kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenverfolgung geht weiter 20. Februar 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 02:19

18 Bischöfe im Hungerstreik – 56 Kirchen zerstört, doch Regierung entlastet Täter

 

Neu Delhi: Tausende Christen von Karnataka protestieren mit Kundgebungen und Hungerstreik gegen einen Regierungsbericht. Statt den Christen Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, entlastet er gegen alle Beweise die beiden Organisationen radikaler Hindus, denen die anti-christlichen Unruhen von 2008 zur Last gelegt werden. Damals wurden 56 Kirchen niedergebrannt oder zerstört. Der Vorsitzende des Global Council of Indian Christianas bezeichnete den Bericht als “ein Bündel von Lügen, das die Menschen desinformieren und verwirren soll.” Ein Gegen-Bericht wurde heute dem Gouverneur und dem Premierminister von Karnataka überreicht.

 

Am Schweige-Hungerstreik auf dem Geländer der St. Mark-Universität von Bengalore nehmen auch 18 katholische Bischöfe teil, darunter der Erzbischof von Bengalore, Msgr. Bernard Moras. Zu den Kundgebungen und den Hungerstreiks präsentierten die Bischöfe, das Global Council of Indian Christians (GCIC) und die Christen Karnatakas einen Gegen-Bericht mit dem Titel: “1000 Tage Regierung, 236 Angriffe, 1000 traumatisierte Menschen”.

 

Der offizielle Bericht der Somsekhar-Untersuchungskommission entlastet die radikalen Hinduorganisationen Bajrang Dal und Sangh Parivar. Die Bischöfe machten auf einer Pressekonferenz darauf aufmerksam, daß diese Entlastung “politisch motiviert” sei. Am Ende des Berichts, der die beiden radikalen Organisationen entlastet, findet sich eine Auflistung von 56 zerstörten Kirchen mit Angabe der Täter. In 12 Fällen wird ausdrücklich Bajrang Dal genannt, in einem Fall Sangh Parivar. Deshalb sei es unverständlich, so die Christen, wie der Bericht zu seinen Schlußfolgerungen gelange.

 

Der Vorsitzende des GCIC, Sajan K. George, bekräftigte die Anklage, die von den Christen seit mehr als zwei Jahren erhoben wird: “28 Angriffe, die zwischen August und September 2008 in Karnataka stattfanden, gingen von Hindu-Extremisten aus, in erster Linie von Bajrang Dal. Der Somasekhar-Bericht besagt das genaue Gegenteil eines vor einem Jahr veröffentlichen Untersuchungsberichts, der als Verantwortliche für die anti-christlichen Ausschreitungen die Polizei, die Anführer der hinduistischen Regierungspartei und nationalistischer Hindu-Organisationen nennt. Damals wurden Verbindungen zwischen den radikalen Organisationen und der hinduistischen Regierungspartei Karnatakas nachgewiesen. Sajan K. George prangerte auf der Pressekonferenz die Absicht des Somasekhar-Berichts an, die “ungerechtfertigte Gewalt der Polizei gegen Kinder und Frauen in den Kirchen von Kulshekara und Vamanjoor zu rechtfertigen.” (Quelle: Katholisches – Asianews/Giuseppe Nardi)

 

Nigeria: Vertrauen gestärkt

 
„Rebekka glaubte, niemand interessiere sich für ihre Geschichte“

 

Open Doors: Am Heiligabend des vergangenen Jahres explodierten in der zentralnigerianischen Stadt Jos (Plateau) an zwei Orten sieben Bomben. Bei den Anschlägen auf einem Markt und in einem christlichen Wohnviertel kamen 32 Menschen ums Leben; 74 wurden verletzt. Noch immer leiden Opfer unter dem Trauma der Anschläge, Angehörige trauern um Familienmitglieder. Open Doors bittet, auch Wochen nach den schrecklichen Ereignissen weiter für die Christen in Nigeria zu beten. In Plateau und in den nördlichen islamisch geprägten Bundesstaaten kommt es immer wieder zu Gewalt gegen Christen.

 

Rebecca Pams Tochter Sarah wollte am Heiligabend auf dem Gada Biu Markt in Jos letzte Weihnachtseinkäufe erledigen, als eine Bombe hochging. Sie überlebte schwer verletzt. Unsere Mitarbeiter vor Ort besuchten in den folgenden Tagen Verletzte in der Universitätsklinik, um ihnen seelsorgerlich beizustehen. Dort traf Mitarbeiter Isaac* auch auf die 41-jährige Rebekka Pam (Foto). Er berichtet: „Als ich Rebekka sah, telefonierte sie gerade hektisch mit ihrem Mobiltelefon. Sie schien verzweifelt und unglaublich traurig zu sein. Ich ging auf sie zu und fragte, ob ich helfen könne. Rebekka hatte verweinte Augen. Sie glaubte, niemand interessiere sich für ihre Geschichte. Mein Angebot, ihr zuzuhören, ermutigte sie sehr. ‚Bruder‘, sagte sie, ‚meine Tochter braucht dringend eine Bluttransfusion, doch ich habe kein Geld und niemand will mich unterstützen. Bitte, hilf du mir.“

