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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Türkische Verhaltensforscherin fordert Legalisierung der Vielehe 28. Mai 2011

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 08:51

Neue Frauenforderung in der Türkei:

Die Vielehe muss legalisiert werden!

Das fordert jedenfalls eine prominente Familienberaterin – und löst damit eine gewaltige Debatte aus. Männer seien nun mal von Natur aus untreu, argumentiert Sibel Üresin.

 
Sie ist jung, gebildet, prominent und schick – und sie hat ihre eigene Vorstellungen von Frauenpolitik: Mit der Forderung nach Legalisierung der Vielehe macht die türkische Familienberaterin Sibel Üresin derzeit Furore in der Türkei. Männer könnten es ohnehin nicht lassen, sagt die Verhaltensforscherin; statt die Augen vor dieser Tatsache zu verschließen, wäre es doch klüger, die Vielehe anzuerkennen und die Frauen rechtlich abzusichern. Das läge vor allem im Interesse der Frauen, schrieb Üresin diese Woche in der Zeitung „Haberturk“. Der öffentliche Aufschrei der Frauenverbände ließ nicht lange auf sich warten, doch Üresin lässt sich nicht beirren.

 

 

Ausgelöst wurde die Debatte durch den Fall eines verheirateten Politikers, der von Erpressern beim Schäferstündchen mit einer jungen Frau gefilmt wurde. Sein Gewissen sei rein, entgegnete der Vizevorsitzende der Nationalistenpartei MHP, Mehmet Ekici, auf die Enthüllungen: Bei der jungen Frau habe es sich nicht etwa um eine Geliebte, sondern um seine Zweitfrau gehandelt.

 

Vielehe in Teilen der Türkei noch weit verbreitet: Die Vielehe ist in der Türkei zwar seit 1926 gesetzlich verboten, aber vor allem im kurdischen Osten und in religiös-konservativen Kreisen noch heute verbreitet. Wie weit verbreitet, das lässt sich nur schätzen, weil der Staat über das Tabu-Thema keine Statistik führt. Die meisten Experten sind sich jedoch einig, dass jeder achte bis zehnte Mann mehr als eine Ehefrau hat.  Standesamtlich heiratet der Mann dabei nur die erste Frau; mit den anderen Bräuten traut ihn ein muslimischer Imam – meist ein selbsternannter Geistlicher, der nicht vom staatlichen Religionsamt kontrolliert wird. Gesellschaftlich werden diese Ehen in ihren Kreisen als legitim angesehen, weil der Koran bis zu vier Ehefrauen erlaubt. Gesetzlich werden sie aber nicht anerkannt. Geahndet werden die Vielehen aber so gut wie nie, zumal etliche Politiker – wie Ekici – selbst mehr als eine Ehefrau haben sollen.

 

Zu verhindern sei die Vielweiberei ohnehin nicht, argumentiert Üresin, die sich auf ihre Erfahrungen aus jahrelanger Praxis an kommunalen Familienberatungsstellen beruft, wo sie Seminare zu den „Geheimnissen der guten Ehe“ gibt und Partnerschaftsberatung anbietet. „85 Prozent aller Männer betrügen ihre Frauen“, hat sie festgestellt. „Das ist einfach eine Tatsache.“ Darunter hätten nicht nur die betrogenen Ehefrauen zu leiden, sondern auch ihre Nebenbuhlerinnen. In westlichen Kreisen spreche man von „Geliebten“, in religiösen Schichten von „Zweitfrauen“, sagt Üresin, aber rechtlos seien sie alle.

