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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Schwere Verbrennungen dementiert: Salehs Zustand nach OP stabil 8. Juni 2011

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 23:09

Saudi-Arabien und Jemen weisen Spekulationen über schwere Verbrennungen des jemenitischen Präsidenten Saleh zurück. Sein Zustand habe sich nach einer Operation, bei der ihm ein Splitter in Herznähe entfernt wurde, stabilisiert.

 

Der bei einem Anschlag verletzte jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh ist auf dem Wege der Besserung. Ein Sprecher der Gesundheitsbehörden in Riad, wo Saleh behandelt wird, sagte, sein Zustand habe sich stabilisiert. Der Sprecher dementierte Berichte aus den USA, wonach Saleh schwere Verbrennungen und eine Schädigung der Lunge erlitten haben soll. Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete, Saleh habe am Mittwoch die Intensivstation verlassen können. Jemens Staatschef hatte am Freitag bei einem Granatenangriff auf den Präsidentenpalast Verbrennungen an Gesicht, Händen und anderen Körperteilen erlitten. Tags darauf wurde er zur medizinischen Behandlung in die saudiarabische Hauptstadt Riad gebracht.

 

 

Splitter operativ entfernt: Die saudiarabische Zeitung „El Watan“ zitierte eine Quelle in jemenitischen Diplomatenkreisen, wonach Saleh weiter intensivmedizinisch behandelt wird. „Sein Leben war in großer Gefahr wegen eines Splitters, der zwei Tage lang nahe seines Herzes im Körper steckte“, fügte der Informant hinzu. Der Splitter wurde demnach inzwischen entfernt. Der Quelle zufolge hatte es Saleh vor schlimmeren Verletzungen bewahrt, dass er während des Angriffs zum Gebet gekniet habe. Der Diplomat sagte weiter,  Saleh sei nach der Operation bei guter Gesundheit. Er könne sprechen und auf einem Stuhl sitzen. Es gehe ihm besser als den anderen Verletzten. Eine weitere Operation sei wahrscheinlich nicht nötig. Dagegen hatten Vertreter der USA und des Jemens am Dienstag von einer ernsteren Lage berichtet. Demnach erlitt Saleh bei dem Angriff am Freitag Verbrennungen an etwa 40 Prozent seines Körpers. Bei dem Angriff auf den Palast des 69-Jährigen in Sanaa kamen sieben Menschen ums Leben. Hochrangige Mitarbeiter und Berater wurden verletzt.

 

 

Waffenstillstand in Sanaa hält: In der Hauptstadt Sanaa wurde ein Waffenstillstand eingehalten. Seit fünf Monaten fordern Demonstranten im Jemen überwiegend friedlich ein Ende der seit beinahe 33 Jahren währenden Herrschaft Salehs. Zuletzt kam es aber vor allem in der Hauptstadt Sanaa zu schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und rivalisierenden Clans mit Hunderten Toten. Viele Demonstranten fordern, dass Saleh aus Saudi-Arabien nicht mehr in dem Jemen zurückkehren solle.

 

 

Opposition offenbar zerstritten: Inzwischen tun sich in dem Land neue Gräben zwischen den verschiedenen Oppositionsgruppen auf. Augenzeugen berichteten, in Sanaa hätten Soldaten in Uniformen der von Salehs Gegner General Ali Mohsen al-Ahmar geleiteten 1. Brigade auf Demonstranten geschossen und sie mit Knüppeln geschlagen. Die Demonstranten reagierten überrascht, weil sich der General zuvor mit ihnen solidarisiert hatte. Einige von ihnen vermuteten, die Angreifer hätten sich illegal Uniformen dieser Einheit beschafft. Andere Demonstranten warfen den Protestierenden, die mit der islamistischen Islah-Partei sympathisieren, vor zu versuchen, sie in dieser entscheidenden Übergangsphase an den Rand zu drängen.

