kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zitate Erdogan Düsseldorf 2011 & Reaktionen 28. Februar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 16:03

Bereits im Vorfeld der in Düsseldorf stattfindenden Erdogan-Rede gab es Kritik. Die Veranstaltung war weder mit der deutschen Politik, noch mit deutschen Behörden abgesprochen worden. Düsseldorf war mit Erdogan-Plakaten gespickt worden. Eigentlich war Erdogan von Kanzlerin Merkel zur Eröffnung der Cebit in Hannover eingeladen worden. Einen Tag voher gab es nun heute eine Großveranstaltung für Erdogan in Düsseldorf:

Veranstaltungsteilnehmer:  12.000 – Veranstaltungsort: Düsseldorfer ISS Dome – Veranstalter: Türkische Behörde „Präsidium für Auslandstürken und verwandte Völker“ und das  türkische Generalkonsulat in Düsseldorf

 

Erdogan war mit einstündiger Verspätung zusammen mit seiner Frau unter tosendem Beifall in die Halle eingezogen. Die türkischen Zuhörer reisten mit Bussen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern an. Die Polizei sicherte den Veranstaltungsort mit einem Großaufgebot (bedeutet: Deutsche Steuerzahlen bezahlen UNGEFRAGT für Erdogans Wahlkampfauftritt). Die Rede wurde im türkischen Fernsehen übertragen.

 

Kommentar der Religionsbehörde: Was Erdogan im Vorfeld und während der Großveranstaltung sagte, knüpft nahtlos an das an, was man vorher schon von ihm hörte. Anstatt die Menschen, die die Türkei verlassen haben, ihr Leben leben zu lassen, krallt er sich an ihnen fest. Damit schafft er einen Zwiespalt, der der Integration schadet und neue Fragen bezüglich der deutschen Innenpolitik aufwirft. Was Erdogan sich vorstellt, sind türkisch-islamische Parallelwelten überall auf der Welt verstreut, besonders aber in Deutschland.

 

Die Art und Weise wie er seine Anliegen vorträgt, machen die Sache nicht besser. Im Gegenteil, sie setzen die deutsche Politik unter Zugzwang, denn auf Einiges muss dringend reagiert werden. Erdogan verlangt ein Mitregieren in Sachen deutscher Integrationspolitk und er verlangt eine Vorreiterrolle Deutschlands bezüglich des EU-Beitritts der Türkei, mischt sich also vehement in Innen- und Außenpolitik ein. Reagiert werden muss auch auf die Tatsache, dass Erdogan seine Wahl-Veranstaltung hinter dem Rücken der deutschen Regierung und Behörden eingefädelt hat, Düsseldorf mit äußerst zweideutigen Plakaten zukleistern ließ und ungefragt deutsche Polizei eine Wahlveranstaltung der türkischen Islampartei AKP schützen musste.

 

Die nachfolgenden Forderungen und Zitate Erdogans sprechen für sich. Aus ihnen spricht eine völlig undiplomatische, aggressive und vereinnahmende Haltung, die sich vermutlich auf seine Zuhörer übertragen hat. Damit hat der Besuch Erdogans bezüglich der Integrationsdebatte mehr kaputt gemacht als Positives gebracht. Das ist insofern schade, weil gerade durch die revolutionären Ereignisse in der islamischen Welt so etwas wie eine vernünftige Diskussion über die islamische Kultur aufkam. Erdogan erstickt jede Diskussion im Keim, indem er von „Islamophobie“ spricht, Islamkritik mit Antisemitismus vergleicht und von Rassimsus und einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit spricht. Kontraproduktiver konnte der Besuch Erdogans in Düsseldorf also nicht sein. Erdogan hat sich als Spaltpilz und ungebetener Einmischer offenbart. Nicht jedoch als Diplomat und Staatsmann. Man kann nur hoffen, dass sich dem türkischen Wähler vernünftige Alternativen für die im Juni anstehenden Parlamentswahlen bieten.

 

Nun wird es darauf ankommen, dass Kanzlerin Merkel morgen auf der Cebit Erdogan auf den Boden der Tatsachen zurückholt und sich Einmischungen verbittet.

