kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Was wird aus Ägypten und seinen Christen? 21. Februar 2011

Filed under: Islamische Schandtaten,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 01:45

Die Gefahr von Chaos noch eine schrittweise Machtübernahme durch die Muslimbruderschaft ist gebannt.

 

Wiehl (kath.net/idea): Viele Ägypter schwanken in diesen Tagen zwischen Euphorie über errungene Freiheiten und Angst im Blick auf die Zukunft. Niemand weiß derzeit zu sagen, welchen Weg das Land gehen wird. Alle, die unter dem „System Mubarak“ gelitten haben, atmen erst einmal auf. Der Präsident regierte seit 1981 mit Notstandsgesetzen und hatte damit eine Handhabe zur Unterdrückung jeder Opposition. Hinzu kamen die brutalen Methoden des Sicherheitsapparates.


Zu den Unterdrückten gehörten auch die fundamentalistisch orientierten Muslimbrüder, deren Organisation verboten und deren Führung immer wieder inhaftiert war. Zu den Leidtragenden zählt aber auch die christliche Minderheit von etwa 10 % der Bevölkerung. Die Maßnahmen gegen beide Gruppen sahen zwar sehr unterschiedlich aus, hatten aber einen inneren Zusammenhang. Man wollte offensichtlich den Christen nicht zu viel Freiheit gewähren, um den Muslimbrüdern nicht einen Vorwand für die Behauptung zu geben, die Christen würden vom Staat bevorzugt – eine abwegige Argumentation!


Sie wollen nur gleichberechtigt sein: Die Muslimbrüder, die derzeit noch recht zurückhaltend taktieren und in sich moderate und radikale Strömungen vereinen, bleiben eine echte Gefahr für eine demokratische Entwicklung Ägyptens. Für die Christen gilt das in keiner Weise. Sie wollen nur Gleichberechtigung in einer freiheitlichen Gesellschaft. Trotzdem wurden sie immer mehr aus allen Führungspositionen des öffentlichen Lebens verdrängt. Rechtlich blieben sie „Bürger zweiter Klasse“ und fühlten sich vom Staatsapparat nicht ausreichend geschützt. Ganz schlimm ist die Situation für Konvertiten aus dem Islam, die als “öffentliche Unruhestifter“ gebrandmarkt und bestraft werden.

 Einer demokratischen Entwicklung Ägyptens steht manches entgegen. Hierarchisches Denken und das Bedürfnis nach Ehre sind in der Gesellschaft noch tief verankert. Die Abgabe von Macht und der tolerante Umgang mit Andersdenkenden fallen schwer. Seit der Revolution von 1952 haben die Ägypter Demokratie nicht mehr praktizieren können. Deshalb kann niemand genau sagen, wie die Gesamtheit der Ägypter wirklich denkt. Nur freie Wahlen und verlässliche demoskopische Untersuchungen könnten das erhellen. Deshalb weiß auch niemand, wie viel Prozent der Wählerstimmen auf die Muslimbrüder entfallen würden.

 

 
Beides wäre schlimm: Die Demonstrationen der letzten Wochen konnten darüber keinen Aufschluss geben. Beteiligten sich anfangs vor allem moderne junge Menschen der Internet-Generation, so nahm der Anteil strenger Muslime offenbar laufend zu. Hatte man anfangs vereinzelt noch die „Einheit von Kreuz und Halbmond“ beschworen, so dominierten schließlich doch die Muslime mit den demonstrativ auf dem Freiheitsplatz in Kairo abgehaltenen rituellen Gebeten. Der „christliche Gottesdienst“ am vergangenen Sonntag war eine Initiative einzelner christlicher Gruppen ohne kirchliche Zustimmung.


Zahlreiche ägyptische Christen haben sich in den letzten Tagen in ihren Gemeinden und Wohnungen zum Gebet getroffen. Das ist auch weiterhin dringend nötig, denn derzeit ist weder die Gefahr von Chaos noch eine schrittweise Machtübernahme durch die Muslimbruderschaft gebannt. Beides wäre schlimm für Ägypten, für das benachbarte Israel und nicht zuletzt für die einheimischen Christen.

 

Der Autor, Eberhard Troeger (Wiehl bei Gummersbach), ist Pfarrer und einer der führenden evangelischen Islam-Experten. Er war auch neun Jahre in Assuan in Ägypten tätig.

 

 

 

 Al-Kaida ruft Demonstranten zum Heiligen Krieg auf

Vizepräsident Suleiman spricht von „großer Bedrohung“ durch entflohene Terroristen

 

Kairo: Der irakische Ableger von Al-Kaida hat laut dem auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Unternehmen SITE die Demonstranten in Ägypten zum Heiligen Krieg aufgerufen. In einer Erklärung des Islamischen Staats im Irak (ISI), die auf mehreren Websites im Internet veröffentlicht wurde, seien die Ägypter zudem aufgefordert worden, eine Regierung auf Grundlage der Scharia einzusetzen, teilte SITE am Dienstag mit. Die „Türen des Märtyrertums“ seien geöffnet, jeder Mann, der dazu fähig sei, müsse sich beteiligen, wurde aus der Erklärung weiter zitiert. Es handelt sich vermutlich um die erste Stellungnahme einer der Terrororganisation Al-Kaida zugerechneten Gruppe zu den Massenprotesten in Ägypten.

 

Al-Kaida-Terroristen entflohen: Zudem sind nach Angaben der Regierung während der Proteste auch Mitglieder der radikal-islamischen Al-Kaida aus den Gefängnissen freigekommen. Viele dieser Männer seien noch immer der Überzeugung, gottlose Staaten mit Gewalt bekämpfen zu müssen, sagte Vize-Präsident Omar Suleiman am Dienstag vor einheimischen Journalisten. „Das ist eine große Bedrohung. Wir müssen uns sehr anstrengen, sie wieder ins Gefängnis zurückzubekommen“. Es ist bekannt, dass unter den Geflüchteten ein Mitglied der radikal-schiitischen Hisbollah-Bewegung aus dem Libanon war. Dem Mann wurde vorgeworfen, Anschläge in Ägypten vorbereitet zu haben. Die Hisbollah erklärte, er habe über die Sinai-Halbinsel Waffen in den palästinensischen Gazastreifen geschmuggelt.

 

 Aus Ägypten stammen einige der bekanntesten Al-Kaida-Mitglieder, darunter Mohammed Atta, der die Attentäter vom 11. September 2001 anführte, und Ayman Al-Zawahiri, der Stellvertreter von Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden.

 

 {Quelle: der Standard.at}
 

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