kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

15,000 Kopten protestieren vor Justizministerium und Rundfunkgebäude 8. Mai 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 22:37

Der Kelch läuft seit mindestens dem Bombenanschlag in der Silvesternacht in Alexandria über. Es ist schon mehr als offensichtlich und ganz offiziell, dass das Militär von den Bärtigen instrumentalisiert wird. Es stimmt nicht, dass Majorgeneral Mohamed Hussein Tantawy ein zahnloser Löwe ist, da er einen Plan durchführt, der von den üblichen Verdächtigen geschmiedet wurde. Sowohl er als auch seine Generäle greifen nur an, wenn die Kopten murren und gegen die tagtäglichen Angriffe protestieren. Erst dann machen die Soldaten aus ihren Waffen Gebrauch.

 

Diesmal heuerte das Militär seine Soldaten in Zivil an, welche die koptischen Demonstranten von den Dächern der Häuser mit Steinen und Glasscherben bewarfen. Die Kopten sagten: „Wo sind die Salafisten … da sind wir! – Einmal Wafaa und ein anderes Mal Kamilia … immer dasselbe Theater – Wir wollen keinen terroristischen Staat, sondern einen Säkularen“.

 

Ein koptischer Rechtsanwalt wurde von „Christian Dogma“ angerufen, welcher folgendes berichtete: „Herr Saaid Fayez: Ich spreche jetzt zu Ihnen als Augenzeuge, weil ich die ganze Zeit vor der Kirche des Heiligen Mina in Imbaba stand und alles mitverfolgte. Auf meine eigene Verantwortung sage ich, dass das, was sich gestern ereignet hat, unter Aufsicht und bei voller Präsenz des Militärs, der Feuerwehr und der Sicherheitsgarde passierte. Zwei Kirchen wurden mit einigen Häusern der Kopten in der Gegend verkohlt, mit dem Segen der Soldaten und Polizisten. Gegen 19 Uhr kamen etwa 500 Salafisten zur Kirche, welche binnen weniger Minuten von Tausenden gefolgt wurden. Sie teilten sich auf Gruppen ein, um die Moslems in der Gegend anzustacheln. Da logen sie: die Kopten sind bewaffnet und wir haben nichts bei uns, mit dem wir uns verteidigen. Dann erbebte die Gegend durch ihre Rufe: „Es gibt keinen Gott außer Allah und der Christ ist der Feind Allahs“. Dann wurde geschrien: „Hilfe! Die Christen haben drei Moslems in die Kirche geschleppt und sie durch Kopfschüsse getötet“. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, sprach ich nur mit den „verblendeten“ Moslems. Ich fragte sie, ob sie wissen, wie diese Frau heißt, wegen der sie von Sinnen sind. Keiner wusste etwas darüber. Keiner von ihnen war dazu bereit, ein wenig rational zu argumentieren“.

 

„Die zweite Kirche in der Elwehda-Str. wurde um 00,15 angezündet. Das ist die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria. Wissen Sie, wann die Feuerwehr eintraf? Nach über 80 Minuten! Die Feuerwehrleute sind keineswegs qualifiziert. Darum wurde die Kirche verkohlt, weil die zwei Obergeschosse aus Holz waren. Am heutigen Sonntag gingen über 80 Rechtsanwälte zum Generalstaatsanwalt und zeigten die salafistischen Scheichs an, die seit langer Zeit in der Öffentlichkeit gegen die Kopten hetzen. Vor dem Rundfunkgebäude (Masbiro) verlangten wir zwei Dinge: Umgehende Bestrafung der Verantwortlichen, von mindesten dem 01. Januar 2011 bis jetzt – Die Gesetze und die Justiz sollen nicht von den traditionellen Sitzungen abgelöst werden, wo die Moslems sich bei den Kopten entschuldigen, ohne die Täter zu bestrafen oder die Geschädigten zu entschädigen. Darum wiederholen sich die Angriffe, weil der Moslem weiß, dass er nicht bestraft wird, wenn er eine Kirche oder Häuser niederbrennt“.

 

In Alexandria protestieren die Kopten im Herzen der Hafenstadt: In Raml-Station und vor der Stadtbibliothek. Gegen 14 Uhr fuhr ein Auto zwei Kopten an, welches die Demonstranten zu vertreiben versuchte. Einer von ihnen liegt im Krankenhaus. Vor dem Kairoer Masbiro stehen die Kopten noch und gedenken der 6 Märtyrer, die am späten Nachmittag beigesetzt wurden.

 

One Response to “15,000 Kopten protestieren vor Justizministerium und Rundfunkgebäude”

  1. Martin Oberkinkhaus Says:

    Nicht so ganz deutlich wird im Hintergrund, dass es die Salafisten sind, die hier den Terror ausüben. Schade ist, dass über derartige Terrorangriffe die häufigeren positiveren Ereignisse verdrängt werden bzw. nicht darüber berichtet wird. Good News ist eben keine verkaufsträchtige Angelegenheit.
    Trotzdem darf nicht vergessen werden: die Drahtzieher und Interessierten an den Konflikten sind nicht bei der Mehrheit der Muslime zu finden.
    MenschMartin


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