kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nein zu allen Christenhassern 8. Mai 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:47

In unserem Vorkommentator Schiller haben wir aber einen totalen Christenhasser entdeckt!

 

Vielleicht könnte mir Herr Schiller einmal sagen, inwiefern Jesus Christus Nutznießer als Religionserneuerer war? Meines Wissens ist er abgeschlachtet worden. Diejenigen, die das Christentum vertraten, haben viel Unheil angerichtet, jedoch gegen den Willen und die Lehre Jesu. Darum ist es sehr schräg, „dem Christentum“ ans Leder zu wollen. Im Übrigen hat sich das Christentum immerhin ca. 150 Jahre lang nach Christus gewaltfrei ausgebreitet. Erst mit der Christianisierung der römischen Armee fielen schwere Schatten auf das Christentum. Aber Differenzierung muss ja nicht unbedingt sein. Es geht auch der kreisende Holzhammer.

 

Sie können sich dann ja über die toten Kopten freuen. Herzlichen Glückwunsch, Herr Schiller. Sie können dann ja Ihr ganz persönliches Jubellied singen. Selbst wenn alle Religionen ausgerottet werden würden, würde es weiterhin Mord und Totschlag unter den Menschen geben.

Religion wird aber nie ausgerottet werden können, weil der Mensch denken kann und sich immer die Grundfragen stellen wird, woher er kommt, wer und warum er ist und wohin er geht. Wenn dann nach dem Christentum noch eine Religion erfunden werden würde, könnten Sie froh sein, wenn Jesus Christus noch einmal auf die Welt kommen würde, um das Christentum erneut zu initiieren. Was haben Sie an seiner Lehre auszusetzen? Wenn Sie pauschal das Christentum verdammen, dann verdammen Sie auch Jesus, dessen Wunsch es war, dass seine Anhänger in Harmonie mit sich und der Welt leben sollten und diese Liebe in die Welt hinaustragen sollten.

 

Während beim Christentum Jesus und sein Bodenpersonal tatsächlich zu trennen sind, weil das Bodenpersonal eigenmächtig teilweise gegen den Willen Jesu gehandelt hat, können sie beim Islam jedoch auf eine Einheit zwischen dem Gründer und dem Bodenpersonal vertrauen.

 

Etwas Differenzierung tut not. Wenn Sie das Christentum verdammen, verdammen Sie nicht nur zu Recht Inqusition, feindliche Eroberung Lateinamerkas und Co., sondern auch zu Unrecht sämtliche Sozialeinrichtungen, sämtliche Persönlichkeiten wie Mutter Theresa oder Franziskus, die auch zum Bodenpersonal gehörten. Im Übrigen hatten die mayanischen und indianischen Ideologien genauso ihre Schattenseiten. Es waren auch nicht immer erhaltenswerte Systeme. Also bleiben Sie einmal cool und überlegen einmal, woher Begrifflichkeiten wie „Würde des Menschen“ und „Nächstenliebe“ abzuleiten waren?

 

Marx hatte selbstverständlich Recht, wenn er sagte, dass Religion Opium fürs Volk sei, jedoch nur dann, wenn Religion ausgrenzend lehrt und hassvoll agiert. Aber aus Marxens Lehre sind ja auch wohl Millionen von Toten entsprungen im Kommunismus und Sozialismus auf Erden. Diese Ideologien waren auch ohne Religion genauso Opium fürs Volk.

 

Es kommt immer auf die geistige Absicht an, wenn ich eine Ideologie oder Religion in die Welt setze. Wenn Jesus ein falsches Verhaltensmuster als Lehre in die Welt gesetzt und gefordert hat, was haben dann andere Religions- und Sektenführer in die Welt gesetzt? Die vielfach gepriesene Französische Revolution ließ ja auch die Losung herausgeben: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – oder den Tod.  Der letzte Absatz „oder den Tod“ wird ja gern einmal vergessen. Ja diese Revolution ist gefeiert worden und wird noch heute ohne den Absatz unwahrheitsgemäß gefeiert. Aber diese Revolution hat auch ihre Kinder gefressen, weil sie ebenso gewaltsam wie ausgrenzend stattfand nach dem Motto: Willst Du nicht mein Bruder sein, schlag ich Dir den Schädel ein“. Möchten Sie lieber eine fortdauernde Französische Revolution erleben?

