kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der missverstandene Bazillus 27. April 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 16:15

Ich war auf kath.net. Leider waren dort einige Poster, welche die Intention meiner Postings nicht verstanden haben oder auch nicht verstehen wollten. Wenn Sie mögen, können Sie die Kommentare auf kath.net auch anschauen. Es ging um eine Predigt des Papstes Johannes Paul II in Marokko, dessen wesentlichen Teilinhalt, nämlich dass Muslime und Christen denselben Gott anbeten, gewagt habe zu kritisieren. Es wurde eine bewegte Islamdebatte daraus. Die Predigt: 985 hatte der zukünftige Selige vor 80.000 muslimischen Jugendlichen eine Rede gehalten: „Wir haben als Christen und Muslime viele Dinge gemeinsam“.

 

Vatikan (kath.net): Aus aktuellem Anlass bringt kath.net die ungekürzte Ansprache von Papst Johannes Paul II. im Stadion Mohammed V. von Casablanca (Marokko) vor 80.000 islamischen Jugendlichen am 19. August 1985. Zurzeit wird das Thema diskutiert, weil vier prominente katholische Intellektuelle eine islamfreundliche Veranstaltung in der Wiener Moschee planen, kath.net hat berichtet.  Die Ansprache im Wortlaut finden Sie ganz unten. Ich darf nur eine Fatwa zitieren. Dann wird der Unterschied vielleicht etwas klarer:

 

Fatwa über Papst Johannes Paul II.

Wie Muslime zu dem verstorbenen Papst stehen sollen

Von Scheichs Nasser Ibn Sulaiman Al-Omar – Institut für Islamfragen, dh, 7.11.2005

 
Frage: Ein Muslim fragt, ob der Papst (Johannes Paul II.) als Gottloser oder Gläubiger gestorben ist, ob Muslime für ihn beten dürfen; ob Muslime ihn verfluchen dürfen.
 
Antwort: Der Papst ist zweifellos als Gottloser gestorben. Man darf nicht für ihn beten. (Sure 9,113 und 84). Er ist gottlos gewesen, weil er an Jesus Christus geglaubt hat. (Sure 9,30). Man darf ihn verfluchen, weil er als Gottloser gestorben ist. Ob man dies in der Öffentlichkeit tun sollte, ist abhängig von den Vor- und Nachteilen, die dadurch entstehen könnten. Scheich Al-Omar betont, dass ein Mensch, der auch nur die geringste Kenntnis von der Lehre des Islam habe, diese Fragen nicht stellen würde. {Quelle: saaid.net/fatwa/f55.htm}  

 

Wer solche geistigen Haltungen an den Tag legt, ist auf strikte Konfrontation aus. Besorgniserregend ist meiner Meinung nach der letzte erläuternde Satz dieses Scheichs.

 

Wenn ich die Realitäten in islamischen Gesellschaften und zunehmend auch hier sehe und muss mir hier sagen lassen, dass ich ein katholisches U-Boot sei, eine Art Pseudokatholik, dann ist dies eine echte Fehleinschätzung. Damit jedoch kann ich gut leben. Denn ich habe noch ein Gewissen, welches mir in Verbindung mit den 10 Geboten sagt, was annährend richtig und falsch ist. Feindbilder werden in totalitären Systemen aufgebaut, um sich selbst zu erhöhen. Aber bitte Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Nicht die Bibel schafft Feindbilder, so schaffe auch ich keine Feindbilder, sondern explizit der Koran einschließlich aller islamischen Schriften, wenn es um die Ausgrenzungsverse gegen Nichtmuslime geht.

 

Ich wäre der letzte, der sich mit Feindbildern erhöhen und schmücken möchte, um andere zu degradieren. Wenn ich aber feindliches islamisch geprägtes Tun in aller islamischer Welt gegen Nicht-Muslime, insbesondere gegen Christen wie die Kopten in Ägypten oder den bedauernswerten Glaubensgeschwistern im Irak quasi via Bildschirm und Videos miterleben muss und den Koran im Hinblick auf seine ausgrenzenden Aussagen durch diese Taten bestätigt sehe, so schaffe ich kein Feindbild, sondern muss mich mit dem Feindbild anderer auseinandersetzen. Ich muss die Ursachen für den Hass, der hier wohl durch den Koran und seinem Verkünder in die Welt gesetzt wurde, versuchen zu ergründen. Und genau die Predigt dieses Hasses gegen Ungläubige ist es, die den Islam, wenn er denn die politische Mehrheit hat, zu einer totalitären Religionsideologie verkommen lässt.

 

Wie gesagt, ein koptischer Priester einschließlich des Papstes Schenuda III. hätte angesichts der persönlich erlittenen Verfolgungen nicht die Behauptung aufgestellt, dass der Gott des Islam identisch ist mit dem Dreifaltigen Gott.

 

Ich bin nicht derjenige, der Muslime in der Hölle sieht, liebe Kritiker, die Muslime sehen Sie und mich in der Hölle. Ich bin nicht derjenige, der Muslime als minderwertig ansieht, sondern Muslime sehen mich als Christen und Katholiken als minderwertig, weil Höllenbewohner an. Ich denke, das darf ich kritisieren, wenn wir in den Augen des Islam zu minderwertigen Wesen degradiert werden. Der Koran ist nun einmal eine einzige und leider auch ewige Beleidigung von Menschen anderen oder keinen Glaubens. Wenn in islamischen Ländern sich die Christen nicht mit der Diskriminierung friedlich abfinden würden und solche permanenten Forderungen stellen würden wie die Muslime hier, dann würde der Frieden dort nicht gewährleitstet sein.

 

Selbstverständlich enthält der Koran auch gute Inhalte, die ich hier nicht verschweigen möchte. Jedoch gelten diese „guten“ Inhalte grundsätzlich dem muslimischen Innenleben, dem Muslim, nicht dem Ungläubigen, dem Dreifaltigkeitschristen und dem Juden gegenüber. Während Jesus die Möglichkeit offen lässt, Staat von Kirche zu trennen, gibt es diese Möglichkeit im Islam nicht. Deshalb müssen sich nicht nur Christen und Angehörige anderer Religionen mit der Religion Islam auseinandersetzen, sondern auch Politiker, da der Islam nicht nur auf religiösen Säulen ruht, sondern auch auf politischen.

 

Ich verbreite keinen Hass gegen Muslime, im Gegenteil, ich hatte auch Muslime in meiner kleinen Ausbildungsschar und bin gut mit ihr ausgekommen. Das zum meinem Hass gegen Muslime. Ich möchte aufklären, nicht verurteilen. Muslime sind , wie ich schon gepostet habe, selbst die Leidtragenden eines verirrten Propheten, der sich selbst als den letzten und führenden Siegelpropheten angesehen hat und Jesus nur dazu benutzt, ihn selbst anzukündigen, auf seine Lehre leider nicht eingeht.

 

Im Übrigen, meine Kritiker hier werden es nicht glauben: Ich finde es gut, dass Kirchengemeinden sich mit den islamischen Moscheegemeinden treffen und Austausch pflegen für ein gutes Miteinander. Ich werde jedoch nicht meine Augen verschließen vor den religiös geführten Attacken des Koran, die noch heute in islamischen Ländern gegen die Christen, übrigens auch die Kirche, Juden und andere Religionen oder Atheisten stattfinden.

 

Das Wesen Gottes ist a priori vom Menschen nicht in seiner Gänze erfassbar. Deswegen sollten wir in aller Bescheidenheit und Demut bei Zweifeln lieber der Kirchenlehre (i.e. dem Papst) folgen, als auf abwegige Gedanken zu kommen und selbst falsche Schlüsse zu ziehen.

 

Wieso habe ich falsche Schlüsse gezogen? Selbstverständlich ist Gott nicht in seiner Gänze erfassbar. Die Bergpredigt begründet gerade dies so tief und universal. Aber gerade weil die Bergpredigt einen Inhalt hat, den der Mensch nicht fassen kann, weil dieser Inhalt eben göttlich ist, kann ich in aller Bescheidenheit sagen, dass ein Gott wie der des Islam, dem das Wort „Liebe“ wie ein Kloß im Halse stecken bleibt, wohl kaum geeignet ist, auch nur einen Bruchteil dessen darzustellen, was wir Christen und Katholiken unter Gott auch nur annähernd zu verstehen versuchen. Wer Jesus so behandelt wie es der Gott des Islam getan hat, kann nicht mein Gott sein. Muslime sind Opfer dieses Gottes und ihrer eigenen Religion. Bedenken Sie bitte, wer Jesus zu feige hält, selbst am Kreuz gestorben zu sein und einen Doppelgänger an seiner Stelle den Kreuzestod erleiden zu lassen, leugnet auch die Auferstehung Jesu, also den zentralen Glaubensinhalt aller Christen.

 

So ein Gott, der Jesus geistig und geistlich ohne ihm auch nur das Wasser reichen zu können, so behandelt, kann nicht mein Gott sein. Ich denke, dass ich dies klar schreiben darf ohne den Eindruck zu hinterlassen, dass ich nicht demütig sei. Der Papst ist Entscheider in Glaubens- und Sittenlehren, wenn er ex cathedra spricht. Das akzeptiere ich unhinterfragt. Aber den Teilinhalt einer bloßen Predigt, die im Ganzen ja auch hervorragend war, leider ein entscheidender Teil nicht der Wahrheit entspricht, darf ich ohne unbescheiden zu sein, kritisieren. Ich kann meinen Verstand nicht einfach beiseite schieben. Das gelingt mir noch nicht. Meine Seele sträubt sich, diesen Gott als den meinen ansehen zu müssen, nur weil dies dieser Papst in einer Predigt zum Ausdruck gebracht hat. Und ich glaube, er hat der Menschheit mit dieser Feststellung keinen Gefallen getan. Er hat m. E. die Muslime in ihrem Glauben sogar noch bestärkt, einem Gott zu trauen, der es wirklich nicht verdient hat. In diesem Punkte hätte er besser geschwiegen.

 

Selbstverständlich setzte ich die Heilige Trinität nicht gegen den Monotheismus. Beides ist verschiednen Seiten einer Medaille. Mir lag es mit meinem Posting und dem Scheichzitat nicht gerade am Herzen, irgendeinen Muslim zu beleidigen. Ich stehe dem Papsttum sehr positiv gegenüber. Aber ich erlaube mir einzelne Textabschnitte eines Papstes kritisieren zu dürfen. Wenn JP II den Gott des Islam mit unserem Gott gleichwertig auf eine Stufe stellt, dann irrt er in diesem Punkt. Taktik darf in solchen Glaubensfragen keine Rolle spielen. Bekennermut ist angebracht. Das habe ich an diesem Papst gegenüber dem Kommunismus und dem Edelkapitalismus so bewundert. Darum hat mich dieser Passus der Gleichwertigkeit so irritiert.

 

Wir müssen bedenken, dass der Koran als das wortwörtliche diktierte Wort Gottes verstanden wird von Muslimen. Die Bibel ist das von Gott inspirierte Wort Gottes, welches über die Jahrhunderte hinweg viele menschliche Autoren niedergeschrieben haben. Der Gott des Islam ist also der Autor dieses Buches, genannt Koran. Taliban sind Koranschüler, nicht mehr und nicht weniger. Dieses Verständnis der buchstabengetreuen Auslegung nennen wir Fundamentalismus. Der Verkünder dieses Korans ist der Prophet.

