kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Islam will die Weltherrschaft 11. April 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 00:46

Das Ziel des Islam war und ist die Herrschaft über die Welt

EIN GASTBEITRAG von Egon Flaig mit einem Vorwort von Michael Mannheimer

 

Vorwort: Als ich einen Vortrag vor Staatsanwälten, Richtern und wichtigen Politikern eines großen deutschen Bundeslandes über den Islam hielt, trat der Polizeipräsident dieses Bundeslandes wenige Minuten vor Beginn meiner Rede an mich heran und meinte, dass es doch wohl ein Hirngespinst sei zu behaupten, dass der Islam die Weltherrschaft wolle. Das könne doch wohl nicht der Wahrheit entsprechen.

 

Nun, das war im Jahr 2007. Heute haben wir das Jahr 2011, und es ist zu bezweifeln, dass die politischen und exekutiven Eliten unserer westlichen Länder gegenwärtig mehr über den Islam wissen als dieser Polizeipräsident vor vier Jahren. Hartnäckig hält sich der Glauben vom Islam als einer normalen Religion, wie sie uns in den Großreligionen des Buddhismus, Hinduismus, Christentum oder Judentum entgegen treten.

 

Und – angesprochen auf die zigtausenden weltweiten Terrorakte im Namen Allahs – hält sich ebenso hartnäckig die Legende von angeblich zwei unterschiedlichen islamischen Systemen: dem “friedlichen” Islam und seinem unfriedlichen Derivat “Islamismus”. Wie es jedoch zu diesem teuflischen Derivat, das angeblich nichts mit dem wahren Islam zu tun habe, kommen könne, können seine Apologeten genauso wenig erklären wie die Frage, wie es möglich sein kann, dass jene Islamisten dasselbe Buch, den Koran, und denselben Propheten, nämlich Mohammed, so grundlegend falsch interpretieren können, dass sie eine angeblich friedliche Religion in deren Gegenteil verkehren. Und genauso wenig haben sie eine Antwort darauf, warum es dem “guten” Islam in 1400 Jahren angeblich nicht gelungen sein soll, sich von seinem bösen Zwilling Islamismus klar und eindeutig zu distanzieren und sich dessen letzten Endens für immer entledigt zu haben.

 

Um das Ergebnis vorwegzunehmen: es gibt keine Islamismus-Islam-Kontroverse außerhalb der Köpfe westlicher Gutmenschen, Pfarrer, ahnungsloser Intellektueller und Politiker oder heimlich zum Islam konvertierter Islamwissenschaftler, die in ihren verlogenen Büchern und Schriften den Islam entgegen dessen wahrer Natur schönschreiben. Denn es gibt nur einen einzigen Islam, und der hat mit den oben zitierten Weltreligionen nichts gemein außer dem Fakt, dass er sich als “Religion” bezeichnet.

 

Doch der Islam ist keine Religion im herkömmlichen Sinne. Der Islam ist viel eher ein Todeskult als eine Religion: “Ihr liebt es zu leben! Wir aber lieben das Sterben!” ist eine der Standardaussagen islamischer Gelehrter, wenn sie sich neid- und hasserfüllt an den überlegenen Westen wenden. Und tatsächlich: das gesamte System Islam ist darauf angelegt, einen ewigen Dschihad gegen die Völker des “Ungläubigen” – wie all jene Menschen genannt werden, die sich nicht zum Islam bekennen – zu führen. Töten, ermorden, köpfen und vernichten: das ist Allahs Hauptbotschaft an seine Gläubigen.

 

Wer für den Islam stirbt, wer Ungläubige tötet, wer sich für die Ausbreitung seiner Religion und für die Vernichtung derer einsetzt, die sich weigern, den Islam als ihre zukünftige Religion anzunehmen, für den hat Allah ein ganzes Belohnungs-Arsenal parat. Märtyrerstatus, Einzug ins Paradies und dortselbst ewige Sinnesfreuden mit 72 jungfräulichen Liebesdamen winken denen, die den über 2000 (!) Stellen aus Koran und Hadith folgen und ihr Leben im Kampf mit den gottlosen “Ungläubigen” opfern. Erst wenn die ganze Welt islamisch ist, zieht – so steht es im Koran – “ewiger Friede” ein auf dieser Welt. Denn das Hauptziel des Islam ist die Herrschaft über die Welt. Daran ändert auch der Zweifel des ahnungslosen Polizeipräsidenten eines deutschen Bundeslandes nicht das Geringste.

