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Proteste in Libyen: Human Rights Watch: 84 Tote 19. Februar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 16:10

Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm: Bei Demonstrationen gegen das libysche Regime sollen mindestens 84 Menschen durch Sicherheitskräfte ums Leben gekommen sein.

 

Mindestens 84 Menschen sollen nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch bei den Protesten gegen das Regime des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi von Sicherheitskräften getötet worden sein. Wie die Organisation in New York auf ihrer Internetseite mitteilte, basiere diese Zahl auf Telefoninterviews mit örtlichen Krankenhäusern und Augenzeugen. Human Rights Watch forderte die Regierung in Tripolis auf, die Angriffe auf friedliche Demonstranten sofort einzustellen und die Demonstranten vor gewalttätigen Übergriffen von bewaffneten Regierungsanhängern zu schützen.

Der stellvertretende Direktor der Organisation für den Nahen Osten und Nordafrika, Joe Stork, sagte die Sicherheitskräfte Gaddafis feuerten auf libysche Bürger und töteten zahlreiche von ihnen, nur weil sie einen politischen Wandel verlangten. In der Hafenstadt Benghasi im Osten des Landes sind nach Angaben von Amnesty International 31 Menschen ums Leben gekommen. „Der alarmierende Anstieg der Totenzahl und die gemeldete Art der Verletzungen deuten stark daraufhin, dass den Sicherheitskräften der Einsatz tödlicher Gewalt gegen unbewaffnete Demonstranten, die einen politischen Wandel fordern, erlaubt wurde“, sagte der für den Nahen Osten und Nordafrika zuständige Amnesty-Direktor, Malcolm Smart in London. Die meisten Opfer in Benghasi sollen Schusswunden am Kopf, am Hals und an der Brust erlitten haben.

 

Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira berichtete, dass sein Satellitensignal in Libyen auf mehreren Frequenzen blockiert worden sei, ebenso der Zugang zu seiner Internetseite. Eine US-IT-Sicherheitsfirma berichtete, dass die Internetverbindung in das nordafrikanische Land seit Mitternacht unterbrochen ist. {Quelle: www.sueddeutsche.de}

 

Proteste in Bahrein: Tote bei Demonstrationen in Manama

 

Bei Protesten gegen die Regierung in Bahrein sind am frühen Donnerstagmorgen mindestens drei Menschen getötet worden. Das Lager der Demonstranten wurde zerstört, Polizei und Armee rückten aus. In Libyen haben Oppositionelle für heute zu Protesten gegen Muammar al-Gaddafi aufgerufen.

 

Bei einem Polizeieinsatz gegen Demonstranten im Golfstaat Bahrein sind am frühen Donnerstagmorgen mindestens drei Menschen getötet worden. Das teilte die größte Oppositionsgruppe des Landes mit. Damit gab es bei den seit Montag anhaltenden Protesten bislang mindestens fünf Tote. Das gewaltsame Vorgehen der Regierung in Bahrein gegen die Demonstranten wurde im Westen scharf kritisiert. Die Polizisten gingen am Donnerstagmorgen mit Gummigeschossen, Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor, die den zentralen Platz in der Hauptstadt Manama seit zwei Tagen besetzt gehalten hatten. Das provisorische Lager auf dem Platz wurde zerstört. Anschließend verfolgten die Polizisten die Demonstranten durch die Straßen. Der Platz wurde mit Stacheldraht abgeriegelt.

 

Rücktritt des sunnitischen Regimes gefordert:

Stunden später waren an allen großen Straßen Kontrollposten der Polizei zu sehen. Patrouillen fuhren durch die Stadt, offenbar um größere Menschenansammlungen zu verhindern. Auch Schützenpanzer waren zu sehen. Krankenhäuser berichteten über Dutzende Verletzte, viele von ihnen hatten wegen des Tränengaseinsatzes Atemwegsprobleme. Zehntausende vor allem schiitische Demonstranten hatten zuvor am Mittwoch in dem Golfstaat den dritten Tag in Folge gegen ihre Regierung protestiert. Während in den ersten Tagen der Proteste lediglich eine demokratische Öffnung des politischen Systems gefordert wurde, wurden am Mittwoch auch Rufe nach einem Rücktritt des sunnitischen Regimes von Ministerpräsident Scheich Chalifa bin Salman Al Chalifa laut. Bahrein liegt zwar zwischen den ölreichen Staaten Saudi-Arabien und Katar, verfügt selbst aber kaum über Ölvorkommen. Es ist vor allem ein regionales Finanzzentrum und Freizeitoase für reiche Saudiaraber, die in Bahrain westliche Bars, Hotels und die Strände genießen.

 

Massenproteste in Libyen angekündigt:

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen am gestrigen Mittwoch in Bengasi haben Oppositionelle für den heutigen Donnerstag in ganz Libyen zu Protesten gegen die Regierung von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi aufgerufen. In allen Städten des Landes sollen sich Regimegegner zu Kundgebungen versammeln, hieß es in dem Aufruf, der über die Internetplattform Facebook verbreitet wurde. Die Proteste sollen an die Ereignisse des 17. Februar 2006 erinnern. Damals hatte sich aus einer Demonstration gegen die Mohammed-Karikaturen in Bengasi eine Protestaktion gegen die libysche Führung entwickelt. Es gab Tote und Verletzte.

 

In Libyen, wo Revolutionsführer Gaddafi seit 1969 herrscht, sind Kundgebungen, die nicht vom Regime organisiert werden, extrem selten. Gaddafi hatte die jüngsten Volksaufstände in Tunesien und Ägypten scharf kritisiert und angekündigt, dass er in Libyen keine Massendemonstrationen dulden werde.

 

In der Nacht zum Mittwoch waren in der Stadt Bengasi bei Zusammenstößen zwischen Regimegegnern, Polizisten und Gaddafi-Anhängern 38 Menschen verletzt worden. Demonstranten warfen nach Medienberichten Steine auf die Polizei, die den Protest binnen einer Stunde mit Wasserwerfern und Knüppeln beendete. Demonstranten zerstörten auf einem Platz ein großes Porträt von Oberst Gaddafi. „Der Druck der Straße ist groß, in Libyen wird es genauso ablaufen wie in Tunesien und Ägypten“, sagte Abdulhamid Salim al-Haasi, ein Sprecher des libyschen Exil-Oppositionsbündnisses NCLO mit Sitz in London, am Mittwoch. Er rief die libysche Jugend auf, friedlich zu demonstrieren und nicht die direkte Konfrontation mit der Staatsmacht zu suchen.

 

Die EU rief die libysche Führung auf, Demonstrationen und freie Meinungsäußerung zuzulassen. „Wir verfolgen die Situation ganz genau“, sagte die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, Maja Kocijancic. {Quelle: www.faz.net}

 

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