kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Deutschland unterwirft sich der Türkei immer wieder 28. Mai 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 23:43

Kein Armenier-Völkermord an Uni Stuttgart

Die Feigheit in Deutschland macht offensichtilch auch vor den Toren der Wissenschaft nicht halt.

Hat es noch etwas mit dem freien Geist einer freie Lehre zu tun, wenn Vorträge abgesagt werden, nur weil sie Einigen ideologisch nicht in den Kram passen? Hat die Ideologie nunmehr auch Vorrang vor historischem Faktenwissen, selbst in einer Universität?

Für heute war an der Uni Stuttgart ein Vortrag plus Diskussion zum Thema „Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Christen im Osmanischen Reich 1912-1922“ angesetzt. Auf Druck türkischer „Proteste aus Berlin“ hat die Uni den Vortrag abgesetzt. Sie wolle “neutral” bleiben. Aha, wenn die Türken protestieren, gelten geschichtliche Tatsachen an deutschen Unis nichts mehr. Werden wir bereits von Ankara regiert? Die Veranstalter schreiben in ihrer Protestnote: {Die betroffenen Verbände halten es äußerst bedenklich, wenn fast einhundert Jahre nach dem Genozid an Armeniern, Assyrern/Aramäern sowie Griechen im damaligen Osmanischen Reich eine deutsche Universität nicht den Mut aufbringt, einen Raum für eine Gedenk- und Informationsveranstaltung zu vermieten, die der Aufarbeitung dieser Verbrechen und damit der Prävention künftiger Völkermorde dienen soll. “Bei Verbrechen besteht grundsätzlich keine Möglichkeit des Rückzugs auf vermeintlich neutrale Positionen. Der Umstand, daß die Türkei offiziell bis heute den Genozid an über drei Millionen osmanischen Staatsbürgern christlichen Glaubens bestreitet und dessen öffentliche Erörterung auch im Ausland nach Möglichkeit zu unterbinden trachtet, kann zudem nicht handlungsleitend für eine deutsche Universität sein“}.
 
 

Universität Stuttgart wünscht keine Völkermord-Gedenkveranstaltung

 

Stuttgart: Am 25. Mai 2011 lehnte der Rektor der Universität Stuttgart, Prof.-Dr. Ing. Wolfram Ressel, kurzfristig einen bereits am 5. April 2011 von der Universität zunächst vorgemerkten Antrag auf Raumvergabe ab. Der Raum war für eine Gedenk- und Informationsveranstaltung „Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Christen im Osmanischen Reich 1912-1922“ am 28. Mai 2011 beantragt worden.

 

Der Gedenkabend wird vom Verband der Vereine der Griechen aus Pontos in Europa e.V. zusammen mit der Assyrischen Demokratischen Organisation – Sektion Mitteleuropa sowie der Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V. organisiert. Bei allen drei Organisatoren handelt es sich um Verbände bzw. Vereine, die in Deutschland als gemeinnützig anerkannt sind. Zur Begründung für seine kurzfristige Absage nannte der Rektor gegenüber einer Organisatorin nicht näher spezifizierten türkischen „Protest aus Berlin“ bzw. den Wunsch, als Universität neutral zu bleiben.

 

Die betroffenen Verbände halten es äußerst bedenklich, wenn fast einhundert Jahre nach dem Genozid an Armeniern, Assyrern/Aramäern sowie Griechen im damaligen Osmanischen Reich eine deutsche Universität nicht den Mut aufbringt, einen Raum für eine Gedenk- und Informationsveranstaltung zu vermieten, die der Aufarbeitung dieser Verbrechen und damit der Prävention künftiger Völkermorde dienen soll. “Bei Verbrechen besteht grundsätzlich keine Möglichkeit des Rückzugs auf vermeintlich neutrale Positionen. Der Umstand, daß die Türkei offiziell bis heute den Genozid an über drei Millionen osmanischen Staatsbürgern christlichen Glaubens bestreitet und dessen öffentliche Erörterung auch im Ausland nach Möglichkeit zu unterbinden trachtet, kann zudem nicht handlungsleitend für eine deutsche Universität sein.”

