kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Türkei: Theologe gibt Dekolleté Schuld an sexueller Gewalt 19. Februar 2011

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 00:59

Eine Frau mit tiefem Ausschnitt müsse sich über eine Vergewaltigung nicht wundern, meint Theologie-Professor Orhan Ceker. Nun geht ein Aufschrei durchs Land.

 

Ein türkischer Theologe hat sexuelle Gewalt gegen Frauen mit dem Anblick tief ausgeschnittener Dekolletés gerechtfertigt und damit einen Sturm der Empörung ausgelöst. Wie die türkische Presse berichtete, leitete die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gegen den Theologie-Professor Orhan Ceker aus dem zentralanatolischen Konya ein. Mitglieder von Frauenverbänden demonstrierten in mehreren Städten gegen die Äußerungen des Theologen. Auch das staatliche Religionsamt kritisierte den Professor.

 

Laut Ceker müssen sich Frauen mit tiefem Ausschnitt nicht wundern, wenn sie vergewaltigt würden. Die Äußerung wurde von der türkischen Hochschulbehörde und Cekers eigener Universität scharf zurückgewiesen. Teilnehmer einer Frauendemonstration in Istanbul erklärten, immerhin habe sich Ceker mit seiner Äußerung offen als Frauenfeind zu erkennen gegeben. Auch im westtürkischen Izmir gingen Frauenrechtlerinnen auf die Straße.

 

Der Chef des türkischen Religionsamtes, Mehmet Görmez, griff Ceker ebenfalls an. Die Vorschriften des Islam dürften nicht als Vorwand zur Rechtfertigung sexueller Gewalt missbraucht werden, sagte Görmez. Sexueller Missbrauch und Vergewaltigung seien nicht nur Verbrechen gegen Frauen, sondern Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er könne sich nicht vorstellen, dass ein türkischer Theologe so etwas behaupte. Ceker gab unterdessen an, seine Äußerungen seien falsch wiedergegeben worden. {Quelle: www.welt.dewww.spiegel.de}

 

Ein Kommentar von Herrn Kemmer

 

Vergewaltigung als minderschweres Delikt:  Eine Vergewaltigung ist immer eine bewusst und gewollt herbeigeführte körperliche und seelisch schwerste Erniedrigung von Frauen und Männern, die mitunter zu kaum reparablen Schäden der Seele führt bzw. führen kann. Die Vergewaltigung ist zu Recht in der westlichen Welt unter schwere Strafe gestellt. Sie wird allerdings als Foltermethode oder auch als Instrument der Geständniserpressung auch von Teilen des Polizeiapparates in einigen Ländern gezielt benutzt, nicht nur in islamischen Ländern. In der Tierwelt ist die „Vergewaltigung“ Teil des tierischen Instinkts zur Grundierung des „Alphatieres“, welches die Herde anzuführen hat. Da hat sich der Mensch im Rahmen der Evolution wohl noch nicht so ganz von tierischen Verhaltensweisen lösen können, daher wohl das „Erbsündedenken“ der jüdisch-christlichen Gedankenwelt.

 

Entsprechungen im Islam: Im islamischen Recht kann eine Vergewaltigung legitim sein, z. B. wenn eine Frau  nicht der islamischen Kleiderordnung  folgt. Das oben zitierte Verswort, dass der Mann den Acker oder Saatboden (= Frau) betreten kann, wann immer er will, deutet auch auf die sexuelle Vormachtstellung des Mannes gegenüber der Frau hin.

Beispielbelegvers: „Und zwingt eure Mägde nicht zur Unzucht (indem ihr sie nicht verheiratet), wenn sie keusch zu bleiben wünschen, nur damit ihr die Güter des irdischen Lebens erlanget. Zwingt sie aber einer, dann wird der Gott des Islams gewiss allvergebend und barmherzig (zu ihnen) sein nach ihrem Zwang“ (S. 24 Vers 34).

 

Meine Interpretation des Satzteils „… dann wird der Gott des Islams barmherzig zu ihnen sein“:

a)     Sind damit die vergewaltigten Mägde gemeint: Dann ist es Unrecht von Gott, die erlittene Vergewaltigung als Unrecht anzusehen, da die Frau hier in jedem Fall unschuldig ist. Dann braucht der Gott des Islams nicht barmherzig zu sein. Er kann nur barmherzig sein, wenn Schuld vorhanden ist. 

b)     Sind damit die Vergewaltiger gemeint: Dann ist es Unrecht des Gottes des Islams, diese Gräueltat „barmherzig“ zu ahnden, da er ja sonst auch nicht zimperlich ist mit Bestrafung von „Sünden“.