 

Im Übrigen machen heutige Pauschalkritiker einen großen Denkfehler. Sie können nicht über Zeiten urteilen, in denen sie nicht gelebt haben. Das klappt schon nicht, wenn Sie Großmutters Zeiten beurteilen wollen. Aus einem bequemen Fernsehsessel heraus kann immer ein noch bequemeres Urteil gefällt werden. Die Menschen hatten damals echte Existenzängste. Sie waren in dem Glauben verhaftet, dass Naturkatastrophen, Blitz und Donner oder Pest bei Vieh und Mensch die Anwort Gottes für menschliches Fehlverhalten waren. Deshalb Menschenopfer und andere Schauerlichkeiten. Sie ließen Aberglauben und mit ihm Hexenwahn erblühen (übrigens: Hexenverbrennungen haben vornehmlich nördlich der Alpen stattgefunden, nicht beim Papst in Rom). Und warum? Es ging wie immer ums Überleben. Sie hatten nicht den wissenschaftlichen Überblick wir wir heute und es wäre vermessen, damalige Religionen zu verurteilen. Selbstverständlich haben Religionsvertreter dieses für ihre Zwecke ausgenutzt. Vielfach haben sie aber auch den Menschen zur Seite gestanden. Die obere Schicht der Bischöfe mag korrupt gewesen sein, was aber auch nicht auf alle zutraf. Die Pfarrer in der Gemeinde waren sehr oft (Ausnahmen gab es selbstverständlich auch unter ihnen wie heute auch) Anlaufstelle und Hilfsinstanz.

 

Da der Mensch nicht fehlerlos gebaut worden ist und in seiner ganzen irdischen Machart sich immer mit den Unbilden des Lebens im Sinne von Selbsterhaltung herumschlagen musste (im Schweiße seines Angesichtes sein Brot verdienen), gab es immer stärkere Menschen, die andere für ihre Zwecke ausgenutzt und drangsaliert haben bis hin zur Rechtfertigung der Sklaverei. Das haben Religionen und atheistische Ideologien für sich ausgenutzt. Darin lag der immerwährende Widerstreit innerhalb der Menschheit.

 

Und dann kommt Jesus und will diesen Widerstreit durch seine Lehre von der Nächstenliebe, die auf freiwilliger Basis aufgebaut und von der Liebe zu Gott geprägt sein soll. Das war wohl für die Menschen zuviel. Das haben die Wenigsten bis heute nicht verstanden. Dann aber, Herr Schiller, geben Sie nicht dem Christentum die Schuld, wenn die Menschen Jesu Lehre einfach nicht verstehen oder verstehen, aber nicht nach ihr handeln können. Denn das ist gar nicht so einfach. Können Sie, Herr Schiller, immer Ihre Feinde lieben? Menschen sind nun einmal mit Fehlern und Sünden und Egoismen behaftet, ob wir es wollen oder nicht. Sind Sie ein Mensch ohne Fehler? Dann herzlichen Glückwunsch. Dann können Sie uns ja lehren, wie ein Leben ohne Sünde und Fehler zu gestalten ist. Da steht Religion, auch wenn sie den besten Lehrmeister aller Zeiten hatte (ich meine bei aller Kritik Jesus damit), immer in der Gefahr, ins Straucheln zu geraten.

 

Der Geist mag willig sein, das Fleisch (sprich der irdische Teil des Menschen) ist halt schwach.  Ich denke, das alles ist nüchtern festzustellen und nicht propagandistisch aufzublähen. Das alles wird einfach ignoriert, es wird nur auf das Schlechte geschaut und immer drauf. Das ist ja auch heute so: Schlechte NAchrichten bringen Sensationen. Das stille Gute fällt nicht auf und es wird als selbstverständlich angenommen. So ist es auch beim Christentum. Sie dürfen Kirche halt nicht immer mit gelebtem Christentum gleichsetzen, dann wird ein Schuh daraus.

Aber wenn es Ihnen dabei gutgeht, ist das durchaus ok.

 

Ein Kommentar von Herrn Kemmer

 

8 Responses to “Nein zu allen Christenhassern”

  1. Theo Schiller Says:

    Werter Herr Kemmer.
    Habe ich Ihnen auf die gläubigen Füße getreten?
    Erwarten Sie von mir, daß ich auf Ihren Schriftsatz antworte?
    Dann müßte ich mich zwangsläufig auf Ihre Stufe herab begeben.
    Sie scheinen Blend und Scheuklappen zu tragen und kein allzugroßes Hintergrundwissen zu haben, sonst würden Sie so einen Blödsinn nicht verfasst haben.
    Versuchen Sie mir einmal zu beweisen, daß der INRI jemals gelebt hat und keine Pahntasiegestalt ist. Aber greifbare tatsachen und keine Hirngespinnste.
    Aber noch lieber wäre mir, wenn ich mit Ihnen keinen längeren Dialog bestreiten müßte, weil ich dafür keine Zeit habe.
    Also, lassen Sie es dabei bewenden.
    Glauben heißt nichts wissen!
    MfG,

    Theo Schiller

    • Sarah Says:

      Herr Schiller, weshalb brauchen Sie Beweise, dass Jesus Christus gelebt hat?