 

Wer sich dieser Mühe unterziehen möchte, den Koran in deutscher Übersetzung zu lesen, wird hinsichtlich des Verhältnisses des Islam zu Nichtmuslimen sehr viele grausame Stolpersteine finden. Was mich besonders negativ beeindruckt hat, ist der Umgang mit Jesus. Nicht nur, dass Jesus zum Propheten degradiert wird. Die Kreuzigung und die Trinität werden strikt geleugnet. Für Jesus ist ein Doppelgänger am Kreuz gestorben. Gott hat keinen Sohn und alle, die dies glauben, also wir, sind Höllenbewohner; alles nachzulesen in diesem Nichtmuslimen gegenüber gar nicht friedlichen Buch. Bedenken wir, das Wort des Gottes des Islam ist für alle Zeiten unveränderbar und Gesetz für religiöse Muslime.

 

Ich wehre mich vehement dagegen, wie einige Blogger hier meinen, Muslime mit Islamkritik zu verachten oder sie zu diskriminieren. Wenn also die Wahrheit über
a) die ausgrenzenden Verse des Korans, immerhin über 200 Gewaltverse an der Zahl,
b) die Frauen verachtenden Verse diese Buches,
c) die nicht nur guten Charaktereigenschaften des Propheten, sondern auch die korangemäßen gegenüber Nichtmuslimen an den Tag gelegten Gräueltaten
d) eben genau die korangemäßen Diskriminierungen, Verfolgungen von Anhängern des Islam noch heute im großen Stil in die heutige Zeit wörtlich umgesetzt werden
e) und die Menschenrechte verletzende Scharia, das islamische Recht,

nicht mehr gesagt und geschrieben werden darf, ist es mehr als eine einseitige Sichtweise dieser für Christen immer mehr zum Problem werdenden Islamisierung. Haben wir vergessen, wie sich der Islam z.B. in der Türkei ausgebreitet hat? Haben wir vergessen, wie mit Erzbischof Padovese umgegangen wurde, nämlich im Namen des Gottes des Islam von einer völlig verirrten muslimischen Seele gelyncht?

 

Ich wäre der Letzte, der gegen Muslime hetzt. Das verbitte ich mir. Ich behalte mir nur das Recht vor, mit offenen Augen in die Welt zu schauen. Ich informiere mich bei Menschenrechtsorganisationen wie Open Doors, Kirche in Not und CSI International und bekomme dort tiefe Einblicke über den korangemäßen Umgang des herrschenden Islam mit jüdischen und christlichen Minderheiten. Die Ursache dieses Umgangs sind die Feindbildverse des Korans, der Hadithen und der Sunna. Es wäre wirklich für alle gut, Mohammed und Jesus miteinander in den direkten Vergleich zu stellen. Es wäre hilfreich, den Gott des Islams mit dem Gott der Heiligen Trinität zu vergleichen.

 

Der Gott des Islams ist ein Ebenbild des Menschen. Im jüdisch-christlichen Bereich ist der Mensch ein Ebenbild Gottes. Und aus diesem entscheidenden Grund kann ich dem Gott des Islams nicht nachfolgen. Er ist nicht mein Gott und wird es nie sein. Sein Prophet ist alles andere als ein heiligmäßiger Mensch. Er hat gegen die Mehrheit der 10 Gebote verstoßen mit dem Ziel Nichtmuslime zu schädigen. Dieser Person kann ich ebenfalls nicht nachfolgen, denn das müsste ich tun, wenn der Gott des Islams mit dem jüdisch-christlichen Gott identisch wäre. Ich müsste Mohammed in seiner ganzen Lehre und in seinen gesamten Untaten nachfolgen.

 

Wer Jesus lebendig nachfolgt, kann zur Mutter Theresa werden. Wer Mohammed nachfolgt, wird zu einem ausgrenzenden, weil Christen und Juden verachtenden Talibangelehrten, also zu einem dieser Scheichs, dessen Zitat ich in diese Diskussion geworfen habe. Für mich ist Jesus die Identifikationsfigur. Jesus hat seinen Vater vom irrigen Gottesbild des Rache- und Strafgottes befreit und ihm ein liebendes Antlitz gegeben. Ihm folge ich nach.

 

Ich bleibe dabei. In diesem Punkt hat sich dieser Papst geirrt. Das habe ich zum Ausdruck bringen wollen. Man mag mich einen Hetzer nennen. Ich sehe mich nicht als Hetzer. Die Wahrheit kann halt schmerzlich sein. Ich sehe in jedem Muslim einen Menschen, ausgestattet mit göttlicher Menschenwürde, wie jeden anderen Mensch auch. Auch jeder Muslim ist Ebenbild Gottes und ich würde mir nie anmaßen, zu sagen, dass ein Muslim, obwohl er m. E. einen Götzen anbetet, nicht in den Himmel kommen könnte. Aber jeder religiöse Muslim weiß, dass die in seinen und den Augen des Korans, gläubigen Dreifaltigkeitschristen und Juden, die übrigens mit Affen und Schweinen verglichen werden und zu den schlechtesten Geschöpfen gezählt werden (Koraninhalt), Bewohner der Hölle sein werden.

 

Also: Alle Poster hier, die an die Dreifaltigkeit glauben, sind in den Augen des Islam, des Propheten und des Gottes des Islam Höllenbewohner. Das sollte jedem klar sein. Und das wusste auch der von mir sehr geschätzte Papst Johannes Paul II. Darum hat mich der Kuss gerade des Korans sehr irritiert und auch – da bin ich ehrlich – gestört.

 

Die Predigt des verstorbenen Papstes war bis auf einen entscheidenden Megafehler gut. Er setzte den Gott des Islam dem Dreieinen Gott gleich. Das hätte diesem Papst nicht passieren dürfen, ebensowenig wie der Kuss, den er dem Koran zugedacht hat. Die beiden verschiedenen Gottheiten sind so unterschiedlich wie Feuer und Wasser, halt so unterschiedlich wie Jesus Christus und der Prophet des Islam.

 

Die Predigt des verstorbenen Papstes Johannes Paul II

 

Liebe Jugendliche!

{1} Ich danke und rühme Gott, der erlaubt hat, daß ich heute mit euch zusammen bin. Seine Majestät, der König, hat mir vor einigen Jahren in Rom die Ehre seines Besuches erwiesen, und er hat die Liebenswürdigkeit besessen, mich einzuladen, euer Land zu besuchen und euch zu treffen. Ich habe die Einladung des Souveräns dieses Landes mit Freude angenommen, in diesem Jahr der Jugend zu kommen, um zu euch zu sprechen.

 

Ich treffe häufig Jugendliche, im allgemeinen Katholiken. Es ist das erste Mal, daß ich mit jungen Muslimen zusammentreffe. Wir haben als Christen und Muslime viele Dinge gemeinsam, als Gläubige und als Menschen. Wir leben in derselben Welt, die durch viele Zeichen der Hoffnung, aber auch der Angst gekennzeichnet ist. Abraham ist eben für uns ein solches Vorbild des Glaubens an Gott, der Ergebenheit gegenüber Seinem Willen und des Vertrauens auf Seine Güte. Wir glauben an denselben Gott, an den einzigen Gott, an den lebendigen Gott, an den Gott, der die Welten schafft und Seine Geschöpfe zu ihrer Vollendung führt.

 

Es ist also Gott, auf Den sich mein Denken bezieht und zu Dem sich mein Herz erhebt: von Gott selbst möchte ich vor allem zu euch sprechen; von Ihm, weil Er es ist, an Den wir glauben, ihr Muslime und wir Katholiken, und ich möchte zu euch auch über menschliche Werte sprechen, die ihr Fundament in Gott haben, die Werte, welche die Entfaltung unserer Personen betreffen, aber auch die unserer Familien und unserer Gesellschaften wie auch die der Internationalen Gemeinschaft. Ist das Gottesgeheimnis nicht die höchste Wirklichkeit, von welcher der Sinn selbst abhängt, den der Mensch seinem Leben gibt? Ist es nicht das erste Problem, das sich einem Jugendlichen stellt, wenn er über das Mysterium seiner eigenen Existenz und über die Werte nachdenkt, die er auszuwählen beabsichtigt, um seine heranreifende Persönlichkeit zu formen?

 

Meinerseits trage ich in der Katholischen Kirche das Amt des Nachfolgers Petri, des Apostels, den Jesus erwählt hat, um seine Brüder im Glauben zu stärken. Nach den Päpsten, welche einander durch die Geschichte hindurch ohne Unterbrechung gefolgt sind, bin ich heute der Bischof von Rom, dazu berufen, unter seinen Brüdern in der Welt der Zeuge des Glaubens und der Garant der Einheit aller Glieder der Kirche zu sein. So komme ich zu euch heute auch als Glaubender. Ich möchte hier ganz einfach ein Zeugnis davon geben von dem, was ich glaube, von dem, was ich für das Wohl meiner Menschenbrüder wünsche, von dem, was ich aus Erfahrung für alle als nützlich ansehe.

 

{2} Zuallererst rufe ich den Höchsten an, den allmächtigen Gott an, der unser Schöpfer ist. Er ist der Ursprung jeglichen Lebens, so wie Er die Quelle all dessen ist, was gut, was schön und was heilig ist. Er hat das Licht von der Dunkelheit geschieden. Er hat das ganze Universum nach einer wunderbaren Ordnung wachsen lassen. Er hat gewollt, daß die Pflanzen gedeihen und ihre Früchte tragen, so wie er gewollt hat, daß sich die Vögel des Himmels, das Vieh auf dem Lande und die Fische des Meeres vermehren.

 

Er hat uns geschaffen, uns Menschen, und wir sind Sein. Sein heiliges Gesetz leitet unser Leben. Es ist das Licht Gottes, welches unser Schicksal lenkt und unser Gewissen erleuchtet. Er macht uns fähig, zu lieben und das Leben weiterzugeben. Er verlangt von allen Menschen, jedes menschliche Wesen zu respektieren und es als einen Freund, einen Gefährten und als Bruder zu lieben. Er fordert auf, ihm zu Hilfe zu kommen, wenn es verletzt ist, wenn es verlassen ist, wenn es Hunger und Durst hat, kurz gesagt: wenn es nicht mehr weiß, wo sein Weg auf den Straßen des Lebens zu finden ist.

 

Ja, Gott verlangt, daß wir Seine Stimme hören. Er erwartet von uns den Gehorsam gegenüber Seinem heiligen Willen in freier Zustimmung des Verstandes und des Herzens. Deshalb sind wir vor Ihm verantwortlich. Er ist es, Gott, der unser Richter ist, Er alleine ist wirklich gerecht. Trotzdem wissen wir, daß Seine Barmherzigkeit nicht von Seiner Gerechtigkeit getrennt werden kann. Wenn der Mensch zu Ihm reumütig und zerknirscht zurückkehrt, nachdem er sich durch die Abwege der Sünde und durch die Werke des Todes entfernt hatte, offenbart sich Gott somit als Der, welcher verzeiht und Barmherzigkeit übt. Ihm gebühren also unsere Liebe und unsere Anbetung. Für Seine Wohltaten und Seine Barmherzigkeit danken wir Ihm zu allen Zeiten und an allen Orten.

 

{3} Müssten nicht die Gläubigen in einer Welt, die sich nach der Einheit und nach dem Frieden sehnt und die trotzdem tausend Spannungen und Konflikte erfährt, die Freundschaft und die Zusammenführung der Menschen und der Völker, die auf Erden eine einzige Gemeinschaft bilden, fördern? Wir wissen, daß sie denselben Ursprung und dasselbe Endziel haben: den Gott, der sie geschaffen hat und der sie erwartet, weil Er sie zusammenführen wird.

 

Die Katholische Kirche ist ihrerseits seit 20 Jahren, seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil [21. Ökumenischen Konzil], durch die Gestalt ihrer Bischöfe, das heißt durch ihre religiösen Oberhäupter, engagiert, die Zusammenarbeit unter den Gläubigen anzustreben. Sie hat ein Dokument über den Dialog zwischen den Religionen veröffentlicht. Es bekräftigt, daß sich alle Menschen, besonders die Menschen lebendigen Glaubens, respektieren, jede Diskriminierung überwinden, zusammenleben und der allumfassenden Brüderlichkeit dienen sollen. Die Kirche erweist den muslimischen Gläubigen eine besondere Aufmerksamkeit, denen ihr Glaube an den alleinigen Gott, ihr Empfinden für das Gebet und ihre Wertschätzung für die sittliche Lebenshaltung gegeben ist. Sie ersehnt, „gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen“.