 

Pin-Up-Girl des Islamismus: Verlassene Frauen und vaterlose Kinder seien das Ergebnis, argumentiert Üresin, die sich mit Internetkolumnen und einer Talkshow öffentlich für ihre familienpolitischen Ziele engagiert. Mit ihrer modischen Kleidung und dem kunstvoll geworfenen Kopftuch wirkt die gut aussehende und beredte 35-Jährige wie ein Pin-Up-Girl des Islamismus. Ihr eigener Ehemann habe sich bisher zwar keine Zweitfrau genommen, sagte sie Reportern jetzt auf Nachfrage, doch habe sie ihm das von Anfang an freigestellt.  Schließlich sei die Vielehe ja auch im Interesse der Erstfrau, findet Üresin. Ein Mann suche in einer Frau eine Freundin und eine sexuelle Partnerin, eine Mutter für seine Kinder und eine Hausfrau. „Wenn man nicht alle diese Eigenschaften auf sich vereinigt, dann sollte man darauf gefasst sein, betrogen zu werden.“ Von einer Scheidung habe die Frau aber meist mehr zu verlieren als zu gewinnen. „Wenn die Frau ihre Lage richtug analysiert, muss sie die Vielehe als Rettung sehen.“

 

Die Entrüstung brach von allen Seiten herein. „Traurig, dass so etwas im Jahr 2011 noch gesagt werden kann“, sagte die Vorsitzende der Türkischen Frauenvereinigung der kemalistischen Zeitung „Cumhuriyet“. „Ein Ausdruck der patriarchalen Mentalität“, kommentierte eine Feministin im linken Blatt „Evrensel“. „Alle Frauen müssen sich dagegen wehren“, forderte ein kurdischer Frauenverband in der Kurdenzeitung „Özgür Gündem“. Die schärfste Replik lieferte allerdings die islamistische Journalistin Nihal Bengisu Karaca in der Zeitung „Haberturk“. Den Unterschied zwischen Mann und Frau zu erkennen, sei das eine, als Frau ideologische Wasserträgerdienste für die Männer zu leisten, das andere, schrieb Karaca, die ebenfalls den Schleier trägt. „Das eine ist wissenschaftlich, das andere nur jämmerlich.“  {Quelle: www.tagesspiegel.de – Von Susanne Güsten}

 

3 Responses to “Türkische Verhaltensforscherin fordert Legalisierung der Vielehe”

  1. 012570 Says:

    „mein Freund hat mich geschockt..“ und „Zeit für Sex“ finde ich, sollte man einmal grundsätzlich darüber diskutieren, ob eine Beziehung/feste Partnerschaft oder sogar Ehe bedeutet, daß beide Partner sich sexuell Treu sein müssen.

    [THESE]
    Denn irgendwie führt diese sexuelle Treue doch über kurz oder lang bei vielen Paaren zum scheitern der Beziehung.
    [/THESE]

    Wenn z.B. wie im Thread „Zeit für Sex“ der Mann Sex will, aber die Frau aus was für Gründen auch immer keine Lust hat, wo wäre da denn das Problem, daß der Mann sich den Sex woanders holt?

    Oder einer der Partner hat im Laufe der Beziehung festgestellt, daß er neue sexuelle Spielarten ausprobieren möchte/muss und der andere kann/will dies nicht mitmachen. Was dann?

    Auch wenn jetzt sicherlich viele Aufschreien werden. Wenn man zumindestens mal ganz logisch über dieses Problem nachdenkt, dann kann man doch eigentlich nur zu dem Entschluß kommen, daß die sexuelle Freiheit eines jeden Partners viele Probleme vermeiden könnte.

    Denn Fakt ist nunmal, daß der Mensch einfach nicht treu ist. Auch wenn sowas sicherlich vorkommt… ist es doch eher mehr ein romantisches Ideal.

    Mein Psychologie Professor hat heute in seiner Vorlesung gemeint, daß der Maßstab für Treue sehr stark vom soziologischen Umfeld abhängt. So definieren wir hier in Europa Treue ganz anders, als z.B. in Asien.

    Vorallem weil es in einer Beziehung meiner Meinung nach viel wichtigere Werte gibt. Und nur weil es mit dem Sex (temporär) nicht mehr so klappt, vielleicht eine langjährige Beziehung einfach so hinwerfen?

