kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

WANN KOMMT UNSER HERR? 7. Juni 2011

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 01:51

Ich schreibe Euch diesen Artikel, weil die Offenbarung eines meiner Lieblingsbücher ist. Ich stelle mir öfters mal die Frage, die mir durch die Seele geht: Warum ist der Herr eigentlich noch nicht gekommen“? Wir als lebendige Christen warten schon sehr lange auf den Herrn und immer noch stellen wir fest, dass das Werk Gottes noch nicht vollendet ist. Was sagt die Heilige Schrift zu meiner obigen Frage?

 

Es gibt viele Hinweise, die der Herr gegeben hat, in den Briefen der Apostel steht manches.  Diesen Hinweisen zufolge müssen wir davon ausgehen, dass wir nicht ausrechnen können, wann der Herr kommt.  Man kann kein Datum festlegen. Das haben damals schon die Apostel deutlich gemacht: Das liegt in der Hand des Herrn und er wird seinen Sohn senden. Er kommt wie ein Dieb in der Nacht, so plötzlich, so unerwartet.

 

Einen deutlichen Hinweis finden wir in der Offenbarung: „Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der gleich war einem Menschensohn“. Wir erkennen darin Jesus Christus, der eine goldene Krone auf dem Haupt hat und eine scharfe Sichel in der Hand. „Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß“, dem Sohn Gottes, „mit großer Stimme zu: Setze deine Sichel an und ernte; denn die Zeit zu ernten ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist reif geworden“.

 

Dies ist der Schlüssel zur Beantwortung meiner Frage: Der Herr kommt dann, wenn die Ernte reif ist. Die Schlussfolgerung ist also die: Wenn der Herr noch nicht gekommen ist, dann mangelt es noch an der Reife. Die Reife ist dann erreicht, wenn viel Vertrauen in den Herrn untern den Gotteskindern vorhanden ist. Es hört sich einfach an: Vertrauen in den Herrn!

 

Aber das Vertrauen in den Herrn zeigt sich gerade dann, wenn es nicht einfach ist: Wenn Schwierigkeiten kommen, wenn Nöte auftreten, wenn Leid da ist, und schon hört man da und dort von Verlust des Vertrauens;  man fragt sich etwa: Warum hat der liebe Gott das zugelassen? Warum muss denn dies und jenes auch noch sein? Wir sind alle nicht frei von diesen Gedanken. Aber Vertrauen in den Herrn bedeutet, dass man ihm grenzenlos vertraut, dass man auch unter schwierigen Verhältnissen alles in seine Hand legt. Darin können wir noch reifen.

 

Ich muss bei diesen Gedanken an die orientalischen Christen  denken, die sehr viel Vertrauen in den Herrn haben und einen starken Glauben haben müssen, um ihre schwierige Lebenssituation zu meistern. Der nächste Punkt, worin wir reifen können,  ist die Liebe untereinander. Ich erinnere an jenes Wort des Apostels Paulus: „Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit“.

 

Darin können wir noch wachsen. Liebe untereinander führt hin zur Reife. Liebe untereinander fängt mit ganz einfachen Dingen an: dass wir Verständnis haben füreinander und dass wir offen miteinander umgehen;  dass wir nicht mit Vorurteilen belastet sind, sondern wirklich jeden annehmen, mit jedem auch Kontakt suchen, niemanden ausgrenzen, nicht voller Misstrauen den anderen ansehen, sondern eine herzliche, offene, schöne Gemeinschaft pflegen.

 

Offenheit in dem Sinn, dass wir einander annehmen, miteinander in herzlicher Weise vorurteilsfrei umgehen. Diese Offenheit führt hin zur Liebe und die wiederum schenkt Reife. Lasst uns wachsen in der Liebe, lasst uns wachsen darin, Vertrauen zu haben in den Herrn. Wenn man sagen kann: Was auch kommen mag – der Herr ist da, ich lasse mich in seine Hand fallen, ist das ein Zeichen von Reife! 

 

Vertrauen in den Herrn und Liebe untereinander!  Das sind die Dinge, die zur Reife und Vollendung führen.

Dann kommt unser Herr!

Eure Bella Ella 

 

6 Responses to “WANN KOMMT UNSER HERR?”

  1. Bazillus Says:

    Guter und lebensfähiger Text!

