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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gaddafi verliert eine Stadt nach der anderen 27. Februar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 19:14

Libyens Diktator beherrscht nur noch Teile von Tripolis. Er soll sich mit Spezialeinheiten in einem Militärkomplex in der Hauptstadt verschanzt haben.

 

Muammar al-Gaddafi verliert immer mehr die Kontrolle über sein Land: Nachdem bereits mehrere Städte im Osten Libyens von Regimegegnern übernommen wurden, erklärte die Opposition am Sonntag, neben der drittgrößten Stadt Misrata werde nun auch Suara, etwa 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis von ihr beherrscht. Damit kann der libysche Diktator nur noch seine Heimatstadt Syrte sowie einige Stadtteile von Tripolis als sein Einflussgebiet bezeichnen. Die Eroberung Sawijas ist nach Informationen des Fernsehsenders al-Dschasira erfolgreich gewesen, weil ein Großteil der Regierungstruppen übergelaufen sei. Die Aufständischen hätten Panzer und Waffen erbeutet.

 

Opposition bildet Übergangsregierung in Bengasi: Vertreter des Gaddafi-Regimes hatten am Sonntagmorgen Journalisten nach Sawija gebracht. Doch statt wie geplant eine Stadt unter Kontrolle der regulären Sicherheitskräfte zu präsentieren, sahen die Reporter Widerstandskämpfer auf den Barrikaden, mit ihrer Fahne als Zeichen des Sieges. Nach aktuellen Berichten sind das Zentrum und die unmittelbaren Außenbezirke unter Kontrolle der Anti-Gaddafi-Kräfte. Allerdings sollen in einiger Entfernung rund um die Stadt Panzer Stellung bezogen haben. In Bengasi schuf die Opposition Tatsachen. Der ehemalige Justizminister Mustafa Abdel Dschalil, der sich kürzlich von Gaddafi distanziert hatte, bildete in der zweitgrößten Stadt des Landes eine Übergangsregierung und kündigte demokratische Wahlen unter internationaler Beobachtung an. „Unsere nationale Regierung besteht aus zivilen und militärischen Persönlichkeiten“, sagte Dschalil. „Sie wird nicht mehr als drei Monate regieren, dann gibt es faire Wahlen, in denen die Menschen ihren Anführer wählen können.“

 

In der Hauptstadt herrschte am Sonntag gespannte Ruhe. Gaddafi bemühte sich, Normalität zu demonstrieren. Ein Einwohner berichtete per Telefon, nach seiner Einschätzung hätten etwa 90 Prozent der Geschäfte wieder geöffnet. Die Preise seien offenbar auf Anweisung von Gaddafi gesenkt worden. Allerdings blieben die Schulen in der libyschen Hauptstadt weiterhin geschlossen. „Die Menschen fühlen sich nicht sicher genug, um ihre Kinder in die Schule zu schicken“, sagte der Mann. Die Angaben über die Sicherheitslage in der Mittelmeermetropole sind widersprüchlich. „Die einzigen Sicherheitskräfte in der Stadt sind Verkehrspolizisten. Es ist keine Armee zu sehen“, sagte der Libyer. Im Netzwerk Twitter wurden hingegen andere Stimmen laut. „Ich schwöre, dass jeder, der sagt, die Situation in Tripolis ist normal, ein Lügner ist. Wir fühlen uns wie kurz vor der Explosion“, schrieb ein Libyer.

