kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Warum hassen die Europäer ihre eigene Kultur? 7. Juni 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 00:14

Ex-EU-Kommissar Frits Bolkestein:

„Multi-Kulti“ ist eine Folge christlicher Selbstgeißelung

 

New York (kath.net/idea): Europa hat den Glauben an die eigene christlich geprägte Zivilisation verloren. Das ist der Hauptgrund für eine Multi-Kulti-Politik, die inzwischen von Staatslenkern wie Angela Merkel, Nicolas Sarkozy (Frankreich) und David Cameron (Großbritannien) als gescheitert angesehen wird. Wie der niederländische liberale Politiker und frühere EU-Kommissar Frits Bolkestein in der Zeitung Wall Street Journal (New York) weiter schreibt, sei die europäische Kultur tief vom Christentum geprägt.

Aber der „Selbsthass“ der Europäer führe dazu, dass sie nicht mehr für die eigene Kultur einträten, so der 78-Jährige. Das habe geistliche Ursachen.

 

Das Christentum sei eine „Schuld-Kultur“. Früher sei jedoch die Lehre von Sündenbekenntnis und Vergebung noch lebendig gewesen. Heute sei das nicht mehr der Fall, und daher arte die Tugend der Selbstprüfung und Selbstkritik oft in Selbstgeißelung aus.

 

So akzeptierten viele Europäer bereitwillig die These, dass die Unterentwicklung Afrikas allein Folge des Kolonialismus sei. Die heutige Verfolgung christlicher Minderheiten in Ländern wie Syrien, Irak, Pakistan und Somalia mache kaum Schlagzeilen. Als Folge fühlten sich die dortigen Christen verlassen. In Westeuropa nähmen Christen aus Rücksicht auf andere Religionen Abschied von ihren eigenen Traditionen. So habe die Stadtverwaltung von Oxford (England) beschlossen, Weihnachten durch ein „Winter-Lichtfest“ zu ersetzen.

 

Gaddafi im UN-Menschenrechtsrat

 

Die Auswirkungen des europäischen Selbsthasses seien rund um den Globus zu spüren. Andere Kulturen setzten ihn gegen Europa ein. So habe es eine „automatische Mehrheit“ in den Vereinten Nationen darauf abgesehen, Europa und Israel zu züchtigen. Der UN-Menschenrechtsrat habe den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi aufgenommen; dieser dürfe damit die Einhaltung der Bürgerrechte in anderen Staaten bewerten. Es sei gut, so Bolkestein, wenn jetzt einige wenige europäische Spitzenpolitiker versuchten, den „langsamen kulturellen Abstieg“ umzukehren: „Wenn Europa wieder auf seine klassischen Werte stolz sein kann, dann wird es dem Kontinent und der Welt besser gehen.“ {Quelle: www.kath.net}

 

 

Christlich-Islamischer Dialog

Wir sagen „Ja“ zu religiöser und kultureller Vielfalt

 

Das Minarett-Verbot in der Schweiz und die Reaktionen darauf in Deutschland haben es wieder gezeigt: Der Dialog von Muslimen und Christen ist dringend angesagt. Dass auch hierzulande Alteingesessene Sorge haben vor einer „Überfremdung“ durch die Lebensart und religiöse Ausdrucksweise zugewanderter Muslime, ist ernst zu nehmen. Zu einer Verbesserung der Lage kann aber keinesfalls das Verbieten, Zurückdrängen oder Ignorieren unserer multikulturellen Realität beitragen – das Mittelalter mit seiner „Ideal“-Vorstellung einer religiös-politisch-kulturellen Einheitlichkeit der Gesellschaft ist schon lange vorbei, und die Zerstörung der Synagogen 1938 sollte uns ein für allemal das Bewusstsein dafür geschärft haben, dass wir den Anfängen der Diskriminierung einer religiösen Minderheit wehren müssen!

 

Nachdem die Muslime viele Jahre lang zurückgezogen und nach außen kaum sichtbar ihr Gebets- und Gemeindeleben gepflegt haben, treten sie nun mehr und mehr in die Öffentlichkeit – mit der Verschönerung und Vergrößerung ihrer Moscheen und mit der freundlichen Einladung an uns, sie z.B. am „Tag der offenen Moschee“ oder beim Fastenbrechen im Ramadan kennen zu lernen.

 

So haben wir in Siegen uns seit einigen Jahren im Dialog geübt. Gemeindegruppen, Studierende der Universität, Lehrerinnen und Lehrer, Pfarrerinnen und Pfarrer, Politikerinnen und Politiker waren zu Besuch in den Moscheen oder haben muslimische Gäste empfangen. Wir „Religiösen“ haben uns gegenseitig von unserem Glauben erzählt und einander unsere Gotteshäuser gezeigt und erklärt. Wir haben über die Chancen und über die Probleme des Zusammenlebens gesprochen und gemeinsame Projekte ins Werk gesetzt. Ein wichtiger Motor ist dabei der „Runde Tisch der Religionen“, an dem verschiedene islamische Vereine, die evangelische und die katholische Kirche, die christlich-jüdische Gesellschaft, die Universität und über den Integrationsrat der Stadt auch die Politik beteiligt sind.

