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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Integrationsrätin: Frankreich soll assimilieren 26. April 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 23:09

Super Buchbeschreibung. Die Buchautorin scheint Klartext zu sprechen! Endlich mal eine vernünftige Stimme einer französischen Soziologin, welche die Feigheit der Eliten ans Sonnenlicht bringt. Leider alles sehr spät, wahrscheinlich leider zu spät für Einsichten, die an den Anfang der Einwanderung hätten gestellt werden müssen.

 

Ein bemerkenswertes Buch hat in Frankreich die aus Algerien stammende Soziologin Malika Sorel (Foto), die gleichzeitig Mitglied von Präsident Sarkozys „Hohem Rat für Integration“ ist (etwa vergleichbar der deutschen Islamkonferenz), veröffentlicht. Unter dem Titel „Immigration-Integration: Die Sprache der Wahrheit“, veröffentlicht sie dabei Klartext, wie er in Deutschland allenfalls in der publizistischen Schmuddelecke und bei vom Verfassungsschutz beobachteten Parteien zu lesen ist.

 

Den Ausgangspunkt für die Probleme Frankreichs mit seinen Einwanderern sieht Malika Sorel darin, dass das Land aufgehört habe, gegenüber seinen Migranten fordernd zu sein. Was in der Vergangenheit der rein europäischen Einwanderung stets selbstverständlich war, dass sich die Neuankömmlinge nämlich über kurz oder lang zu assimilieren hatten, würde von den Millionen Afrikanern heute sträflicherweise niemand mehr verlangen. Ursächlich sei dafür ein vom gesamten etablierten Politspektrum kultivierter „Schuldkult“, der meint, durch den Verzicht auf Erwartungen an die Einwanderer die Sünden als frühere Kolonialmacht in deren Herkunftsländern abtragen zu können.

 

Die Autorin bereichert mit ihrem 288 Seiten dicken Buch die französische und europäische Einwanderungsdiskussion in jedem Fall immens. Allein ihre Ergänzung der Begrifflichkeiten Integration und Assimilation durch den Terminus „Eingliederung“ (insertion) vertieft die in der Multikultidoktrin gefangene Diskussion beträchtlich. So betrachtet Malika Sorel die heute mit dem Begriff „Integration“ verbundenen Sachverhalte, dass ein Einwanderer Arbeit habe, die Rechtsordnung respektiere und die französische Sprache beherrsche, doch lediglich als „Eingliederung“ dieser Menschen. Von Integration spricht sie erst, wenn ein Einwanderer tatsächlich auch die „Software“ der „Francais de souche“ („Biofranzosen“) übernommen hat. Dies will heißen, dass er die Werte der Republik und das kulturelle Erbe Frankreichs annimmt und sich als Teil der französischen „Schicksalsgemeinschaft“ versteht.

 

In diesem Zusammenhang bezeichnet sie die exzessive Vergabe der französischen Staatsbürgerschaft als einen großen Fehler. Wörtlich äußerte sie in einem Interview gegenüber Valeurs Actuelles: „Vorzugeben, dass man Franzose sein könne, ohne Träger der französischen Identität zu sein, ist eine Lüge, so wie es eine Lüge ist, dass die Verleihung des Wahlrechts an Ausländer deren Integration fördern würde.“

 

Entsprechend dürfe die Einbürgerung nicht im Stadium der „Eingliederung“ (oder gar früher) erfolgen, sondern erst, wenn sich ein Einwanderer tatsächlich „integriert“ zeigt und ihn bzw. seine Kinder nur noch die Mischehe mit Biofranzosen von der „Assimilation“ im französischen Volk trennt. Ihrer Meinung nach ist dies ein in der Vergangenheit stets selbstverständlicher Vorgang gewesen, der völlig zu Unrecht einem „Hexenprozess“ unterzogen wurde.

 

Der heutige Zustand führe in jedem Fall nur dazu, dass sich Parallelgesellschaften, die sich aus eigenem Antrieb aus der französischen Gesellschaft aussschließen, hinterher diskriminiert fühlen. Gleichzeitig forderten diese dann Privilegien (wie z.B. Quoten) um die negativen Folgen dieses selbstgewählten Ausschlusses auszugleichen. Dies sei – so Malika Sorel – für niemanden befriedigend und für sie nicht akzeptabel.

 

Weiter verdeutlicht die Autorin in ihrer umfangreichen Studie, dass es das Verharren auf der Stufe der „Eingliederung“ (insertion) sei, mit dem sich die Einwanderer selbst, z.B. auf dem Arbeitsmarkt, benachteiligten. So hat die Soziologin Videoaufzeichnungen einer Vielzahl von Bewerbungsgesprächen vor allem muslimischer Einwanderer analysiert, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass auch sie den Großteil dieser im Herkunftskulturraum gefangenen Aspiranten nicht eingestellt hätte. Sie entsprächen – unabhängig von der Frage der Qualifikation – in ihrem Verhalten schlicht und ergreifend nicht den Standards des französischen Berufslebens.

