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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Junger Christ wegen Beleidigung des Islam verhaftet 12. Mai 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 10:39

Mob wollte Lynchjustiz

 

Lahore: Babar Masih (25), Christ und geistig behindert, wurde von der pakistanischen Polizei wegen Beleidigung Mohammeds und des Islam verhaftet. Beschuldigt wird der junge Mann von islamischen Religionsführern des Distrikts Sahiwal im Punjab. Durch die Verhaftung wurde Lynchjustiz durch einen aufgebrachten islamischen Mob verhindert. Die christliche Familie des junge Mannes befindet sich aus Angst vor Racheakten auf der Flucht. Das berüchtigte pakistanische Anti-Blasphemiegesetz trifft erneut die christliche Gemeinschaft des mehrheitlich islamischen Staates. Die Polizei von Chichawatni in Sahiwal nahm den Christen Babar Masih fest. Der geistig behinderte Masih habe laut Haftbefehl den Propheten des Islam, Mohammed, verleumdet und damit die „religiösen Gefühle der Moslems beleidigt“.

 

Nach Morddrohungen verließ die Familie des jungen Mannes ihr Haus und befindet sich auf der Flucht. Es handelt sich um die einzige christliche Familie in der Gegend. Nun fürchtet sie Vergeltung durch radikale Moslems. Babar Masih wurde am 2. Mai verhaftet. Die Familie habe die Verhaftung unterstützt, weil sie ihn nicht mehr schützen konnte. Masih sei unter größter Geheimhaltung von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, um den Zugriff einer aufgebrachten Volksmenge zu verhindern, die vor dem Haus der christlichen Familie die Auslieferung des jungen Mannes verlangte, um „Gerechtigkeit zu schaffen“. Die Verwandten fürchteten die Stürmung ihres Hauses und die Ermordung des jungen Mannes durch Lynchjustiz.

 

Amjad, ein Bruder Babar Masih, berichtete, daß einige islamische Führer der Gegend „Druck“ ausgeübt hätten, um „falsche Zeugenaussagen“ gegen den jungen Christen zu erlangen. Viele wissen um die geistige Verwirrung des jungen Mannes. „Er ist daher ein leichtes Opfer für Beschuldigungen nach dem berüchtigten Anti-Blasphemiegesetz zum Schutz des Islam“, zitiert Asianews pakistanische Christen. Die christlichen Führer der Provinz Punjub bemühten sich darum, die moslemischen Imame zur Rücknahme der Anzeige gegen Babar Masih zu bewegen. Die Extremisten scheinen dazu aber nicht bereit. Trotz der Kritik durch die internationale Staatengemeinschaft an dem berüchtigten Anti-Blasphemiegesetz, scheint es sein nächstes christliches Opfer gefunden zu haben.

 

Die Bemühungen um eine Änderung des Gesetzes kostete in den vergangenen Monaten zwei führende Politiker das Leben. Sowohl der moslemische Gouverneur des Punjab, Salman Taseer, als auch der katholische Minister für die religiösen Minderheiten Pakistans, Shahbaz Bhatti wurden von islamischen Extremisten ermordet. Beide setzten sich für die Freilassung der wegen angeblicher Beleidigung des Islam zum Tode verurteilten Christin Asia Bibi ein. (Asianews/Giuseppe Nardi, Bild: Asianews)

 

Katholik ersetzt Moslem als Minister für religiöse Minderheiten

 

Islamabad: Nach einer weiteren Regierungsumbildung in Pakistan wird nun doch der Katholik Paul Bhatti, anstelle seines ermordeten Shabhaz Bhatti, für die religiösen Minderheiten des Landes zuständig sein. Die Berufung des Christen erfolgte nach internationalen Protesten. Vor wenigen Tagen war überraschend der Moslem Rias Hussein Pirzada von der Moslemischen Liga-Q zum Minister für die religiösen Minderheiten ernannt worden. Die Entscheidung, in einem mehrheitlich islamischen Land, in dem die religiösen Minderheiten zum Teil schweren Verfolgungen ausgesetzt sind, einen Moslem an die Spitze des Ministeriums für die Minderheiten zu berufen, stieß auf Unverständnis der Minderheiten im Land und auf internationale Kritik.

 

Nun stehen zwei Katholiken an der Spitze des Ministeriums, das in Bundesministerium für die interreligiöse Harmonie und die Minderheiten umbenannt wird. Paul Bhatti wurde zum „Sonderberater des Ministerpräsidenten“ für die religiösen Minderheiten ernannt und der Rechtsanwalt Akram Masih Gill zum Staatsminister. Das entspricht dem Rang eines Staatssekretärs, doch wird demnächst mit seiner Ernennung zum Bundesminister gerechnet. Nach den ersten Protesten erklärte selbst Pirzada, mit seiner Ernennung „nicht ganz zufrieden“ zu sein und ein anderes Ministerium anzustreben. Die christliche Gemeinschaft Pakistans erhofft, so Fides, daß die Neubestellungen nun eine „dauerhafte Lösung“ darstellen und die Arbeit des von fanatischen Moslems ermordeten Shabhaz Bhatti fortgesetzt werden könne.

 

Der neue Staatssekretär Akram Gill erklärte Fides: „Es ist meine Absicht für den Schutz der religiösen Minderheiten zu arbeiten, unter ihnen die Christen Pakistans. Es ist bekannt, daß in diesem Land die religiösen Minderheiten nicht sicher sind. Es wird meine Aufgabe sein, die Wachsamkeit der Regierung und der Politik auf die Anliegen und die Lebensbedingungen der Minderheiten zu lenken und deren Rechte zu stärken.“ Zur Umbenennung des Ministeriums sagte Gill: „Die Regierung ist sich bewußt, daß der Dialog zwischen den Religionen für die Gesellschaft von größter Bedeutung ist, die nicht nur einzelnen Personen guten Willens überlassen werden kann. Es ist notwendig, daß der Staat den Respekt und die Gleichheit fördert.“ Staatssekretär Gill, der neue Minister für die religiösen Minderheiten in Pakistan wird, erklärte: „Am Beginn meines Mandats möchte ich vor allem dem Heiligen Vater Benedikt XVI. für seine Worte und seinen Einsatz auf internationaler Ebene für die Religionsfreiheit und die christliche Gemeinschaft in Pakistan danken.“ (Fides/Giuseppe Nardi, Bild: BQ)

{www.katholisches.info}

 

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