 

Die Fotos im nachfolgenden Aritkel Egon Flaigs sind von mir nachträglich eingefügt worden. Sie sollen veranschaulichen, dass Muslime überall in der Welt das Ziel der Weltherrschaft des Islam überdeutlich dokumentieren, nicht nur in den Moscheen, sondern in aller Öffentlichkeit. Trotz dieser Tatsache, trotz der zahllosen islamischen Publikationen dazu, trotz der Suren des Koran, in denen Allah seinen Gläubigen explizit befiehlt, die gesamte Welt zu islamisieren und alle anderen Religionen zu vernichten, fehlt bislang jede Einsicht dazu bei den verantwortlichen Politikern, Journalisten und den sonstigen “Eliten” der nicht-islamischen Länder und Regierungen. Wie bei Hitlers “Mein Kampf” , millionenfach gekauft, aber kaum gelesen, verhält es sich beim Koran: obgleich eines der meistverkauften Bücher der Welt, wird dieses machiavellistische Buch einer durch und durch totalitären Polit-Theokratie, die sich 1400 Jahre lang so erfolgreich als Religion getarnt hat, ebenfalls kaum gelesen.

 

Und dies, obwohl alle Ziele des Islam darin detailliert beschrieben sind wie etwa
= Weltherrschaft
= Terror und ‘Ermordung “Ungläubiger”,
= Krieg und Beutezüge gegen die Länder der “Ungläubigen” (es gibt eine ganze Sure, die “Die Kriegsbeute” heißt. Es gibt aber keine Sure, die etwa “Toleranz” oder “Frieden” heißt!),
= die wesentlichen Eckpfeiler der barbarischen Scharia,
= die ewige Subordination der Frau gegenüber dem Mann, (die den Islam zu einer historisch einmaligen und der längstanhaltenden Geschlechterapartheid der Weltgeschichte gemacht hat)
einschließlich des Gebots, die “Ungläubigen” über eben jene Ziele zu täuschen (Taqiya), was den Islam endgültig als politisches Eroberungssystem entlarvt und aus dem Verbund ernstzunehmender Religionen hinauskatapultiert.

 

Dies alles könnte man lesen, nähme man den Koran zur Hand. Doch die meisten Muslime kennen ihn heute genauso wenig wie damals die meisten Deutschen Hitlers “Mein Kampf”. Und kaum ein westlicher Politiker, kaum ein Journalist und so gut wie kein Kritiker der Islamkritik haben je mehr als einen nur flüchtigen Blick in dieses Buch des Bösen geworfen. Darin besteht ihr zweites historisches Versagen binnen eines Jahrhunderts nach ihrem katastrophalen Versagen gegenüber dem Nationalsozialismus.

 

Es bewahrheitet sich wieder einmal Churchills Resumee, demzufolge man aus der Geschichte nur lernen könne, dass die Menschen aus ihrer Geschichte nichts gelernt haben.

 
Michael Mannheimer

 

Der Islam will die Welteroberung

Von Egon Flaig

 

“Dann wollen wir, daß die Fahne des Islam wieder über diesen Landschaften weht, die das Glück hatten, eine Zeitlang unter der Herrschaft des Islam zu sein und den Ruf des Muezzins Gott preisen zu hören. Dann starb das Licht des Islam aus und sie kehrten zum Unglauben zurück. Andalusien, Sizilien, der Balkan, Süditalien und die griechischen Inseln sind alle islamischen Kolonien, die in den Schoß des Islam zurückkehren müssen. Das Mittelmeer und das Rote Meer müssen wieder islamische Binnenmeere wie früher werden”.

 

Diese Sätze stammen nicht von Al Qaida; sie finden sich im Programm, das der Gründer der Muslim-Brüderschaft Hassan Al Banna in einer Rede formulierte. Die Bruderschaft zählt heute Millionen und hat sich weit über Ägypten hinaus verbreitet. Ihre Intellektuellen agieren in Europa und in den Vereinigten Staaten; sie gelten als ,moderat” und werden von den Medien entsprechend bedient. Planmäßige Rückgewinnung “verlorener” Gebiete gehört in die Programme von Staaten, welche um territoriale Machtausübung kämpfen, also von politischen Gemeinschaften. Wie kann sie ins Programm einer Religion gehören? Ist der Islam eine Religion wie andere?