 

{4} Der Dialog zwischen Christen und Muslimen ist heute notwendiger denn je. Dieser ist die Konsequenz unserer Treue gegenüber Gott und setzt voraus, daß wir Gott durch den Glauben erkennen und Ihn durch das Wort und durch die Tat in einer immer säkularisierteren und manchmal sogar atheistischen Welt bezeugen können. Die Jugend kann eine bessere Zukunft aufbauen, wenn sie zuerst auf ihren Glauben an Gott setzt und sich dazu verpflichtet, diese neue Welt nach dem Plan Gottes zu errichten, mit Weisheit und Zuversicht.

 

Gott ist die Quelle aller Freude. Deshalb müssen wir auch unsere auf Gott bezogene Kultur bezeugen, unsere Anbetung, unser Beten im Lobpreis und im Bitten. Der Mensch kann genausowenig ohne Gebet leben wie er auch ohne zu atmen nicht leben kann. Wir sollen von unserer demütigen Erforschung Seines Willens Zeugnis geben; Er ist es, der unser Engagement für eine gerechtere und geeintere Welt inspirieren muss. Die Wege Gottes sind nicht immer unsere Wege. Sie übersteigen unsere Handlungen, die immer unvollständig sind, und die Absichten unseres Herzens, die immer unvollkommen sind. Gott kann nie zu unseren Zwecken benutzt werden, weil Er über allem ist.

 

Dieses Zeugnis des Glaubens, das für uns lebensnotwendig ist und das weder Untreue gegenüber Gott noch Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit erleiden darf, geschehe im Respekt vor den anderen religiösen Traditionen, denn jeder Mensch erwartet, daß er als der geachtet werde, welcher er tatsächlich ist, und als der, welcher nach seinem Gewissen gläubig ist. Wir ersehnen, daß alle zur Fülle der göttlichen Wahrheit gelangen, aber alle können dies nur durch die freie Zustimmung ihres Gewissens erreichen, in der Sicherheit gegenüber äußeren Zwängen, welche die freie Würdigung von Seiten des Verstandes und des Herzens nicht ernstnehmen, was jedoch die Würde des Menschen charakterisiert. Darin liegt der authentische Sinn der Religionsfreiheit, die Gott und den Menschen gleichzeitig respektiert. Von solchen Anbetern erwartet Gott den aufrichtigen Kult, von Anbetern im Geist und in der Wahrheit.

 

{5} Unsere Überzeugung besteht darin, daß „wir Gott, den Vater aller, nicht anrufen können, wenn wir irgendwelchen Menschen, die ja nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, die brüderliche Haltung verweigern“. Es ist daher nötig, daß wir jedes menschliche Wesen respektieren, lieben und unterstützen, weil es ein Geschöpf Gottes ist und in einem gewissen Sinn Sein Bild und Sein Vertreter ist, weil dies der Weg ist, der zu Gott führt, und weil es sich nur voll verwirklicht, wenn es Gott kennenlernt, wenn es Ihn mit seinem ganzen Herzen annimmt und wenn es Ihm folgt bishin auf den Wegen der Vollkommenheit.

 

Dieser Gehorsam gegenüber Gott und diese Liebe für den Menschen müssen uns auch dazu führen, die Rechte des Menschen zu respektieren, die Rechte, welche der Ausdruck des Willens Gottes und das Erfordernis der menschlichen Natur sind, so wie sie Gott geschaffen hat. Der Respekt und der Dialog verlangen also die Gegenseitigkeit in allen Bereichen, vor allem was die grundlegenden Freiheiten und noch spezifischer die religiöse Würde betrifft. Sie fördern den Frieden und die Verständigung zwischen den Völkern. Sie helfen, die Probleme der Männer und Frauen von heute gemeinsam zu lösen, besonders jene der Jugendlichen.

 

{6} Normalerweise schauen die Jugendlichen nach der Zukunft aus, sie streben nach einer gerechteren und menschlicheren Welt. Gott hat die jungen Menschen auch präzise dazu geschaffen, damit sie beitragen, die Welt nach Seinem Lebensplan zu verändern. Aber auch ihnen erscheint die Situation oft mit ihren Schattenseiten. In dieser Welt bestehen Abgrenzungen und Spaltungen unter den Menschen sowie Unverständnis zwischen den Generationen; gleichzeitig gibt es auch Rassismus, Kriege und Ungerechtigkeiten wie es auch den Hunger, die Verschwendung und die Arbeitslosigkeit gibt. Darin liegen dramatische Übel, die uns alle betreffen, und ganz besonders die Jugendlichen der ganzen Welt. Manche laufen Gefahr, den Mut zu verlieren, andere wiederum, daß sie resignieren, und wieder andere, daß sie alles mit der Gewalt oder mit extremistischen Lösungen ändern wollen. Die Weisheit lehrt uns aber, daß die Selbstdisziplin und die Liebe die einzigen Hebel des gewünschten Aufbruches sind.

 

Gott will nicht, daß die Menschen passiv bleiben. Er hat ihnen die Erde anvertraut, damit sie diese regieren, bebauen und gemeinsam fruchtbar machen. Ihr seid verantwortlich für die Welt von morgen. Indem Ihr eure Verantwortlichkeiten vollständig und mit Mut übernehmt, könnt ihr die gegenwärtigen Schwierigkeiten überwinden. Es kommt also euch zu, Initiativen zu ergreifen und nicht alles von den Älteren und von den Amtsträgern zu erwarten. Ihr müsst die Welt aufbauen und sie nicht nur erträumen.

 

Durch gemeinsames Arbeiten kann man effektiv sein. Die richtig verstandene Arbeit ist ein Dienst an den anderen. Sie schafft solidarische Verbundenheit. Die Erfahrung der gemeinsamen Arbeit erlaubt es, sich selbst zu läutern und die Qualitäten der anderen zu entdecken. So kann Schritt für Schritt ein Klima des Vertrauens entstehen, das es jedem erlaubt, heranzureifen, sich zu entfalten und «mehr zu sein». Unterlasst es nicht, liebe Jugendliche, mit den Erwachsenen zusammenzuarbeiten, besonders mit euren Eltern und euren Lehrern genauso wie mit den Spitzen der Gesellschaft und des Staates. Die Jugendlichen dürfen sich nicht von den anderen abschotten. Die Jugendlichen brauchen die Erwachsenen so wie die Erwachsenen die Jugendlichen brauchen.

 

Bei dieser gesamten Arbeit darf die menschliche Person, ob Mann oder Frau, nie herabgesetzt werden. Jede Person ist in den Augen Gottes einzigartig und unersetzlich bei dieser Entwicklungsarbeit. Jeder muss anerkannt werden als der, welcher er ist, und folglich als solcher respektiert werden. Keiner darf seinen Mitmenschen benutzen; keiner darf seinesgleichen ausbeuten, keiner darf seinen Bruder verachten. Unter diesen Bedingungen wird eine menschlichere, gerechtere und brüderlichere Welt entstehen können, wo jeder seinen Platz in der Würde und in der Freiheit finden können wird. Das ist die Welt des 21. Jahrhunderts, die in euren Händen liegt; sie wird so werden, wie ihr sie gestalten werdet.

 

{7} Diese künftige Welt hängt von den Jugendlichen aller Länder der Erde ab. Unsere Welt ist geteilt und sogar in Aufruhr; sie erfährt mannigfaltige Konflikte und schwerwiegende Ungerechtigkeiten. Es gibt keine wirkliche Solidarität zwischen Nord und Süd; es gibt zu wenig gegenseitige Unterstützung zwischen den Nationen des Südens. In der Welt bestehen Kulturen und Völker, die nicht respektiert werden. Warum ist das alles so? Weil die Menschen ihre Unterschiede nicht akzeptieren: sie kennen sich zu wenig. Sie lehnen diejenigen ab, die nicht dieselbe Zivilisation haben. Sie verweigern sich gegenseitiger Unterstützung. Sie sind nicht fähig, sich vom Egoismus und von der Selbstgefälligkeit zu befreien.

 

Nun aber hat Gott alle Menschen betreffend ihre Würde ebenbürtig erschaffen, aber betreffend ihre Begabungen und Talente verschiedenartig. Die Menschheit ist ein Ganzes, worin jede Gruppe ihre Rolle zu spielen hat; sie muss die Werte der verschiedenen Völker und der verschiedenen Kulturen anerkennen. Die Welt ist wie ein lebendiger Organismus; jeder soll etwas von den anderen empfangen und ihnen etwas geben.

 

Ich bin froh, mit euch hier in Marokko zusammenzutreffen. Marokko besitzt eine Tradition an Offenheit; eure Gelehrten sind gereist, und ihr habt Gelehrte anderer Länder aufgenommen. Marokko ist ein Begegnungsort der Zivilisationen gewesen: es hat den Austausch mit dem Orient, mit Spanien und mit Afrika ermöglicht. Marokko hat eine Tradition der Toleranz: in diesem islamischen Land hat es immer Juden und fast immer Christen gegeben; dies wurde in Respekt und auf eine positive Weise gelebt. Ihr wart und bleibt weiterhin ein gastfreundliches Land. Ihr jungen Marokkaner seid also darauf vorbereitet, Bürger der Welt von morgen zu werden, dieser brüderlichen Welt, die ihr mit den Jugendlichen der ganzen Welt anstrebt.

 

Ich bin sicher, daß all ihr Jugendlichen zu diesem Dialog fähig seid. Ihr wollt euch nicht von Vorurteilen beeinflussen lassen. Ihr seid bereit, eine Zivilisation aufzubauen, die auf der Liebe basiert. Ihr könnt daran arbeiten, daß die Barrieren fallen, die teils durch den Hochmut, häufiger durch die Charakterlosigkeit und die Furcht der Menschen bedingt sind. Ihr wollt die anderen lieben, ohne jede Einschränkung, sei es durch Zugehörigkeit zu einer Nation, zu einem Volk oder zu einer Religion.

 

Deshalb wünscht ihr die Gerechtigkeit und den Frieden. «Frieden und Jugend zusammen unterwegs», wie ich es ich in meiner Botschaft zum diesjährigen Weltfriedenstag gesagt habe. Ihr wollt weder den Krieg noch die Gewalt. Ihr kennt den Preis, welchen die Unschuldigen dafür zahlen müssen. Ihr wollt auch keinen Rüstungswettlauf. Das will nicht heißen, daß ihr den Frieden um jeden Preis wünscht. Der Frieden geht Hand in Hand mit der Gerechtigkeit. Ihr wünscht niemandem die Unterdrückung. Ihr ersehnt den Frieden in der Gerechtigkeit.

 

{8} Zuerst wollt ihr, daß die Menschen etwas haben, wovon sie leben können. Die jungen Menschen, die die Chance haben, ihre Studien fortzusetzen, haben das Recht, auf den Beruf ausgerichtet zu bleiben, damit sie ihn zu ihrem Lebensunterhalt ausüben können. Aber sie sollen sich auch mit den oft sehr schwierigen Lebensbedingungen ihrer Brüder und Schwestern beschäftigen, die im selben Land und sogar auf der ganzen Welt leben. Wie kann man tatsächlich gleichgültig bleiben, wenn andere Menschen in großer Zahl an Hunger, an Unterernährung oder in Ermangelung ärztlicher Hilfe sterben, wenn sie grausam unter der Dürre leiden, wenn sie von den sie übermannenden wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten in die Arbeitslosigkeit oder Auswanderung gedrängt werden, wenn man um die prekäre Lage der Flüchtlinge weiß, die infolge der Konflikte zwischen den Menschen in Lagern zusammengepfercht sind? Gott hat die Erde dem ganzen Menschengeschlecht anvertraut, damit die Menschen aus ihr in der Solidarität ihren Lebensunterhalt gewinnen und damit jedes Volk die Mittel habe, sich zu ernähren, gesundheitlich vorzusorgen und im Frieden zu leben.