 

Die Absage der Universität Stuttgart steht im Widerspruch zum Beschluß des Deutschen Bundestages vom 16. Juni 2005, in dem sich der deutsche Gesetzgeber vor dem Hintergrund der historischen Mitverantwortung Deutschlands einstimmig zur Geschichtsaufarbeitung als Voraussetzung für Heilung und Versöhnung ausgesprochen hat:  {“Der Deutsche Bundestag ist sich aus langer eigener Erfahrung darüber bewußt, wie schwer es für jedes Volk ist, zu den dunklen Seiten seiner Vergangenheit zu stehen. Er ist aber fest davon überzeugt, daß eine ehrliche Aufarbeitung der Geschichte notwendig ist und die wichtigste Grundlage für Versöhnung darstellt. Dies gilt insbesondere im Rahmen einer europäischen Kultur der Erinnerung, zu der die offene Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten der jeweiligen nationalen Geschichte gehört. Auch Deutschland, das mit zur Verdrängung der Verbrechen am armenischen Volk beigetragen hat, ist in der Pflicht, sich der eigenen Verantwortung zu stellen“}.

 

 

Faz.net: Die Stuttgarter Unversität kneift

Parteilich

 

Am Samstag sollten in der Universität Stuttgart ein Vortrag und eine Diskussion über den Völkermord an Armeniern, Assyrern und Griechen zwischen 1912 und 1922 stattfinden – und über die Leugnungspolitik der Türkei. Nun aber kneift die Uni.

 

Neutral ist, wer in einem Konflikt keine Partei ergreift. Wie wunderbar man sich hinter diesem Begriff verstecken kann, beweist nun die Universität Stuttgart. In einem ihrer Hörsäle sollte am Samstag ein Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion statt finden. Das Thema: Der Völkermord an den Armeniern, Assyrern, und Griechen in den Jahren 1912 bis 1922 sowie die Leugnungspolitik der Türkei.

 

Doch aus dem Abend wird nichts, die Universitätsleitung will die Veranstaltung nun doch nicht unter ihrem Dach haben, der im April vorgemerkte Antrag auf Raumvergabe wurde kurzfristig abgelehnt. Die Begründung: Türkischer „Protest aus Berlin“ sowie der Wunsch, als Universität „neutral zu bleiben“. Dass gewisse türkische Kreise hierzulande Druck auf Institutionen ausüben, um einen offenen Umgang mit dem Völkermord zu verhindern – und damit dessen Anerkennung und Aufarbeitung –, ist nichts Neues (im Gegenzug schicken die Lobby „Türkische Gemeinde“ und die türkische Botschaft Genozid-Leugner auf Vortragstournee durch deutsche Städte).

 

Dass jedoch ausgerechnet eine Institution wie die Universität Stuttgart sich davon beeindrucken lässt und sich zudem mit dem Argument der Neutralität aus der Affäre zieht, verblüfft: Für eine Universität muss Neutralität bedeuten, dass sie sich aller Eingriffe in die freie wissenschaftliche Diskussion enthält. Im Deckmantel der Neutralität hat die Universität Stuttgart die Partei der Türkei ergriffen. Bei den Organisatoren der abgesagten Veranstaltung handelt es sich nicht um Rowdies, die verfassungsfeindliche Parolen verbreiten: Der „Verband der Vereine der Griechen aus Pontos in Europa“, die „Assyrische Demokratische Organisation“ und die „Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung“ sind hier allesamt als gemeinnützig anerkannt.

 

Diskutiert werden sollte ein historisches Ereignis, das die internationale Forschung und zahlreiche Regierungen längst als Verbrechen anerkannt haben. Das wissenschaftliche Hauptwerk der vorgesehenen Hauptrednerin Tessa Hofmann über die „Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Christen im Osmanischen Reich“, das auch Thema des Abends sein sollte, findet sich übrigens im Katalog der Stuttgarter Universitätsbibliothek. Sollte das Rektorat es ernst meinen mit seiner Vorstellung von Neutralität, dann wird das Buch womöglich aus der Bibliothek verschwinden. Statt in den heiligen Hallen der Universität findet der Abend nun im Kursaal von Bad Cannstatt statt.

 

{Auch die FAZ berichtet heute! Hier die Kontaktseite der Uni Stuttgart und die Email-Adresse: poststelle@uni-stuttgart.de}

{Quelle: www.pi-news.net}

 

Ein Kniefall nach dem anderen!

Warum wohl?

 

Wenn Sie die Antwort darauf kennen, schicken Sie sie per Mail an:

koptenohnegrenzen@yahoo.com

 

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