 

Seit Beginn der klassischen Zeit zwischen dem neunten und dem elften Jahrhundert teilen die islamischen Juristen die Welt in zwei Teile, nämlich das “Haus des Islam” und das “Haus des Krieges”. Diese Zweiteilung hängt nicht davon ab, wo Muslime in großer Anzahl leben oder gar die Mehrheit darstellen, sondern davon, wo der Islam herrscht – in Gestalt der Scharia – oder wo er nicht herrscht. Diese Dichotomie ist also keine religiöse, sondern eine politische. Zwischen diesen beiden Teilen der Welt herrscht naturgemäß so lange Krieg, bis das Haus des Krieges nicht mehr existiert und der Islam über die Welt herrscht (Sure 8, 39 und 9, 41). Daher besteht nach klassischer Lehre für die muslimische Weltgemeinschaft die Pflicht, gegen die Ungläubigen Krieg zu führen, bis diese sich bekehren oder sich unterwerfen.

 

Dieser Krieg heißt Dschihad. Lautete der Missionsauftrag Jesu, alle Völker zu bekehren, ihnen aber ihre politische Ordnung zu lassen, so besteht das Ziel des Islam darin, alle Nichtmuslime politisch zu unterwerfen, ihnen aber ihre Religion zu lassen, falls es Buchreligionen sind. Der allgemeine Befehl Gottes zum Dschihad wird entnommen aus Sure 9, 29. Gewiss, winzige pazifistische Strömungen im Islam haben diese Interpretation nicht akzeptiert. Die Schiiten akzeptieren sie zwar, verlangen aber, daß ein echter Imam die muslimische Gemeinschaft anführt (und auf einen solchen warten sie schon mehr als dreizehn Jahrhunderte), daher gilt für sie vorläufig nur der defensive Dschihad, also falls die muslimische Gemeinschaft angegriffen wird.

 

Dagegen haben die andere Strömungen, etwa die sogenannten charidschitischen, die Aussage von Sure 9, 29 radikalisiert: Sie sehen im Dschihad eine individuelle Pflicht jedes tauglichen Muslim, welche als sechste Säule neben den anderen fünf kardinalen Pflichten steht. Konsequenz dieser Lehre: Wenn jeder entweder an der kollektiven Kriegführung gegen die Ungläubigen teilnehmen muss oder – falls die muslimische Gemeinschaft dafür momentan zu schwach ist – allein, gruppenweise auf eigene Faust kriegerisch agieren muss, dann sind Attentate und Terroranschläge das Richtige. Was die Charidschiten für den offensiven Dschihad verlangen, gilt bei den meisten Vertretern der orthodoxen Lehre der Sunna für den defensiven: Wird der Islam angegriffen oder islamisches Territorium von Ungläubigen besetzt, dann wird der Dschihad zur individuellen Pflicht; eine Fatwa des Großmufti der Al-Azhar-Universität in Kairo von 1948 – gerichtet gegen Israel – lässt daran keinen Zweifel. Jedwede feindliche Macht, welche sich an die Haager Landkriegsordnung hält und streng unterscheidet zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten, gerät hierbei in größte Schwierigkeiten.

 

Der Kriegszustand dauert an, bis das Haus des Krieges vernichtet und die Welt erobert ist. Darum nennt Majid Khadduri den Islam eine “göttliche Nomokratie auf imperialistischer Basis”. Friedensverträge, welche islamische Herrscher mit nichtislamischen abschlossen, gelten nur als Waffenstillstände; deshalb wurden sie in der Regel für höchstens zehn Jahre abgeschlossen; zwei Rechtsschulen erlaubten nur drei bis vier Jahre Frieden. Die kurzen Fristen ermöglichten es den militärisch überlegenen Muslimen, die Gegenseite unentwegt zu erpressen; auf diese Weise sind im Laufe der Jahrhunderte riesige Mengen an Geldern und Menschen an die muslimische Seite geflossen. Als sich die Kräfteverhältnisse verschoben, mußten muslimische Herrscher die Praxis ändern. So schloss 1535 Suleiman der Prächtige mit dem französischen König einen Frieden, der so lange gelten sollte, wie der Sultan lebte – ein Bruch mit der Tradition. Christliche Theologen versuchten – angesichts einer Pluralität von Staaten – zu definieren, was ein “gerechter” Krieg war und was nicht; Kriege einzig um des Glaubens willen galten überwiegend nicht als gerecht. Für muslimische Gelehrte ist hingegen das “Haus des Islam” eine politische Einheit, welche keinen inneren Krieg duldet; darum ist allein der Krieg zur Unterwerfung der Ungläubigen legitim gewesen und obendrein Pflicht, wie der berühmte Gelehrte Ibn Chaldun im vierzehnten Jahrhundert kategorisch sagt: “Im Islam ist der Dschihad gesetzlich vorgeschrieben, weil er einen universalen Auftrag hat und gehalten ist, die gesamte Menschheit freiwillig oder gezwungen zur Religion des Islam zu bekehren”.

