kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KARFREITAG UND OSTERN 23. April 2011

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 11:56

Tod und Leben, Verderben und Errettung, schreiendes Unrecht und grenzenlose Gnade, scheinbare Niederlage und ewiger Sieg.

 

Karfreitag und Ostern, an diesen Tagen leuchtet die ganze Dramatik menschlichen Lebens auf. Wir Menschen der Moderne verweilen viel lieber bei der Freude, dem Leben, der Lust und verdrängen die Ängste, den Tod, die Niederlagen. Ängste werden überspielt, gestorben wird im Krankenhaus, Niederlagen gern verheimlicht. Karfreitag zwingt dazu, sich mit Verleumdung, Verrat, Todesangst, Spott, Erniedrigung, Feigheit, Gewalt, Schmerz und Verlassenheit auseinanderzusetzen. Jesus Christus hat dies alles ertragen. Die Namen Judas, Petrus, Pilatus, der Schächer am Kreuz, die Emmausjünger und viele andere wecken in diesem Zusammenhang in uns schmerzvolle Bilder.

 

Sicher fühlen wir den Schmerz besonders deutlich, wenn wir Ähnliches selbst schon erlebt haben. Wenn wir plötzlich von Freunden verlassen in einer schier ausweglosen Situation standen. Wenn wir zu träge waren, anderen beizustehen und diese durch unsere Trägheit großes Leid erfahren haben. Wenn wir im Beruf oder in der Familie gemobbt wurden. Wenn wir aus Geldgier Übles angerichtet und dann die Achtung vor uns selbst verloren haben. Wenn wir anderen in Wort oder Tat Gewalt angetan haben und es nicht wiedergutmachen konnten. Tiefes Leid, das wir selbst erfahren mussten und das wir anderen angetan haben. Karfreitag, der Todestag Christi, führt uns dies vor Augen.

 

Wir können die Augen verschließen vor dem Leid, uns die Ohren verstopfen vor dem Wehklagen, uns flüchten in Lebenslust. Mit Party und heißen Rhythmen verdrängen, was uns doch irgendwann einholt, weil es bittere Realität ist.

 

Karfreitag ist ein Stachel im Fleisch. Karfreitag zwingt, die Macht des Bösen zur Kenntnis zu nehmen, dem Tod als Folge der Sünde ins Auge zu sehen, die Todesverfallenheit und Verderbtheit des Menschen zu begreifen, die sich doch nicht begreifen lässt. Karfreitag ist Zumutung und Trost in einem, denn Karfreitag sagt mir: „Christus starb auch wegen mir, aber er starb auch für mich. Wegen meiner Sünde, für meine Erlösung.  An Karfreitag kommen wir nicht umhin, uns intensiv und ungeschminkt im Spiegel seines Wortes, seines Lebens, seines Sterbens zu betrachten. Ein Anblick, der nicht nur Freude macht, gewiss. Aber dieser Blick birgt die Möglichkeit, Leib und Blut Christi bewusst und würdig zu genießen, das heißt mit ernstem Vorsatz, der Sünde nicht zu dienen.

 

Wir werden in der Vorbereitung zum Heiligen Abendmahl immer wieder aufgerufen, uns mit unseren Sünden auseinanderzusetzen. Beschäftigen wir uns in der Karwoche mit dem Weg Christi zum Kreuz und mit unseren Sünden, mit unserer Geneigtheit zum Bösen, mit unserem Unvermögen, das Gute wirklich zu tun. Tragen wir Trauer über Christi Tod und unsere Missetat. Dann wird Ostern umso heller strahlen und damit die Gewissheit: Gottes Kraft ist stärker als der Tod. Seine Vergebung größer als meine Sünde, seine Liebe größer als der Hass in der Welt. Blicken wir erst auf den Tod Jesu und in den Abgrund der Sünde und lassen wir uns dann packen von der Auferstehung Jesu Christ, die uns aus der Sünde in den Himmel zieht.    

 

Es ist die Grundlage unseres Glaubens und unserer Zukunft:

Der Herr ist wahrhaftig auferstanden.

Wenn er wiederkommt, werden wir an seiner Auferstehung teilhaben.

 

Gibt es Beweise für die Auferstehung? 

 
Eine ganze Reihe von Fakten spricht dafür, dass die Auferstehung Jesu wirklich stattgefunden hat, unter anderem folgende Punkte:

 

Das leere Grab: Das Grab war von den Römern versiegelt worden, doch drei     Tage nach der Kreuzigung war es leer. Doch die Feinde Jesu – der jüdische Hohe Rat und die Römer – konnten den Leichnam Jesu nicht vorweisen. Die gern vertretene These des „Leichenraubs“ durch die Jünger ist wenig überzeugend, denn das Grab wurde von Soldaten bewacht. Auch die Theorie, die Wachen seien eingeschlafen, ist absurd, wenn man das damalige römische Militärwesen kennt: So weist der Historiker George Currie darauf hin, dass auf das Verlassen des Postens oder Einschlafen während der Wache die Todesstrafe stand.

