kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kamilia bei „Gewagter Frage“ auf Alhayat 8. Mai 2011

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 03:38

Alhayat ist ein Sender, der von Konvertiten verwaltet wird und im Jahr 2003 durch die Sendungen vom koptischen Priester Zakaria Boutros bekannt wurde. Seit 2008 gestaltet der marokkanische Konvertit Raschid die erfolgreichste Sendung bezüglich der unparteiischen und zivilisierten Islamkritik „Gewagte Frage“. Am Donnerstag wurde bekanntgegeben, dass Frau Zakher mit ihrem koptischen Priester Tedawes Samaan sich von Raschid interviewen lassen werden, nachdem die Salafisten in den letzten Wochen alle Bundesländer Ägyptens wegen dieses erfundenen Thema, wie wir sehr oft darüber berichtet haben, verunsichert haben.

 

Eine Stunde lang und per Videokonferenz stellte Raschid die Fragen der Zuschauer an die beiden, um eine klare Antwort auf die Lügen der ägyptischen Medien und der Salafisten zu erteilen, die leider von den internationalen Medien wie üblich blind übernommen wurden. Nachdem Frau Zakher sich im vergangenen Oktober gezeigt hatte, wollte der Sicherheitsdienst die Akte nicht ruhen lassen. Sie wurde als Begründung für das Massaker am 31. Oktober 2010 in Bagdader Kirche „Herrin der Errettung“ mit über 60 Toten und das Massaker in der Silvesternacht 2011 in der Alexandriner Kirche „des Heiligen Markus und des Papstes Petrus“ missbraucht. Dann wurde sie während der erdichteten Revolution auf Eis gelegt. Nach dem fabrizierten Rücktritt Mubaraks wurde sie erneut ins Rollen gebracht, und zwar auf gut Deutsch „volle Pulle“!

 

Frau Kamilia Schehata Zakher: „Zunächst einmal möchte ich mich in jeder Form bei seiner Heiligkeit Papst Schenuda entschuldigen, weil er seit zehn Monaten wegen mir äußerst brutal attackiert und überaus vulgär beleidigt wurde. Ich gebe ehrlich zu, dass ich falsch handelte, als ich nach einem familiären Problem mit meinem Mann untertauchte, ohne jemanden über meine Bleibe zu informieren. Damals wollte ich mich zurückziehen, um mich zu entspannen und in Ruhe über alles nachzudenken, weil ich als Lehrerin unter massiven Druck stand, wo ich es als Christin und Ehefrau eines koptischen Priesters nicht leicht hatte. Wie ich bereits mehrmals sagte, bin ich eine Christin und bin dafür bereit, mein Leben für meinen christlichen Glauben zu lassen. Niemals glaubte ich in meinem ganzen Leben, dass Mohamed ein Gesandter oder sein Buch von Gott wären. In der koptischen Kirche bin ich aufgewachsen und sowohl vor meiner Ehe als auch danach diene ich intensiv in ihr. Zu keinster Zeit habe ich einen Koran gesehen oder mit jemanden über den Islam geredet. In Kairo habe ich nur die antiken Kirchen als quasi Touristin besucht und ich kenne mich in keinster Stadt außer meiner (Deir Mowas – bei Minya) aus. Wie könnte ich zur Alazhar gehen? Alle diese Leute, die behaupten, dass ich die Hälfte den Koran auswendig rezitieren könne oder seit anderthalben Jahren zum Islam übergetreten wäre, kenne ich einfach nicht. Diese Männer habe ich niemals in meinem Leben gesehen. Wie Sie, Bruder Raschid, sehen, bin ich nicht gefangen oder von Löwen und Milizen umzingelt. Die Kirche hat mit mir nichts zu tun und sie hat mich nicht vom Gebäude des Sicherheitsdienstes in Lazoughly (Kairo) abgeholt, sondern meine ältere Schwester und ihr Ehemann. Bevor ich zu meinem Ehemann zurückkehrte, blieb ich zirka einen Monat bei meinen Verwandten, und nicht in einem Kloster, wie die Medien die ganze Zeit verbreitet. Ich hoffe, dass die Salafisten mit ihrer Vulgarität aufhören, und dass man sich lieber auf die miserable Lage Ägyptens konzentriere. Das Land ist ohne Präsidenten, ein Parlament oder Verfassung. Die Wirtschaft und der Tourismus sind komplett zerschmettert“.

 

Pater Tedawes Samaan: „Das Ganze hat mit meiner Frau nichts zu tun. Sie ist lediglich ein Vorwand. Das Ziel ist die Kirche. Man versucht mit allen Mitteln sie zu verfolgen. Jedes Mal gibt es eine andere Geschichte. Genau wie damals mit Frau Wafaa Konstantin. Vor dem Generalstaatsanwalt sagte sie: „Ich bin eine Christin und werde bis meinen Tod eine Christin bleiben“. Man erfindet irgendeinen Grund um die Leitfiguren der Kirche anzugreifen. Damit meine ich Papst Schenuda an der ersten Stelle, der monatelang auf übelste Art und Weise beleidigt wurde. Sie schlugen mit den Schuhen auf seine Bilder und spuckten auf sie, und zwar öffentlich, und daher fährt er seit zehn Monaten nicht nach Alexandria. Großimam Ahmad Eltayeb, der ägyptische Mufti Ali Gomaa und alle muslimischen Gelehrten und Autoren auf verschiedenen Kanälen und durch viele Tageszeitungen versicherten, dass meine Frau eine Christin ist und niemals Alazhar betrat. Keiner hat sich um unsere Sicherheit Gedanken gemacht? Seit zehn Monaten dürfen wir unsere Stadt betreten. Nicht einmal unsere Familien wissen etwas über uns. Was hat die Kirche mit meinem Privatleben zu tun, damit sie verfolgt wird? Nicht einmal mein Bischof weiß, wo wir uns aufhalten. Ich appelliere an die vernünftigen Moslems, das Land nicht ins Unheil zu stürzen. Denn wir haben genug Probleme und wir wollen das Beste für unsere Heimat. Möge Christus alles zum Guten verwalten“.

 

Das ein stündige Video:

 http://freecopts.net/arabic/article.php?id=11376

 

2 Responses to “Kamilia bei „Gewagter Frage“ auf Alhayat”

  1. „Das Ganze hat mit meiner Frau nichts zu tun. Sie ist lediglich ein Vorwand. Das Ziel ist die Kirche. Man versucht mit allen Mitteln sie zu verfolgen. Jedes Mal gibt es eine andere Geschichte.“

    Ich bete für Euch – und werde an OpenDoors spenden!


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