 

Die Kriegsregeln des Dschihad sind flexibel. Von der Schonung über Massenversklavung bis zur massenhaften Tötung ist nach Khadduri alles möglich, genau wie bei Griechen und Römern. Das unterscheidet die heiligen Kriege des Islam fundamental von denjenigen des alttestamentlichen Israel, welche vorsahen, daß außerhalb Israels alles Männliche zu töten, auf israelischem Boden hingegen alles Lebendige überhaupt zu vernichten war (Deuteronom. 20, 10-20). Wir pflegen uns darüber zu empören, was die Kreuzfahrer 1099 in Jerusalem anrichteten. Indes, die Kreuzfahrer handelten nach gängigem Kriegsrecht; muslimische Eroberer taten derlei unentwegt und überall: 698 traf es Karthago, 838 Syrakus; der berüchtigte Wesir des Kalifats von Córdoba, Al Mansur, führte in siebenundzwanzig Jahren fünfundzwanzig Feldzüge gegen die christlichen Reiche Nordspaniens, versklavend, vernichtend und verwüstend; es traf Zamora (981), Coimbra (987), León, zweimal Barcelona (985 und 1008), dann Santiago de Compostela (997).

 

Am furchtbarsten verwüsteten die Dschihads das damals noch so städtereiche byzantinische Anatolien; das Massaker von Amorium (838) ist lange ein Fanal geblieben; die städtische Kultur Anatoliens hat sich davon nie wieder erholt.

 

Herren und Unterworfene: Der Kampf wird im Namen der Scharia geführt: Der Seldschuke Alp Arslan ließ ganze armenische Städte massakrieren, am furchtbarsten 1064 die Hauptstadt Ani. Mehr als berechtigt darum das Urteil von Bat Ye’or: “Die Maßlosigkeit, die Regelmäßigkeit und der systematische Charakter der von den islamischen Theologen zur Norm erhobenen Verwüstungen unterscheiden den Dschihad von anderen Eroberungskriegen”. Gewiss, die Massenversklavung blieb das beliebteste Kriegsziel. So entstand schon im achten Jahrhundert die größte Sklavenhaltergesellschaft der Weltgeschichte; sie benötigte eine ständige Zufuhr immer neuer Sklaven; sie transformierte den afrikanischen Kontinent zum größten Sklavenlieferanten, ein Schicksal, welchem Europa knapp entkam.

 

Singulär ist die enorme Geschwindigkeit, mit der binnen neunzig Jahren ein arabisches Großreich zwischen Südfrankreich und Indien entstand, ohne daß ein einzelner Eroberer die Expansion gelenkt hätte. Der erfolgreichste Imperialismus der Weltgeschichte erregte nicht zuletzt die Bewunderung Hegels: “Nie hat die Begeisterung als solche größere Taten vollbracht.” Wenn “Begeisterung” solches vermochte, worauf beruhte sie? Die Antwort ist einfach: auf dem Märtyrertum. Ein Ereignis des Jahres 963 in Konstantinopel illustriert das: Kaiser Nikephoros Phokas hatte soeben die arabischen Besatzer aus Kreta vertrieben; nun plante er einen großen Krieg, um Ostanatolien und Nordsyrien von der muslimischen Herrschaft zu befreien. Ein Konzil sollte ihm helfen; eindringlich bat er die versammelten Bischöfe, sie sollten Soldaten, die im bevorstehenden Kampf fielen, zu Märtyrern erheben. Diesen Soldaten wäre also das Paradies sicher gewesen. Der Patriarch stellte sich gegen den Kaiser: Kein kirchliches Konzil sei imstande, Gottes Ratschluss zu antizipieren; allein Gott entscheide über das Heil.