 

USA sollen auch militärisches Eingreifen erwägen: Gaddafi kämpft nach Ansicht der arabischen Tageszeitung „Asharq al-Awsat“ seine letzte Schlacht. Der Militärkomplex Bab al-Asisija in Tripolis, in dem er sich aufhält, werde mit Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und Raketenwerfern geschützt. Loyale Kämpfer hätten das Gebiet weiträumig abgeriegelt und alle Zufahrten gesperrt. In Washington plant die US-Regierung offenbar auch Militäraktionen, sollte Gaddafi die blutige Gewalt gegen das eigene Volk fortsetzen. Die finanziellen Sanktionen, die US-Präsident Barack Obama am Freitag verhängt hatte, seien nur der erste einer Reihe von Schritten, „die eine militärische Option beinhalten könnten“, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf hohe US-Regierungsbeamte. Dazu zähle das Durchsetzen einer Flugverbotszone über Libyen, um eine Bombardierung von Gegnern Gaddafis aus der Luft zu verhindern. Allerdings, so hieß es, gebe es innerhalb der US-Regierung Zweifel, ob sich für solche Maßnahmen angesichts des erwarteten Widerstands etwa aus China ein breiter internationaler Rückhalt finden lasse.

 

Obama habe die US-Geheimdienste angewiesen, Spionagesatelliten und andere Überwachungseinrichtungen auf Libyen auszurichten, meldete die „Washington Post“ weiter. Obama hatte die Finanzsanktionen gegen Gaddafi und mehrere seiner Söhne verhängt, nachdem die letzten Amerikaner aus Libyen in Sicherheit gebracht worden waren. Am Samstag hatte sich der UN-Sicherheitsrat einstimmig für Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime ausgesprochen, die EU will sich Anfang der Woche entscheiden.

 

Ukrainische Krankenschwester kehrt nach Kiew zurück: Am Sonntag hat Gaddafi zudem eine weitere enge Vertraute verloren. Nachdem sich hochrangige Regierungsmitarbeiter, Diplomaten und Piloten angesichts der blutigen Niederschlagung der Proteste von dem 68-Jährigen abgewandt hatten, verließ ihn nun auch seine langjährige Krankenschwester aus der Ukraine. Die 38-Jährige war in den frühen Morgenstunden in Kiew eingetroffen. Sie war an Bord eines Flugzeuges, das 122 Ukrainer und 68 andere Staatsangehörige aus dem nordafrikanischen Land ausflog, wie der Fernsehsender Channel 5 zeigte. Eine ukrainische Tageszeitung hatte bereits über die geplante Rückkehr von Halyna Kolotnyzka berichtet. „Segodnja“ zitierte deren Tochter Tetjana mit den Worten, ihre Mutter sei außer Gefahr und habe am Freitag bei einem Telefongespräch mit ruhiger Stimme gesprochen. Die Familie solle sich keine Sorgen machen, sie würde bald nach Hause kommen, habe ihre Mutter gesagt.

 

In einer von Wikileaks veröffentlichten Diplomatendepesche wurde die 38-Jährige als „üppige Blondine“ beschrieben, die immer mit Gaddafi reise, da nur sie „seine Routine“ kenne, und eine mögliche Liebesbeziehung zwischen den beiden nahegelegt. Der 68-Jährige hatte vier ukrainische Krankenschwestern, die nach ihm sahen. Aus irgendeinem Grund traue Gaddafi libyschen Krankenschwestern nicht, wurde Tetjana Kolotnyzka zitiert. Ihre Mutter war dem Zeitungsbericht zufolge vor neun Jahren nach Libyen gezogen. {Quelle: www.welt.de}

 

 

Gaddafi verliert an Boden

 

Dem libyschen Staatschef Muammar el Gaddafi entgleitet zusehends die Herrschaft in seinem Land. Die Opposition kontrolliert nicht nur immer mehr Städte des Landes, sie hat nun auch eine autonome Übergangsregierung ausgerufen. Die Mitglieder des neuen Kabinetts würden aus allen Teilen des Landes stammen, sagte Mustafa Mohamed Abud Adschleil der Zeitung „Kurina“. Die Hauptstadt des Landes bleibe Tripolis, so Adschleil weiter, der sein Amt als Justizminister vor knapp einer Woche aus Protest gegen Gaddafi und das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten niedergelegt hatte. Status und Legitimität der Übergangsregierung blieben zunächst unklar. Allerdings erkannte der libysche Botschafter in den USA, Ali Audschali, sie umgehend als rechtmäßig an. „Wir wollen diese Regierung als Übergangsregierung unterstützen bis zur Befreiung von ganz Libyen, was hoffentlich bald der Fall sein wird“, sagte Audschali.