Auf jeden Fall zeigt dieser Vers, egal wie er interpretiert wird, dass der weibliche  Mensch im Koran rechtlich recht wenig zählt und eine Vergewaltigung immer zu Recht oder zu Unrecht des islamischen Gottes Barmherzigkeit erfährt und somit eine gewisse Legitimation erhält, auch wenn sich dieser Vers auf untergebende „Mägde“ oder Sklavinnen bezieht.

 

Heutige Ausführung: Einige Muslime, die diese Taten auch in Europa begehen, entwickeln kein oder nur wenig Unrechtsbewusstsein wie dieser türkische Professor. Sie glauben, dass eine Vergewaltigung von Frauen, die nicht nach islamischen Grundsätzen leben,  kein oder nur kleines Unrecht sei. Da westliche Frauen in der Regel kein Kopftuch tragen, scheinen sie für einige Muslime als eh minderwertige Ungläubige Freiwild zu sein. Das sind halt die Auswirkungen von solchen Versen und Lehren. Eine in islamischen Gesellschaften praktizierte Zwangsehe (insbesondere darüber hinaus noch  mit Minderjährigen)  legalisiert die Dauervergewaltigung (einschließlich des Kindesmissbrauchs).

 

Fatwa zu der Frage, ob ein Muslim mit einer Sklavin verkehren darf, auch wenn es nicht seine rechtsmäßige Frau ist

 

Rechtsgutachten-Nr.: 8747 vom 20.06.2001 – Von der Webseite des Rechtsgutachtergremiums „Islamweb.de“, einer theologischen, staatlichen Institution Qatars – (Institut für Islamfragen, dh, 04.08.2009)

 

Frage: „Darf ein Muslim mit einer Sklavin verkehren, auch wenn es nicht seine rechtsmäßige Frau ist?“

Antwort: Der Koran besagt: „Selig sind die Gläubigen, die … sich des Geschlechtsverkehrs enthalten … außer gegenüber ihren Gattinnen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, denn dann sind sie nicht zu tadeln.“ (Sure 23, 5-6) und (Sure 70, 30)

Der Ausdruck ‚malakatul-yamin‘ [von Rechts wegen besitzen] meint Sklaven oder Sklavinnen, die ein Sklavenbesitzer rechtmäßig besitzt. Hier [in dem o. g. Koranvers] sind Sklavinnen gemeint. Ihr Besitzer darf mit ihnen ohne Ehevertrag, ohne [die für einen Ehevertrag notwendigen] Zeugen oder eine Morgengabe verkehren. Sie gelten nicht als Ehefrauen. Wenn er mit ihnen verkehrt, werden sie ‚Sarari‘ genannt.

 

In unserer Zeit gibt es kaum noch den Rechtsumstand ‚von Rechts wegen besitzen‘. Infolgedessen gibt es keine Sklavinnen oder Sklaven mehr.  Dies bedeutet jedoch nicht, dass das [koranische] Prinzip zum Besitz von Sklaven oder Sklavinnen aufgehoben wurde, d. h. es kann in Kraft treten werden, wenn die Bedingungen dafür vorhanden sind, z. B. in einem Krieg zwischen Muslimen und Ungläubigen. Denn die Frauen der kämpfenden Ungläubigen sind [für Muslime] eine Kriegsbeute nach dem Prinzip der Sklavinnen und dem Besitz ‚von Rechts wegen‘. Dieses Prinzip gilt selbst, wenn die weltlichen Gesetze es verbieten.  {Quelle. www.islamweb.net/ver2/fatwa/ShowFatwa.php?Option=FatwaId〈=A&Id=8747 }

Da ich nicht annehme, dass eine Zwangssklavin dem Geschlechtsverkehr freiwillig zustimmen würde – es sei denn, sie ist dem Stockholm-Syndrom zum Opfer gefallen -, sehe ich eine solche Fatwa als Recht auf Vergewaltigung an. Erbeutete Sklavinnen haben eben noch weniger Rechte als muslimische Ehefrauen.

Ich freue mich allerdings, dass in der Türkei noch eine so große Protestwelle angefacht worden ist gegen diese Einstellung dieses von allen guten Geistern verlassenen Menschen.  Das lässt für die Türkei eine gewisse Hebung der Standardisierung der Frauenmenschenrechte zum Besseren erahnen. Hoffentlich bleiben die Frauenverbände so stark wie sie jetzt noch sind.

 

One Response to “Türkei: Theologe gibt Dekolleté Schuld an sexueller Gewalt”

  1. Lotti Says:

    Ach wie gut, dass ich in weiser Voraussicht etwas Passendes gekauft habe, um mein Dekolleté zu bedecken. Den Ausschnitt habe ich allerdings auch modifiziert… :mrgreen:


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s