kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Festnahmewelle wegen Christenmorden in der Türkei 20. März 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 16:50

Bei landesweiten Durchsuchungen im Zusammenhang mit den Christenmorden von Malatya hat die türkische Staatsanwaltschaft am Donnerstag mindestens 20 Personen festnehmen lassen.

Istanbul (KNA): Bei landesweiten Durchsuchungen im Zusammenhang mit den Christenmorden von Malatya hat die türkische Staatsanwaltschaft am Donnerstag mindestens 20 Personen festnehmen lassen. Wie türkische Fernsehsender meldeten, geht es um vermutete Verbindungen zwischen den Morden und dem ultranationalistischen Geheimbund Ergenekon. Unter den Festgenommenen befinden sich demnach auch mehrere Angehörige des Militärs. Bei dem Attentat in Malatya waren im April 2007 3 Protestanten getötet worden, darunter ein deutscher Missionar.

 
Die Staatsanwaltschaft in Istanbul ermittelt seit Jahren gegen den Ergenekon-Kreis, der laut Anklage einen Staatsstreich gegen die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan provozieren wollte. Zu der Strategie gehörten angeblich auch Attentate auf Christen, die der Regierung angelastet werden sollten. Bei Ermittlungen waren mehrfach Querverbindungen zu den Tätern von Malatya aufgetaucht. Deren Prozess dauert noch immer an. Wegen des Verdachts, dass die vier unter Anklage stehenden jungen Männer nicht aus eigenem Antrieb handelten, sondern von Verschwörern angestiftet wurden, hatten die Ergenekon-Ermittler schon vor einiger Zeit die Akten von Malatya angefordert.

 

Muslime wollen eigene Kindergärten und Altersheime

 

Muslime in Deutschland wollen einen eigenen Wohlfahrtsverband gründen, um bundesweit soziale Einrichtungen wie Altersheime oder Kindergärten zu betreiben.
Osnabrück (KNA): Muslime in Deutschland wollen einen eigenen Wohlfahrtsverband gründen, um bundesweit soziale Einrichtungen wie Altersheime oder Kindergärten zu betreiben. Ein solche Initiative „würde zur Realität in der deutschen Gesellschaft passen“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Zudem sei der Schritt „für die Muslime dringend notwendig“. Mazyek forderte für den Verband „gleiche Rechte und Pflichten“, wie sie auch für die christlichen Wohlfahrtsverbände gelten.

 

Konkret geht es nach Mazyeks Angaben um einen „großen, bundesweiten Träger unter dem Dach der wichtigsten muslimischen Verbände, die den überwiegenden Teil der Moscheegemeinden in Deutschland vertreten“. Gearbeitet werde an dem Vorhaben deshalb im Koordinierungsrat der Muslime mit seinen Mitgliedsverbänden, dem Verband der Islamischen Kulturzentren VIKZ, der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religionen DITIB, dem Islamrat und dem ZMD. Hintergrund der Planungen sei unter anderem, dass kirchliche Einrichtungen gezielt um muslimische Patienten werben würden. Mancherorts in Deutschland finde sich außerdem kaum ein nicht-kirchlicher Kindergarten. Auf der anderen Seite könnten christliche Träger andersgläubige Beschäftigte ausschließen. „Das ist rechtlich in Ordnung und ich habe Verständnis dafür“, sagte der ZMD-Vorsitzende.

 

Dennoch wünsche er sich, „dass sich die christlichen Wohlfahrtsverbände für muslimische Beschäftigte öffnen“, so Mazyek weiter. Es sei keine Seltenheit, dass kirchliche Kindergärten oder andere Einrichtungen bis zu 90% muslimisches Klientel hätten, „aber immer noch keine Muslime beschäftigten dürfen“. Umgekehrt schlage schon auf kommunaler Ebene muslimischen Initiativen ein generelles Misstrauen entgegen. Der Vorsitzende des Muslim-Zentralrats beklagte eine „Schieflage“, die beseitigt werden müsse, zumal „die Pflegeversicherung ja schließlich alle zahlen müssen“.

 

 
Straßburg lässt Kruzifixe in Schulen zu

Gegen das neue Urteil einer großen Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist kein Einspruch mehr möglich. Die beiden großen Kirchen begrüßten die Entscheidung.

 

Straßburg/Bonn (KNA): Kruzifixe in italienischen Klassenzimmern sind doch zulässig. Eine Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hob am Freitag in Straßburg eine anderslautende Entscheidung aus erster Instanz wieder auf. Im November 2009 hatte eine aus sieben Richtern bestehende Kammer des Menschenrechtsgerichtshofs einer Klägerin Recht gegeben, die sich gegen Kreuze in öffentlichen Schulen in Italien gewandt hatte. Gegen das neue Urteil ist kein Einspruch mehr möglich. Die beiden großen Kirchen in Deutschland begrüßten die Entscheidung.

 

Die Entscheidung, Kruzifixe in Klassenzimmern anzubringen, fällt nach Einschätzung des Menschenrechtsgerichtshofs in den Ermessensspielraum der jeweiligen Europarats-Mitgliedstaaten. Unter ihnen gebe es in der Frage der Präsenz religiöser Symbole in staatlichen Schulen keine Übereinstimmung, so die Straßburger Richter. Allerdings obliege es dem Menschenrechtsgerichtshof sicherzustellen, dass es nicht zu einer Indoktrinierung komme. Die Große Kammer entschied, das Recht auf Bildung der Menschenrechtskonvention sei nicht verletzt worden. Auch unter dem Aspekt des Rechts auf Religionsfreiheit stellten sich keine anderen Fragen. Auch liege keine verbotene Diskriminierung vor. Im konkreten Fall sei es zwar richtig, dass die Mehrheitsreligion durch die Kruzifixe eine dominante Sichtbarkeit in der schulischen Umgebung erhalte. Dies allein reiche aber nicht aus, um von einem staatlichen Indoktrinierungsprozess zu sprechen. Als passives Symbol habe ein an der Wand angebrachtes Kreuz nicht den gleichen Einfluss auf die Schüler wie etwa ein didaktischer Vortrag oder religiöse Aktivitäten.

 

 
Bischöfe rufen zu Gebet für Japan auf

Am kommenden Sonntag soll in allen Gottesdiensten in der Bundesrepublik für die Opfer des Erdbebens, des Tsunami und der dadurch ausgelösten Atomkatastrophe gebetet werden.

 

Paderborn (KNA): Die katholischen Bischöfe Deutschlands haben zum Gebet für die Menschen in Japan aufgerufen. Am kommenden Sonntag solle in allen Gottesdiensten in der Bundesrepublik für die Opfer des Erdbebens, des Tsunami und der dadurch ausgelösten Atomkatastrophe gebetet werden, schreiben die Bischöfe in einem am Donnerstag in Paderborn veröffentlichten Brief an den Vorsitzenden der Japanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Leo Jun Ikenaga. „Die deutschen Katholiken wissen sich in dieser Lage ihren Glaubensgeschwistern und allen Menschen in Japan besonders nahe. Seit dem Erdbeben wird täglich in den Fürbitten für sie gebetet“, betonen die Bischöfe. Die deutschen Katholiken seien beeindruckt von der Gefasstheit und Disziplin sowie der Hilfsbereitschaft der japanischen Bevölkerung. „In der Krise geben die Japaner aller Welt ein Beispiel dafür, dass die Stunde von Not und Gefahr auch die Stunde von Mitmenschlichkeit und Solidarität sein kann. Für dieses Zeugnis dürfen auch wir dankbar sein“. {Quelle: www.kna.de }

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s