 

Die einzigen politischen Äußerungen von Niveau kamen bisher vom CDU/CDU-Fraktionschef Volker Kauder, der ganz richtig feststellte, dass vor jeder weiteren Verhandlung mit der Türkei der Schutz der christlichen Minderheit auf der Tagesordnung stehe. Kauder reiste vor Kurzem auch nach Ägypten, um sich dort für den Schutz der christlichen Minderheit einzusetzen. Leider gibt es außerhalb der CSU keinerlei Initiativen in dieser Richtung. Die deutsche Politik schläft und lässt Chancen an sich vorbeiziehen.

 

Vor allen Dingen die Chance, sich beim deutschen Wähler vernünftig zu profilieren. Stattdessen behuldigen Grüne und SPD Erdogan und vergessen, dass es außer türkischen Migranten noch die „Willkommensgesellschaft“ gibt, zu der übrigens auch gut integrierte Migranten aller möglichen anderen Nationen gehören. Gut integrierte Migranten, die zum Teil woanders als Minderheiten verfolgt werden (Armenier, Kopten, Kurden). Solange türkische Migranten – lautstark unterstützt durch ihren Ministerpräsidenten – meinen, sie hätten allen anderen gegenüber eine Sonderstellung, solange kann man behaupten, dass die Integration in Deutschland misslungen ist.

 

Hier eine Zusammenfassung von Erdogans – in Interviews geäußerten und vorher schon bekannten – Forderungen und den Reaktionen darauf.

Gesammelt aus verschiedenen Quellen, für die Quellenangabe bitte auf den Link im Text klicken.

 

Erdogans Forderungen und Erdogans Politik:

  • Im Vorfeld zu seinem Besuch hat Erdogan Kanzlerin Merkel aufgefordert, einen Kurswechsel bei ihrer Haltung zu einem EU-Beitritt zu vollziehen. „Nie zuvor wurden einem Beitrittsland solche politischen Hindernisse in den Weg gelegt.“ Die türkische Bevölkerung erwarte, dass Deutschland „innerhalb der EU eine Vorreiterrolle bei den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei einnimmt“.

 

  • Erdogan wandte sich erneut scharf gegen eine Assimilation von türkischen Zuwanderern. Eine Integrationspolitik, die darauf abziele, in Deutschland lebenden Türken ihre Muttersprache und Kultur zu nehmen, sei ein „Verstoß gegen das internationale Recht“. „Integration“, womit er letztlich nicht viel mehr meint als das Erlernen der deutschen Sprache und den Verzicht auf strafbare Handlungen, sei wünschenswert, aber nie sollten Türken vergessen, dass sie vor allem Türken sind. „Ihr sollt euch natürlich in die deutsche Gesellschaft integrieren. Aber ich sage Nein zu Assimilation“. Niemand solle von seiner eigenen Kultur losgeeist werden und mit Gewalt etwas Anderes aufgezwungen bekommen.

 

  • Zur Integrationspolitik forderte Erdogan zusätzlich, künftig eng mit der Türkei zusammenzuarbeiten. Bisher seien in Deutschland „die Ansichten der zuständigen Behörden in der Türkei“ in diesen Fragen nicht ausreichend berücksichtigt worden. Der türkische Regierungschef erklärt, Deutschland dürfe in Integrationsfragen nur mit Ankara zusammen regieren.

 

 

  • Erdogan fordert von türkisch-stämmigen Migranten, die deutsche Staatsbürgerschaft „light“ anzunehmen ohne damit ihre türkische Identität aufzugeben. Dazu wird die Türkei für die Ausgebürgerten eine „blaue Karte (entspricht einem türkischen Personalausweis) anbieten, mit dem Rechte in der Türkei erhalten bleiben.

 

  • Während sie bislang für Wahlen in die Türkei reisen mussten, sollten türkische Staatsbürger nun auch in den diplomatischen Vertretungen in Deutschland wählen dürfen. Bei einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Erdogan am Montag versuchen, eine entsprechende Regelung mit der deutschen Seite zu vereinbaren. Deutschland ist mit knapp zwei Millionen wahlberechtigten Türken nach Istanbul, Ankara und Izmir der viergrößte Wahlbezirk für die türkische Parlamentswahl.

 

  • Er forderte laut heute Journal 27.02.2011, die türkischen Kinder sollen Master- und Doktorabschlüsse in Deutschland machen.
  • Es geht letztendlich um das langfristige Ziel, die Türken Deutschlands als nationale Minderheit zu behandeln, mit den entsprechenden, international anerkannten Rechten zur kulturellen Selbstbestimmung.