      Für mich als Christ kann ich sagen:
      Ich fühle, dass es Jesus gibt, also gibt es Gottes Sohn auch.
      Für mich ordnet sich „fühlen“ perfekt in die Reihe der anderen Sinneseindrücke ein: sehen, hören, riechen, schmecken, spüren – und fühlen.

      Ich glaube, dass auf der Strasse ein Auto fährt, weil ich es sehe.
      Ich glaube, dass der Wind weht, weil ich ihn auf meiner Haut spüre.
      Ich glaube, dass es Jesus gibt, weil ich es in meinem Herzen fühle!
      Nicht zuletzt deshalb spricht man in der deutschen Sprache auch von Wahrnehmung.
      Ich nehme es für WAHR weil meine Sinnesorgane es mir so melden – ohne es beweisen zu können.

      • Erich Foltyn Says:

        wer die Bibel kennt, spürt, daß man so etwas nicht so einfach erfinden kann und es ist der Schelm so wie er denkt, wenn er sagt, das sei alles nur erfunden worden, damit sich alle selbst belügen. Ich nehme das Evangelium als ein Sinnbild, das zumindest insofern wahr ist, als ich bezeugen kann, daß ich es so und nicht anders gehört und gesehen habe. Und es ist ein Sinnbild vom Menschen, der sich in die Weltgeschichte gestellt betrachtet über die paar Jahre seines Lebens hinaus von Anfang aller Menschen bis in die Ewigkeit nach ihm und nicht nur in der Stunde, in der er ein Kondom benützt. Und drum ist es nicht unnütz und ich weiß, daß das Christentum bei allem, was man darin Übernatürliches glauben muss, damit man ein Christ sein kann, noch viel intelligenter ist als der Islam, weil da muss der Moslem dauernd einen heiligen Krieg führen, um unter Androhung von Todesstrafe ökonomisch unhaltbare Zustände aufrecht zu erhalten. Und wenn das Gott war, der das auferlegt hat, dann zur Strafe, weil die Menschen nicht an Jesus glauben.

  2. Bazillus Says:

    Ich denke, dass es müßig ist, sich mit Religionshassern zu streiten. Mag jeder seine Meinung vertreten und jeder seinen Glauben und jeder seine Lebensüberzeugung. Hauptsache der Einzelne ist glücklich mit seiner Lebensart. Freiwilligkeit ist das Gebot der Stunde, nicht Zwang. Der Autor hat mit Sicherheit keinen „Blödsinn“ geschrieben. Ich meine, dass Milliarden von Menschen, die an Jesus ab der allerersten Stunde nach der Auferstehung glaubten, sich nicht irren können. Kein Buch ist häufiger übersetzt worden als die Bibel. Augenzeugen wie Johannes und Matthäus haben das Evangelium niedergeschrieben, Lukas hat im Vorwort auf Augenzeugen gebaut. Selbst römische Geschichtsschreiber erwähnen die Kreuzigung Jesu. Und auch die Juden haben Material über Jesus halt aus anderer Perspektive. Kein Jude wurde behaupten, dass Jesus nicht existiert hätte.

    Mag es aber sein wie es will. Die Lehre Jesu (unabhängig, ob er gelebt hat oder nicht – ich glaube fest an seine Existenz, ja sogar noch heute) – und darauf kommt es an – ist nicht geeignet, Hass und Streit in die Welt zu setzen. An Jesu Lehre finde ich persönlich so wunderbar, dass er sagte: „Was Ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“. So erschließt sich mir, dass ich einem anderen Menschen Böses oder Gutes antue, ich in diesem Menschen das Ebenbild Gottes und seinen Sohn Jesus vor mir habe. Eine solche Lehre kann ein Atheist nicht verstehen, aber auch nicht alle Gläubigen. Er wäre – wie auch die Gläubigen – mit dieser Botschaft eindeutig überfordert. Auch ich zweifle von Zeit zu Zeit an ihr. Glaube ist nämlich nie statisch, sondern muss jeden Tag aufs Neue angegangen und aufgebaut werden.
    Wer es fassen kann, der fasse es. Zurzeit fasse ich es.