 

{9} Aber so wichtig auch die ökonomischen Probleme sein mögen, der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein, er braucht einen intellektuellen und geistlichen Weg; hier befindet sich die Seele dieser neuen Welt, die ihr anstrebt. Der Mensch bedarf der Entwicklung seines Geistes und seines Gewissens. Das ist es oft, was dem Menschen von heute fehlt. Die Wertevergessenheit und die Identitätskrise, die unsere Welt durchziehen, verpflichten uns zu einer Überwindung und zu einer erneuerten Anstrengung des Erforschens und des Sich-Fragens. Das innere Licht, das auch in unserem Gewissen erwächst, wird es erlauben, der Entwicklung Richtung zu geben, sie auf das Wohl des Menschen hin auszurichten, des ganzen Menschen und aller Menschen, gemäß dem Plan Gottes.

 

Die Araber des Machrek und des Maghreb und – allgemeiner gesprochen – die Muslime haben eine lange Tradition des Studiums und der Weisheit: literarisch, wissenschaftlich, philosophisch. Ihr sei die Erben dieser Tradition, ihr müsst studieren, damit ihr lernt, diese Welt, die Gott uns anvertraut hat, zu kennen, sie zu verstehen, ihren Zweck zu entdecken, mit der Ausrichtung auf und dem Respekt für die Wahrheit, und damit ihr lernt, die Völker und die von Gott geschaffenen und geliebten Menschen zu kennen, damit ihr euch vorbereitet, ihnen besser zu dienen. Schöner noch, wird euch die Erforschung der Wahrheit über die intellektuellen Werte hinaus bis zur geistlichen Dimension des inneren Lebens führen.

 

{10} Der Mensch ist ein geistliches Wesen. Wir Gläubige wissen, daß wir nicht in einer geschlossenen Welt leben. Wir glauben an Gott. Wir sind Anbeter Gottes. Wir forschen nach Gott. Die Katholische Kirche blickt mit Respekt und Anerkennung auf die Würde eurer religiösen Praxis und auf den Reichtum eurer geistlichen Tradition. Auch wir Christen sind vom Wert unserer religiösen Tradition überzeugt.

 

Ich glaube, daß wir, Christen und Muslime, die religiösen Werte, die wir gemeinsam haben, mit Freude anerkennen und Gott dafür danken sollen. Wir glauben beide an einen Gott, an den einzigen Gott, der ganz Gerechtigkeit und ganz Barmherzigkeit ist; wir glauben an die Bedeutung des Gebets, des Fastens und des Almosens, der Buße und der Vergebung; wir glauben, daß uns Gott am Ende der Zeiten ein gnädiger Richter sein werde, und wir hoffen darauf, daß Er mit uns zufrieden sein werde, und wir wissen, daß wir mit Ihm die Erfüllung haben werden.

 

Die Redlichkeit gebietet auch, daß wir unsere Differenzen anerkennen und respektieren. Die grundlegendste ist klarerweise die Sichtweise, die wir der Person und dem Werk des Jesus von Nazareth entgegenbringen. Ihr wißt, daß für die Christen dieser Jesus dieselben in eine innerste Kenntnis des Geheimnisses Gottes und in eine kindliche Gemeinschaft mit Seinen Gaben eintreten lässt, sodass sie Ihn als göttlichen Herrn und Erlöser anerkennen und verkünden. Darin liegen wichtige Unterschiede, die wir in der gegenseitigen Toleranz mit Demut und Respekt akzeptieren dürfen; darin liegt ein Mysterium, worüber uns Gott eines Tages Erleuchtung geben wird, wovon ich überzeugt bin.

 

Als Christen und Muslime haben wir uns im allgemeinen schlecht verstanden, und in der Vergangenheit haben wir uns manchmal gegeneinander gestellt und uns sogar in Auseinandersetzungen und Kriegen verausgabt. Ich meine, daß uns Gott heute einlädt, unsere alten Gewohnheiten zu ändern. Wir sollten uns respektieren und uns auch gegenseitig auf dem Weg Gottes in den guten Werken anspornen. Mit mir seid ihr euch bewusst, was der Wert geistlicher Reichtümer ist. Die Ideologien und die Slogans können uns weder zufriedenstellen noch die Probleme eures Lebens lösen. Nur die spirituellen und moralischen Werte können dies erbringen, und sie haben Gott zum Fundament.

 

Liebe Jugendliche! Ich wünsche Euch, daß ihr beitragen könnt, in dieser Weise eine Welt aufzubauen, in der Gott den ersten Platz hat, um dem Menschen zu helfen und ihn zu retten. Seid auf diesem Weg der Wertschätzung und Kollaboration eurer katholischen Brüder und Schwestern versichert, die ich an diesem Abend bei euch vertrete.

 

11. Ich möchte jetzt Seiner Majestät, dem König, dafür danken, daß er mich eingeladen hat. Danken möchte ich auch euch, liebe Jugendliche von Marokko, daß ihr hierher gekommen seid und mein Zeugnis vertrauensvoll angehört habt. Aber mehr noch möchte ich Gott danken, der diese Begegnung ermöglicht hat. Wir sind alle unter Seinem Blick. Er ist heute der erste Zeuge unserer Begegnung. Er ist es, der die Empfindungen der Barmherzigkeit und des Verstehens, der Vergebung und der Versöhnung, des Dienstes und der Zusammenarbeit in unsere Herzen pflanzt. Sollten die Gläubigen, welche wir sind, nicht in ihrem Leben und in ihrer Umgebung die herausragenden Namen in Erinnerung rufen, welche Ihm unsere religiösen Traditionen zuerkennen? Versuchen wir also, für Ihn verfügbar zu sein und gegenüber Seinem Willen sowie gegenüber den Anrufen, die Er an uns richtet, ergeben zu sein! Auf diese Weise werden unsere Leben eine neue Dynamik erhalten.

 

So wird also – davon bin ich überzeugt – eine Welt erstehen können, in der die Männer und Frauen lebendigen und wirksamen Glaubens die Ehre Gottes besingen und danach trachten werden, eine menschliche Gesellschaft nach dem Willen Gottes zu errichten. Deshalb möchte ich schließen, indem ich Ihn vor euch persönlich anrufe:

 „O Gott, Du bist unser Schöpfer. Du bist gut, und Dein Erbarmen ist grenzenlos. Dir kommt der Lobpreis aller Geschöpfe zu. O Gott, Du hast den Menschen, die wir sind, ein inneres Gesetz gegeben, unter dem wir leben müssen. Deinen Willen zu tun heißt, unsere Aufgabe zu erfüllen. Deinen Wegen zu folgen heißt, den Frieden der Seele zu erfahren. Dir schenken wir unseren Gehorsam. Leite uns bei allen Schritten, die wir auf der Erde unternehmen. Befreie uns von schlechten Neigungen, die unser Herz von Deinem Willen abwenden. Lasse nicht zu, daß wir unter Anrufung Deines Namens die menschlichen Nachlässigkeiten zu rechtfertigen suchten. O Gott, Du bist der Einzige. Dir gebührt unsere Anbetung. Lasse nicht zu, daß wir uns von Dir entfernen. O Gott, Richter aller Menschen, hilf uns, am letzten Tage zu Deinen Erwählten zu gehören. O Gott, Urheber der Gerechtigkeit und des Friedens, gewähre uns die wahre Freude und die authentische Liebe und auch eine dauerhafte Brüderlichkeit unter den Völkern.
Erfülle uns auf immer und ewig mit Deinen Gaben. AMEN“!

 

16 Responses to “Der missverstandene Bazillus”

  1. Katharina Says:

    Sie sehen es vollkommen richtig: Allah ist nicht der Gott der Juden und Christen. Ich empfehle dazu die Bücher des verstorbenen Priesters und Professors Johannes Dörmann, der bei Prof. Ratzinger, dem heutigen Papst, promoviert hat: „Der Weg Johannes Paul II nach Asissi“. Auch die Bücher
    der Orientalisten Tilman Nagel und Hans-Peter Raddatz. Ebenso sollte man die Bücher von Bat Ye’or lesen, z.B. „Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam“ oder „Eurabia“.

  2. Bazillus Says:

    Es ist wahr. Auf kath. net ging es heiß her. Ich war mit meiner Meinung allerdings auch nicht allein. Viele Katholiken jedoch haben das eigenständige Denken wohl verlernt. Ich muss immer der Meinung eines Papstes mit zunächst einmal mit Respekt begegnen. Wenn ich jedoch zu der festen Überzeugung gelange, dass der Papst in einem Punkt. m. E. im Unrecht ist, so darf ich dies auch kritisieren, was ich auf kath. net ausgiebig gemacht habe. Und ich würde es wieder tun.

    Wenn sich alle Muslime von den Gewaltversen der verschiedenen Suren distanzieren würden, hätte ich kein Problem damit, den Gott des Islam mit dem Gott-Vater der Trinität als ein und denselben Gott anzusehen. Solange jedoch Gewalt von Muslimen gefördert von „Geistlichen“ des Islam gegen Christen und Juden ausgeht, solange werde ich auf meinem Standpunkt beharren. Auch religionsgeschichtlich tun sich da Abgründe auf. Ich kann auch behaupten, dass Manitou der Gott Abrahams sei und meine Religion bilden, nach der mir gerade ist.

    Die Spur Ismaels verliert sich in der Bibel. Muslime schaffen es aber nicht, von Ismael ausgehend bis Mohammed die historisch einwandfrei nachzuprüfende Brücke des Stammbaums zu schlagen, so dass diese Vermutungen eben nichts als Vermutungen sind. Behaupten kann jeder alles.

  3. Walter Says:

    Christen sollten immer an Hand der Bibel die Aussagen der Pastoren Priester Papst überprüfen. Tun sie es nicht laufen ,sie Gefahr vom Gott dieser Welt verführt zu werden.
    Also prüfet alles und das Gute behaltet und das Gute ist das Wort Gottes!!!

  4. Walter Says:

    Frage an Bazillus?
    Hätte der Apostel Petrus oder Jesus Christus den Koran geküsst?
    Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben keiner kommt zum Vater außer durch mich. Joh.14,6
    Denn wenn du mit deinem Munde Jesus als den Herrn bekennst und mit deinem Herzen glaubst, das Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du errettet!!!! Römer 10,9
    Wem folgen? Dem „unfehlbaren Papst“ oder dem Retter und Erlöser Jesus Christus???

  5. Bazillus Says:

    Werter Vorkommentator Walter,

    ich meine, ich habe die Antwort im obigen Text bereits beantwortet.
    Der Papst ist Entscheider in Glaubens- und Sittenlehren, wenn er ex cathedra spricht. Das akzeptiere ich unhinterfragt. Aber den Teilinhalt einer bloßen Predigt, die im Ganzen ja auch hervorragend war, leider ein entscheidender Teil nicht der Wahrheit entspricht, darf ich ohne unbescheiden zu sein, kritisieren. Ich kann meinen Verstand nicht einfach beiseite schieben. Das gelingt mir noch nicht. Meine Seele sträubt sich, diesen Gott als den meinen ansehen zu müssen, nur weil dies dieser Papst in einer Predigt zum Ausdruck gebracht hat. Und ich glaube, er hat der Menschheit mit dieser Feststellung keinen Gefallen getan. Er hat m. E. die Muslime in ihrem Glauben sogar noch bestärkt, einem Gott zu trauen, der es wirklich nicht verdient hat. In diesem Punkte hätte er besser geschwiegen.