 

  • Erdogan appellierte unablässig an das türkische Nationalgefühl, derer die seit vier Generationen in Deutschland zu Hause sein müssten.
  • Erdogan hat vor einer wachsenden Ausländerfeindlichkeit in Deutschland gewarnt. Eine solche Entwicklung werde in der Türkei „mit großer Beunruhigung“ betrachtet. Deutsche Politiker sollten Ausländerfeindlichkeit mit ihren Äußerungen „nicht weiter aufbauschen“.
  • Islamphobie bezeichnete er als „Verbrechen“. Auch eine zunehmende negative Stimmung gegen den Islam kritisierte der türkische Premier. „Islamphobie ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, genauso wie Rassismus.“.

 

 

  • Der türkische Staat investiere in Infrastruktur wie Autobahnen und Eisenbahnstrecken, aber auch in Rüstung wie Kampfhubschrauber und Kriegsschiffe. Er sicherteden Zuhörern den Schutz der Türkischen Republik zu. Zugleich zählte er große Verkehrs- und Rüstungsprojekte auf, die seine Regierung in der Türkei plane. So werde die Türkei eigene Kampfhubschrauber, Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge produzieren.

 

  • Im Jahr 2023, zum 100. Jahrestag der Republikgründung, werde sein Land zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt gehören.
  • Westliche Mächte, die Menschenrechte und Demokratie stets einforderten, seien im Fall von Tunesien, Ägypten und Libyen stumm geblieben. „Gelten die globalen Werte nicht für sie?”, fragte Erdogan mit Blick auf die Menschen in diesen Ländern. Das Verhalten der westlichen Staaten lasse sich derzeit als doppelt zynisch beschreiben.

 

  • Den syrischen Diktator Baschir Al-Assad nannte er erst vor kurzem seinen „Bruder“. Gerade hat Erdogan zudem Sanktionen gegen Libyens Schlächter Gaddafi abgelehnt, mit dem Argument, der böse Westen wolle doch nur das libysche Öl an sich reißen. Einen „Menschenrechtspreis“, den Erdogan sich erst vor wenigen Monaten von Gaddafi verleihen ließ, empfindet er nicht als peinlich – er will ihn behalten, zumindest reagiert er nicht auf Forderungen diverser Menschenrechtler, die fragwürdige Auszeichnung zurückzugeben.

 

  • Seine außerordentlich harte Haltung gegen Israel hat Erdogan in den vergangenen Jahren mehr als klar gemacht, freilich erst nachdem innenpolitisch die Macht der säkular denkenden Armee gebrochen war.
  • Abdullah Gül tolerierte durch sein beredtes Schweigen die Ermordung von Demonstranten, während Gül in Teheran weilte zu einem feierlichen Staatsbesuch, bei dem es von Freundschaftsbekundungen zum iranischen Unrechtsregime nur so triefte.

 

  • Im Mai und Juni sollen wieder „Hilfskonvois“ nach Gaza, starten, mit mehr Schiffen, mehr militanten Aktivisten, vielleicht in Begleitung eines iranischen Kriegsschiffes. In Teheran verkündeten Ahmadinedschad und seine frommen türkischen Gäste, mit dem „Blut der Märtyrer“ der IHH werde man „Jerusalem befreien“. Teilweise in diesem Geist steht scheinbar auch Erdogans Bevorzugung der extremistischen (Erdogan: „demokratischen, legitimen“) Hamas in Gaza.

 

  • Mit Blick auf eine Mitgliedschaft in der EU inszeniert sich Erdogan als Förderer von Demokratie und Meinungsfreiheit. Alle Künstler und Schriftsteller, die aus politischen Gründen aus der Türkei ins Exil gegangen seien, sollten zurückkehren, die Türkei sei im Wandel.

 

  • Erdogan reist von Deutschland aus weiter nach Brüssel, um die türkische EU-Kandidatur voran zu bringen. Dazu eine neuere Meldung: Nach dem Tod des früheren türkischen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan hat Regierungschef Recep Tayyip Erdogan einen für Anfang der Woche geplanten Besuch bei der Europäischen Union abgesagt. Erbakan starb am Sonntag im Alter von 85 Jahren an Herzversagen. Er galt als Begründer des modernen türkischen Islamismus und wurde in den 90er-Jahren der erste islamistische Regierungschef in der modernen Geschichte der Türkei. In dem Land sind offiziell Religion und Politik getrennt.