 

Den Schlüssel zur Verbesserung der Situation sieht die Autorin primär in einer restriktiven Einschränkung der Einwanderung. Es sei ein Stadium erreicht, wo der „kulturelle Rahmen“ Frankreichs in Frage gestellt werde, weshalb man sich gerade auch das Thema „Familienzusammenführung“ nicht mehr leisten könne. (Schließlich kommen auf diesem Wege ja auch meist Einwanderer nach Frankreich, die weder über die Schule noch über das Erwerbsleben von der französischen Kultur erreicht würden).

 

Darüber hinaus fordert sie eine wesentlich stärkere Einbindung der Elternhäuser junger Einwanderer in das Thema Bildung und „Annahme der französischen Kultur“. Wer hier durch unterlassene Unterstützung der Lehrer nicht mitspiele und gar bei seinen Kindern das Verharren in der Herkunftskultur fördere, müsse sozusagen in „Sippenhaft“ genommen werden. Schließlich sei der Einfluss der Eltern in diesen Machokulturen in der Regel sehr stark und eine Verbesserung der Situation nur über die Eltern möglich. Das Sanktionspaket solle dabei im Zweifel sogar die Aufenthaltsfrage stellen und auf jeden Fall Eltern z.B. für Vandalismusschäden ihrer Kinder klar in die Haftung nehmen. Schließlich ist der Zustand unhaltbar, dass 2/3 der Schulabbrecher in Frankreich einen Migrationshintergrund hätten.

 

Der Frage nach einem Dialog mit den Institutionen des Islam in Frankreich erteilt Malika Sorel übrigens eine klare Absage. Ihrer Meinung nach befördere man damit nur die Gefangenschaft der Einwanderer in ihren stark besitzergreifenden Herkunfskollektiven und werte diese nicht zielführend auf. Entsprechend lehnt sie auch strikt das Ansinnen, so etwas wie einen Euro-Islam schaffen zu wollen, ab. Zum einen bestärke eine sinngemäß „Der Islam gehört zu Frankreich“-Diskussion die Muslime in ihrem Gefühl der Landnahme. Darüber hinaus teilt sie aber die Auffassung, dass der Islam mit den Werten der Republik nicht kompatibel sei, der Versuch der Schaffung eines „Islams der (französischen) Aufklärung“ entsprechend zum Scheitern verurteilt sei.

 

Entlarvend und peinlich für das französische Establishment ist auch die Einschätzung der Soziologin, was die weiteren Gründe für die Zugeständnisse an die (muslimischen) Einwanderer betrifft. Sie vermutet dahinter lediglich eine Güterabwägung der Etablierten, die davon ausgingen, bei Einheimischen für eine verfehlte Einwanderungspolitik höchstens Wahlenthaltung zu ernten. Würde man im Gegenzug aber die Einwanderer bezüglich der „republikanischen Prinzipien“ unter Druck setzen, wäre mit Gewalt und Ausschreitungen zu rechnen.

 

Aber nicht genug, setzt Malika Sorel noch einen drauf, dass man meinen könnte Marine Le Pen sprechen zu hören: „Heute beherrschen Rechtsanwälte, Geschäftsleute und Absolventen der Eliteschulen die Szene. Leute, die Frankreichs Schicksal in die Hände Europas gelegt haben und keine Lust haben, wieder das Kommando zu übernehmen, während man es eigentlich längst wie de Gaulle machen müsste, der mit einer „Politik der leeren Stühle“ Brüssel zur Raison gerufen hat.“

 

Das Fazit von Malika Sorel für die französische Politik ist, dass endlich die Frage an den Anfang gestellt werden müsse, was die Franzosen von den Einwanderern erwarten und nicht das, was die Einwanderer für sich forderten. Entsprechend müsse Schluss sein mit dem „Schuldkult“ (der Opfer-Ideologie) in der Integrationspolitik. Frankreich müsse sich seiner Geschichte nicht schämen und tue viel für seine Einwanderer. Und vor allem sei Frankreich eines nicht, nämlich rassistisch! Schließlich verlange umgekehrt die herrschende Dokrin von den europäischen Völkern nicht weniger, als ihre Auslöschung hinzunehmen. Dies sei ein „grauenhaftes Unterfangen“.

 

Solche Worte einer eingewanderten Nordafrikanerin, die Frankreich lieben gelernt hat und Französin auch im Herzen geworden ist, sind eine schallende Ohrfeige nicht nur für die französischen etablierten Parteien. Die Verhältnisse in Deutschland ähneln den französischen schließlich wie ein Ei dem anderen. Frankreich ist Deutschland in seinem Desintegrationsprozess als Gesellschaft lediglich schon etwa zehn Jahre voraus.

 

Eigentlich sollte dieses Buch dringend ins Deutsche übersetzt werden und zur Pflichtlektüre für jeden Deutschen werden, der sein Brot mit Politik verdient oder verdienen will.  {Quelle: www.pi-news.net – Von Thorsten M.}

 

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