    Aber die Offenbarung ist so verschlüsselt. Ich denke, der Herr kommt spätestens, wenn der Mensch stirbt. Wenn wir auf die Geschehnisse der Offenbarung warten, warten die meisten Menschen vergeblich. Ja, die Aufgabe eines jeden Christen ist wie die Autorin oben völlig richtig anführt, in die Reife und Vollendung zu wachsen und diesen Weg mit Vertrauen zu Gott und Liebe zum Nächsten zu gehen. Das ist allerdings nicht einfach.

    Aber sicher ist eines: Im Jenseits wird gefragt, ob wir genug geliebt haben oder welche Auswirkungen unseres Lieblosigkeiten hatten. Ein Leben in vertrauender Nächstenliebe in jeder Form ist die Garantie für für das Himmelreich. Nächstenliebe um Jesus, um Gottes und des Nächsten Willen ist das A und O eines gelungenen religiösen Lebens. Und Jesus ist der glaubwürdigste Garant für diese Wahrheit.

  2. Erich Foltyn Says:

    unser Glaube sagt uns, daß wir erschaffen wurden, um an der Vervollkommnung der Schöpfung mitzuwirken, welche noch nicht vollendet ist. Am jüngsten Tag wird Jesus herabsteigen und seine Braut ist die Kirche, die wird er ehelichen. Aber wenn man so schaut, so vervollkomment sich nichts und die Kirche fällt auseinander und alles Mögliche wird immer ärger. Nach dem zu schließen, was man so beobachtet, wird am jüngsten Tag gar nichts sein, nur ein wildes islamisches Chaos und da die Hölle auf Erden sein wird, wird man im Jenseits keine Hölle mehr brauchen.

  3. Saphiri Says:

    Wenn die Schöpfung Gottes Werk ist, dann hat der Mensch das, und diese, zu respektieren.

    Die Schöpfung ist ein Werdungsprozess, welchen der einzelne Mensch nicht erkennt, nicht erkennen kann aus seiner Daseins-Perspektive. Das ist vergleichbar dem Effekt, dass wir uns auf der Erde mit der Erde drehen, aber diese Drehung nicht merken, nur anhand von gewissen beobachtbaren Details nachvollziehen können, mit logischem Denken (für viele ist die Erde noch eine stillstehende Scheibe).

    Es zeigt den Entwicklungsstand eines Menschen innerhalb des Schöpfungsprozesses, wie weit sich der jeweilige Mensch beeinflussen lässt, von Menschenwort. Z.B. die Prophezeihung, dass der Erlöser kommt. Der jeweilige Mensch darauf dann ungeduldig pocht (typisch menschlich), dass der Erlöser doch gefälligst noch zu seinen Lebzeiten zu erscheinen habe. Wenn nicht, so sei man geneigt (strafend oder beleidigt) zu zweifeln, an der Botschaft und dem Erlöser.

    Es ist nicht gut, wenn der Mensch gerade sein Leben und ausschliesslich sein Lebensumfeld auf den Schöpfergott projiziert. Zuleicht hat es so immer wieder egoistische Lebens- und Gottesansichten gegeben, die dem Menschen und der gesamten Schöpfung schadeten und noch schaden.

    Wenn wir Frieden haben wollen, mit Gott, mit den Mitmenschen und dem Rest der Schöpfung, dann sollten wir eher Respekt vor Gott haben, als vor, von Menschen oder selbsternannten, Religionswächtern.
    Es gibt keinen Gelegenheitsgott, auch keinen Gott, der seine eigene Schöpfung so missachtet, indem er es einzelnen Menschen überliese, in seinem Namen über Menschen zu urteilen.
    Alle sind seine Schöpfung.

    Würdigt und achtet man die Würde des Nächsten, so würdigt man Gottes Schöpfung. Darüber sollten Islamwächter mal nachenken.

  4. Engelchen Says:

    Habe hierzu eine schöne Botschaft,eine gechannelte von einem medium…

    hoffe daß es klappt mit dem link….

  5. Engelchen Says:

    ups da fehlt was

    nochmal

  6. Engelchen Says:

    warum kann ich den link nicht sehen den ich hier einsetzte???


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