kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

“1000-Kreuze-für-das-Leben”-Marsch in Münster 15. März 2011

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 00:08

Am Samstag fand in Münster der seit 2006 jährlich veranstaltete “1000-Kreuze-für-das-Leben”-Marsch statt. Rund 150 zumeist christliche Abtreibungsgegner folgten bei angenehm frühlingshaften Temperaturen dem Aufruf der Organisation “EuroProLife”, sich um 14.30 Uhr vor der Ägidiikirche zu versammeln, um anschließend singend sowie betend durch die Innenstadt zu ziehen und hierbei durch das Tragen von weißen Holzkreuzen für den Schutz von ungeborenem Leben zu werben.

 

Bereits anderthalb Stunden zuvor hatten Angehörige der linksextremistischen “Antifa”-Szene ihre Gegenkundgebung auf dem Prinzipalmarkt begonnen. Auch hier waren etwa 150 Personen anwesend. Bemerkenswert ist, dass sich selbst Vertreterinnen der Abtreibungsorganisation “Pro Familia”, die ihren Stand direkt neben der Bühne aufgebaut hatten, wegen hoher Präsenz der sogenannten “Autonomen” sorgten. Noch bemerkenswerter ist freilich, dass sie auf ihrem Tisch gleichzeitig Flugblätter der linksextremistischen “Schwarz-Roten-Hilfe-Münster” anboten. Auf dem Podest selbst folgte nach einigen routinierten Agitprop-Beiträgen eine sichtlich nervöse Rednerin, die behauptete, dass die Abtreibungskritiker um “EuroProLife” sich nicht von Neonationalsozialisten distanzieren würden.

 

Wenn man weiß, dass es sich hierbei um eine dreiste Lüge handelt, wird die Nervosität der Dame verständlich. Bereits durch die großformatigen Plakate mit dem Abbild des vormaligen Münsteraner Bischofs Kardinal von Galen, einem katholischen Widerstandskämpfer gegen das “Euthanasie”-Programm der Nationalsozialisten, zeigten die Teilnehmer in diesem wie in den vergangenen Jahren unübersehbar, was sie von totalitären Ideologien jeglicher Couleur halten. Wenig überraschend waren es dann auch keine braunen Sozialisten, die sich in den Aufzug verirrt hatten und stehen blieben, als die Gläubigen sich zum Gebet niederknieten, sondern zwei Dunkelrote. In der Absicht zu provozieren küssten sich die beiden Männer, ließen mit lautem Knall eine Konfettibombe hochgehen und verschwanden anschließend. Doch das sollte erst der Anfang sein.

 

Nachdem die Holzkreuze ausgeteilt worden waren – jedes soll laut “EuroProLife” an eines der “ca. 1000 vorgeburtlich getöteten Kinder, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland abgetrieben werden” erinnern – blockierten die selbsternannten “Anti”faschisten die Hauptzufahrt des Kirchplatzes. Die Abtreibungsskeptiker disponierten nach Rücksprache mit der Polizei um und versuchten, den Aufzug durch die Nebenzufahrt zu beginnen – vergeblich. Auch diese war schnell blockiert. Die Abtreibungsgegner mussten abermals stoppen und räumlich beengt die sich nur wenige Meter entfernt ereignenden Hassausbrüche und Gewaltdrohungen der Linksextremisten über sich ergehen lassen: “Für die Freiheit, für das Leben, Christen von der Straße fegen!” oder “Hätt’ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!” riefen diese und warfen mit Kondomen sowie Konfetti auf Marschteilnehmer wie Polizeibeamte.

 

Es verging eine ganze Weile, die den Christen quälend lang vorgekommen sein muss. Doch diese ließen sich nicht unterkriegen, beteten und sangen trotz Schmähsprechchören stoisch weiter. Nicht wenige fühlten sich in dieser Phase wohl an die lange Geschichte von Märtyrertum in ihrer Religion erinnert – von den Gläubigen, die kurz nach Entstehung des Christentums vor mehr als 2000 Jahren im Römischen Reich brutal verfolgt und ermordet wurden bis zu den Christen, die noch heute in der islamischen Welt wegen ihres Bekenntnisses brutal verfolgt und ermordet werden.

 

Nach anderthalb Stunden kam dann endlich Leben in die Sülze: Die Polizei kesselte die tiefroten SA-Wiedergänger ein und der Zug konnte starten. Begleitet von einigen weiteren heimlichen Ernst-Röhm-Enthusiasten, die jedoch für eine neue Blockade zu wenige waren, ging es zum Von-Galen-Denkmal am St.-Paulus-Dom. Das Bild, welches sich auf dem Weg dorthin Passanten bot, hätte keinen größeren Kontrast besitzen können: Auf der einen Seite ein aggressiver, aufgeputschter Mob, der von der Polizei zurückgehalten werden muss, auf der anderen Seite friedlich betende und singende Christen. Insbesondere, ob man sich durch ein ohrenbetäubendes “Pfeifkonzert” bei der Bevölkerung beliebt macht, scheint fragwürdig.

 

Auch von einigen skurrilen Beobachtungen lässt sich berichten: Da war etwa die Kopftuch-Muslima, die ihrem Blick zufolge nicht genau wusste, auf welcher Seite sie denn nun stehen sollte. Da war der “Antifa”-Anarcho, der eine leere Konfettibombe in einen Mülleimer werfen wollte, diesen verfehlte und sie dann unter dem strengen Blicken eines Polizisten wieder aufheben und per Hand entsorgen musste. Und da war die Gegendemonstrantin, die immer wieder verzweifelt versuchte mit Hilfe ihrer Hände zu pfeifen, was jedoch partout nicht funktionieren wollte.

 

Am Ende des Tages erfahren die Abtreibungsgegner: Die Polizei hat von rund 105 Blockierern die Personalien festgestellt und gegen sie Ermittlungsverfahren wegen Versammlungssprengung (§ 21 VersG) eingeleitet. Gegen drei weitere Personen wird wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, weil sie Polizisten angegriffen haben.

 

Wobei man den Stab über die sogenannte “Antifa” nicht voreilig brechen sollte: Ohne sie hätten wohl weitaus weniger Menschen etwas von dem Aufzug mitbekommen. Auch der Autor dieser Zeilen hat erst durch die Blockade des “1000-Kreuze-für-das-Leben”-Marsch 2009 von diesem erfahren. Wie war das noch einmal mit den “nützlichen Idioten”? (Quelle: www.pi-news.net – Von Columbin, PI-Münster)

 

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