    Denn eigentlich ist Sex doch auch nur ein Bedürfniss wie jedes andere, welches es zu befriedigen gilt

  2. 012570 Says:

    ich
    denke auch, daß es weitaus größere „Gemeinheiten“ geben kann als Untreue. Einerseits ist es wirklich schon die Frage, wo sie anfängt und ich will damit auch nicht gesagt haben, daß Untreue nicht auch eine ganz gewaltige Gemeinheit sein kann. Sondern es gibt gesellschaftliche sanktionierte Verhaltensweisen, wie eben dieses schön machen, die alles und nichts bedeuten können und je nach Situation womöglich sogar schmerzhafter sein können.

    Vielleicht ist es einfach auch schon eine Stufe weiter? Es fehlt dann nicht mehr einfach nur das sexuelle Interesse, sondern der Mensch ist mir schon gleichgültig geworden. Was ist denn schlimmer?

  3. 012570 Says:

    SEXUALITÄT, EINE GABE GOTTES´

    Innerhalb von Gottes Grenzen
    Sexualität hat ihre Aufgabe, aber innerhalb der Ehe. In Jakobus I Vers 16 steht: ‚Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter’ und dazu gehört auch die Sexualität. Für den richtigen Gebrauch dieser Gabe gibt Gott den Rahmen an. Wenn Gott den Rahmen für den Genuss einer Gabe absteckt, dann macht er das nicht um Dich unglücklich zu machen. Der Teufel möchte Dich glauben lassen, dass Gott Deine Handlungsfreiheit beschränkt, dass Er Dich kleinhalten will, Dich in Deiner freien Entwicklung hemmt.
    Das ist seine alte, immer wiederkehrende Lüge.
    So kam er zu Eva im Paradies. Er machte sie auf die von Gott eingestellte Einschränkung aufmerksam und fand dadurch einen Eingang bei ihr. Sie sollte nicht von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen. Als sie doch auf die Einflüsterung des Satans einging, trotz Gottes deutlichem Verbot, bedeutete das den Anfang der ganzen Not, in der die ganze Menschheit seitdem versunken ist. Und es sind die alten, tückischen Fragen, die der Teufel Dir vor allem auf dem Gebiet der Sexualität in einer neuen Packung ins Ohr flüstern möchte.
    Kennst Du die Fragen wie zum Beispiel: Wenn Gott Liebe ist, wird er doch bestimmt nicht verlangen, dass Du Dich abquälst und mit dem Geschlechtsverkehr wartest bis Du verheiratet bist? Er wird vorehelichen Geschlechtsverkehr doch bestimmt gut finden? Er wird jemandem, der ganz allein ist, doch nicht übelnehmen, dass er sich selbst befriedigt? Nein, Gott gibt diese Einschränkungen, weil er Dein Glück im Auge hat. Er hat die Grenzen abgesteckt, weil er will, dass Du seine Gabe uneingeschränkt genießen kannst. Wer diese Gabe außerhalb der festgelegten Grenzen ‚genießt’, wird unter den Folgen leiden müssen. Es hat viele junge Menschen gegeben, die bezeugt haben, dass das Überschreiten von Grenzen in der Sexualität sie wirklich vollkommen unglücklich gemacht hat.

    Das Gewissen
    Und jetzt die Bibelstellen. Die ersten Stellen betreffen das Gewissen. Apostelgeschichte 24 Vers 16: ‘Darum übe ich mich auch, allezeit ein Gewissen ohne Anstoß zu haben vor Gott und den Menschen.’ 2. Korinther 1 Vers 12: ‚Denn unser Rühmen ist dieses: das Zeugnis unseres Gewissens, dass wir in Einfalt und Lauterkeit Gottes … unseren Verkehr gehabt haben in der Welt.’ Stelle Dir selbst die Frage: kann ich mich auf Selbstbefriedigung einlassen, ohne dass mein Gewissen spricht? Kann ich es mit reinem Gewissen tun?


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