    Ich denke, klarer kann ich es nicht formulieren. Ich denke, dass Papst Johannes Paul II. die Predigt auf seine Marokkoreise zugeschnitten hatte und den Friedenswillen – komme, was da wolle – extrem zum Ausdruck bringen wollte. Ich denke, das war schlichte Taktik im Spiel, die ich persönlich selbstverständlich ebenfalls nicht gut heiße.

    Ich folge nach wie vor dem Papst, wenn er Dogmen verkündet. Dogmen sind Richtigstellung von Irrlehren. Viele hat das Papsttum nicht verkündet. Auf diese Weise stellte die Kirche eine gewisse Aufrechterhaltung des Glaubens in seinen Grundgerüsten sicher. Wenn der Papst jedoch eine Rede hält, welches noch nicht einmal eine Enzyklica „ein Lehrschreiben“ darstellt, muss kein Katholik mit allem einverstanden sein, was der Papst sagt. Wir sind mündige Christen, selbst Katholiken. Ich denke, dies habe ich deutlich genug zum Ausdruck gebracht. Ich denke auch, dass der Papst Jesus Christus als Bestandteil des Dreifaltigen Gottes nachfolgt. Wenn ich den Papst predigen höre, so ist er näher an Jesus Christus als so mancher Pfarrer in der örtlichen Gemeinde.
    Will sagen, dass ich immer noch selbst meinen Glauben bestimme, der sich halt in Vielem mit den Dogmen vereinbaren lässt. Die beziehe ich in meinen Glauben ein, anderes nicht unbedingt. Ich halte die Stimme des Papstes für mich persönlich als eine sehr ernstzunehmende Stimme, jedoch bilde ich mir grundsätzlich mein eigenes Urteil und handle danach.

    Habe mal gegoogelt und eine Stelle gefunden, die alle Dogmen der kath. Kirche aufzählt. Ich habe sie mir nicht alle durchgelesen. Aber durch Ihre Fragestellung lerne ich halt ebenfalls dazu:

    – Die 245 Dogmen der katholischen Kirche –

    Die Lehre von Gott dem Einen der Wesenheit nach

    1. Gott, unser Schöpfer und Herr, kann aus den geschaffenen Dingen durch das natürliche Licht der Vernunft mit Sicherheit erkannt werden.
    2. Das Dasein Gottes ist nicht bloß Gegenstand der natürlichen Vernunfterkenntnis, sondern auch Gegenstand des übernatürlichen Glaubens.
    3. Gottes Wesen ist für den Menschen unbegreiflich.
    4. Die Seligen des Himmels besitzen eine unmittelbare, intuitive Erkenntnis des göttlichen Wesens.
    5. Die unmittelbare Gottanschauung übersteigt das natürliche Erkenntnisvermögen der menschlichen Seele, ist also übernatürlich.
    6. Um Gott wirklich unmittelbar zu schauen, bedarf die Seele des Glorienlichtes.
    7. Gottes Wesen ist auch für die Seligen des Himmels unbegreiflich.
    8. Die göttlichen Eigenschaften sind sowohl mit der göttlichen Wesenheit als auch unter sich real identisch.
    9. Gott ist absolut vollkommen.
    10. Gott ist in jeder Vollkommenheit absolut unendlich.
    11. Gott ist absolut einfach.
    12. Es gibt nur einen einzigen Gott.
    13. Der eine Gott ist im ontologischen Sinn wahrer Gott.
    14. Gott besitzt eine unendliche Erkenntniskraft.
    15. Gott ist die absolute ontologische Güte in sich und in Beziehung zu anderen.
    16. Gott ist absolut unveränderlich.
    17. Gott ist ewig.
    18. Gott ist unermesslich und absolut raumlos.
    19. Gott ist im geschaffenen Raum überall gegenwärtig.
    20. Das Erkennen Gottes ist unendlich.
    21. Gott erkennt alles bloß Mögliche.
    22. Gott erkennt alles Wirkliche in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
    23. Gott sieht in der scientia visionis auch die zukünftigen freien Handlungen der vernünftigen Geschöpfe mit unfehlbarer Gewissheit voraus.
    24. Das Wollen Gottes ist unendlich.
    25. Gott will und liebt sich selbst mit Notwendigkeit, die außergöttlichen Dinge hingegen mit Freiheit.
    26. Gott ist allmächtig.
    27. Gott ist der Herr des Himmels und der Erde.
    28. Gott ist unendlich gerecht.
    29. Gott ist unendlich barmherzig.
    30. Gott ist absolut wahrhaftig.
    31. Gott ist absolut treu.
    32. Gott ist die absolute sittliche Güte oder Heiligkeit.
    33. Gott ist die absolute wohlwollende Güte.
    Die Lehre von Gott dem Dreipersönlichen

    34. In Gott sind drei Personen, der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Jede der drei Personen besitzt numerisch dieselbe göttliche Wesenheit.
    35. Es gibt in Gott zwei innergöttliche Hervorgänge.
    36. Subjekt der innergöttlichen Hervorgänge (im aktiven und passiven Sinn) sind die göttlichen Personen, nicht die göttliche Natur.
    37. Die zweite göttliche Person geht aus der ersten durch Zeugung hervor und verhält sich deshalb zu ihr wie der Sohn zum Vater.
    38. Der Hl. Geist geht aus dem Vater und dem Sohn als einem einzigen Prinzip durch eine einzige Hauchung hervor.
    39. Der Hl. Geist geht nicht durch Zeugung hervor.
    40. Die Relationen in Gott sind mit der göttlichen Wesenheit real identisch.
    41. In Gott ist alles eins, soweit nicht ein Gegensatz der Relation vorhanden ist.
    42. Die drei göttlichen Personen sind ineinander.
    43. Alle Tätigkeiten nach außen sind den drei Personen gemeinsam.
    Die Lehre von Gott dem Schöpfer

    44. Alles, was existiert, wurde seiner ganzen Substanz nach von Gott aus nichts hervorgebracht.
    45. Gott wurde durch seine Güte bewogen, die Welt frei zu erschaffen.
    46. Die Welt wurde zur Verherrlichung Gottes erschaffen.
    47. Die drei göttlichen Personen sind ein einziges, gemeinsames Prinzip der Schöpfung.
    48. Gott hat frei von äußerem Zwang und innerer Nötigung die Welt erschaffen.
    49. Gott hat die Welt gut erschaffen.
    50. Die Welt hat einen zeitlichen Anfang genommen.
    51. Gott hat die Welt allein geschaffen.
    52. Gott erhält alles Geschaffene im Dasein.
    53. Gott schützt und leitet durch seine Vorsehung alles Geschaffene.
    54. Der erste Mensch wurde von Gott erschaffen.
    55. Der Mensch besteht aus zwei Wesensbestandteilen, einem materiellen Leib und einer geistigen Seele.
    56. Die vernünftige Seele ist unmittelbar die Wesensform des Leibes.
    57. Jeder Mensch besitzt eine individuelle unsterbliche Seele.
    58. Gott hat dem Menschen ein übernatürliches Endziel gesetzt.
    59. Die Stammeltern waren vor dem Sündenfall mit der heiligmachenden Gnade ausgestattet.
    60. Die Stammeltern sündigten durch Übertretung des göttlichen Prüfgebotes schwer.
    61. Die Stammeltern verloren durch die Sünde die heiligmachende Gnade und zogen sich den Zorn und Unwillen Gottes zu.
    62. Die Stammeltern verfielen dem Tod und der Herrschaft des Teufels.
    63. Die Sünde Adams ist durch Abstammung, nicht durch Nachahmung auf alle seine Nachkommen übergegangen.
    64. Die Erbsünde wird durch natürliche Zeugung fortgepflanzt.
    65. Im Stand der Erbsünde ist der Mensch der heiligmachenden Gnade und ihrer Gefolgschaft sowie der präternaturalen Integritätsgaben beraubt.
    66. Die Seelen, die im Stande der Erbsünde aus dem Leben scheiden, sind von der beseligenden Anschauung Gottes ausgeschlossen.
    67. Gott erschuf am Anfang der Zeit geistige Wesen (Engel) aus nichts.
    68. Die Natur der Engel ist geistig.
    69. Die bösen Geister (Dämonen) wurden von Gott gut erschaffen; sie wurden durch ihre eigene Schuld böse.
    70. Die sekundäre Aufgabe der guten Engel ist der Schutz der Menschen und die Sorge für ihr Heil.
    71. Der Teufel besitzt auf Grund der Sünde Adams eine gewisse Herrschaft über die Menschen.
    Die Lehre von der Person des Erlösers

    72. Jesus Christus ist wahrer Gott und wesenhafter Gottessohn.
    73. Christus hat einen wirklichen Leib, nicht einen Scheinleib angenommen.
    74. Christus hat nicht bloß einen Leib, sondern auch eine vernünftige Seele angenommen.
    75. Christus wurde aus einer Adamstochter, der Jungfrau Maria, wahrhaft gezeugt und geboren.
    76. Die göttliche und die menschliche Natur sind in Christus hypostatisch, d.h. in der Einheit der Person, miteinander verbunden.
    77. Die beiden Naturen Christi bestehen nach der Vereinigung ohne Verwandlung und Vermischung in ihrer Eigenart unversehrt fort.
    78. Jede der beiden Naturen in Christus besitzt einen eigenen physischen Willen und eine eigene physische Wirkungsweise.
    79. Die hypostatische Vereinigung der menschlichen Natur Christi mit dem göttlichen Logos erfolgte im Augenblick der Empfängnis.
    80. Die hypostatische Vereinigung wird nie aufhören.
    81. Der Akt der hypostatischen Union wurde von den drei göttlichen Personen gemeinsam bewirkt.
    82. Die zweite göttliche Person ist allein Mensch geworden.
    83. Jesus Christus ist auch als Mensch der natürliche Sohn Gottes.
    84. Der Gottmensch Jesus Christus ist mit einem einzigen Kult, und zwar mit dem Gott allein zukommenden absoluten latreutischen Kult, zu verehren.
    85. Die göttlichen und menschlichen Prädikate Christi sind dem einen fleischgewordenen Logos zuzuteilen.
    86. Christus war frei von jeder Sünde, sowohl von der Erbsünde als auch von jeder persönlichen Sünde.
    87. Die menschliche Natur Christi war körperlichen Leiden unterworfen.
    Die Lehre vom Werk des Erlösers

    88. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um die Menschen zu erlösen.
    89. Der gefallene Mensch kann sich nicht selbst erlösen.
    90. Christus ist den Menschen Gesetzgeber und Richter.
    91. Der Gottmensch Jesus Christus ist Hoherpriester.
    92. Christus hat sich am Kreuz als wahres und eigentliches Opfer Gott dargebracht.
    93. Christus hat uns durch seinen Opfertod am Kreuze losgekauft und mit Gott versöhnt.
    94. Christus hat durch sein Leiden und Sterben Lohn von Gott verdient.
    95. Nach dem Tode stieg Christus mit der vom Leib getrennten Seele in die Unterwelt hinab.
    96. Am dritten Tage nach seinem Tode stand Christus glorreich von den Toten auf.
    97. Christus fuhr mit Leib und Seele in den Himmel auf und sitzt nun zur Rechten des Vaters.
    Die Lehre von der Mutter des Erlösers