 

Zitate Erdogan Februar 2011 in Deutschland:

  • an türkischstämmige Migranten:

„Ich bin hier, um mit euch eure Sehnsucht zu fühlen, ich bin hier, um nach eurem Wohl zu schauen“

„Ich bin hier, um zu zeigen, dass ihr nicht alleine seid!“

„Ich bin hier, um zu fragen, wie es euch geht, um die Sehnsucht zu stillen. Hört nicht darauf, was man euch sagt, denn ihr seid meine Bürger, meine Freunde, meine Familie.“

„Die Türkei wird Euch nie im Stich lassen.“

„Ihr seid Brüder und Schwestern ersten Grades. Wir beschützen Euch überall auf der Welt.“

„Ich bin sehr stolz auf euch und wir sind immer für euch da. Wenn einer unserer Brüder und Schwestern Nasenbluten hat, dann tut es allen Türken auf allen fünf Kontinenten weh. Die Türkei ist stark und dadurch werdet auch ihr immer stärker.“

„Man nennt euch Gastarbeiter, Ausländer oder Deutschtürken. Aber egal, wie euch alle nennen: Ihr seid meine Staatsbürger, ihr seid meine Leute, ihr seid meine Freunde, ihr seid meine Geschwister!“

„Ihr seid Fußballspieler, Ingenieure, Geschäftsleute“

„Ihr gehört zu Deutschland, aber ihr gehört auch zu der großen Türkei“

„Aber niemand wird in der Lage sein, uns von unserer eigenen Kultur und Zilvilisation loszureißen“

«Niemand wird in der Lage sein, uns von unserer Kultur loszureißen»

„Jeder hat das Recht, seinen Glauben zu leben“

„Ihr sollt euch natürlich in die deutsche Gesellschaft integrieren. Aber ich sage Nein zu Assimilation“

«Unsere Kinder müssen Deutsch lernen, aber sie müssen erst Türkisch lernen.»

„Ich möchte, dass jeder Deutsch lernt und die beste Ausbildung bekommt“

„Ich will, dass ihr Deutsch lernt, dass eure Kinder Deutsch lernen, sie sollen studieren, ihren Master machen. Ich will, dass ihr Ärzte, Professoren und Politiker in Deutschland werdet“

„Ich möchte, dass Türken auf allen Ebenen in Deutschland vertreten sind – in der Verwaltung, der Politik, der Zivilgesellschaft.“

„Ja zur Integration, nein zur Assimilierung. Niemand kann uns unsere Kultur wegnehmen“

„Ja, integriert euch in die deutsche Gesellschaft, aber assimiliert euch nicht. Keiner hat das Recht uns von unserer Kultur und Identität zu trennen.“ und dazu: „Morgen werden das die deutschen Zeitungen aufgreifen, aber das ist ein Fehler. „

«Wir werden nicht erlauben, dass meine Worte in den deutschen Medien verdreht werden.»

 

  • an die deutsche Regierung:

Selbstverständlich, wo sie sich auf der Welt auch befinden, ich bin der Ministerpräsident aller Staatsbürger der Republik Türkei.

Im internationalen Recht existiert die Vorschrift, dass Migranten in den Ländern, in denen sie leben, die Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes pflegen sollen. Folglich wäre eine Politik, die darauf ausgerichtet ist, den Migranten ihre Sprache und Kultur abzuerkennen, ein Verstoß gegen das internationale Recht.

Falsch war bei der Integration der Türken in Deutschland, dass die deutschen Behörden nicht die Ansichten, Erwartungen und Bedürfnisse der Türken als Zielgruppe berücksichtigt haben.

Bis heute beachten die deutschen Behörden in Integrationsfragen auch nicht die Ansichten der zuständigen Behörden in der Türkei.

Für eine erfolgreiche Integration halte ich es für erforderlich, dass die deutschen Behörden in Zukunft nicht weiter einseitig handeln, sondern die Kooperation mit den türkischen Migranten, den türkischen Zivilorganisationen und der türkischen Regierung anstreben.

