kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ein Beispiel der verdrehten Berichte 14. Mai 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 14:43

Weh denen, die Böses gut und Gutes böse heißen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen

(Jesaja 5:20)


Sehr geehrte Damen und Herren

In Ihrem Artikel „Ägypter demonstrieren für religiöse Toleranz und für die Palästinenser“ haben Sie mit der Verurteilung der Zwischenfälle zwischen Mohammedanern und Kopten, ein falsche Reihenfolge gewählt: „den schweren Zusammenstößen zwischen koptischen Christen und radikalen Muslimen“. Es sollte heissen: „den schweren Zusammenstößen zwischen radikalen Muslimen und koptischen Christen“!  Denn nicht die Kopten hatten die Mohammedaner angegriffen, sondern die Mohammedaner greifen die Kopten andauernd und wegen erdichteten Gerüchten an (Dschihad)! Bitte beachten Sie in Ihren Berichten eine richtige Reihenfolge, sonst machen Sie den Täter zum Opfer und das Opfer zum Täter – und das könnten Ihnen eines Tages schwer zu Schaffen machen {Quelle: www.dw-world.de – an info@dw-world.de}.

Mit freundlichen Grüssen

Walter Nänny

 

 

Ägypter demonstrieren für religiöse Toleranz und für die Palästinenser

 
Zehntausende Ägypter haben nach den jüngsten Ausschreitungen für religiöse Toleranz und nationale Einheit, aber auch für Solidarität mit den Palästinensern demonstriert. Nach den schweren Zusammenstößen zwischen koptischen Christen und radikalen Muslimen forderten Redner auf dem Tahrir-Platz in Kairo jetzt ein Ende der Gewalt und eine Versöhnung zwischen den Religionsgruppen. Anschließend bestimmten Kampfparolen für die Sache der Palästinenser die Großkundgebung. Die ägyptische Regierung wurde aufgefordert, sich stärker auf die Seite der Palästinenser in den besetzten Gebieten zu stellen und den Grenzübergang zum Gazastreifen zu öffnen. Soldaten und Polizisten trieben eine Kundgebung vor der israelischen Botschaft auseinander. Zu pro-palästinensischen Aktionen kam es auch in Alexandria und Al-Arisch. Der gestürzte Präsident Husni Mubarak galt vielen Ägyptern als zu israel-freundlich.

 

Bitte lesen Sie unseren Bericht:

„Warum Palästina? Haben wir in Ägypten nicht genug“?

Warum Palästina? Haben wir nicht genug in Ägypten?

 

 

Welche Lehren zieht Israel aus dem Aufstand in Ägypten? 

Solidarität mit den Ägyptern: Demonstration am Samstag in Ramallah Foto: AP

 

 Was in Ägypten gerade geschieht, wird unser Leben verändern. Wie gewöhnlich sah es keiner voraus. Der viel gefeierte Mossad war total überrascht, genau wie die CIA und all die anderen gefeierten Dienste dieser Art. Doch sollte es überhaupt keine Überraschung gewesen sein – abgesehen von der unglaublichen Wucht des Ausbruchs. In den vergangenen Jahren haben wir viele Male erwähnt, daß in der ganzen arabischen Welt eine Menge junger Leute heranwächst, die eine tiefe Verachtung für ihre Führer hat, und daß es früher oder später zu einem Aufstand kommen wird. Dies waren keine Prophezeiungen, sondern eher nüchterne Analysen von Wahrscheinlichkeiten.

 

Der Aufstand in Ägypten wurde durch wirtschaftliche Faktoren bestimmt: die wachsenden Lebenskosten, die Armut, die Arbeitslosigkeit, die Hoffnungslosigkeit der gebildeten jungen Leute. Aber lassen wir kein Mißverständnis aufkommen: die zugrunde liegenden Ursachen reichen viel tiefer. Sie können mit einem Wort zusammengefaßt werden: Palästina.