    98. Maria ist wahrhaft Gottesmutter.
    99. Maria wurde ohne Makel der Erbsünde empfangen.
    100. Maria war Jungfrau vor, in und nach der Geburt.
    101. Maria empfing ohne Mitwirkung eines Mannes vom Hl. Geist.
    102. Maria gebar ohne Verletzung ihrer jungfräulichen Unversehrtheit.
    Anmerkung: „Die nähere Bestimmung, worin die jungfräuliche Unversehrtheit in der Geburt nach der physiologischen Seite besteht, gehört nicht zum Glauben der Kirche. Nach den Aussagen des kirchlichen Lehramtes und nach den Zeugnissen der Tradition ist jedoch daran festzuhalten, dass die Jungfräulichkeit in der Geburt von der Jungfräulichkeit in der Empfängnis verschieden ist und als ein neues Moment zu ihr hinzukommt.“
    103. Maria lebte auch nach der Geburt Jesu jungfräulich.
    104. Maria wurde mit Leib und Sele in den Himmel aufgenommen.
    Die Lehre von der Gnade

    105. Es gibt eine übernatürliche Einwirkung Gottes auf die Seelenkräfte, die der freien Willensentscheidung vorangeht.
    106. Es gibt eine übernatürliche Einwirkung Gottes auf die Seelenkräfte, die mit der freien Willensentscheidung zeitlich zusammenfällt.
    107. Zu jedem Heilsakt ist die innere übernatürliche Gnade Gottes (gratia elevans) absolut notwendig.
    108. Zum Anfang des Glaubens und des Heiles ist die innere übernatürliche Gnade absolut notwendig.
    109. Der Gerechtfertigte kann ohne besondere Hilfe Gottes nicht in der empfangenen Gerechtigkeit bis ans Ende verharren.
    110. Der Gerechtfertigte ist ohne besonderes Gnadenprivileg Gottes nicht imstande, das ganze Leben hindurch alle Sünden, auch die lässlichen, zu meiden.
    111. Der Mensch kann auch im gefallenen Zustand mit seiner natürlichen Erkenntniskraft religiöse und sittliche Wahrheiten erkennen.
    112. Zur Verrichtung einer sittlich guten Handlung ist die heiligmachende Gnade nicht erforderlich.
    113. Die Gnade kann durch natürliche Werke weder de condigno noch de congruo verdient werden.
    114. Gott gibt allen gerechten hinreichende Gnade (gratia proxime vel remote sufficiens) zur Beobachtung der göttlichen Gebote.
    115. Gott hat durch seinen ewigen Willensratschluss bestimmte Menschen zur ewigen Seligkeit vorherbestimmt.
    116. Gott hat durch seinen ewigen Willensratschluss bestimmte Menschen wegen ihrer vorhergesehenen Sünden zur ewigen Verwerfung vorherbestimmt.
    Hinweis: Nach der Lehre der Kirche gibt es eine bedingte positive Reprobation, d. h. sie erfolgt mit Rücksicht auf vorausgesehene zukünftige Missverdienste (post et propter praevisa demerita). Die Bedingtheit der positiven Reprobation ist gefordert durch die Allgemeinheit des göttlichen Heilswillens. Diese schließt aus, dass Gott von vorneherein die Verdammung bestimmter Menschen will.
    117. Der menschliche Wille bleibt unter dem Einfluss der wirksamen Gnade frei. Die Gnade ist nicht unwiderstehlich.
    118. Es gibt eine Gnade, die wahrhaft hinreichend ist und doch unwirksam bleibt (gratia vere et mere sufficiens).
    119. Der Sünder kann und muss sich mit Hlfe der aktuellen Gnade auf den Empfang der Rechtfertigung vorbereiten.
    120. Ohne Glauben ist die Rechtfertigung eines Erwachsenen nicht möglich.
    121. Zum Glauben müssen noch weitere Dispositionsakte hinzukommen.
    122. Die heiligmachende Gnade heiligt die Seele.
    123. Die heiligmachende Gnade macht den Gerechten zu einem Freund Gottes.
    124. Die heiligmachende Gnade macht den Gerechten zu einem Kind Gottes und verleiht ihm ein Anrecht auf das Erbe des Himmels.
    125. Die heiligmachende Gnade macht den Gerechten zu einem Tempel des Hl. Geistes.
    126. Mit der heiligmachenden Gnade werden die drei göttlichen oder theologischen Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe eingegossen.
    127. Mit der heiligmachenden Gnade werden auch die moralischen Tugenden eingegossen.
    128. Ohne besondere göttliche Offenbarung kann niemand mit Glaubensgewissheit wissen, ob er sich im Stande der Gnade befindet.
    129. Das Maß der empfangenen Rechtfertigungsgnade ist nicht bei allen Gerechten gleich.
    130. Die empfangene Gnade kann durch gute Werke vermehrt werden.
    131. Die Rechtfertigungsgnade ist verlierbar und wird durch jede schwere Sünde verloren.
    132. Der Gerechte erwirbt sich durch seine guten Werke wahrhaft Anspruch auf übernatürlichen Lohn von seiten Gottes.
    133. Der Gerechtfertigte verdient sich durch seine guten Werke die Vermehrung der heiligmachenden Gnade, das ewige Leben und die Vermehrung der Himmelsglorie.
    Die Lehre von der Kirche

    134. Die Kirche wurde von dem Gottmenschen Jesus Christus gegründet.
    135. Christus hat die Kirche gestiftet, um sein Erlösungswerk für alle Zeiten fortzuführen.
    136. Christus hat seiner Kirche eine hierarchische Verfassung gegeben.
    137. Die den Aposteln verliehenen hierarchischen Gewalten sind auf die Bischöfe übergegangen.
    138. Christus hat den Apostel Petrus zum ersten aller Apostel und zum sichtbaren Haupt der ganzen Kirche bestellt, indem er ihm unmittelbar und persönlich den Jurisdiktionsprimat verlieh.
    139. Nach der Anordnung Christi soll Petrus im Primat über die gesamte Kirche für alle Zeiten Nachfolger haben.
    140. Die Nachfolger des Petrus im Primat sind die römischen Bischöfe.
    141. Der Papst besitzt die volle und oberste Jurisdiktionsgewalt über die gesamte Kirche nicht bloß in Sachen des Glaubens und der Sitten, sondern auch in der Kirchenzucht und der Regierung der Kirche.
    142. Der Papst ist, wenn er ex cathedra spricht, unfehlbar.
    143. Christus hat die Kirche gestiftet.
    144. Christus ist das Haupt der Kirche.
    145. Die Kirche ist in der endgültigen Entscheidung über Glaubens- und Sittenlehren unfehlbar.
    146. Der primäre Gegenstand der Unfehlbarkeit sind die formell geoffenbarten Wahrheiten der christlichen Glaubens- und Sittenlehre.
    147. Die Gesamtheit der Bischöfe ist unfehlbar, wenn sie, entweder auf dem allgemeinen Konzil versammelt oder über den Erdkreis zerstreut, eiine Glaubens- oder Sittenlehre als eine von allen Gläubigen festzuhaltende Wahrheit vorlegen.
    148. Die von Christus gestiftete Kirche ist einzig und einig.
    149. Die von Christus gestiftete Kirche ist heilig.
    150. Der Kirche gehören nicht bloß heilige Glieder an, sondern auch Sünder.
    151. Die von Christus gestiftete Kirche ist katholisch.
    152. Die von Christus gestiftete Kirche ist apostolisch.
    153. Die Zugehörigkeit zur Kirche ist für alle Menschen heilsnotwenddig.
    154. Es ist erlaubt und nützlich, die Heiligen im Himmel zu verehren und sie um Fürbitte anzurufen.
    155. Es ist erlaubt und nützlich, die Reliquien der Heiligen zu verehren.
    156. Es ist erlaubt und nützlich, die Bilder der Heiligen zu verehren.
    157. Die lebenden Gläubigen können den Seelen im Fegfeuer durch ihre Fürbitten (Suffragien) zu Hilfe kommen.
    Die Lehre von den Sakramenten