Bundeskanzlerin Merkel vertritt eine prinzipientreue Haltung zur EU-Mitgliedschaft der Türkei, wonach bestehende Verträge einzuhalten sind. Aber das reicht unserem Volk nicht. Die Erwartung der türkischen Bevölkerung ist, dass Deutschland wie schon unter früheren CDU-Regierungen innerhalb der EU eine Vorreiterrolle bei den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei einnimmt.

«Die Erwartung der türkischen Bevölkerung ist, dass Deutschland wie schon unter früheren CDU-Regierungen innerhalb der EU eine Vorreiterrolle bei den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei einnimmt»

 

  • an die EU:

„Nie zuvor wurden einem Beitrittsland solche politischen Hindernisse in den Weg gelegt“

Die EU-Beitrittsverhandlungen werden aus ausschließlich politischen Gründen verlangsamt.

Natürlich erweckt der bisherige Verlauf des Beitrittsprozesses den Eindruck der Diskriminierung.

Wir werden gelegentlich sogar nicht einmal mit Ländern gleichgestellt, die gar keine EU-Perspektive haben.

Die zwischen der Türkei und der EU geführten Beitrittsverhandlungen werden mit dem Ziel der vollwertigen Partnerschaft geführt.

Ich verstehe „priviligierte Partnerschaft“ als eine Formulierung, die allein für den innenpolitischen Gebrauch der EU gedacht ist. (sinngemäß)

 

  • an die Welt:

„Jetzt wird die Türkei endlich ihre eigenen Kriegsflugzeuge bauen.“

Im Gegenteil, angesichts der grundlegenden Veränderungen in der internationalen Politik und vor dem Hintergrund der hervorragenden Entwicklung unserer Wirtschaft wenden wir uns im Rahmen einer seit zehn Jahren verfolgten, visionären, mehrdimensionalen und proaktiven Außenpolitik der ganzen Welt zu.

Als ein Land, dessen Bevölkerung mehrheitlich muslimisch ist, hat die Türkei gezeigt, dass Demokratie, Modernität und der Islam miteinander vereinbar sind.

„Die Türkei steht auf der ganzen Welt für Gerechtigkeit. Die Türkei schreit auf, wenn es Ungerechtigkeit gibt. Die Türkei erhält heute keine Hilfe mehr, sondern leistet Hilfe“

 

  • zur Islam-Debatte:

„Islamophobie ist genauso anzusehen wie Antisemitismus“

„Islamphobie ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, genauso wie Rassismus.”

„Die Islamphobie ist genauso wie Antisemitismus und Rassismus ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

 

 

Reaktionen aus CDU / CSU:

 

Reaktionen aus der SPD:

  • Altkanzler Gerhard Schröder (SPD): „Das Gerede, der Türkei anstelle der EU-Mitgliedschaft eine substanzlose privilegierte Partnerschaft anzubieten, muss aufhören“. Gerade Deutschland müsse sich zum Anwalt für die Mitgliedschaft der Türkei machen.
  • SPD-Fraktionsvize Gernot Erler warf der Union vor, sie verstoße gegen den eigenen Koalitionsvertrag, der ein klares Bekenntnis zu den Beitrittsverhandlungen enthalte. Angesichts der wachsenden Einflusses der Türkei im Nahen Osten sei es «absolut unklug, einen solchen Partner jetzt derart vor den Kopf zu stoßen».

 

Reaktionen aus der FDP:

Der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, nannte Erdogans Kritik an der deutschen Integrationspolitik abwegig. „Niemand wird in Deutschland zu einer Assimilation, zu einer Aufgabe der Ursprungskultur, verpflichtet“, erklärte Tören. Auch mangele es Deutschland nicht an einer Kooperation mit den türkischen Zivilorganisationen und Behörden.

Reaktionen der Grünen:

  • Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth sagte: «In einer historischen Situation, in der der Türkei eine wichtige Schlüsselrolle für den Umbruch im arabischen Raum zukommt, ist die Union vor allem damit beschäftigt, der Türkei immer wieder mit lautem Getöse die Türe vor der Nase zuzuschlagen. Das ist außen- und sicherheitspolitisch in höchstem Maße verantwortungslos und schadet auch deutschen Interessen.»