 

Gaddafi verliert immer mehr die Kontrolle: Machthaber Muammar Gaddafi entgleitet währenddesenn immer mehr die Macht über das Land. Seine Gegner übernahmen am Sonntag die Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt Sawija unweit von Tripolis. Auch in der Hauptstadt Tripolis bröckelt inzwischen Gaddafis Macht. Seine Sicherheitskräfte zogen sich aus Teilen der Stadt zurück. Das staatliche Fernsehen zeigte zwar Bilder von Anhängern Gaddafis auf dem Grünen Platz im Zentrum der Stadt. Journalisten zufolge waren es aber gerade mal 200. Regierungstreue Truppen halten nach Informationen des Fernsehsenders El Dschasira aber weiterhin Gaddafis Heimatstadt Sirte. Die Stadt sei wichtig, weil damit Oppositionelle aus dem Osten des Landes nicht über die Küstenstraße in die Hauptstadt fahren könnten.

 

Tausende Flüchtlinge an der Grenze zu Tunesien: Der Gaddafi-Clan hat sich nach übereinstimmenden Berichten in dem Militärkomplex Bab el Asisija in Tripolis verschanzt. In der Millionenmetropole herrschte am Sonntag nach Berichten von Augenzeugen angespannte Ruhe. {Quelle: www.focus.de}

 

 

Gaddafi kontrolliert nur noch einige Quartiere

 

Die Aufständischen haben in wichtigen Städten die Macht übernommen, dem Gaddafi-Clan bleiben nur noch einige Viertel von Tripolis. Grossbritannien ruft den Machthaber zum Rücktritt auf.

 

18:49: Grossbritannien hat dem libyschen Machthaber Muammar Gaddafi und seiner Familie die diplomatische Immunität entzogen. Zugleich rief die britische Regierung Gaddafi zum Rücktritt auf, wie Aussenminister William Hague am Sonntag erklärte. Der frühere Premierminister Tony Blair habe in den vergangenen Tagen mit Gaddafi gesprochen, erklärte er. Welche Themen besprochen wurden, sagte Hague nicht. Der Minister verteidigte die freundschaftlichen Beziehungen, die Grossbritannien in der Vergangenheit zu Gaddafis Regime pflegte. Der Aufbau von Handelsbeziehungen sei richtig gewesen, denn es habe Libyen vom Streben nach Massenvernichtungswaffen und staatlicher Unterstützung des internationalen Terrorismus abgebracht, sagte Hague in einem Interview der BBC. «Wenn wir das nicht getan hätten, wären wir jetzt möglicherweise in einer schlimmeren Lage.»

 

18:25: Muammar Gaddafi ist die Herrschaft über Libyen offenbar weitgehend entglitten. Seine Gegner nahmen am Sonntag sowohl die drittgrösste Stadt Misurata als auch die nur 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis gelegene Schlüsselstadt Al-Sawija ein. Der Gaddafi-Clan herrsche damit nur noch in einigen Stadtvierteln in Tripolis sowie in Sirte, der Heimatstadt des 68-Jährigen, berichtete der arabische Fernsehsender Al-Dschasira unter Berufung auf zahlreiche Augenzeugen. Der selbst ernannte Revolutionsführer denkt aber offenbar nicht an Aufgabe oder Exil. Gaddafi wolle eher sterben als Tripolis verlassen und werde auch nicht nach Sirte oder irgendwo anders hingehen, berichtete Al-Dschasira unter Berufung auf engste Familienkreise.

