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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

WIE KANN JESUS CHRISTUS HEUTE NOCH LEBEN? 2. Mai 2011

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 14:40

Christen leben damals wie heute mit der Gewissheit:

Jesus ist auferstanden

 

Es gibt natürlich noch genügend Menschen, die sagen, dass Jesus nur in der Verkündigung und Vorstellung der christlichen Kirche lebe. Sie meinen, der christliche Glaube sei im Grunde ohne Fundament und bestenfalls eine kulturelle Erscheinung. Doch schon die Christen in der Urgemeinde haben ihr Leben nicht auf einer Legende aufbauen wollen. So schreibt Apostel Paulus in seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth, wie wichtig für ihn die Tatsächlichkeit der Auferstehung ist. Ohne sie wäre Glaube und Verkündigung nichtig, leer und sinnlos.

 

Für Christen in aller Welt bedeutet auch heute noch die Auferstehung das Ende der Gottverlassenheit und die Rückkehr zur vollen Gemeinschaft mit Gott. Eben weil Jesus lebt, ist es möglich, ihm auch heute zu begegnen. Er spricht immer wieder Menschen durch seinen Heiligen Geist an und offenbart sich ihnen als Lebendiger, so dass bei ihnen Glaube und Gewissheit entsteht.

 

Indizien dieser Begegnungen sind u.a. die Existenz der christlichen Kirche, persönliche Erfahrungsberichte und Wunder. Immer wieder hat die Überzeugung, dass Jesus Christus lebt, zahlreiche einfache Christen zu tätiger Nächstenliebe befreit, weil sie wussten, dass ihr unermüdlicher Einsatz Sinn hat. Ich möchte nur zwei Personen nennen und zwar Mutter Teresa und Dietrich Bonhoeffer. Diesen und allen anderen Nachfolgern versprach er: „Wer mich liebt, wird sich nach meinem Wort richten. Dann wird ihn mein Vater lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“ (Joh. 14,23).

 

Wir Christen erfahren die Wahrheit dieser Aussage darin, dass Jesus Christus durch den Heiligen Geist in uns lebt, und dass seine Kraft unser Leben prägt und verändert. Jesus Weiterleben sichert außerdem zu: Der Tod ist nicht das Letzte. Jesus hat ihn überwunden und jeder Gläubige kann Anteil daran haben: „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ (Joh. 14,19).   Und weil ich in meinem Artikel Dietrich Bonhoeffer erwähnt habe, möchte ich für Euch auch sein bekanntestes Gedicht niederschreiben:  Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr. Noch will das alte unsre Herzen quälen, noch drückt uns böser Tage schwere Last, ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen das Heil, für das Du uns bereitet hast. Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus Deiner guten und geliebten Hand. Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, dann wolln wir des Vergangenen gedenken, und dann gehört Dir unser Leben ganz.

 

Lass warm und still die Kerzen heute flammen, die Du in unsre Dunkelheit gebracht, führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht. Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all Deiner Kinder hohen Lobgesang. Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Von Bella Ella, der Jugendexpertin und Pädagogin

 

2 Responses to “WIE KANN JESUS CHRISTUS HEUTE NOCH LEBEN?”

  1. Bazillus Says:

    Ja, liebe Autorin, dieses Gedicht von Bonhoeffer passt zu diesem Thema sehr gut. Bonhoeffer hat dieses Gedicht kurz vor seinem gewaltsamen Tod aus dem Gefängnis geschrieben. Dieser Umstand macht den Text dieses Gedichtes m. E. noch intensiver und verleiht dem Ganzen eine übernatürliche Glaubwürdigkeit. In einer solchen Situation gerät der Glaube möglicherweise in seine kindhafte Ursprünglichkeit zurück. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass viele Menschen im KZ und in den Gefängnissen ihren Glauben verloren haben. Not lehrt halt nicht immer beten.

    Wikepedia veröffentlicht:

    „Von guten Mächten“ [Bearbeiten]

    Einem Brief vom 19. Dezember 1944 an seine Verlobte legte Bonhoeffer einen Text als „Weihnachtsgruß für Dich und die Eltern und Geschwister“ bei, der mit folgenden Versen beginnt:

    „Von guten Mächten treu und still umgeben,
    behütet und getröstet wunderbar,
    so will ich diese Tage mit euch leben
    und mit euch gehen in ein neues Jahr.“[60]

    Dieses persönlich-biografische Gedicht bezog sich auch auf seine eigene Situation als Gefangener und die seiner Familie vor dem unausgesprochenen Hintergrund der NS-Herrschaft und des Krieges. Sein Bruder Klaus sowie die Schwager Hans von Dohnanyi und Rüdiger Schleicher waren inhaftiert, Bruder Walter war gefallen, seine Zwillingsschwester Sabine war mit ihrem jüdischen Mann Gerhard Leibholz ins Ausland gegangen. So schrieb Bonhoeffer in einem Begleitbrief zum Gedichttext an seine Verlobte:

    „So habe ich mich noch keinen Augenblick allein und verlassen gefühlt. Du und die Eltern, Ihr alle, die Freunde und Schüler im Feld, Ihr seid immer ganz gegenwärtig. […] Wenn es im alten Kinderlied von den Engeln heißt: zweie, die mich decken, zweie, die mich wecken, so ist diese Bewahrung am Abend und am Morgen durch gute unsichtbare Mächte etwas, was wir Erwachsene heute nicht weniger brauchen als die Kinder.“[61]

  2. Finja Says:

    Schon damals, als wir noch hilflos der Sünde ausgeliefert waren, ist Christus für uns gottlose Menschen gestorben. Selbst für einen guten Menschen würde kaum jemand von uns sterben, obwohl es das vielleicht geben mag. Gott aber hat uns seine große Liebe gerade dadurch bewiesen, daß Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren. Wieviel weniger müssen wir einmal am Gerichtstag Gottes Zorn fürchten, nachdem wir jetzt durch den Opfertod Jesu von unserer Schuld freigesprochen sind. Als wir noch seine Feinde waren, hat Gott uns durch den Tod seines Sohnes mit sich selbst versöhnt. Wieviel mehr werden wir, da wir jetzt Frieden mit Gott haben, am Tage des Gerichts bewahrt bleiben, nachdem ja Christus auferstanden ist und lebt. Lob und Dank sei ihm dafür! Schon jetzt sind wir durch unseren Herrn Jesus Christus mit Gott versöhnt.
    Roemers 5:6-11


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