 

Reaktionen türkischer Migranten:

Laut RP online 26.02.2011:

  • Erdogan zu religiös
  • Fundamentalist mit starkem Einfluss auf die Türken in Deutschland
  • schlechte Minderheitenpolitik in der Türkei

 

Laut Spiegel 27.02.2011: Sie sind aus ganz Deutschland gekommen, um ihn live zu erleben, rund 10.000 Menschen insgesamt. Sie sagen Dinge wie: „Die Deutschen werden uns nie akzeptieren, dafür haben wir Erdogan“, oder: „Endlich fühlt sich jemand für uns zuständig, zum ersten Mal vergisst ein türkischer Premierminister nicht seine Landsleute im Ausland.“ Eine Frau meint: „Erdogan wird es vielleicht schaffen, dass Merkel uns als Teil dieser Gesellschaft sieht. Er ist unser Retter.“ „Die Türkei ist stolz auf dich“, skandiert die Masse mitten im Rheinland. „Wir sind stolz auf euch“, ruft Erdogan zurück.

  • laut Der Westen 27.02.2011:

„Wir sind extra aus Belgien mit dem Auto angereist, um unseren Ministerpräsidenten zu sehen“, sagt Cemal Uslucan, der es kaum fassen kann Erdogan live erleben zu können. Der türkische Premier bekommt bei den Zuhörern in Düsseldorf immer wieder frenetischen Applaus und viel Zustimmung. Niyazi Demir ist mit vier Freunden aus Bremen angereist und zufrieden mit Erdogans Rede: „Erdogan und die AKP tun der Türkei gut, sowohl aus wirtschaftlicher Sicht, als auch was das Selbstbewusstsein der Türken in der ganzen Welt angeht.“ Das wird auch immer wieder an den Reaktionen des Publikums deutlich. „Die Türkei ist stolz auf dich“, skandieren die rund 10000 AKP-nahen Türken im Saal.

  • laut WZ newsline 27.02.2011:

„Ich bin stolz und glücklich, hier sein zu dürfen. Ich bin stolz, wie er unser Land regiert“, sagt Zeynep Akyo aus Haan. Als eine Ehre betrachten es die Deutsch-Türken, dass Erdogan in Deutschland zu ihnen spricht. Ein grandioser Schachzug, findet Eda Akcan vom Düsseldorfer Integrationsausschuss: „Er gibt den Türken das Gefühl, dass er sie nicht vergessen hat. Er sagt ihnen das, was sie hören wollen.“ „So wie seine Rede hier verstanden wurde, meinte Erdogan es gar nicht. Er hat von der Assimilation gesprochen und nicht von der Integration abgeraten. Aber wenn man etwas falsch verstehen möchte, versteht man es auch falsch“, meint Mustafa Kaya. Bei den Zuhörern gibt es aber zugleich hohe Erwartungen an den Regierungschef aus Ankara. „Ich hoffe, dass er heute Abend verkündet, dass die in Deutschland lebenden Türken bald von Deutschland aus wählen können“, sagt Ahmet Aydogmus. Wenn es soweit kommt, will der 18-Jährige seine deutsche Staatsbürgerschaft wieder abgeben. Zahlen Düsseldorf 2009: Gesamteinwohnerzahl 586 000 Menschen 22 700 Türkischstämmige, davon 8200 mit deutschem Pass

 

Reaktionen aus Frankreich:

 

Artikel zum Thema: Politically Incorrect 27.02.2011: Der Höhepunkt der Dreistigkeit (umfassender kritischer Kommentar)

WZ newsline Wolfgang Radau: Starke Worte statt Fingerspitzengefühl (sehr guter Kommentar)

Neue Osmabrücker Zeitung 27.02.2011: Kommentar zu Erdogan (knapper, aber treffender Kommentar)

Welt online 27.02.2011 Henryk M. Broder: Türken und andere Deutsche – Erdogans Heimatabend (aufschlussreiche Beobachtungen rund um das Geschehen vor Ort)

Welt online 27.02.2011: Erdogan schaltet sich erneut in Integrationsdebatte ein

Welt online 27.02.2011: Erdogan fordert Mitsprache bei Integrationspolitik (kritische Auseinandersetzung mit Erdogans Themen)

Welt online 27.02.2011: Erdogan für „Doppelpass light“ für Deutschtürken (inklusive Umfrage zur EU Mitgliedschaft der Türkei)

