kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Enge Freundschaft geknüpft 25. Mai 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 16:49

Die drei Anschlagsopfer aus Alexandria kehren heute in die Heimat zurück

Brenkhausen: Sie gehen mit einer guten Erinnerung an Höxter und Brenkhausen, aber sie gehen auch mit einem mulmigen Gefühl, was die Zukunft anbelangt. Gestern hat der deutsche Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Bischof Damian, die drei Opfer des Terroranschlags von der Neujahrsnacht zurück in die ägyptische Heimat verabschiedet. Bischof Damian aus Brenkhausen hatte sich dafür eingesetzt, dass die drei schwerverletzten Anschlagsopfer in Deutschland medizinisch behandelt werden konnten. „Unsere große Dankbarkeit gebührt dem St.-Ansgar-Krankenhaus in Höxter, das uns sofort auf dem Wege der humanitären Hilfe seine Unterstützung zugesichert hat und kostenlos unsere Glaubensangehörigen aus Alexandria behandelt hat. Unsere Gemeinde hätte das nicht finanzieren können“, sagte gestern Bischof Damian. Er kann selbst gut ermessen, welche Leistung das St.-Ansgar-Krankenhaus erbracht hat, denn er ist selbst studierter Mediziner.

 

„40 Tage Krankenhausaufenthalt und intensivmedizinische Betreuung sowie eine Atmosphäre der Herzlichkeit und Wärme haben die Opfer wieder hergestellt“, sagte Damian. „Die Verletzungen waren sehr schwer, offene Trümmerbrüche, schwere Bauchverletzungen und diverse Frakturen, die aber soweit alle recht gut verheilt sind“, attestierte Dr. Ahmed Razavi Nik den Patienten eine gute Reisetauglichkeit. Doch die Reise führt in eine ungewisse Zukunft.

 

„Ich glaube nicht, dass sich die Situation für uns koptische Christen in Ägypten gebessert hat. Ich befürchte sogar, dass unsere Situation noch schwieriger geworden sein könnte“, sagt Anschlagsopfer Magdi Jussef (53). „Ich versuche optimistisch zu sein und bete jeden Tag, dass nun bessere Zeiten anbrechen mögen“, sagt Mary Gabra (41), die noch immer an Krücken gehen muss. „Meine Gedanken sind bei meiner Familie und den Kindern, von denen wir solange getrennt waren“, betont Emed Pesdavi (49). Am 29. Januar waren die Anschlagsopfer notdürftig medizinisch versorgt auf dem Frankfurter Flughafen gelandet und dann mit dem Auto ins Krankenhaus nach Höxter gebracht worden.

 

Nach der medizinischen Behandlung haben sich die Anschlagsopfer im koptischen Kloster in Brenkhausen erholt. „Die Herzlichkeit im Krankenhaus und die Gemeinschaft im Kloster haben uns gesunden lassen und für die Zukunft gestärkt“, sagte Mary Gabra. „Für unser Haus war das selbstverständlich, denn humanitäre Hilfe zu leisten, gehört mit zu unserem Auftrag. So behandeln wir auf diesem Weg auch öfters Kinder aus Krisengebieten“, sagte der Verwaltungsleiter des St.-Ansgar-Krankenhauses, Stefan Kruse.

 

Der Anschlag von Alexandria: Beim Terroranschlag in der: Neujahrsnacht auf eine koptische Kirche in Alexandria sind 24 Personen getötet worden. 97Menschen wurden verletzt. Gegen 0.20 Uhr explodierte vor der Al-Qiddissine-Kirche im ägyptischen Alexandria eine Autobombe als die koptischen Christen, die gerade eine Neujahrsmesse abgehalten hatten, aus der Kirche kamen. Rund 1.000 Menschen waren zu dem Zeitpunkt versammelt.

{Quelle: Neue Wästfälsche – von Burkhard Battran}

 

2 Responses to “Enge Freundschaft geknüpft”

  1. Wolf Says:

    Ich wünsche den drei Anschlagsopfer eine bessere Zukunft in ihrer Heimat. Möge Gott seine Hände schützend über sie und ihre Glaubensschwestern und Brüder halten.

  2. *G.-K* Says:

    Gesegnetes Ankommen Unserer Drei Geschwiester Kopten:

    Der gute Hirte
    Der Herr ist mein Hirte. Nichts wird mir fehlen. Er weidet mich auf saftigen Wiesen und führt mich zu frischen Quellen. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Strasse um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Deine Güte und Liebe werden mich begleiten mein Leben lang; in deinem Haus darf ich für immer bleiben.

    Schutz und Bewahrung der Christen und Gemeinden vor fundamentalistischen Angriffen und polizeilicher Willkür…


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