  3. Manuela Says:

    Herr Schiller, zu Ihrem Kommentar, Ihnen zu beweisen, dass Jesus jemals gelebt hat, möchte ich Ihnen folgendes schreiben:

    Erst kürzlich las ich in einer Zeitschrift, dass Archäologen immer häufiger Belege für das Leben Jesu im Heiligen Land finden.
    Darauf hat der US-amerikanische Theologieprofessor L. Scott Kellum vom Südöstlichen Baptistischen Theologischen Seminar in Wake Forest (Bundesstaat Nord Carolina) aufmerksam gemacht.
    Als Beispiel führt er unter anderem die Entdeckung des Hauses von Petrus in Kapernaum an. Ferner gehörten dazu der Steinsarg des Hohepriesters Kaiphas, der Jakobsbrunnen, der Teich Siloah, die mögliche Grabstätte des Lazarus sowie ein Fischerboot aus der Zeit Jesu, mit dem 13 Männer auf dem See Genezareth fahren konnten.
    Diese und zahlreiche andere Funde untermauern die Berichte der Evangelien.

  4. Wolf Says:

    Zweifelsfrei ist es jedem überlassen, an etwas oder jemanden zu glauben oder nicht. Ob es jedoch sinnvoll ist, alles anzuzweifeln, denke ich nicht. Ein Mensch der keinen Glauben hat, ist armselig, denn er kann sich letzlich nur an seine vergängliche Existenz und den Sinn oder Unsinn seines Wirkens klammern. Der Herr Schiller hilft mit seinen Zweifeln nur den menschen, die aus welchen Gründen auch immer, das christentum in Zweifel ziehen und somit den Nährboden für Islamisten bereiten. Ob nun bewusst oder unbewusst sei dahingestellt.

  5. brunkow Says:

    Tja – wenn einer beginnen würde aufzuhören hätte die Welt eine Chance auf Friesen- – – keiner sagte das besser als Eugen Roth:
    „NUR“
    Ein Mensch, der, sagen wir, als Christ,
    streng gegen Mord und Totschlag ist,
    hält einen Krieg, wenn überhaupt,
    nur gegen Heiden für erlaubt.
    Die allerdings sind auszurotten,
    weil sie des wahren Glaubens spotten!

    Ein andrer Mensch, ein frommer Heide,
    tut keinem Menschen was zuleide,
    nur gegenüber Christenhunden
    wär’ jedes Mitleid falsch empfunden.
    Der ewigen Kriege blutige Spur
    kommt nur von diesem kleinen »NUR«…

    Ich wünsche allen religiösen Menschen dieser Erde den Frieden und etwas Einsicht – das NUR durch diese verdrehten Doktrinen einige Berufszweige verdammt gut Leben – und das weitab von Moral wenn man denn wüsste welche Moral „SIE“ gerade festgelegt haben….
    ToiToiToi

  6. Bazillus Says:

    Verehrter Vorkommentator,
    ich glaube nicht einmal, dass ein Mensch, der keinen Glauben hat, armselig ist. Er ist genauso Geschöpf Gottes wie wir und er kann ein sehr wertvoller Mensch sein. Ich bin mit einem Atheisten befreundet, der vielfach christlicher handelt als viele Christen selbst. Ich kann ihn nicht vom Glauben überzeugen. Jetzt will ich es auch nicht mehr. Es ist vergebliche Liebesmüh. Es würde nur eine verkrampfte Situation entstehen. Es gibt Menschen, die können die Größe des christlichen Glaubens nicht erkennen. Sie können die Mehrdimensionalität Christi nicht erfassen. Uns fällt dies ja auch nicht immer leicht. Die Theodizee-Frage wird immer auf jeden Glaubenden zukommen, die er letztlich nicht beantworten kann. Einige kommen eben über diese entscheidende Frage nicht hinweg. Ein überzeugter Atheist ist mir lieber als ein lauwarmer Christ, von denen es heute zuviele gibt auch in den Reihen der Mutter Kirche. Darum steckt das Christentum in Europa auch in einer Identitätskrise.

    Wir können auch nicht wissen, welch schlechte Erfahrungen Jemand mit den Vertretern des Christentums oder mit Christen selbst gemacht hat oder in welchen schwer zu ertragenden Lebenssituationen er geraten ist. Vieles kann dazu beitragen, den Glauben an Gott zu verlieren. Not lehrt eben nicht nur immer beten. Herr Schiller hasst jede Religion, somit auch den Islam und somit auch die Islamisten. Insofern ist er im Bereich der Islamkritiker herzlich willkommen, halt aus anderer Motivation heraus. Nur Hass war noch nie eine Lösung eines Problemes weder im privaten noch gesellschaftlichen Bereich.


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