 

Unerwartete Hilfe: „Ich fragte Rebekka, ob sie daran glaube, dass Gott über ihre Erwartungen hinaus handeln kann. ‚Ja, das tue ich‘, antwortete sie. Ich ermutigte sie, weiterhin den Glauben zu haben, dass Gott eingreifen wird. Wir beteten gemeinsam, was sie sehr bewegte. Dank der Gnade Gottes konnten wir sie auch finanziell bei der Behandlung ihrer Tochter unterstützen. Als Rebekka davon erfuhr, ließ sie einen Freudenschrei hören und brach in Tränen aus. Ihr Vertrauen auf Gott wurde an diesem Tag sehr gestärkt. Sie sagte: ‚Ich danke Gott für Menschen wie euch. Was ihr für meine Tochter getan habt, werde ich niemals vergessen. Möge Gott die vielen Menschen, die diese Hilfe ermöglicht haben und für uns Christen in Nigeria beten, überreich segnen“. „Es war eine großartige Zeit mit Rebekka“, erzählte Isaac. „Ihre Tochter befindet sich auf dem Weg der Besserung. Das sind sehr gute Nachrichten.“

 

 

Pray for Iran: Jugendliche in Aktion

Selfmade-Gebetsevent für Jugendgruppen und Teenager vom 4. bis 6. März – Jetzt noch Material-Pack bestellen und mitmachen

 

KELKHEIM – Open Doors:  „Pray for Iran“: Unter diesem Motto steht das Jugendgebetsevent Shockwave vom 4. bis 6. März. Jedes Jahr ruft das Hilfswerk Open Doors weltweit Jugendgruppen zu einem Wochenende des Gebets für verfolgte Christen auf. Schwerpunkt ist diesmal der Iran. Dort werden Christen unvermindert hart vom Regime verfolgt. Die islamische Republik nimmt mit Platz 2 hinter Nordkorea eine Spitzenstellung auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors ein. Die Länderliste zeigt, wo Christen am stärksten verfolgt werden.

 

Ehemalige Muslime werden im Iran für ihren Glaubenswechsel bestraft. Das Regime will die wachsende Hausgemeindebewegung aus Christen muslimischer Herkunft vernichten. Irans oberster geistlicher Führer Ayatollah Ali Chamenei hatte Hausgemeinden im vergangenen Oktober öffentlich als Bedrohung bezeichnet. Viele Männer und Frauen islamischer Herkunft sitzen im Gefängnis, weil sie sich nach ihrer Hinwendung zum christlichen Glauben nun weigern, zum Islam zurückzukehren. Mit der Gebetsinitiative Shockwave von Open Doors stehen die jungen Teilnehmer jenen bei, die für ihren Glauben an Jesus Christus bespitzelt, verhaftet, und misshandelt werden. Alle Shockwaver werden Anfang März Teil einer weltumspannenden Gebetsbewegung. Denn die Aktion findet rund um den Globus – von Australien bis Lateinamerika – statt.

 

Anleitung erwünscht? Wie die vergangenen Aktionen ist auch Shockwave 2011 ein Selfmade-Gebetsevent. Die Teilnehmer organisieren in Eigenregie ihre Veranstaltung. Das kann eine Gebetsnacht, ein Jugendgottesdienst oder Benefizkonzert sein. Zur Vorbereitung stellt Open Doors Deutschland ein kostenloses Material-Pack zur Verfügung. Darin enthalten sind eine DVD mit Filmclips, Kurzandacht, Ablaufvorschag sowie Gebetsanliegen und Länderinfos. Im vergangenen Jahr wurden rund 860 Vorbereitungspacks an Jugendgruppen in Deutschland verschickt. 

 

Auf gleicher Wellenlänge: Neu in diesem Jahr ist die Shockwave-Weltkarte: Sie zeigt per Mausklick auf welchem Kontinent, in welcher Stadt Jugendgruppen teilnehmen. Die Karte wird aktualisiert, sobald sich eine neue Gruppe angemeldet hat.

 

One Response to “Christenverfolgung geht weiter”

  1. Theo Schiller Says:

    Diese Christenverfolgung wird sich weltweit ausbreiten.
    Von dieser verheuchlten, verlogenen, mörderichsten und blutrünstigsten aller Religionen, wird Gottseidank nichts mehr übrig bleiben!
    Wer so dumm ist, und sich von Religionen in die Irre leiten lässt, hat nichts anderes verdient als den Tod!!!
    Das gilt für alle sog. Religionen!
    Die große Frage ist immer: Wem nütz es, wenn das Volk dumm und gläubig gehalten wird?! Gott nützt es sicherlich nicht!!!
    Theo Schiller


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