 

17:39: Die USA gehen nach eigenen Angaben auf die libysche Opposition zu. Ihre Regierung reiche den verschiedenen Gruppen im Osten des Landes die Hand, sagte Aussenministerin Hillary Clinton am Sonntag. Noch sei es zu früh zu sagen, wie sich die Lage dort entwickeln werde. Ein Sprecher des neu gegründeten oppositionellen Nationalen libyschen Rates sagte in Benghasi, ein Eingreifen des Auslandes sei nicht erwünscht. Auch sei kein Kontakt mit ausländischen Regierungen hergestellt worden. Der Rat bezeichnet sich selbst als Wortführer des Aufstandes gegen den Machthaber Muammar al-Gaddafi, jedoch ausdrücklich nicht als Übergangsregierung.

 
17:08: Vor dem Hintergrund der Unruhen in Libyen hat Italien einen Vertrag mit dem nordafrikanischen Land ausgesetzt, der eine Nichtangriffsklausel enthält. Dies beseitigt ein mögliches Hindernis für den Fall, dass Rom an friedenserhaltenden Einsätzen in Libyen teilnimmt oder die Nutzung seiner Militärbasen für solche Zwecke gestattet. Aussenminister Franco Frattini sagte am Sonntag, de facto sei die Aussetzung des Vertrags bereits Realität, da es in Libyen derzeit keine funktionierende Regierungsinfrastruktur gebe. Rom und Tripolis hatten den Vertrag 2008 unterzeichnet. Er enthielt auch eine Entschädigung für die italienische Kolonialherrschaft in Libyen. In einer der Klauseln heisst es, beide Parteien verpflichteten sich, nicht auf Drohungen oder den Einsatz von Gewalt zurückzugreifen.

 

16:49: Der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi hat eine weitere enge Vertraute verloren. Nachdem sich hochrangige Regierungsmitarbeiter, Diplomaten und Piloten angesichts der blutigen Niederschlagung der Proteste von dem 68-Jährigen abgewandt hatten, verliess ihn nun auch seine langjährige Krankenschwester aus der Ukraine. Die 38-Jährige ist am Sonntag in den frühen Morgenstunden in Kiew eingetroffen. Sie war an Bord eines Flugzeuges, das 122 Ukrainer und 68 andere Staatsangehörige aus dem nordafrikanischen Land ausflog, wie der Fernsehsender Channel 5 zeigte. Eine ukrainische Tageszeitung hatte bereits über die geplante Rückkehr von Halyna Kolotnyzka berichtet. «Segodnja» zitierte deren Tochter Tetjana mit den Worten, ihre Mutter sei ausser Gefahr und habe am Freitag bei einem Telefongespräch mit ruhiger Stimme gesprochen. Die Familie solle sich keine Sorgen machen, sie würde bald nach Hause kommen, habe ihre Mutter gesagt. In einer von Wikileaks veröffentlichten Diplomatendepesche wurde die 38-Jährige als «üppige Blondine» beschrieben, die immer mit Gaddafi reise, da nur sie «seine Routine» kenne, und eine mögliche Liebesbeziehung zwischen den beiden nahegelegt. Der 68-Jährige hatte vier ukrainische Krankenschwestern, die nach ihm sahen. Aus irgendeinem Grund traue Gaddafi libyschen Krankenschwestern nicht, wurde Tetjana Kolotnyzka zitiert. Ihre Mutter war dem Zeitungsbericht zufolge vor neun Jahren nach Libyen gezogen.

 

14:50: Frattini: Gaddafi muss abtreten: Auch das lange mit Muammar al-Gaddafi eng verbundene Italien hält den Abgang des libyschen Diktators inzwischen für unabwendbar. Die Lage in Libyen sei nicht mehr umkehrbar, und es sei unvermeidbar, dass Gaddafi abtrete, erklärte Aussenminister Franco Frattini am Sonntag dem Fernsehsender Sky Tg24. Im übrigen seien Rom bei eventuellen Aktionen gegen das Regime auch nicht die Hände gebunden, denn der bilaterale Freundschaftsvertrag mit Tripolis von 2008 sei praktisch ausgesetzt, erläuterte der Minister weiter. 

