kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Türkischer Präsident: Islamophobie widerspricht dem Geist Europas 3. Mai 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 13:34

Gül: Furcht vor Ausbreitung eines politischen Islam ist unbegründet

Wien/Ankara (kath.net/idea) Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit widersprechen dem „Geist Europas“. Diese Ansicht äußerte der türkische Präsident Abdullah Gül in einem Interview mit dem österreichischen Online-Dienst „Die Presse“ (Wien). Anlass ist ein am 2. Mai beginnender dreitägiger Staatsbesuch Güls in Österreich.

 

Wie der türkische Präsident erklärte, sei Europa die Heimat der Menschenrechte – „eine Region, in der wir den Respekt gegenüber Andersdenkenden und anderen Kulturen voraussetzen müssen“. Die Diskriminierung anderer sei eine „krankhafte Einstellung“. Furcht vor einem sich in Europa ausbreitenden politischen Islam nannte Gül unbegründet: „Die Muslime, die in Europa leben, wissen doch über die nötigen Standards hinsichtlich Demokratie und Menschenrechten Bescheid.“ Sicherlich könne es im Islam auch extremistische Positionen geben – „genauso wie im Christentum oder im Judentum“. Diese dürften aber nicht als Ausrede für Islamophobie gelten.

 

Die Islamfeindlichkeit sei eine gefährliche Entwicklung, so Gül. Auch der Antisemitismus habe seinerzeit klein angefangen. Von türkischen Migranten erwartet er, dass sie die Sprache des Landes, in dem sie lebten, lernen: „Das ist auch für sie wichtig – für ein glückliches Leben in diesem Land.“  Mit Blick auf einen möglichen Beitritt seines Landes zur Europäischen Union erklärte der türkische Staatspräsident, ihm sei klar, dass Beitrittsverhandlungen nicht automatisch einen Mitgliedschaft der Türkei bedeuteten. Nach einer Bewertung durch die EU könnten in verschiedenen EU-Mitgliedsländern auch noch Volksentscheide zum Tragen kommen. „Und diese Referenden würden wir akzeptieren“, so Gül. Über 95 Prozent der 72 Millionen Einwohner der Türkei sind Muslime. Von den rund 120.000 Christen gehören etwa 4.000 zu evangelikalen Gemeinden.

 

Ein Kommentar von Herrn Kemmer: Dann soll dieser Herr einmal erklären, warum die ach so gastfreundliche und islamisch offene türkische Gesellschaft den Völkermord an den Armeniern zu Anfang des vorigen Jahrhunderts so standhaft leugnet und die Christen bis heute auf weniger als 1 % der Bevölkerung dezimiert hat durch Vertreibung oder Verfolgung? Da sollte die Türkei sich einmal als Gesellschaftsordnung mit „krankhafter Einstellung“ outen. Das wäre dann wohl der erste Weg zur Besserung.

 

Ja, er hat vollkommen Recht. Diskriminierung anderer ist eine krankhafte Einstellung. Warum wird der christliche Glaube in Nordzypern mit 520 zerstörten Kirchen eliminiert? Weil die Türkei eine krankhafte Diskriminierungspolitik betreibt? Warum nähert sich die Türkei islamischen Staaten an, die besonders christenfeindlich eingestellt sind? Warum ist der christliche Glaube in der Türkei dem Islam nicht gleichgestellt?

 

Herr Gül hat mit diesen Worten eine 8-fach breite Autobahnschleimspur nach Europa gelegt, deren gedankliche Ehrlichkeit ihm aber nur diejenigen politischen Eliten  abnehmen, die die Türkei ohne großen Kostenaufwand in der EU sehen, wie Herr Poland von der CDU und allen Politikern von rot-grün bis Links. Bei einem EU-Beitritt werden diese auf dieser ausgelegten Schleimspur mächtig ins Rutschen kommen. Als ob gerade die Türkei sich einer schwächlichen, sich seit Jahrzehnten gegen die eigenen Bevölkerungen operierende Politikerkaste der EU unterwerfen würde.  Das Wort „degeneriert“ ist zwar wahr, könnte jedoch als ausdrückliche Beleidigung angesehen werden, da Namen genannt wurden. Das muss nicht sein.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s