Eine welthistorische Schlüsselszene. Der Kaiser wusste, was auf dem Spiele stand. Immer wieder hatten die Byzantiner erleben müssen, wie die muslimischen Truppen mit einer Tapferkeit kämpften, zu der die Christen nicht imstande waren. Gefallene Muslime gelten als Märtyrer für den Glauben und marschieren als Gefallene geradewegs ins Paradies. In den beiden Religionen unterscheidet sich der Begriff des Märtyrers fundamental. Christliche Märtyrer imitieren das Leiden Jesu, erleiden passiv Folter und Tod; muslimische Märtyrer sind aktive Kämpfer.

 

Maßgeblich für die Todesbereitschaft der Krieger ist das unverbrüchliche Versprechen, daß, wer für seinen Glauben stirbt, das ewige Heil erhalte (Sure 4, 74-76). Muslime sollten einer zehnfachen Übermacht standhalten (Sure 8, 66-67); spätere Rechtsgelehrte erlaubten, wie Khadduri schreibt, den Rückzug, falls man einer mindestens doppelten Übermacht des Feindes gegenüberstand. Da die entscheidende Ressource jedes Krieges der kämpfende Mensch und seine Opferbereitschaft ist, half es den Byzantinern nichts, technisch den Arabern und Seldschuken gleichwertig zu sein; langfristig mussten sie unterliegen, falls ihre Kampfmoral nicht dieselbe Höhe erreichte. Höhere Todesbereitschaft bringt enorme Vorteile in der Gefechtssituation: so lassen sich waghalsige Operationen angehen und kühne Manöver, die den Feind überraschen und verwirren; so lassen sich Siege erzwingen, die technisch und materiell fast nicht möglich scheinen, und Schlachten gewinnen, die unter üblichen Bedingungen verloren sind.

 

Nikephoros wusste um die militärischen Konsequenzen von Sure 4, 74-76; er war der erste, der die prinzipielle kriegerische Unterlegenheit der christlichen Religion zu korrigieren suchte. Doch die Bischöfe der Ostkirche sahen sich außerstande, ihre Theologie so zu manipulieren, daß ein kriegerisches Märtyrertum hätte entstehen können. Dabei blieb es. Die byzantinischen Kaiser mussten ihre schweren Abwehrkriege gegen die ständigen sarazenischen und seldschukischen Aggressionen führen, ohne daß ihnen die Religion dort half, wo Hilfe am nötigsten war.

 

Erst die Westkirche veränderte die theologisch-politische Situation: als Papst Urban II. 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, versprach er den christlichen Kriegern den Erlass der Sünden: Gefallene Kreuzeskrieger umgingen demnach das göttliche Gericht; sie wurden insofern den Märtyrern gleichgestellt, obschon ihnen dieser Name verwehrt blieb. Der Papst als Oberhaupt einer monarchisch organisierten Kirche tat genau das, was ein Konzil östlicher Bischöfe nicht vermochte: Er verfügte über das Heil. Die Papstkirche konnte nun ebensolche “Heiligen Kriege” führen, wie der Islam es seit Jahrhunderten zu tun pflegte. Worin unterscheiden sich dann Kreuzzüge und Dschihad? Kreuzzüge konnte allein der Papst ausrufen; daher blieben sie sehr selten – verglichen mit den unzähligen, unaufhörlichen und ubiquitären Dschihads der islamischen Welt.

 

Und die Ziele von Kreuzzügen blieben genau begrenzt; im November 1095 nannte Urban II. in Clermont Grund und Ziel des Kreuzzuges: “Es ist unabweislich, unseren Brüdern im Orient eiligst Hilfe zu bringen. Die Türken und die Araber haben sie angegriffen und sind in das Gebiet von Romanien (Konstantinopel) vorgestoßen; und indem sie immer tiefer eindrangen in das Land dieser Christen, haben sie diese siebenmal in der Schlacht besiegt, haben eine große Anzahl von ihnen getötet und gefangengenommen. Wenn ihr ihnen jetzt keinen Widerstand entgegensetzt, so werden die treuen Diener Gottes im Orient ihrem Ansturm nicht länger gewachsen sein.” Die ersten Kreuzzüge bezweckten, entweder bedrängten Christen zu Hilfe zu kommen oder die Heiligen Stätten in Palästina zu befreien oder von den Muslimen unterworfene Christen zu befreien. Dagegen hielten die muslimischen Rechtsgelehrten immer am Endziel fest, das “Haus des Krieges” zu erobern und alle Ungläubigen zu unterwerfen.