 
14:44: Opec-Länder springen in die Bresche: Trotz der Exportausfälle aus Libyen drohen nach Angaben von Opec-Ländern keine Lieferengpässe bei Öl. Sowohl der Iran als auch das Emirat Katar teilten am Sonntag mit, dass dem Markt genügend Öl zur Verfügung stünde. Die Aufregung über steigende Erdölpreise hatte sich bereits am Freitag etwas gelegt, nachdem es geheissen hatte, dass Saudi-Arabien höhere Ölexporte in Aussicht stelle, um für die Ausfälle aus Libyen aufzukommen.

 

14:21: USA erwägen militärische Option: Die finanziellen Strafmassnahmen, die US-Präsident Barack Obama am Freitag verhängt hatte, seien nur der erste einer Reihe von Schritten, «die eine militärische Option beinhalten könnten», berichtete die «Washington Post» am Sonntag unter Berufung auf hohe US-Regierungsbeamte. Dazu zähle das Durchsetzen einer Flugverbotszone über Libyen, um eine Bombardierung von Gegnern Gaddafis aus der Luft zu verhindern. Allerdings gebe es innerhalb der US-Regierung Zweifel, ob sich für solche Massnahmen ein breiter internationaler Rückhalt finden lasse, angesichts des erwarteten Widerstands etwa aus China, hiess es. Dem Zeitungsbericht zufolge hielt sich die Obama-Regierung aus Angst vor Geiselnahmen zunächst mit einschneidenden Schritten gegen das Regime in Tripolis zurück. US-Diplomaten in Libyen hätten vor «bestimmen Botschaften» aus Washington gewarnt, um Landsleute in den nordafrikanischen Krisenland nicht zu gefährden. «Solche Warnungen zu übergehen, wäre sehr schwierig und gefährlich», sagte Ben Rhodes vom Nationalen Sicherheitsrat der Zeitung. Obama hatte am Freitag die Finanzsanktionen verhängt, nachdem die letzten Amerikaner per Flugzeug in Sicherheit gebracht worden waren. 

 
14:16: 100’000 Flüchtlinge: Fast 100’000 Menschen sind in die Nachbarländer Libyens geflohen. Das Uno-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) in Genf teilte am Sonntag mit, es handle sich überwiegend um Ausländer, allen voran um Tunesier und Ägypter. Auch Zehntausende Gastarbeiter aus Asien versuchen das Land zu verlassen. Die Organisation Roter Halbmond sprach angesichts der vielen Flüchtlinge von einer «humanitären Krise». Allein am Samstag seien mehr als 10’000 Menschen aus Libyen über den zentralen Grenzposten Ras Jedir nach Tunesien geflohen. Die meisten Flüchtlinge seien Ägypter. 

 
14:05: Krankenschwester will nach Hause: Die ukrainische Krankenschwester des libyschen Staatschefs Muammar al Gaddafi will einem Zeitungsbericht zufolge bald in ihr Heimatland zurückkehren. Die ukrainische Tageszeitung «Segodnja» zitierte die Tochter von Halyna Kolotnyzka, Tetjana, mit den Worten, ihre Mutter sei außer Gefahr und habe bei einem Telefongespräch mit ihr am Freitag mit ruhiger Stimme gesprochen. Die Familie solle sich keine Sorgen machen, sie würde bald nach Hause kommen, habe ihre Mutter gesagt. In einer von Wikileaks veröffentlichten Diplomatendepesche wurde die 38-Jährige als «üppige Blondine» beschrieben, die immer mit Gaddafi reise, da nur sie «seine Routine» kenne, und eine mögliche Liebesbeziehung zwischen den beiden nahegelegt. Der 68-Jährige hat vier ukrainische Krankenschwestern, die nach ihm sehen. Aus irgendeinem Grund traue Gaddafi libyschen Krankenschwestern nicht, wurde Tetjana Kolotnyzka zitiert. Ihre Mutter sei vor neun Jahren nach Libyen gezogen. 