 

Miteinander sprechen bedeutet nicht, dass man sich sofort in allem einig ist! Manchmal wird bei einer solchen Begegnung erst einmal die Unterschiedlichkeit der Kulturen so richtig deutlich. Auch die Erfahrung der Fremdheit gehört zum Dialog und die Erkenntnis, dass jeder von uns ganz schön gefordert ist, wenn es um Respekt und Toleranz, um Verständnis für den anderen und um die Klärung der eigenen Position geht. Andererseits haben wir auch schon viel Bereicherung erfahren, Neues kennen gelernt und manches Vorurteil relativieren können – Menschen der anderen Gruppe persönlich kennen zu lernen und ein Stück Weges miteinander zu gehen, öffnet einem Herz und Verstand und lässt einen die Dinge plötzlich ganz anders sehen: Hier ist keiner, der mich bedroht oder „überfremdet“. Hier ist ein Mensch, der wie du und ich in Frieden und Anstand leben und seinen Kindern eine ebensolche Zukunft ermöglichen will.

 

Auf diesem Weg wollen wir weiter gehen und als evangelische Christen zu einem guten, respektvollen Zusammenleben in unserer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft beitragen. Dabei sind wir uns unseres eigenen Glaubens ganz gewiss – ja, Jesus Christus ist uns selbst vorangegangen und hat uns ein leuchtendes Beispiel vor Augen gestellt (Lukas 10, 25-37).

 

3 Responses to “Warum hassen die Europäer ihre eigene Kultur?”

  1. Wolf Says:

    Warum hassen die Europäer ihre Kultur?…..Ja, weil man es ihnen aberzogen hat zu ihren Wurzeln zu stehen und ihre Kultur zu leben und zu pflegen.
    Hier in Deutschland hat die linke Szene mit Beginn der 68´er Studentenrevolten ganze Arbeit geleistet. Leider hat deren gedankliches grundmodell auch in den Köpfen sogenannten „Volksparteien“ fußgefasst. Die Rot/Grünen Volks- und Deutschkulturfeinde haben die öffentliche Meinung dermaßen im Griff, daß jeder der sich zu seiner Kultur (es sei denn er ist Moslem) und Nationalität bekennt, sofort als Rechtsradikaler diffamiert wird.
    Die Rot/Grünen haben die Abschaffung Deutschlands sorgfältig vorbereitet und werden nicht eher nachgeben, ehe sie ihr Ziel erreicht haben.
    Ich fordere alle vernünftigen Menschen auf, sich diesen „Totengräbern“ der deutschen Kultur entgegenzustellen. Man muß ihre Ziele entblößen und öffentlich bekanntmachen, damit selbst der einfältigste Wähler noch begreift, in welcher Gefahr wir uns befinden.

  2. Johannes Says:

    Die Antwort von „Wolf“ ist mir zu dünn! Besonders die Deutschen haben schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts einen Hang zum Sozialismus. Dabei ist es ziemlich gleichgütig, ob dieser rot oder braun gefärbt ist. Beide Farben fischen aus dem gleichen trüben Sumpf. Beide Diktaturen, Kommunismus und Nationalsozialismus waren dem Bürgertum recht, das dem Obrigkeitsstaat gedient hatte und zu feige war. Deshalb hat es in Deutschland auch nie eine wirkliche Revolution gegeben.

    Nach dem II. Weltkrieg sind wir nicht von irgendwem „erzogen“ worden, sondern haben nach dem Wiederaufbau versäumt, aus der uns von den Amerikanern geschenkten Freiheit, eine wirklich freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung zu schaffen, in der persönliche Freiheit und Verantwortung dem gesamten Staat dienen. Fehler, wie das unzureichende Wahlrecht und -verfahren, die Aufteilung des Landes in Bundesländer und Bundesländchen hätten schon längst verfassungsmäßig geändert werden müssen. Dazu gehören auch ein einheitliches Schulsystem, ein Innenministerium und der eineitliche Staatsschutz- im positiven Sinne gemeint. Auch hier zeigen uns die Amerikaner, wo es langgehen müsste etc. etc.

    Wer diese Demokratie beseitigen will (rechte und linke „Sozialisten“, Mohammedaner) müssen den Widerstand des Volkes und der Politik zu spüren bekommen. So lange wir aber weiterhin nach dem Motto leben „Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral“, wird sich in naher Zukunft kaum etwas ändern – wenn überhaupt.

    • Wolf Says:

      Das uns die Amerikaner die Freiheit geschenkt haben kann man doch wirklich nicht sagen. Die von den Allierten uns auferlegte Nachkriegsordnung ist nicht unsere Freiheit, sondern gehörte zum Kalkül der Weltmacht USA, die für ihre Zwecke ihre Vasallenstaaten brauchte.
      Vergessen sollte man auch nicht die Straftaten der sogenannten amerikanischen „Befreier“. Dem US-Geheimdienst sind im Nachkriegsdeutschland durch Folterungen etliche Menschen zum Opfer gefallen. Diese Methoden sind bei den so vorbildlichen Amerikanern immer noch in Mode ( z.b. Guantanamo- Waterbording ).

      Uns wurde unsere Kultur und das nationale Identitätsgefühl tatsächlich im Nachkriegsdeutschland aberzogen und das mit System.
      Die treibenden Kräfte formierten sich aus den Reihen der 68´er Revoluzzer, worin auch die RAF- Terroristen ihre Wurzeln hatten.
      Alles was an preussische Tugenden erinnerte, wurde mit allen Mitteln bekämpft und wird es noch heute. Die Früchte einer dadurch zerstörten Gesellschaft ernten wir jetzt. Drogen, sexuelle Ausuferung, Abtreibungswahn, steigende Gewaltbereitschaft, Moralzerfall, Gender-Irrsinn, man könnte die Aufzählung beliebig fortsetzen.
      Erkennen wir, wer die wahren Feinde unserer freiheitlichen Demokratie und unserer christlich abendländischen Kultur sind, das sind die Herrschaften von Rot/Grün, die auch das Christentum destabilisieren und der Islamisierung zum Sieg verhelfen wollen.


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