Urban II. sah richtig. Wäre Konstantinopel schon 1100 gefallen, dann hätte die enorme militärische Kraft der türkischen Heere Mitteleuropa vierhundert Jahre früher heimgesucht. Dann wäre die vielfältige europäische Kultur wahrscheinlich nicht entstanden: keine freien städtischen Verfassungen, keine Verfassungsdebatten, keine Kathedralen, keine Renaissance, kein Aufschwung der Wissenschaften; denn im islamischen Raum entschwand das freie – griechische! – Denken eben in jener Epoche. Jacob Burckhardts Urteil – “Ein Glück, daß Europa sich im ganzen des Islams erwehrte” – heißt eben auch, daß wir den Kreuzzügen ähnlich viel verdanken wie den griechischen Abwehrsiegen gegen die Perser.

 

Indes, wurden Kreuzzüge nicht häufig missbraucht? Gewiss. Kreuzzüge “entgleisten” und wurden “zweckentfremdet”, wie etwa jener, der 1204 zur Eroberung des christlichen Konstantinopel führte. Doch das passierte mit Dschihads weitaus häufiger. Wenn die Sklaven knapp wurden, führten Emire nicht nur Dschihads gegen nichtmuslimische Völker, welche zu versklaven geboten war, sondern immer häufiger auch gegen islamisierte Völker, unter dem Vorwand, es seien keine wahren Muslime. Das geschah vorwiegend in Afrika und gegen Schwarzafrikaner, so, als zuerst Songhay 1468, dann die Marokkaner 1552 Mali überfielen, so auch, als seit dem achtzehnten Jahrhundert religiöse Reformer im Sahel ihre Dschihads gegen die muslimisierten Haussa-Städte führten, woraus das Kalifat Sokoto entstand – mit der drittgrößten Sklavenmenge nach Brasilien und den amerikanischen Südstaaten. An den Folgen dieser immer weiter gehenden Dschihads mit ihren Genoziden und Massenversklavungen leidet Afrika bis heute.

 

Indes, für welche politische Ordnung führten die Muslime ihre Heiligen Kriege mit dieser Vehemenz und diesem Erfolg? Für die Scharia. Eine politische Ordnung, die erstens Herren und Unterworfene streng absondert, zweitens die politische und soziale Ordnung der menschlichen Verfügung weitgehend entzieht. Bleiben wir beim ersten Aspekt: In der Scharia sind die Muslime die Herren, die Anhänger anderer Buchreligionen – Christen, Juden, Parsen, Buddhisten – Unterworfene, “Dhimmi”; dabei handelte es sich nicht um religiöse Minderheiten, sondern um gewaltige Mehrheiten, vor allem in Syrien, in Anatolien, oder um die Christen Nordafrikas.

 

Die Unterworfenen durften keine Waffen tragen, sie waren wehrunfähig, somit keine vollwertigen Männer. Christen und Juden mussten besondere Farben oder Kleidungsstücke tragen (diese Diskriminierung führte zum Judenstern), um als “Dhimmi” kenntlich zu sein; sie durften nicht auf Pferden reiten, sondern nur auf Eseln, damit sie ständig an ihre Erniedrigung erinnert wurden; sie zahlten einen Tribut (Jizya), den sie persönlich entrichteten, wobei sie einen Schlag an den Kopf erhielten. Sie mussten sich von Muslimen schlagen lassen, ohne sich wehren zu dürfen; schlug ein “Dhimmi” zurück, dann wurde ihm die Hand abgehackt, oder er wurde hingerichtet. Die Zeugenaussage eines “Dhimmi” galt nicht gegen Muslime; diese brauchten für Vergehen an einem “Dhimmi” nur halbe Strafe zu tragen; und wegen eines solchen Unterworfenen konnten sie nie hingerichtet werden. Umgekehrt waren grausamste Hinrichtungsarten überwiegend den “Dhimmi” vorbehalten.

 

Sogar jene Diskriminierung der Juden, zu der vierhundert Jahre nach dem Islam die Westkirche auf dem IV. Laterankonzil von 1215 schritt und die uns so barbarisch anmutet, bezweckte und erreichte keine Erniedrigung dieses Ausmaßes. Eine besondere Drangsalierung brachte die türkische Herrschaft: seit 1360 wurde in unregelmäßigen Abständen bis zu einem Fünftel aller christlichen Kinder in die Sklaverei abgeführt. Sie wurden zwangsbekehrt.