Der Westen 27.02.2011: Erdogan fordert Türken zum Deutschlernen auf (ausführliche Berichterstattung)

FAZ 27.02.2011: Erdogan – Nein zur Assimilation

Nachrichtenagentur AFP 27.02.2011: Zu Erdogans Deutschland-Besuch Streit über EU-Beitritt (Darstellung der Kontroversen zum EU-Beitritt der Türkei)

Tagesspiegel 27.02.2011: Einbürgerung für Türken bald leichter (Genaueres zu den Plänen der türkischen Regierung)

Blog SOS Österreich: „Islamophobie ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

TürkischPress 28.02.2011: Erdogan vereinnahmt in Düsseldorf die Türken (pro Erdogan Kommentar)

Deutschlandwoche 27.02.2011: Erdogan in Düsseldorf (Bilder)

Spiegel 27.02.2011: Erdogans vergiftete Liebe (mit Foto-Strecke)

RP online 2008: Fotos von Erdogans Auftritt in der Köln-Arena

RP online: Das ist der türkische Ministerpräsident Erdogan (Fehler: Erdogan saß nicht 4, sondern 10 Monate im Gefängnis und zwar wegen Angriffs auf die türkische Verfassung, siehe Wikipedia)

Alle Artikel der Religionsbehörde zur Türkei – {Quelle: Blog „Deutsche Religionsbehörde – www.religionsbehoerde.wordpress.com}

 

9 Responses to “Zitate Erdogan Düsseldorf 2011 & Reaktionen”

  1. Walter Says:

    EU Türkei NEIN DANKE!!!!!

    Solange nicht die Türkei von einem Attatürk geführt wird und Religionsfreiheit und Gleichbehandlung der Christen praktiziert wird sowie Wiedergutmachung für den Holocoust an den Armäniern geleistet wird ist die Türkei kein Plus für die EU, sondern bedeutet Niedergang und ist ein trojanisches Pferd für den Weltislam!!!

  2. Jemeljan Says:

    Die größte Frechheit ist es, dass deutschen Journalisten bei diesem Wahlkampf-Spektakel keine deutschsprachige Übersetzung angeboten wurde. Mit dem rotzfrechen Hinweis „Integration sei keine Einbahnstraße, die Journalisten sollten eben türkisch lernen“ wurde eine dementsprechende Frage von Erdogans Stab abgelehnt. Das spricht Bände über die sog. „Integration“ in die Gesellschaft. Ja, der türkisch-islamistische MP Erdogan nutzt die Deutschland-Türken (ob mit oder ohne dt. Pass, blaue Karte usw.) als Druckmittel, um in der deutschen Politik mitwirken zu können. Sie sind letztlich nur Mittel zum Zweck und nicht selbstbewusst genug, das einzusehen. In Zukunft sollte es ausländischen Politikern verboten werden, Wahlkampfreden in unserem Land zu halten. Wir werden schon ausreichend ausgebeutet, da muss nicht auch noch eine weitere Demütigung dazukommen.

  3. Melechesh Says:

    Der Führer aller Türken spricht … an was erinnert mich das nur ?

    … ob die ethnischen und religiosen Minderheiten in der Türkei von seinen Worten Prophetieren ? – ich glaube nicht.

    • Angela Says:

      Wir als Christen sollen nicht nachtragend werden,einfach
      nur
      gute christliche Vorbilder und Menschen mit gutem Einsatz sein.
      Unseren Kontinent werden wir frei halten wollen von allen Zwängen der Bevormundung eines Islam`s.
      Den Weg sich frei geschaufelt zu haben war hart genug,um wieder in eine kriegerische Elite gelangen wollen.

      • Melechesh Says:

        ich würde es nicht „Nachtragend“ nennen – denn die verbrechen Erdogan wurden weder von ihm selbst bedauert ,noch eingestellt.

        Der „Führer aller Türken“ verfolgt die Christen, Alewiten und Zora im eigenen Land, die armenischen Journalisten werden immer wieder Bedroht und „gelegentlich“ getötet (und die Vernichtungszüge gegen die Armenier/ Assyrer/Kurden /Zaza werden nicht geleugnet sondern gefeiert), die Situation der Kurden hat sich nur noch verschlimmert und alle kritischen Stimmen werden mit dem Strafbestand „Beleidigung des Türkentums“ sofort hinter die gittern gebracht
        Den Antisemitismus kann man ja auch immer schwere übersehen.