    158. Die Sakramntee des Neuen Bundes enthalten die Gnade, die sie bezeichnen, und verleihen sie denen, die kein Hindernis entgegensetzen.
    159. Die Sakramente wirken ex opere operato.
    160. Alle Sakramente des Neuen Bundes verleihen dem Empfänger die heiligmachende Gnade.
    161. Drei Sakramente, die Taufe, die Firmung und der Ordo, prägen der Seele einen Charakter, d.h. eein unauslöschliches geistiges Merkmal ein und können deswegen nicht wiederholt werden.
    162. Der sakramentale Charakter ist ein der Seele eingeprägtes geistiges Merkmal.
    163. Alle Sakramente des Neuen Bundes wurden von Jesus Christus eingesetzt
    164. Es gibt sieben Sakramente des Neuen Bundes.
    165. Die Sakramente des Neuen Bundes sind für alle Menschen zum Heile notwendig.
    166. Zur gültigen Spendung der Sakrament ist erforderlich, dass der Spender das sakramentale Zeichen in der rechten Weise vollzieht.
    167. Der Spender muss ferner die Absicht haben, wenigstens zu tun, was die Kirche tut.
    168. Zum würdigen oder fruchtbringenden Empfang der Sakramente ist beim erwachsenen Empfänger eine sittliche Disposition erforderlich.
    169. Die Taufe ist ein wahres, von Jesus Christus eingesetztes Sakrament.
    170. Materia remota des Taufsakramentes ist wahres und natürliches Wasser.
    171. Die Taufe verleiht die Rechtfertigungsgnade.
    172. Die Taufe bewirkt die Nachlassung aller Sündenstrafen, sowohl der ewigen als auch der zeitlichen.
    173. Die Wassertaufe (baptimus fluminis) ist seit der Promulgation des Evangeliums für alle Menschen ohne Ausnahme zum Heile notwendig.
    174. Die Taufe kann von jedem Menschen gültig gespendet werden.
    175. Die Taufe kann von jedem noch nicht getauften Menschen im Pilgerstand gültig empfangen werden.
    176. Die Taufe der unmündigen Kinder ist gültig und erlaubt.
    177. Die Firmung ist ein wahres und eigentliches Sakrament.
    178. Ordentlicher Spender der Firmung ist allein der Bischof.
    179. In der Eucharistie ist der Leib und das Blut Jesu Christi wahrhaft, wirklich und wesenhaft gegenwärtig.
    180. Christus wird im Altarsakrament durch Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in seinen Leib und der ganzen Substanz des Weines in sein Blut gegenwärtig.
    181. Die Gestalten von Brot und Wein bestehen nach der Substanzverwandlung fort.
    182. In der Eucharistie ist der Leib und das Blut Christi zugleich mit seiner Seele und seiner Gottheit und darum der ganze Christus wahrhaft gegenwärtig.
    183. Unter jeder der beiden Gestalten ist der ganze Christus gegenwärtig.
    184. In jedem Teil der beiden Gestalten ist nach geschehener Trennung der ganze Christus gegenwärtig.
    185. Nach vollzogener Konsekration sind Christi Leib und Blut in der Eucharistie dauernd gegenwärtig.
    186. Dem in der Eucharistie gegenwärtigen Christus ist der Kult der Anbetung zu erweisen.
    187. Die Eucharistie ist ein wahres, von Jesus Christus eingesetztes Sakrament.
    188. Die Materie zum Vollzug der Eucharistie ist Brot und Wein.
    189. Für die Unmündigen ist der Empfang der Eucharistie nicht zum Heile notwendig.
    190. Die zweigestaltige Kommunion ist weder auf Grund eines göttlichen Gebotes noch als Mittel zum Heile für jeden einzelnen Gläubigen notwendig.
    191. Inhaber der Konsekrationsgewalt ist nur der gültig geweihte Priester.
    192. Das Sakrament der Eucharistie kann von jedem getauften Menschen im Pilgerstand gültig empfangen werden, auch von den unmündigen Kindern.
    193. Zum würdigen Empfang der Eucharistie ist der Gnadenstand und die rechte und fromme Gesinnung erforderlich. De fide bezüglich des Gnadenstandes.
    194. Die Hl. Messe ist ein wahres und eigentliches Opfer.
    195. Das Messopfer ist nicht bloß ein Lob- und Dankopfer, sondern auch ein Sühn- und Bittopfer.
    196. Die Kirche hat von Christuss die Gewalt empfangen, die nach der Taufe begangenen Sünden nachzulassen.
    197. Durch die kirchliche Absolution werden die Sünden wahrhaft und unmittelbar nachgelassen.
    198. Die kirchliche Sündenvergebungsgewalt erstreckt sich auf alle Sünden ohne Ausnahme.
    199. Die Ausübung der kirchlichen Sündenvergebungsgewalt ist ein richterlicher Akt.
    200. Die im Bußgericht stattfindende Sündenvergebung ist ein wahres und eigentliches, von der Taufe verschiedenes Sakrament.
    201. Die aus dem Furchtmotiv hervorgehende Reue ist ein sittlich guter und übernatürlicher Akt.
    202. Das sakramentale Sündenbekenntnis ist kraft göttlichen Rechtes angeordnet und zum Heile notwendig.
    203. Der Beichtpflicht unterliegen kraft göttlicher Anordnung alle schweren Sünden nach Art, Zahl und artändernden Umständen.
    204. Das Bekenntnis der lässlichen Sünden ist nicht notwendig, aber erlaubt und nützlich.
    205. Mit der Sündenschuld und der ewigen Strafe werden von Got nicht immer alle zeitlichen Sündenstrafen nachgelassen.
    206. Der Priester hat das Recht und die Pflicht, je nach der Beschaffenheit der Sünden und der Fähigkeit des Pönitenten heilsame und entsprechende Genugtuungswerke aufzuerlegen.
    207. Auch die außersakramentalen Bußwerke, wie die Verrichtung freiwilliger Bußübungen und das geduldige Ertragen göttlicher Heimsuchungen, besitzen satisfaktorischen Wert.
    208. Die Form des Bußsakramentes besteht in den Absolutionsworten.
    209. Die Absolution bewirkt in Verbindung mit den Akten des Pönitenten die Sündenvergebung.
    210. Die Hauptwirkung des Bußsakramentes ist die Wiederversöhnung des Sünders mit Gott.
    211. Das Bußsakrament ist für die nach der Taufe in schwerer Sünde Gefallenen zum Heile notwendig.
    212. Inhaber der kirchlichen Absolutionsgewalt sind allein die Bischöfe und die Priester.
    213. Die von Diakonen, Klerikern niedrigeren Ranges und Laien erteilte Absolution kann nicht als sakramentale Lossprechung betrachtet werden.
    214. Das Bußsakrament kann von jedem Getauften, der nach der Taufe einee schwere oder lässliche Sünde begangen hat, empfangen werden.
    215. Die Kirche besitzt die Gewalt, Ablässe zu verleihen.
    216. Der Gebrauch der Ablässe ist für diee Gläubigen nützlich und heilsam.
    217. Die Letzte Ölung (Krankensalbung) ist ein wahres und eigentliches, von Christus eingesetztes Sakrament.
    218. Materia remota der Letzten Ölung ist Öl.
    219. Die Form besteht in dem die Salbung begleitenden Gebet des Priesters für den Kranken.
    220. Die Letzte Ölung verleiht dem Kranken heiligmachende Gnade, um ihn aufzurichten und zu stärken.
    221. Die Letzte Ölung bewirkt die Nachlassung der noch vorhandenen schweren und lässlichen Sünden.
    222. Die Letzte Ölung bewirkt bisweilen, wenn es dem Seelenheil dienlich ist, die Wiederherstellung der leiblichen Gesundheit.
    223. Die Letzte Ölung kann nur von Bischöfen und Priestern gültig gespendet werden.
    224. Die Letzte Ölung kann nur von schwerkranken Gläubigen gültig empfangen werden.
    225. Die Weihe ist ein wahres und eigentliches, von Christus eingesetztes Sakrament.
    226. Die Priesterweihe ist Sakrament.
    227. Die Bischöfe sind den Presbytern übergeordnet.
    228. Das Weihesakrament verleiht dem Empfänger heiligmachende Gnade.
    229. Das Weihesakrament prägt dem Empfänger einen Charakter ein.
    230. Das Weihesakrament verleiht dem Empfänger eine dauernde geistliche Gewalt.
    231. Der ordentliche Spender aller Weihestufen, sowohl der sakramentalen als auch der nichtsakramentalen, ist allein der gültig geweihte Bischof.
    232. Die Ehe ist ein wahres und eigentliches, von Christus eingesetztes Sakrament.
    233. Das Ehesakrament verleiht den Ehekontrahenten heiligmachende Gnade.

    Die Lehre von Gott dem Vollender

    234. Der Tod ist in der gegenwärtigen Heilsordnung eine Straffolge der Sünde.
    235. Alle erbsündigen Menschen sind dem Gesetz des Todes unterworfen.
    236. Die Seelen der Gerechten, die im Augenblick des Todes von aller Sündenschuld und Sündenstrafe frei sind, gehen in den Himmel ein.
    237. Die himmlische Seligkeit dauert in alle Ewigkeit.
    238. Der Grad der himmlischen Seligkeit ist bei den einzeelnen Seligen verschieden je nach dem Grade ihrer Verdienste.
    239. Die Seelen derer, die im Zustand der persönlichen schweren Sünde sterben, gehen in die Hölle ein.
    240. Die Höllenstrafe dauert in alle Ewigkeit.
    241. Die Seelen der Gerechten, die im Augenblick des Todes noch mit lässlichen Sünden oder zeitlichen Sündenstrafen belastet sind, gehen in das Fegfeuer ein.
    242. Am Ende der Welt wird Christus in Herrlichkeit wiederkommen zum Gericht.
    243. Alle Toten werden am Jüngsten Tage mit ihren Leibern wieder auferstehen.
    244. Die Toten werden mit (numerisch) demselben Leib auferstehen, den sie auf Erden getragen haben.
    245. Christus wird nach seiner Wiederkunft alle Menschen richten.

    Ich denke, dass da einiges dabei ist, was überdacht werden kann. Im Großen und Ganzen sind die Dogmen stimmig.

    Beachten Sie bitte Nr. 142. Die Unfehlbarkeit des Papstes ist ja halt das größte Hindernis zur christlichen Einheit.

    Die Dogmen bis auf die der Unfehlbarkeit und möglicherweise die über Maria wurden in der Regel dann verkündet, wenn eine Irrlehre grassierte. Dann war es der Papst, der ex cathedra bestimmte, was Wahrheit sein solle. Ich meine, hätte es diese Institution des Dogmas nicht gegeben, wäre der Glaube an Jesus vielleicht nicht so klar über die Zeiten herüber gerettet worden. Jeder kann Dogmen anzweifeln. Sie haben jedoch eines erreicht. Einen gewissen einheitlichen Glaubenslevel für Christen hinsichtlich der Personen der Dreieinigkeit.

    Der christliche Glaube wäre vielleicht ärmer, wenn jeder glauben würde, was ihm beliebte. Die Dogmen, die sich mit Gott und Jesus selbst beschäftigen, könnten Sie werter Vorkommentator vielleicht auch mittragen.

    Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass ich heute auch zum ersten Mal diese Aufstellung der Dogmen gesehen habe. Ich kann damit leben.

    Den Papst kritisiere ich selbstverständlich, wenn es m. E. notwendig ist, wenn er nicht ex cathedra spricht, was mir auch erlaubt ist.

  6. Bazillus Says:

    Kleiner Nachtrag sei mir erlaubt: Dass die Lehre von der Kirche selbstverständlich nicht von anderen Kirchen und Christen mitgetragen werden kann, versteht sich von selbst.

    • Walter Says:

      Darauf kann ich nur Antworten
      Denn es ist nur ein Gott, ebenso auch nur ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich ein Mensch Christus Jesus! Tim. 1K2Vers 5
      Denn Gott hat einen Tag festgesetzt an welchen er den Erdkreis mit Gerechtgkeit richten will durch einen Mann, den er dazu ausersehen und den er für alle durch seine Auferweckung von den Toten beglaubigt hat..Apostelg. 17,31

  7. Bazillus Says:

    Werter Vorkommentator.
    Das erste Zitat, welches Sie gebracht haben, ist bereits irreführend. Denn in diesem wird Christus Jesus „nur“ als Mensch bezeichnet. Wenn nur dieser Satz nun – absolut gesehen – in die christliche Glaubenslehre Einlass gefunden hätte, wäre Jesus Christus nur Mensch und nicht Gott. Wie schön, dass es da einen Entscheider gibt, der da sagt: Jesus war nicht nur Mensch, sondern auch Gott.

    Das Petrusamt ist ja nun auch nicht nur so vom Himmel gefallen. Da gibt es ja auch evangelikale Grundlagen. Entweder nehme ich das gesamte Evangelium ernst oder nur Teile daraus, die mir gefallen. Wenn Jesus zu Petrus sagt, Weide meine Lämmer/Schafe oder „Was Du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein“ und „Petrus, der Fels, auf dem die Kirche aufgebaut sein solle, dann lässt sich das Papsttum als solches durchaus begründen, selbst die Beichte-Abnahme, die nicht nur dem Petrus vorbehalten war. „Wem ihr die Sünden nachlasst, dem sind sie nachgelassen“. Und da wir Petrus alle kennen, wie fehlerhaft er war, machen auch seine Nachfolger Fehler, klar. Aber ich traue dem Hl. Geist durchaus zu, dass der Großteil der Dogmen, die da aufgeführt wurden, eben Gottes Geist, also auch Wahrheiten in sich tragen könnten. Mehr nicht und auch nicht weniger.

    • Walter Says:

      Jesus sagte zu Maria: Rühr mich nicht an, denn ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren! Gehe aber zu meinen Brüdern und sage ihnen:
      Ich fahre zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu euren Gott! Johannes 20,17
      Jesus sagte nicht ich, fahre zu mir selbst hoch, weil ich oben im Himmel der allmächtige Gott bin und gleichzeitig der Mensch Jesus Christus der die Menschen in der Fürbitte als Mittler vertritt.
      Dieses sagte er bzw. die Bibel nich!!!

  8. Julia Says:

    Man darf nicht vergessen, dass kath.net das Sprachrohr der Medjugorje-Sekte ist und das dort ALLE Kommentare gelöscht und zensuriert werden die auch nur ein bischen kritisch und nicht genehm sind.

    kath.net propagiert seit dem Tod von Papst Johannes Paul II. die umstrittene Seligsprechung und JEDER der nicht in dem Gekreische von „Santo Subito“ mit einstimmt und sich zum Jubelperser erhebt wird mundtot gemacht oder des Unglaubens bezichtigt.