 

Diese Sklavenmenge dürfte im Laufe von vier Jahrhunderten in die Millionen gegangen sein; davon wurden Hunderttausende ausgewählter Knaben zu fanatischen Muslimen und zu Elitekämpfern erzogen, zu den berüchtigten Janitscharen: eine Politik zur systematischen Vermehrung der muslimischen Bevölkerung und zur allmählichen Auslöschung der Christen. Sie hatte Erfolg. Die “Dhimmitude” versetzte die Nichtmuslime in eine radikale Andersheit: Die Menschen in diesem Zustand als “Bürger zweiter Klasse” zu bezeichnen ist Schönrednerei. Wie der Nationalsozialismus die Menschen in Herren- und Untermenschen auf rassischer Basis spaltete, so hat es die Scharia auf religiöser Basis getan. Als erste Weltreligion schuf der Islam eine Apartheid, in der die christlichen oder auch parsischen Mehrheiten kolonisiert und allmählich islamisiert wurden. Islamische Toleranz hieß: Duldung der Unterworfenen als Gedemütigte und Erniedrigte. All das ist durch Studien zur “Dhimmitude” bekannt. Aber wer will von den millionenfachen Opfern hören?

 

Der Islam hat riesige Territorien religiös “gesäubert”: der zweite Kalif machte den Hidjaz, also Arabien außer dem Jemen, “christenrein” und “judenrein”; die Alternative hieß Konversion oder Vertreibung. Das hat – von alttestamentlichen Fällen abgesehen – niemals zuvor eine Religion gemacht. Ebenso “reinigten” die Almohaden und Almoraviden ihr Spanien nach dem Zusammenbruch des Kalifats 1031: Zehntausende Juden wie Christen mussten entweder konvertieren oder ins christliche Nordspanien oder in die Levante fliehen. Gewiss, englische und französische Könige und dann die Könige Spaniens selber taten später das gleiche; sie wandten dabei ein muslimisches Rezept an.

 

Und die Pogrome? Seit dem Kalifen Al-Mutawakkil (847 bis 861) schwappten immer wieder Verfolgungen über den Orient und Nordafrika, wobei Juden und Christen zwangsbekehrt, vertrieben oder massakriert wurden. Die ständige Zerstörung von Kirchen ging bis ins vorletzte Jahrhundert weiter. Allmählich zerlaufen auf dem verklärten Bild des muslimischen Spanien, welches der europäische Antiimperialismus im neunzehnten Jahrhundert geschaffen hat, die blumigen Farben. Sorgfältige Aufarbeitung der Dokumente bringen darunter ein anderes Bild zum Vorschein. Dort kam es 889 in Elvira und 891 in Sevilla zu umfassenden Pogromen gegen Christen. Im marokkanischen Fez wurden 1033 über 6000 Juden massakriert. 1058 wurde das christliche Antiochia unter Folter und Todesdrohungen muslimisch gemacht.

 

Das erste große Pogrom gegen Juden auf europäischem Boden fand 1066 im muslimischen Granada statt; dabei kamen 1500 jüdische Familien um. 1135 wurde das Judenviertel Córdobas niedergebrannt, die Zahl der Massakrierten nicht zu wissen mag heilsam sein. 1159 standen sämtliche Christen von Tunis vor der Wahl, zu konvertieren oder zu sterben. Um diese Zeit wurde das ehemals so vitale Christentum Nordafrikas vollends vernichtet. Die Pogrome im christlichen Herrschaftsgebiet sind kein Ruhmesblatt der europäischen Kultur; aber ihre Ausmaße bleiben zurück hinter jenen der islamischen Welt. Wir brauchen dringend eine vergleichende Geschichte religiöser Unterjochung.