        Und genau dieser Mensch kommt wie ein Kolonialherr dach Deutschland wo er Menschen Türkischer Abstammung (ob deutsch oder türkische Bürger ist ihm egal) gegen die eigentliche Bevölkerung aufzustacheln.
        Und auch sein ständiges Gerede vom neo-Osmanischen Reich vervollständigt nur das Bild eines Möchtegern-Hitlers.

        Auch wenn ich kein Christ bin, glaube ich doch dass es im sinne alle freiheitlich denkenden Menschen ist – gegen solche Verbrecher vorzugehen.

      • „Unseren Kontinent werden wir frei halten wollen von allen Zwängen der Bevormundung eines Islam`s.“

        Ich weiß nicht, woher du den Optimismus nimmst. Jeden Tag mindestens eine neue Hiobsbotschaft: Attentate, Islamunterricht, ermordete Priester, Erdogan-Schwätzer, Muslim braucht keine Bierkisten zu stapeln, einziger netter Minister tritt zurück…. Haben wir seit 1.1. auch nur einen Tag ohne schlechte Nachrichten gehabt?

  4. Johannes Says:

    Es gibt nur noch ganz, ganz wenige Politiker in Deutschland, die sich der islamischen Flut entgegen stellen.

    Selbst „Spitzenpolitiker“ der „C“DU/“C“SU verraten die jüdisch-christliche Prägung des Abendlandes und betonen, dass der Islam ein Teil Deutschlands sei – so schon vor drei Jahren der damalige Innennminister Schäuble und nun auch der Präsident aller Deutschen und Türken, Wulff. Letzterer hat vor allem den Islam-Unterricht an öffentlichen Schulen durchgedrückt und als MP von Niedersachsen eine schiitische Türkin als Ministerin ins Amt gehoben.

  5. storchenei Says:

    Eine Karikatur kann eine Umschreibung (Beschreibung) für Eigenschaften, Wahrnehmungen usw. für Personen, Tiere, Objekte und Ereignisse unterschiedlich gefühltem Reflektieren nachempfunden werden. Der Hund und Erdogan, ein Bild, das einen treuen Freund des Menschen darstellt, wird als Beleidigung von den Türken aufgefasst. Für mich dokumentieren diese erbosten Reaktionen einen mangelnden Respekt der Muslime vor der Schöpfung, in dem z.B. Hunde als unrein bezeichnet werden. Hunde, Schweine usw. gehören zu dieser Welt wie Erdogan – und den meisten Menschen wird es nicht im Geringsten stören, in einer belustigenden und lehrreichen Situation, mit einem Tier verglichen zu werden. Die Karikaturen über Bush sind weniger Schmeichelhaft und er lebt heut noch. Es zeugt von einer übertriebenen krankhaft gelebten Eitelkeit dieser Übermenschen, die sich für den Nabel der Welt halten und den Splitter im Auge des Nichtmuslims mit einem Balken in ihren Lichtern suchen.nhttps://www.google.at/search?q=Karikaturen+%C3%BCber+Bush&client=firefox-a&rls=org.mozilla:de:official&channel=np&biw=1024&bih=643&tbm=isch&imgil=t9teoTAQwGEYCM%253A%253BTD4KDmk7oyONKM%253Bhttp%25253A%25252F%25252Fandreassozpol.blog.de%25252F2009%25252F04%25252F19%25252Fhistorisches-souvenir-vier-wahre-bush-karikaturen-5968567%25252F&source=iu&pf=m&fir=t9teoTAQwGEYCM%253A%252CTD4KDmk7oyONKM%252C_&usg=__34OJrocOPxmEuHsxsheyswbgAKQ%3D&ved=0CDMQyjc&ei=0Tl3VKzmB8uAywPcuYGYDQ#facrc=_&imgdii=_&imgrc=t9teoTAQwGEYCM%253A%3BTD4KDmk7oyONKM%3Bhttp%253A%252F%252Fdata5.blog.de%252Fmedia%252F918%252F3424918_ab00f3d598_m.jpeg%3Bhttp%253A%252F%252Fandreassozpol.blog.de%252F2009%252F04%252F19%252Fhistorisches-souvenir-vier-wahre-bush-karikaturen-5968567%252F%3B400%3B353


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