 

 

Aus Diplomatenkreisen in Riad hieß es, die saudische Führung wolle, dass Saleh den Vorschlag der Golfstaaten für einen friedlichen Machtwechsel unterzeichne. Dieser Vorschlag sichert Saleh Straffreiheit zu, falls er zurücktritt und die Amtsgeschäfte für eine Übergangszeit seinem Stellvertreter übergibt. Der Präsident, der in Sanaa seit 1978 an der Macht ist, hatte diesen Vorschlag, der als Kompromiss zwischen ihm und der Protestbewegung gedacht war, zunächst nicht unterschreiben wollen. {Quelle. www.n-tv.de}

 

  

 

Jemenitischer Präsident in Saudi-Arabien

 

 

Saleh zu medizinischer Behandlung in Riad – Waffenruhe in Jemen

Der bei einem Anschlag verletzte jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh ist nach Angaben des saudischen Königshauses am Samstagabend zur medizinischen Behandlung nach Saudi-Arabien gereist.

«Der jemenitische Präsident ist zusammen mit anderen verletzten Beamten und Zivilisten in der Hauptstadt Riad eingetroffen», teilte das Königshaus mit. Saleh sei sofort zur medizinischen Behandlung ins Militärspital gebracht worden, sagte ein Behördenvertreter in Riad der Nachrichtenagentur AFP. Der jemenitische Präsident wolle nach der Behandlung in sein Land zurückkehren und an der Macht bleiben, betonte der Behördenvertreter, der anonym bleiben wollte.

 

Der Vizepräsident übernimmt die Amtsgeschäfte: Der US-Nachrichtensender CNN zitierte den jemenitischen Regierungssprecher Abdu Ganadi mit der Aussage, dass Salehs Stellvertreter Abed Rabbo Mansur Hadi die Amtsgeschäfte des Präsidenten übernommen habe. Im arabischen Nachrichtensender Al-Jazira hiess es überdies, Abed Rabbo Mansur Hadi habe auch die Funktion des Oberkommandierenden der Streitkräfte übernommen.

 

Unklare Verletzungen: Saleh war nach Regierungsangaben während des Freitagsgebets bei einem Granatenangriff auf den Präsidentenpalast verletzt worden. Dabei wurden elf Menschen getötet und über hundert verletzt. Seither waren die Spekulationen über Salehs Gesundheitszustand und Aufenthaltsort nicht abgerissen. Zuerst verlautete aus Regierungskreisen, dass der Präsident nur leichte Verletzungen am Kopf davongetragen habe. Später wandte sich der Verletzte aber nur mit einer Audiobotschaft an sein Volk. Er sei wohlauf und es gehe ihm gut, sagte Saleh. Allerdings war deutlich zu hören, dass er schleppend sprach und schwer atmete. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters verliess Saleh das Flugzeug in Riad gehend, hatte jedoch deutlich sichtbare Wunden an Hals, Kopf und Gesicht. Der britische Rundfunksender BBC berichtete hingegen unter Berufung auf Regierungskreise, in der Herzgegend des 69-Jährigen Saleh stecke ein 7,6 Zentimeter langes Schrapnell.

 

Machtkampf: Gegen Saleh, der seit fast 33 Jahren herrscht, gibt es im Jemen seit vier Monaten anhaltende Proteste. Die Demonstranten forderten bis vor einer Woche friedlich den Rücktritt des Staatschefs. In den vergangenen Tagen war der Machtkampf zwischen Saleh und einflussreichen Gegnern aus seinem eigenen Haschid-Stamm eskaliert. Nach dem Anschlag vom Freitag hatten Gefolgsleute des Präsidenten Granaten auf das Haus des Oppositionspolitikers Hamid al-Ahmar abgefeuert. Wie Reuters in Riad erfuhr, hat Saudi-Arabien inzwischen einen Waffenstillstand zwischen rivalisierenden Stämmen und der jemenitischen Regierung vermittelt. Offenbar hielten sich die Konfliktparteien daran. In den Strassen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa herrschte bei Einbruch der Nacht Ruhe. {Quelle. www.nzz.ch}

 

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