 

Reden wir von Integration der Juden? Nirgendwo unter der Herrschaft des Islam, und auch nicht im spanischen Kalifat, waren Juden Bürger ihrer Stadt; sie blieben stets Unterworfene. In manchen deutschen Städten – Worms, Augsburg und anderen – des Hochmittelalters waren die Juden Stadtbürger besonderen Rechts, sie hatten das Recht, Waffen zu tragen, und waren bessergestellt als ärmere christliche Einwohner. Sie waren bis ins vierzehnte Jahrhundert, als sich ihre Situation verschlechterte, weit besser integriert, als die Juden im muslimischen Spanien es jemals sein konnten. Wer die politische Integration für die wichtigste hält, kann nicht umhin, Augsburg über Córdoba zu stellen. All das ist seit über fünfzehn Jahren wissenschaftlich bekannt. Aber wer will es hören?

 

Seine Vergangenheit nicht zu kennen heißt, sie wiederholen zu müssen. Wer weiterhin das Märchen von der islamischen Toleranz verbreitet, behindert jene muslimischen Intellektuellen, die ernsthaft an jener Reform des Islam arbeiten, die im neunzehnten Jahrhundert so erfolgversprechend begann. Denn er beraubt sie der Chance, eine Vergangenheit zu überwinden, die ansonsten zur abscheulichen Gegenwart zu werden droht. Gelänge es den Reformern, den Islam radikal zu entpolitisieren, dann könnten die Muslime zu wirklichen Bürgern in ihren Staaten werden. Übrig bliebe jene hochgradig spirituelle Religion, die nicht nur Goethe fasziniert hat: Hegel nannte den Islam die “Religion der Erhabenheit”. Dazu könnte er werden.

 

Zum Autor: Egon Flaig (* 16. Mai 1949 in Gronau, Württemberg) ist deutscher Althistoriker.

 

4 Responses to “Der Islam will die Weltherrschaft”

  1. Engelchen Says:

    Der Islam ist keine Religion wie immer gesagt wird von den Gutmenschen sondern die Philosophie von einem pädophlen,kranken Mörder!
    Bin ganz sicher daß der 11/9 in New York schon vorgeplant war,wollte man nicht letztes Jahr genau dort wo die Twin Towers standen jetzt Satanstempel(Moscheen)hinbauen?
    also was sagt uns das?alles geplant,ja da gehen einem ganze Kronleuchter auf aber das gute siegt immer über das böse und wird es diesmal auch,unsere Welt besteht nun mal aus der Dualität und das ist gut und böse und umso mehr Licht wir bringen umso schneller verschwinden die Schatten(ohne jetzt esotersich zuwerden)fragt sich bloß wie anstellen??

    • Blogg Says:

      gut geschrieben-Engelchen–

      noch ein Anhang:Nur ein Diamant kann einen Diamanten polieren. Gleichermaßen kann nur ein Mensch einem anderen Menschen dabei helfen, sein Potenzial zur vollen Blüte zu bringen

  2. K@mmerjäger Says:

    Das Bild von Khomeini zeigt mehr als deutlich wozu diese Kreaturen
    den Turban tragen – damit lassen sich hervorragend die H ö r n e r
    verbergen!!! …..Anti-Christen wohin das Auge blickt – viel zuviele!!!

  3. Johannes Says:

    Ayatollah Ruhollah (=Geist Allahs) Khomeini: „Juden und Christen sind dem Schweißgestank von Kamelen und Dreckfressern gleichzusetzen und gehören zum Unreinsten in der Welt. Alle nichtmuslimischen Regierungen sind Schöpfungen Satans, die vernichtet werden müssen!“

    Dieser „geistliche“ Führer des Islam ist Vorbild für den jetzigen Präsidenten der iranischen Republik, Ahmedinedjad. In seinem Buch Tharir-o-Masael, (vgl. http:// http://www.homa.org/index.php?option=com_content&view=article&id=56&Itemnid=53) verbot der „Geistliche“ gemäß dem Vorbild Mohammeds den Geschlechtsverkehr mit noch nicht 9jährigen Mädchen, erlaubte aber „andere sexuelle Aktivitäten wie Vorspiel, Reiben zwischen den Schenkeln, Küssen und Analverkehr“.

    Professorin (!) Maria Böhmer, Bundesintegrationbeauftragte („C“DU): „Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung ür uns alle!“

    Dr. Wolfgang Schäubele, Ex-Innenminister („C“DU): „Muslime sind für uns alles andere als eine Bedrohung, sie sind eine Bereicherung, machen unsere Ordnung vielfältiger, sie sind erwünscht und gewollt!“ Und:
    „Der Islam ist ein Teil Deutschlands!“

    Bundespräsident Chr. Wulff: “ Der Islam ist ein Teil Deutschlands geworden!“


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