kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten protestieren vor der ägyptischen Botschaft 26. Mai 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 18:57

In England, Holland, Griechenland und Australien

 

Die Kopten in vielen europäischen Ländern, wo sie ihre zweite Heimat gefunden haben, protestieren gegen die Verfolgung ihrer Glaubensgeschwister in ihrer Ursprungsheimat. Sie standen vor der ägyptischen Botschaft – ausgenommen in Holland, wo die Kopten auch vor der saudischen Botschaft protestierten – und versuchten, den ägyptischen Botschaftern ein Manifest zu überreichen, welches an den Militärrat und die Übergangsregierung gerichtet ist. In Holland lehnten die beiden Diplomaten, der Ägyptische und der Saudische, ab, die Kopten zu empfangen.

 

In allen europäischen Ländern und in Australien forderten die Kopten das, was sie seit Jahren erfolglos fordern. Darüber haben wir zigmal geschrieben, gesprochen und berichtet: Null Ergebnis! Seit mindestens dem Angriff im 1972 in Elkhanka verlangen wir dasselbe:

 

Festnehme und Bestrafung der Täter und der Drahtzieher, damit es sich nicht mehr wiederholt – Aufhören die Opfer zu inhaftieren und zu foltern, um sie bzw. die Kirche dazu zu zwingen, sich mit den Tätern in traditionellen Sitzungen zu versöhnen, wo sie sogar unterzeichnen, dass sie auf alle ihre Rechte verzichten: juristisch und materiell, ohne ein Hauch von Entschädigung.

 

25/5/2011: Kopten protestieren in Griechenland

 

Dr. Ibrahim Habib, Vorsitzender der Organisation „Vereinigte Kopten“ in England, spricht auch wie wir nur über aktuelle Angriffe, und nicht über die Angriffe von 2010. Zum Beispiel wurde den zwei koptische Rechtsanwälten angehängt, dass sie die „Unruhen“ verursacht hätten. Alaa Ruschdi wurde für die Angriffe des muslimischen Mobs in Abu Korkas verantwortlich gemacht, obwohl er bis 21:00 in Kairo war, während die Moslems alles kurz und klein zerstört und niedergebrannt haben, was den Kopten gehört: von 21:00 bis 4:00 vom nächsten Tag. Adel Labib wurde ihm angehängt, die Schießerei in Imbaba angezettelt zu haben. Er soll zuerst auf den tausenden Moslems gefeuert haben, die vor der Kirche des Heiligen Mina standen und sie niedergebrannt haben. Der salafistische Scheich Abu Annas, dessen Video in viele Sprachen übersetzt wurde, auf dem er seine Heiligkeit Papst Schenuda und die Christen vulgär beschimpft und am Ende sagt: „Wir wäre keine echten Männer, wenn wir alle Kirchen in Imbaba nicht niederbrennen“. Dieser Salafist läuft immer noch frei herum und wurde nicht festgenommen. Es gibt überdies unzählige salafistische Scheichs, die auf den salafistischen Fernsehkanälen gegen die Kopten aufhetzen, und welche von vielen koptischen Anwälten angeklagt wurden. Nichts wurde gegen sie unternommen!

 

 

Kopten protestieren in Holland vor den ägyptischen und saudischen Botschaften

 

 

Kopten Protestieren in Australien: Anschauen und staunen!


 

Unter anderem wurde verlangt:

 

= Beendung der traditionellen Sitzungen und Einwirkung der Gesetze.
= Verabschieden des Gesetzes für die Errichtung aller Gebetshäuser.
= Beendung der Angriffe auf die Kopten: Ihre Kirchen, Klöster und Besitztümer.
= Beschützen der Kopten vor den islamischen Terroristen.
= Beendung der Diskriminierung der Kopten auf allen Lebensbereichen.

 

Sicherlich wird sich nichts verändern, weil der Staat – das Militär, Polizei und alle Ministerien der Übergangsregierung – dahinter steckt, und weil die Koptenverfolgung ein Teil des langjährigen Planes ist. Soll der Verbrecher sich selbst verurteilen? Das macht doch keinen Sinn!

 

 

 

 

 

Armee verhaftet Bürgerrechtsaktivisten

IGFM: Militär versucht Kritiker durch Verhaftungen und Folter einzuschüchtern

 

Kairo – Frankfurt am Main – 26. Mai 2011: Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, hat die ägyptische Militärpolizei mehrere Aktivisten der Demokratiebewegung festgenommen, als sie Flugblätter für die für morgen geplanten Massenproteste verteilten. Die für diesen Freitag angekündigten Proteste fordern an erster Stelle die Übergabe der Macht an eine zivile Regierung und Rechtsstaatlichkeit. Die IGFM kritisiert die Verhaftungen und Folter von Bürgerrechtlern durch das Militär als einen Rückfall in die Zeit des Mubarak-Regimes.

 

Die Militärpolizei hat am Vormittag des 26. Mai damit begonnen, Aktivisten auf offener Straße festzunehmen und in Haftanstalten der Militärstaatsanwaltschaft zu bringen. Wie die IGFM berichtet, ließen sich bisher vier Verhaftungen bestätigen: Ibrahim Abed von der „Bewegung 6. April“ wurde im Stadtteil Zahraa Nasr City in Kairo verhaftet, Aida-Kashef, Abdul Rahman Amin und Mohammed Fahmi wurden in der Innenstadt festgenommen. Der Anwältin Fatima Siraj verweigerten Soldaten den Zutritt zur Militärstaatsanwaltschaft, als sie versuchte, sich nach den Gründen für die Verhaftungen zu erkundigen.

 

Mohamed Adel, der Sprecher der „Bewegung 6. April“ kritisierte die Verhaftungen als „sehr schlechtes  Zeichen“. Das Vorgehen des Militärs „gleiche den Verhaftungen unter Mubarak, als sie Flyer für die erste Revolution verteilten“. Der Sprecher forderte die Militärführung auf, alle Aktivisten sofort freizulassen.  Bisher hat das Militär in den staatlichen Medien jede Gewaltanwendung abgestritten. Die Demonstranten seien die „eigenen Kinder“ der Armee. Die IGFM betont aber, dass in der Praxis die Armee Proteste gegen die Herrschaft des Militärs gewaltsam aufgelöst habe. Einheiten des ägyptischen Militärs hätten bereits direkt nach dem Rücktritt Mubaraks am 11. Februar systematisch Blogger und andere Aktivisten der Demokratiebewegung verhaftet und gefoltert. Ein Teil der Opfer sei nach ihrer Freilassung erneut verhaftet worden. Teilweise sei unklar, ob die Verhaftungen durch Angehörige der Staatssicherheit, der Polizei oder andere Beamte vollstreckt wurden. Die Opfer wurden jedoch anschließend in Militärgefängnisse überführt und dort gefoltert. In mindestens einem Fall ist eine Aktivistin dort auch vergewaltigt worden.

 

„Bewegung 6. April“: Die Bewegung 6. April hat Ihren Namen von einem Generalstreik in Ägypten am 6. April 2007. Damals hatten Bürgerrechtsgruppen die Ägypter aufgefordert, aus Protest gegen die Regierung Mubarak an diesem Tag zu Hause zu bleiben. Das gesamte öffentliche Leben in Ägypten kam für einen Tag zum Erliegen, die Straßen Kairos waren menschenleer. Die Bewegung spielte auch bei der ägyptischen Revolution im Januar und Februar 2011 eine wichtige Rolle.

 

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de

 

One Response to “Kopten protestieren vor der ägyptischen Botschaft”

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