kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten protestieren in vier Städtchen des Bundeslands Minya 15. März 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 17:00

Proteste richteten sich gegen den wahabitischen Gouverneur und wegen sichtlicher Koptenverfolgung

 
Am Samstag, dem 12. März, protestierten Tausende Kopten in den Städtchen „Deir Abu Hennes, Deir Elbarscha, Elbeiadya und Malawy“. Ihre Wut richtet sich gegen den wahabitischen Gouverneur Ahmad Diyaa Eldin, wegen dem und dessen Hass auf Christen 80% der Angriffe auf Kopten im Bundesland Minya geschahen. Jede der fünf Diözesen dieses Bundeslandes hat genug durch diesen hasserfüllten Gouverneur gelitten. Keine der heruntergekommenen Kirchen durfte renoviert werden. Mindestens vier Kirchen sind seit Jahren geschlossen, weil sie als „bedrohlich“ für das Zusammenleben gestuft werden. Damit wird gemeint, dass die Moslems eine Kirche in „ihrem“ Dorf oder Städtchen nicht dulden und greifen die Christen an, wenn sie allein den Verdacht hegen, dass die Kopten in einem Haus beten. Bekanntlich verhindert dieser Gouverneur die Errichtung der Kathedrale in Maghaga, nachdem die alte abgerissen wurde. Die Kopten beten seit März 2010 in einem Zelt. Das  Maß läuft über und keiner will den Kopten zuhören. 14 Gouverneure wurden vor zwei Tagen abgelöst, nur dieser Diyaa Eldin nicht. Die islamische Regierung und das Militär strecken uns die Zunge trotzig heraus.

 

Die Kirchen im Bundesland Minya, welche  von dem Gouverneur und dem Sicherheitsdienst geschlossen und eingefroren wurden, sind:
1 – Kirche der Heiligen Jungfrau Maria in Fekrya bei Malawy. Vor 15 Jahren wurde ihren Bau gestoppt und auf Eis gelegt, weil die Moslems nicht mit ihrer Existenz einverstanden sind.
2 – Kirche des Heiligen Georg in Bani Ali bei Bani Mazar – vor fünf Jahren eingefroren.
3 – Kirche des Heiligen Georg in Maghaga und Eledwa.
4 – Kirche der Heiligen Jungfrau Maria und aller Heiligen in Elmataan bei Bani Mazar.

 

In dem Städtchen „Deir Abu Hennes – Kloster des Heiligen Johannes“ protestierten über 70,000 Kopten gegen die Schließung ihrer Kirche vor 25 Jahren, die bis jetzt zugesperrt ist. Sie protestieren gegen die Umbenennung ihrer kleinen Stadt in „Pfefferminz-Tal“, damit sie nicht den Namen des Heiligen Johannes trage. In den anderen kleinen Städten wurde gegen die deutliche Christenverfolgung seitens der Regierung und ihrer Apparate. Ein Stachel im Auge der Moslems in Malawy ist das Kloster des Heiligen Bane, welches als Abu-Fana-Kloster bekannt ist. Allein dieses Kloster wurde von den Beduinen „18“ Mal angegriffen.

 

In der kleinen Stadt „Deir (Kloster) Elbarscha“ wurde Pater Antonius Boschra, Hirte der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria, von dem koptisch-amerikanischen Sender „The Way“ angerufen. Der koptische Priester schildert die Forderung der über 70,000 Kopten wie folgt:

 

{1} Öffnen der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria in „Kom (Hügel) Maria“, die östlich des Bahnhofs liegt. Sie wurde in Deir Elbarscha vor 25 Jahren geschlossen. Damals und bis heute hieß es: wegen Sicherheitsmaßnahmen. Sie sind der Meinung, dass die Existenz einer Kirche den Frieden und die Sicherheit gefährdet. Mit nur einem Wort nehmen Tausenden das Recht wie sie zu beten. Die Kirchen dürfen nicht gebaut und die Zerfallenen nicht renoviert werden.

 

{2} Beendung des Konflikts um das koptische Zentrum für die Behinderten in der kleinen Stadt Deir Albarscha. Dieses Zentrum wurde vor sechs Jahren eröffnet und dient über 500 Behinderten. Als der Gouverneur feststellte, dass dieses Zentrum von der Kirche finanziert wird, ordnete er seine Beseitigung und wir kämpfen seit langen Monaten dagegen. Charakterlos und hasserfüllt stellte er uns die Stromversorgung ab. Ohne Elektrizität können wir fast nichts tun: erstens wegen der Physiotherapien, zweitens wegen den Werkstätten, wo die Behinderten lernen, einen Beruf zu erlernen, damit sie selbstständig werden, und drittens wegen den PC’s und der notwendigen Elektrogeräten für den Haushalt und den Alltag. Der Staat gab uns keinen müden Cent dazu. Alles wird durch die Spenden der großzügigen Kopten finanziert.  

 

{3} Freilassung der Ordensschwester Mariam, die seit zwei Jahren im Gefängnis sitzt. Sie führte ein Waisenhaus und mit einigen Kopten wurde ihr vorgeworfen, die Kinder durch Adoption an koptische Familien im Ausland zu vermitteln, die kinderlos sind. Sie wurde wegen Kinderhandels angeklagt, was überhaupt erfunden ist. Adoption im Christentum ist erlaubt.

 

{4} Öffnen der gemeinnützliche Einrichtung unter dem Namen „die koptischen Diakone“ in Maghaga. Sie wurde im Jahr 1993 von dem Sicherheitsdienst ohne wenn und aber dichtgemacht.

 

{5} Verfolgen und verurteilen der Beduinen und ihre Drahtzieher, die abermals das Kloster des Heiligen Bane (Abu Fana) angriffen und im August 2008 niederbrannten und zerstörten.

 

{6} Stellen des Gouverneurs Ahmad Diyaa Eldin vor Gericht wegen der Verfolgung und Diskriminierung der Kopten im ganzen Bundesland. Er muss ebenso abgesetzt werden. 

 

Pater Antonius sagte dem Moderator von dem Sender „The Way“ weiter: „Wir sind über 70,000 und befinden uns in Deir Abu Hennes (Kloster des Hl. Johannes). Gleich marschieren wir vier Kilometer bis zur kleinen Stadt Deir Elbarscha, wo das koptische Zentrum für die Behinderten steht. Damit möchten wir auf unsere Forderungen aufmerksam machen. Wir protestieren gegen den vom Hass und Fanatismus erblindeten Gouverneur, der weder Moral noch Barmherzigkeit kennt. Wer soll sich um diese Behinderten kümmern, wenn dieses Zentrum, wie er dafür kämpft, abgerissen wird? Was wird aus diesen armen Menschen“?

 

Eine dringende Bitte an unsere Leser und die christlichen Webseiten, Blogs und Hilfswerke:
Vergessen Sie „Kopten ohne Grenzen“ und wenden Sie sich bitte an unseren Bischof in Deutschland oder irgendeinen Priester oder Mönch in der Schweiz oder Deutschland. Anstatt die Lügen der ägyptischen Medien und der unehrlichen Zeitungen im Westen zu verbreiten, fragen Sie bitte die Betroffenen. Recherchieren Sie, bevor Sie schreiben: Zusammenstöße zwischen Moslems und Kopten. Helfen Sie uns, anstatt unsere Verfolgung zu rechtfertigen.

 

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