 
13:34: Sawija fällt an Aufständische: Gegner von Libyens Staatschef Muammar al Gaddafi haben offenbar die Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt Sawija 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis übernommen. Die rot, grün und schwarze Fahne der Anti-Gaddafi-Aufstands wehte laut einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters auf dem Dach eines Gebäudes im Zentrum der Stadt. Mehrere Hundert Menschen feierten in den Strassen und riefen «Dies ist unsere Revolution». Die Stadt mit der ältesten Ölraffinerie Libyens war gezeichnet von heftigen Kämpfen in den vergangenen Tagen. Gaddafi-Anhänger hatten versucht sie zu verteidigen.

 

12:31: Libysche Polizei lässt nur Wenige auf Fähren: Im Hafen der libyschen Hauptstadt Tripolis haben am Sonntag zwei Hochgeschwindigkeitsfähren zur Evakuierung von Ausländern bereitgestanden. Der Geschäftsführer der maltesischen Reederei Virtu Ferries, Henri Saliba, sagte, die Auto- und Passagierschnellfähre «San Gwann» nehme jeden Ausreisewilligen mit, allerdings sei die Kapazität von 400 Passagieren fast erschöpft. Die «Maria Dolores» wurde von einem Privatunternehmen gechartert und hatte rund 90 Passagiere an Bord. Das Einsteigen begann bereits am Samstagabend, verlief aber schleppend, da die libysche Polizei immer nur wenige Passagiere an Bord ließ. Angesichts der rauen See war ein Ablegen am Sonntagmorgen nicht möglich, doch Saliba hoffte auf ein Auslaufen noch am Abend. Der Hafen von Tripolis sei derzeit sicher und ruhig, sagte er. 

 
11:10: Abdel-Jalil wird Chef einer Übergangsregierung: Im von Oppositionellen kontrollierten Osten Libyens hat ein Komitee den früheren Justizminister Mustafa Abdel-Jalil zum Chef einer Übergangsregierung ernannt. Das sagte ein Mitglied des Stadtrats von Bengasi. Die Übergangsregierung solle höchstens für drei Monate im Amt sein und sich aus Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft und des Militärs zusammensetzen, sagte Jalil dem arabischen TV-Sender Al-Dschasira. Während der Zeit sollen Neuwahlen vorbereitet werden. Er schloss Verhandlungen mit Muammar Gaddafi über eine mögliche Ausreise aus Libyen aus. Abdel-Jalil hat die von Staatschef Muammar al Gaddafi angeordnete blutige Niederschlagung der Proteste scharf kritisiert. Wie groß die Unterstützung für Abdel-Jalil ist, war zunächst unklar. Der Osten Libyens ist fast vollständig in der Hand der Regierungsgegner. 

 
09:05: Drittgrösste Stadt Misurata fällt an Aufständische: Gaddafi-Gegner haben offenbar auch die drittgrösste Stadt des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Regierungstreue Truppen und Milizen hätten Misurata verlassen. Am Stadtrand gebe es noch vereinzelte Gefechte, sagte ein Einwohner am Sonntag in einem Telefongespräch dem arabischen Fernsehsender Al-Dschasira. Misurata mit seinen über 250’000 Einwohnern liegt rund 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis am Mittelmeer und gilt als Wirtschaftszentrum. Staatschef Gaddafi hat sich in der Hauptstadt Tripolis im Stadtteil Bab al-Asisija verschanzt. Die Sicherheitsmassnahmen in der Gegend seien beispiellos, berichtete die arabische Tageszeitung «Asharq Al-Awsat». Augenzeugen geben an, dass loyale Milizen den Zugang zum Stadtteil kontrollierten. 

