kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bassant interviewt drei koptische Augenzeugen 1. Juni 2011

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 00:41

Heil aus der Schlangengrube in eine koptische Kirche

 

Bassant, die couragierte Journalistin von Copts United, interviewt drei Kopten, welche als Augenzeugen auf die Aussagen des Imams der Elnour-Moschee antworten, den sie zuvor in dieser Moschee interviewte, nachdem sie Kopftuch tragen musste. Was ich bei dem letzten Bericht zu erwähnen vergessen habe, ist die Bedingung vom Scheich Hassan Elnagar: „Falls diese Kirche irgendwann genehmigt werde, muss die Fassade bleiben, wie sie jetzt ist: ohne Kreuze oder Ikonen. Die Kirche darf weder einen Turm, noch eine Glocke noch Kuppel haben“.

 

Vor der Ikonostase einer Kirche in der Gegend sieht man Bassant ohne Kopftuch mit einer Studentin, einem Studenten und einem Beamten. Die drei waren in der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Abram in Ain Schams, als die Moslems die Eröffnung mit Gewalt verhinderten. Bassant hat ihnen geschildert, was der provokante Imam vor laufender Kamera sagte. Dazu sagte Marian, die koptische Studentin: „Wie können wir die vor der gegenüberliegenden Moschee stehenden Moslems provoziert haben, indem wir ihnen die Zunge hinausstreckten und mit den Kreuzen fuchtelten, während sämtliche Fenster mit Gittern und Stahlnetzen verseht sind? Oben waren wir fünf Frauen und keine von uns hat sich getraut ein Fenster zu öffnen? Wie kann man durch Stahlnetz Steine schleudern? Man kann die hochrangige Offiziere fragen, die mehrmals in die Kirche kamen, um zu überprüfen, ob jemand von uns Steine schleudert. An diesem besagten Tag gingen wir in die Kirche, um sauberzumachen und Staub zu wischen, damit wir die Messe feiern konnten. Als sie uns bei Betreten der Kirche gesichtet haben, wurde durch den Lautsprecher der Moschee gerufen: „Auf zum Dschihad … Allah Akbar … es gibt keinen Gott außer Allah … Ägypten ist und bleibt islamisch“. Binnen weniger Minuten standen Hunderte vor der Kirche und nicht vor der Moschee. Gegen unsere Fenster flogen massiv viele Steine, was ich wohl bezeugen kann“.

 

 


Mina, der koptische Student: „Jeder hochrangige Offizier, der so getan hat, als ob er sich vergewissern wollte, dass niemand sich in dem ersten Geschoss aufhielt und Steine schleudert, beabsichtigte, uns aus der Kirche zu vertreiben. Warum soll ich mein Eigentum verlassen? Diejenigen, die sie aus der Kirche lockten, haben sie verhaftet und warfen ihnen lügenhaft vor, Waffen und Sprengstoff bei sich gehabt zu haben. Wie kann das sein? Wir haben eine Messe mit unserem Priester gefeiert, bevor wir zu dieser Kirche gingen. Wir begleiteten ihn und man kann nicht allen Ernst behaupten, dass ein Christ Waffen in die Kirche mitnimmt. Überdies hat keiner mit diesem Widerstand gerechnet, weil unsere Väter mit uns zu dieser Kirche gingen, nachdem der Innenminister ihnen klipp und klar und von allein seine Erlaubnis erteilte, diese Kirche zu öffnen und in ihr zu beten. Was ist mit diesen fünf Kopten, die zu fünfjähriger Haftstrafe verurteilt wurden, und deren Zukunft verbaut wurde? Soll das alles umsonst sein? Warum sollen wir eine andere Kirche woanders bauen? Wir haben vor dieser Moschee unsere Kirche gebaut und genehmigen lassen. Die Moschee war eine Garage, die in der Nacht zur Einweihe der Kirche aus dem Nichts entstand. Wo ist die Genehmigung dafür? Sie erblüht und wurde bombastisch ausgebaut, während unsere Kirche seit dem 23.11.2008 geschlossen ist. Wenn die Verantwortlichen keine schriftliche Erlaubnis erteilen, werden wir durch den Märtyrertod diese Kirche öffnen. Wir haben das Recht zu beten und zu existieren“.

 

 

Der reife Kopte: „Wenn die Kirche geschlossen bleiben würde, verliert der Staat seine Autorität und man verliert den Respekt vor ihm. Das heißt, dass die Minister und Gouverneure nichts mehr zu melden haben, und dass ihr Wort kein Gewicht hat. Wie kann es sein, dass der Innenminister Pater Filopatier Gamil von allein ausgerechnet diese Kirche vorschlägt, ohne ihm eine schriftliche Erlaubnis in die Hand zu drücken? Die hochrangigen Offiziere und Soldaten schikanierten uns, weil sie diese schriftliche Erlaubnis von uns verlangten, die wir nicht vom Innenminister bekamen. Die Offiziere und Soldaten zeigten kein Verständnis, als wir ihnen sagten, dass der Innenminister dies anordnete. Jetzt ist der Innenminister am Zug. Er muss uns diese schriftliche Erlaubnis erteilen, was wir bei der traditionellen Sitzung mit den Moslems der Gegend erreichten. Am Ende dieser Sitzung unterzeichneten sie alle die Abmachung, dass sie gegen die Öffnung der Kirche nichts haben, wenn der Innenminister dies offiziell genehmigt. Unser größtes Problem ist die Intoleranz und der gesteuerte Fanatismus“.

 

 

One Response to “Bassant interviewt drei koptische Augenzeugen”

  1. teofil Says:

    Ich korrigiere mich: Die Kirche gehört also einem Kopten und nicht Muselman oder dem Äg. Staat. Das hätte noch gefällt!
    Es ist erfreulich, dass nicht alle Muselmanen rund herum gleiche Unmenschen sind, dass sie nicht dauernd Djihad führen, sondern auch mit Kopten reden können. So besteht ein bischen Hoffnung, dass diese islamische Übermenschen einmal genug von dem pöbelhaften Mobbing haben und Vernunft walten lassen.
    Ich bewundere ihre tapferen Journalisten Bassant. Bravo!


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