weltfrieden (noch) nicht die Unsrigen, obwohl die Überwindung von Massenarmut und Krieg in dem ersten Zitat bereits erklärt wird. Die wahre Bedeutung wird offensichtlich, wenn wir es mit dem folgenden Zitat aus dem bis heute unwiderlegten (alle „Gegenargumente“ basieren auf Vorurteilen und Denkfehlern), makroökonomischen Grundlagenwerk „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ aus dem Jahr 1916 vergleichen:

    „Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut.“

    Silvio Gesell

    Die Aussagen von wahren Genies bleiben für gewöhnliche Menschen (Fundamentalisten) unverständlich, und selbst den Gelehrten und ernsthaften Studenten können sie nur mit Mühe sinnhaftig werden.

    „The greatest tragedy in mankind’s entire history may be the hijacking of morality by religion.“

    Arthur C. Clarke

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
    http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s