 
08:37: «Die Lage ist unvorstellbar schrecklich»: Europa stellt sich auf eine neue Flüchtlingswelle ein. Denise Graf, Flüchtlingsexpertin von Amnesty International, warnt aber vor Panikmache. Sorgen bereiten ihr hingegen die zahlreiche Migrantenlager, die Diktator Gaddafi in Libyen errichtet. Wie viele Flüchtlinge sich in diesen Lagern befänden, wisse niemand. Augenzeugen berichten aber: «Die Lage ist unvorstellbar schrecklich», sagt sie im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag». Schwere Menschenrechtsverletzungen seien an der Tagesordnung. Am schlimmsten sei aber, «dass in diesen Camps auch Kinder festgehalten werden».

08:05: Sanktionen gegen Libyen: Als Reaktion auf die eskalierende Gewalt in Libyen hat der Uno-Sicherheitsrat auf einer Sondersitzung am Samstag (Ortszeit) Sanktionen gegen das Regime in Tripolis verhängt. Die Vertreter der 15 Mitgliedsstaaten stimmten geschlossen für ein Waffenembargo, Reisebeschränkungen für führende Mitglieder der libyschen Regierung und das Einfrieren von Auslandsvermögen der Gaddafi-Familie. Demnach sollen die Konten des libyschen Staatschefs Muammar al Gaddafi und seiner fünf erwachsenen Kinder gesperrt werden. Zudem wurden Reiseverbote für die gesamte Gaddafi-Familie und zehn führende Mitglieder des Regimes verhängt. Der Uno-Sicherheitsrat erklärte außerdem den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag für zuständig, die Ermittlungen über die blutige Niederschlagung der Proteste in Libyen aufzunehmen.

 

Keine Flugverbotszone über Libyen: Eine zuvor diskutierte Flugverbotszone über Libyen wurde vom Uno-Sicherheitsrat nicht beschlossen. Auch eine militärische Intervention unter Uno-Mandat ist nicht vorgesehen. Die NATO schloss ein Eingreifen in Libyen ebenfalls aus. Der Sicherheitsrat verurteile die «systematische Verletzung der Menschenrechte, darunter die Unterdrückung friedlicher Demonstranten», hieß es in einer Stellungnahme. Die Mitglieder sprachen sich zudem gegen die «Anstiftung zu Feindseligkeit und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung durch höchste Regierungsebenen in Libyen» aus.

 

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte das einstimmige Votum des Sicherheitsrats. «Der Text macht deutlich, dass massive Menschenrechtsverletzungen nicht toleriert und die Verantwortlichen für schwere Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden», sagte Ban. «Ich hoffe, dass das Regime in Libyen diese Botschaft hört und beherzigt.»  {Quelle: www.20min.ch}

 

3 Responses to “Gaddafi verliert eine Stadt nach der anderen”

  1. jajajajaaa Says:

    Ich LIEBE gaddafi. Schön wie er alle umbringt – mit seinen Leuten :’D.
    sollen die doch abnippeln , wen störts denn schon? :D. Er ist genauso Geil wie Adolf Hitler. 😀 Haben nur den Tot im kopf , gut so 😀
    Irgendwann … werde ich genauso modrlustig wie die beiden 😀
    Ich werde deren Nachfolgerin sein 😉
    Und denn werden ALLE sterben , mir egal ; ob’s meine Familie , meine Freunde oder wer auch immer ist : sie werden sterben.!!!
    Gaddafi ist the fucking best !! *-*

    WE LOVE GADDAFI!
    Er wird euch eh vernichten , also 😀

  2. blalalalallalalallalalallaa Says:

    gaddafi ist der COLLLSTE aller coolen

    Lasst ihn in Ruhe ihr Looooooser und ihr Arsch…

    Er wird euch alle vernichten!!!!!!!
    Ihr seid nach seinen Angriff nur noch staubköner.


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