    Es ist mißverstandener Glaube, jeden Ausspruch des Papstes als Unfehlbar zu erheben. Dieser falsch verstandene Klerikalismus hat die Katholische Kirche in West-Europa in den Ruin geführt, weil seit den 1950er1960er Jahren in Deutschland kein Gläubiger es gewagt hat gegen viele linker Theologen nur die leiseste Kritik zu äußern kam es zu diesem Desaster wo hierzulande keiner mehr an Gott glaubt.
    Die Jesuiten waren einst die schwarze Garde des Papstes doch seit 50-60 Jahren sind diese zu einem linksradikalen Debattierclub verkommen, der ALLE Glaubenswahrheiten in Frage stellt

    Der Papst ist NUR Unfehlbar wenn er ex cathedra spricht. Dies ist zuletzt 1950 erfolgt als er die „Aufnahme der allerseligsten Jungfrau Maria in den Himmel“ feierlich als verbindlihes Dogma verkündet hat

    Ein Papst der den Koran küßt, der verkündet der Hl. Johannes der Täufer möge DEN Islam segnen, der umstrittene multireligiöse Feiern mit animistischen Religionen etc. in Assisi organisiert, der sich heidnischen Zeremonien in Afrika unterzieht und diese auch noch lobend erwähnt darf und MUSS kritisiert werden!

    http://www.piusbruderschaft.de/component/content/article/717-aktuell/4927-fragwuerdige-seligsprechung

  9. Bazillus Says:

    Verehrter Vorkommentator Walter:
    Wir können jetzt das gesamte Evangelium durchforsten und nach Sprüchen suchen, die darauf hindeuten, dass Jesus der Sohn Gottes und Bestandteil der Dreifaltigkeit ist oder eben nur ein Prophet wie Jesaja u. a. war, Ich vermag es nicht, jemanden von der Dreifaltigkeit zu überzeugen. Ich will es auch nicht. Das zu verstehen, entzieht sich ohnehin dem menschlichen Verstand. Es gibt viele Aussagen Jesu, die an der Gotteseigenschaft zweifeln lassen. Ich neige immer dazu, den roten Faden seiner Aussprüche zu sehen. Seine Aussprüche, dass er nicht von dieser Welt sei und trotzdem König sei (Pilatus), der Vater in ihm und er im Vater sei, er aussagte, dass er eher als Abraham existiert hat, Sünden vergab, welches nur Gott vermag und vieles andere mehr lässt mich nicht an seiner Gotteseigenschaft zweifeln, sondern bestärkt mich darin, ihn als BEstandteil Gottes anbeten zu dürfen. Er war eben m. E. voll Mensch, weil er gelitten hat und voll Gott, weil er auferstanden ist und für den Menschen nur schwer zu Fassendes, halt Göttliches, gepredigt hat. Wer es fassen, der fasse es. Kein Mensch ist ein schlechterer Mensch, wenn er dem Dreifaltigkeitsglauben nicht nachkommen kann. Er ist genauso viel wert wie jeder andere auch. Nach wie vor ist die Liebe zu Gott und zu den Menschen der Schlüssel zum Heil, u. a. aber auch im Kreuz. Das ist für mich das A & O des christlichen Glaubens.

    Für mich ist Jesus das Pauschpapier Gottes, sozusagen der Abdruck des Antlitzes Gottes, welches eben nicht kleinkrämerisch nach wortgetreurer Befolgung von Gesetzen urteilt, sondern nach der Liebe, die jeder Mensch ausstrahlt, jedem gegenüber.

    • Walter Says:

      Natürlich hat Jesus Christus als Sohn Gottes eine Präexidenz durch ihn hat Gott die Schöpfung erschaffen und er ist das Ebendbild Gottes und der Eingeborene Sohn vor der Schöpfung, aber er ist und bleibt Sohn und wird nach Vollendung der Zeit Gott dem Vater die verliehende Vollmacht wieder zurück geben, damit Gott alles in allem sei. 1Korinther 15,28
      Das Dogma der Dreifaltigkeit gab es nicht bei den Aposteln und der Herr Jesus hat es nicht gepredigt.
      Die damalige Kirche hat es um 325 bis 600 Nicäa entwickelt und mit Blut und Schwert in das Bewußtsein der Gläubigen hinein geprügelt typisch Papst unfehlbar, leider!!

  10. Bazillus Says:

    Ich denke, wir müssen lernen zwischen den Zeilen zu lesen und auch praktisch zu denken:
    Gott bestätigt Jesus als seinen Sohn, auf den die Menschen hören sollen. Jesus wird vor den Augen einiger Apostel verklärt. Jesus sagt nicht, ich sende Euch meinen Geist, sondern ich sende Euch den Geist.

    Das wichtigste Argument für die Wahrheit der Dreifaltigkeit ist für mich rein praktischer Natur:
    Wenn Jesus nur Prophet ist, geht dieser Gott nicht auf die Menschen zu. Erst durch die Dreifaltigkeit, sprich durch die Gotteseigenschaft Jesu leidet Gott selbst mit dem Menschen und erklärt sich solidarisch mit dem Menschen. Wäre Jesus – wie auch der Islam sagt – nur Prophet bleibt Gott, Jehova, Herr, Ich bin da, viele Namen für einen Gott auf seinem Thron und geht nicht auf den Menschen zu. Die Menschen müssen sich abrackern auf einen gnadenlosen Throngott hin. Das ist ja gerade das Geheimnis des Christentums. Mit einem Propheten auf die Menschen zuzugehen ist in dieser von Menschen ja auch nur schwer zu fassenden Dimension und Intensivität nicht möglich. Erst wenn Gott selbst in Jesus zu den Menschen kommt, kann der Mensch glauben, nein wissen, dass Gott es mit seiner Schöpfung Ernst meint, dass wir Menschen ihm eben nicht gleichgültig sind und nicht nach dem Motto handelt: Friss oder stirb. Wer Jesus die Gotteseigenschaft abspricht, spricht Gott den Willen und die Fähigkeit ab, sich selbst mit dem Menschen solidarisch zu erklären.

    Ich komme noch einmal darauf zurück, weil nur Gott in der Praxis Sünden vergeben kann und sagen kann: „Noch heute wirst Du mit mir im Paradiese sein“. Wer außer Gott soll dies können. Einerseits wird unangefochten behauptet, dass Jesus als Richter das Endgericht abhalten wird, selbst meines Wissens der Islam. Er entscheidet, wer in die Hölle kommt und wer in den Himmel. Aber er soll nicht Gott sein? Welche Gedankenakrobatik soll ich denn da anwenden, dass dies dann so sei? Ich bin nur ein kleiner Katholik und sehe, welche Kompetenz Jesus von seinem Vater gegeben worden ist, selbst den Richter zu geben. Also habe ich kein Problem damit, Jesus als Gott anzubeten, wie ich auch den Vater anbete und den Hl. Geist, für mich eine Einheit der Liebe, des Denkens, der Allmacht (Richterposition), der Weisheit, einfach des einen Gottes. Wenn ich Jeus anbete, habe ich sogleich den Vater und den Hl. Geist angebetet. Was kann daran verwerflich sein, wenn der Vater dem Sohn alle göttlichen Kompetenzen gibt und Jesus uns den (nicht seinen) Geist gesandt hat.

    So kann ich getrost jedes Gebet im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes beginnen. Der Vater übernahm die Schöpfung, der Sohn die Solidarität mit dem Menschen und befreite Gott von seinem Image als strengem Richter aller Sünder und der Geist weht in die Erkenntniswelt von Menschen ein und hofft, dass diese Erkenntnisse von Menschen angenommen werden. Denn Liebe in Freiwilligkeit ist oberstes Gebot. Denken wir von Gott immer das Beste, das Liebevollste und das Großartigste, eben die Dreifaltigkeit, dann wird das Handeln Gottes auch verständlicher, für mich jedenfalls. Das kann ich aber erst seit Jesus denken, das kann ich aber erst dann denken, wenn ich es auch zulasse, denken zu können, dass Gott selbst in Jesus bis in die tiefsten menschlichen Abgründe vorzustoßen vermag, am Kreuz von Menschen zu Tode gefoltert und dann auferstanden ist. Keiner hat größere Liebe als die, für seine Freunde sein Leben zu geben. Die größtmögliche Liebe ist dem Menschen nicht gegeben, sondern nur Gott. Belassen wir die Dreifaltigkeit als Geheimnis, welches nicht jeder akzeptieren kann. Ich kann es und fühle mich sehr glücklich mit meinem Gottesbild.

    Wie gesagt: Für mich ist Jesus Gott, weil Gott damit dem Menschen am intensivsten zeigen konnte, wie wichtig der Mensch ihm, dem großen Gott, ist.

    Im Übrigen: IN dieser Frage kann es durchaus sein, dass selbst die Apostel die Dimension von Jesus nicht sofort verstanden haben. Es ist durchaus legitim, nicht sofort alles verstehen zu können, auch wenn es sich um Apostel gehandelt hat. Paulus hat Jesus ja nicht einmal selbst zu Lebzeiten kennengelernt. Dafür hat er seine Sache aber recht gut gemacht. Zum Geheimnis der Dreifaltigkeit vorzudringen bedurfte es halt des Wirkens des Heiligen Geistes, dem Geist der Erkenntnis die Kirche, diese Erkenntnis in ein Dogma zu fassen.

    Abschließend sollte Gott doch die besten Attribute von uns gedacht bekommen. In Jesus sehe ich die besten Attribute Gottes vor Augen. Und wenn sein Vater sagt, dass wir auf ihn hören sollen, sollten wir dies auch tun. Während Gott Vater im AT höchstpersönlich mit den Vorvätern gesprochen hat, überlässt er es jetzt seinem Sohn, d. h. er übeträgt ihm somit auch diese göttliche Rolle. Warum kann er dies tun? Doch nur, weil Jesus Gott ist, nicht mehr und nicht weniger. Gott braucht weder Engel noch andere Mittler, wenn er mit uns in Kontakt treten möchte. Also schickt er sich selbst auf diese Erde und kommuniziert mit uns in Wort, Tat und Vorbild. Was kann Gott noch mehr tun für uns?

    Wortspiele und Bibelsprüche aneinandergereiht haben nicht die Kraft, die das Wirken Gottes in der Tat, durch Gott Jesus ausgeführt, hat. Darauf kommt es an.

    • Walter Says:

      Johannes 17,3
      Denn darin besteht das ewige Leben, daß sie Dich ,den allein wahren Gott und den Du gesandt hast Jesus Christus erkennen!!!!
      In Christus wurde Gott sichtbar auf Erden, der Vater hat ihn erhöht und er sitzt zur rechten Gottes!
      Da er der einzige Mittler zwischen Mensch und Gott ist darf Christus auch angebetet werden, dennoch ist er nicht der allmächtige Gott der Vater!!!
      Wahrer Mensch und wahrer allmächtiger Gott sagt die Bibel nicht!!
      Jesus Christus bleibt Sohn Gottes mit göttlicher Vollmacht, er hat die Prokura des Vaters aber er ist nicht der Vater!!!

  11. Bazillus Says:

    Verehrter Walter,
    Jesus sah sich eins mit dem Vater, er in ihm sei und er in ihm. Wenn es in einer Familie ebenso inniglich zugehen würde, hätten wir keine gesellschaftlichen Probleme. Sei es wie es sei. Im Gegensatz zu meiner Kirche möchte ich nicht unbedingt das letzte Wort haben wollen. Ich von meiner Seite aus werde diese Diskussion nun beenden. Die Dreifaltigkeit sowie Ihr werter Standpunkt sind letztlich reine Glaubensdinge. Ich werde dem Dreifaltigkeitsglauben weiter anhängen, weil er mir persönlich einfach mehr gibt, weil ein Bevollmächtigter einfach nicht die Zeichenhaftigkeit und die wahre Symbolik und die Tiefe darstellen kann, wie wenn Gott selbst am Kreuz gestorben wäre und auf diese Weise Glaubwürdigkeit seiner göttlichen Liebe zu uns Menschen dokumentieren könnte. Sie werden berechtigt dem Glauben an Gott Vater, der seinem Sohn Jesus die Prokura erteilt hat, anhängen. Ist doch in Ordnung. Dieser edle Wettstreit im Guten kann an dieser Stelle beendet werden, wenn Sie erlauben.

    Konzentrieren wir uns auf das gemeinsame Anliegen, welches uns beide verbindet und beten wir für die wahre Erkenntnis, die entweder ihrer Argumentation oder meiner Argumentation folgen kann oder wir beide haben nicht die volle Erkenntnis. Aber wir beide bemühen uns in Liebe und Respekt und das ist das Wichtigste.

  12. Walter Says:

    Ich akzeptiere Ihren Standpunkt auch wenn ich Sie reizen wollte mehr in der Heiligen Schrift zu forschen und dem unfehlbaren Papst mit seiner Kirche nicht alles ungeprüft zu glauben!!!
    Beende hiermit auch diese Diskussion!


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