 

Die Augenzeugen: Paulus verweist zum Beispiel auf mehr als 500 Personen, denen der auferstandene Christus leibhaftig erschienen ist (1. Kor. 15). Stichhaltig zeigt sich dieses Argument vor allem deshalb, weil die meisten dieser Augenzeugen zu diesem Zeitpunkt (ca. 55 n. Chr.) noch lebten und über die Ereignisse hätten befragt werden können.

 

Die „Absurdität“ der Botschaft: Die Jünger selbst glaubten zunächst nicht an die Auferstehung, denn sie teilten das Denken des damaligen Judentums: Die Auferstehungshoffnung der Pharisäer beschränkte sich auf „die Auferstehung der Gerechten“ am jüngsten Tag, nicht aber auf eine leibliche Auferstehung im Hier und Jetzt; die Sadduzäer leugneten die Möglichkeit der Auferstehung sogar völlig. Die Auferstehungslehre zu vertreten war also nicht nur „lächerlich“, sondern auch gefährlich – es sei denn, sie war tatsächlich passiert.

 

Die Entstehung der Kirche: Nach Jesu Tod waren die Jünger eine völlig mutlose und verängstigte Gruppe von Männern und Frauen, denn als Anhänger des „Staatsfeindes“ Jesu mussten sie selbst mit dem Tod rechnen. Erst als der Auferstandene ihnen begegnete, wurden aus verängstigten Menschen mutige Zeugen. Sie verbreiteten die Botschaft vom Sterben und Auferstehen Christi, erst in Jerusalem und später in der ganzen Welt. Viele von ihnen bezahlten dafür mit ihrem Leben – wer würde so etwas für eine selbst erfundene Geschichte tun?

 

Von Bella Ella, der Jugendexpertin und Pädagogin

 

8 Responses to “KARFREITAG UND OSTERN”

  1. Harold Graf Says:

    Karfreitag und Ostern haben nicht das Geringste mit Gott oder mit seinem Sohn Jesus Christus zu tun.

    Ostern – Beides, Weihnachten und Ostern, mit allen Sitten und Gebräuchen sind widergöttlich!
    http://haroldgraf.blog.de/2011/04/18/ostern-beides-weihnachten-ostern-sitten-gebraeuchen-widergoettlich-11023664/

    Die wahre Herkunft von Ostern – Teil 1
    http://haroldgraf.blog.de/2011/04/20/wahre-herkunft-ostern-teil-1-gott-nennt-ostern-suende-11032598/

    Ostern ist genauso Götzendienst wie Weihnachten und der Sonntagsgottesdienst und Götzendiener werden mit Sicherheit nicht erlöst werden.

    Liebe Grüße, Gottes Segen und einen schönen Sabbat
    Harold Graf

  2. koptin Says:

    Alles was Herr Harold Graf geschrieben hat ist Quatsch.

    Ostern und Weihnachten sind von Gott für die Menschen und wir sollen uns freuen über unseren Erlöser, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist zu Gott.

    Heutzutage sind diese Feste noch mit vielen weiteren Traditionen verbunden die mit der Osterzeit (Frühling) und der Weihnachtszeit (Winter) zu tun haben, aber trotzdem nicht Götzendienst etc… -.-‚

    • Blogg Says:

      Ich freue mich.

      Jesus lebt
      Ich freue mich

      Der Baum freut sich

      und treibt neue Blätter und Blüten.
      Die Wiese freut sich
      und wird grün
      Die Blume freut sich
      und öffnet ihre Blüte

      Der Vogel freut sich
      und singt ein neues Lied
      Das Schaf freut sich
      über sein neugeborenes Lamm.
      Der Schmetterling freut sich
      und flattert davon.
      Die Sonne freut sich
      und strahlt am Himmel
      Wir Menschen freuen uns
      und singen.

      Ich freue mich.

      Jesus lebt.

      Amen

      Viele haben über Jesu Auferstehung gepredigt und viele Worte dazu gemacht, auf welche Weise er auferstanden sei.
      Sieh du darauf, dass du wissest, was die Auferstehung will, damit du in der Auferstehung bist und sie in dir!
      Martin Luther

  3. Walter Says:

    Ich will hier die Auferstehungsfreude über unseres Herrn und Heiand Jesus Christus nicht trüben, aber dennoch gibt es einiges was zu Fragen führt.
    Z.B der Herr Jesus sprach von 3 Tagen also 72 Stunden bis zur Auferweckung, die Kirche schafft es in 36 Stunden, da stimmt was nicht!!!!
    Auch das Geburtstagsdatum Jesu entspricht nicht der Realität.
    Mir scheint hier, wurden schon Termine an der biblischen Wahrheit vorbei festgelegt.!
    Vielleicht aber auch nur, um heidnischen Bräuchen ein Gegenüber zu geben?