 

In der arabischen Kultur ist nichts bedeutsamer als die Ehre. Die Menschen können Not ertragen, aber keine Demütigungen. Was jeder junge Araber von Marokko bis Oman täglich sah, war, daß seine Führer sich demütigten, indem sie die palästinensischen Brüder im Stich ließen, um Gunst und Geld von den USA zu erhalten. Sie kollaborierten mit der israelischen Besatzung und katzbuckelten vor den neuen Kolonialherren. Nirgendwo war der Ehrverlust offensichtlicher als in Ägypten, das offen mit der israelischen Führung kollaborierte, in dem es die schändliche Blockade über den Gazastreifen verhängte und so 1,5 Millionen Araber der Unterernährung und Schlimmerem preisgab. Es war niemals nur eine israelische Blockade, sondern eine israelisch-ägyptische, die mit 1,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr geschmiert wurde.

 

Ich habe viele Male – laut – darüber nachgedacht, wie ich mich als 15jähriger Junge in Alexandria, Amman oder Aleppo fühlen würde, wenn ich meine Führer sehe, wie sie sich wie unterwürfige Sklaven der Amerikaner und Israelis benehmen, während sie ihre eigenen Untertanen unterdrücken und ausplündern. In diesem Alter schloß ich mich einer terroristischen Organisation an. Warum sollte ein arabischer Junge anders sein?

 

Ein Diktator kann toleriert werden, wenn er die nationale Würde reflektiert. Aber ein Diktator, der nationale Schande ausdrückt, ist ein Baum ohne Wurzeln – ein starker Wind wird ihn zu Fall bringen. Für mich gab es nur die Frage, wo es in der arabischen Welt anfangen würde. Ägypten – wie auch Tunesien – standen unten auf der Liste. Doch genau hier in Ägypten findet die große arabische Revolution statt. Wenn Ägyptens Präsident Hosni Mubarak die Realität nicht mehr sieht, so trifft dies auch auf seinen israelischen Amtskollegen Benjamin Netanjahu zu. Er und sein Kabinett sind unfähig, die schicksalhafte Bedeutung der Ereignisse für Israel zu begreifen.

 

Wenn Ägypten sich bewegt, wird die arabische Welt folgen. Ob es in naher Zukunft in Ägypten Demokratie oder eine Militärdiktatur gibt – es ist nur die Frage der Zeit, bis die Diktatoren in der ganzen arabischen Welt fallen und die Massen eine neue Realität ohne Generäle schaffen. Alles, was die israelische Führung in den vergangenen 44 Jahren der Besatzung oder der 63 Jahre seit Existenz des Landes getan hat, ist obsolet geworden. Wir stehen vor einer neuen Realität. Wir können sie ignorieren– und darauf bestehen, daß wir »eine Villa im Dschungel« sind, wie Ehud Barak es einmal sagte – oder einen passenden Platz in der neuen Realität finden.

 

Frieden mit den Palästinensern ist nicht länger Luxus. Es ist eine absolute Notwendigkeit. Frieden jetzt, und zwar schnell. Frieden mit den Palästinensern und dann Frieden mit den demokratischen Massen in der ganzen arabischen Welt, Frieden mit den vernünftigen islamischen Kräften – wie Hamas und den Muslimbrüdern, die sich sehr von Al-Qaida unterscheiden. Frieden mit den Führern, die im Begriff sind, in Ägypten und überall aufzutauchen.

 

{Der Autor ist Mitbegründer des israelischen Friedensblocks Gush Shalom. Langfassung des Artikels: www. ri-avnery.de – Quelle: www.antifaschista.wordpress.com} 

 

One Response to “Ein Beispiel der verdrehten Berichte”

  1. teofil Says:

    Es braut sich eindeutig etwas schicksalvolles in biblischen Ausmassen zusammen im nahen Osten. Da gibt es für unseren himmlischen Vater und seine Kräfte noch viel Handlungs-Bedarf. Deswegen .kann ich mir nicht vorstellen, dass 2012/13 nach gängigen Prophezeihungen Ende der Welt und das jüngste Gericht kommen wird.


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