  4. Bazillus Says:

    Ich denke, das mit den Daten ist nicht unbedingt das Wichtigste. Der Sinn der Feste ist doch wohl die Hauptsache. Im Glaubensbekenntnis der Kirche heißte es „…am 3. Tage auferstanden von den Toten“.
    Karfreitag um die 3. Stunde = 15:00 Uhr werden landes- vielleicht sogar weltweit Gottesdienste abgehalten. Wann Jesus genau auferstanden ist, kann ja niemand sagen, weil niemand dabei gewesen ist. Am dritten Tage haben die Frauen ihn eben nicht gefunden. Die obligatorischen Osternachtfeiern werden in den 3. Tag hineingefeiert. Sonntag ist der 3. Tag. Also wollen wir da nicht so kleinlich sein. Wie gesagt, den exakten Zeitpunkt der Auferstehung weiß nur Jesus selbst oder der Vater.

    Die Tatsache, dass er auferstanden ist und nicht nur vom Hörensagen, sondern bestätigt durch Zeugenaussagen, weil aus eigenem Erleben der Emmausjünger, der Apostel, der Jünger und vielen anderen ist doch die Hauptsache, nicht der Zeitpunkt. Der Tempel, den er in drei Tagen wieder aufbauen will, wenn dieser denn niedergerissen wird, ist halt auch ein Zeitraum. Aber hat er gesagt, dass er die volle Stundenzahl dafür auch gebraucht hätte. Vielleicht hätte er es in 1 Tag geschafft oder von einer Sekunde auf die Andere? Ich denke, wir schaden unserem Glauben, wenn wir uns in Wortklaubereien ergehen.

    Und dass Weihnachten nicht im Februar, sondern im Dezember stattfindet am Datum der Sonnenwende ist doch wohl kein Problem. Es kommt doch auch hier wieder auf den tieferen Sinn des Weihnachtsfestes an. Wann Jesus genau geboren worden ist, kann auch nur annähernd errechnet werden. Auch hier ist der genaue Zeitpunkt nicht ermittelbar und im Grunde auch nicht wichtig. Die Hauptsache ist, dass er unter den Umständen der biblischen Schilderungen geboren worden ist.

    Es ist doch kein Zwang, dass man christliche Feste, die ihren Ursprung im jüdischen Bereich haben und was auch nicht bestritten werden soll, an den gleichen Tagen zu feiern hat, wie die Juden, oder? Hätte Jesus Wert darauf gelegt, wann die einzelnen christlichen Feste zu feiern sind, hätte er seinen Jüngern einen Kalender geschrieben oder diktiert. Aber soviel Freiheit hat er uns wohl gelassen. Hauptsache, der Sinn dieser Feste wird nicht entstellt.

    • Walter Says:

      Naja, so ganz unwichtig ist die Zeitrechnung nicht, den der Herr Jesus gab auf die Forderung eines Wunderzeichens der Pharisäer, das sie das Zeichen des Jona erhalten würden, jona war 3Tage und 3 Nächte im Fisch,
      als Bestätigung das er der verheißenen Messias ist! Matth.12, 38 – 40
      Jüdische Zeitrechnung 1Tag von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang!
      Folglich ist Jesus am Passahtag 31 den Mittwoch gestorben und vor Sonnenuntergang beerdigt worden, Am Donnerstag war der sogenannte Jahressabat Tag der ungesäuerten Brote, der war im Jahr 31 auf dem Donnerstag. Laut 3 Tagen ist Christus am Wochensabbat vor Sonnenuntergang auferweckt worden. In der Frühe Sonntag suchte die Frauen ihn und das Grab war schon leer. Der Sabbat war Gottes 7 Tag!!

  5. Bazillus Says:

    Verehrter Vorkommentator,
    sorry, war auch nur meine Meinung. Sie werden Recht haben. Ich bleibe bei der Tatsache, dass die Auferstehung für mich das Wichtigste ist. Wann sie gefeiert wird, ist mir persönlich im Grunde egal. Am Zeitrahmen ist mir ehrlich gesagt die Reihenfolge der Feste wichtig, nicht die einzelnen Daten. Dann erst würde ich mich wehren wollen, weil Jesus den jüdischen Festen durch sein irdisches Leben ja doch eine erneuerte Bedeutung gegeben hat, die am Leben Jesu konkretisiert und festgemacht werden können.

    Aber vielen ist offensichtlich der von der Kirche falsch berechnete Zeitpunkt der Geschehnisse wichtig. Das respektiere ich voll und ganz und möchte betonen, dass ich niemandem meine Meinung aufzwingen möchte.

  6. G. Np Says:

    Bildnachweis fehlt. Woher stammt das Bild?


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