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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mehrere Minister Mubaraks festgenommen 19. Februar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 15:51

Vier Minister sind bereits im Gefängnis

In Ägyptens Demokratiebewegung gärt die Unzufriedenheit, weil die Armee die letzte Regierung Mubaraks im Amt beließ. Die geht nun gegen Vertraute des Ex-Diktators vor.

 

Ägyptens früherer Innenminister Habib el Adli ist wegen des Verdachts der Geldwäsche festgenommen worden. Außerdem wurden auch der frühere Tourismusminister Soheir Garranah, Ex-Wohnungsminister Ahmed el Maghrabi und der Stahlunternehmer Ahmed Ess, ein Vertrauter des gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak, in Gewahrsam genommen. Ihnen wird Veruntreuung vorgeworfen. Alle vier Männer sollten auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft zunächst für 15 Tage in Untersuchungshaft bleiben. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor bereits ihr Vermögen eingefroren und ein Ausreiseverbot verhängt.

 

Die weit verbreitete Korruption war einer der Gründe für die Massendemonstrationen in ägyptischen Städten, unter deren Druck Mubarak zurücktrat. Das Vorgehen der Übergangsregierung gegen die Minister könnte ein Versuch sein, die Lage zu beruhigen.

Denn erneut strömen Tausende Demonstranten zum Tahrir-Platz in Kairo. Genau eine Woche nach dem durch Massenproteste erzwungenen Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak feiert die Demokratiebewegung den „Freitag des Sieges“. „Wir wollen den Druck auf das Militär aufrechterhalten“, sagte ein Aktivist. Am Rande des Platzes waren Panzer der Armee zu sehen, Soldaten und zivile Helfer überprüften die zum Platz strömenden Menschen an mehreren Zugangsschleusen.

 

Seit dem Rücktritt Mubaraks regiert in Ägypten das Oberkommando der Streitkräfte. Es hatte sich seitdem zu freien Wahlen innerhalb von sechs Monaten verpflichtet, zugleich aber die letzte, noch von Mubarak ernannte zivile Regierung im Amt belassen. Die Demokratiebewegung verlangt eine vom alten Regime unabhängige Übergangsregierung, die Aufhebung des jahrzehntelangen Ausnahmezustands sowie die Freilassung der politischen Gefangenen.

 

Die Armee ist ab jetzt mit einer eigenen Seite im Sozialen Netzwerk Facebook vertreten. Der Oberste Militärrat widmete die Seite „den Kindern und der Jugend Ägyptens, die die Revolution des 25. Januar ausgelöst haben, und ihren Märtyrern“. Die Seite soll offenbar dazu dienen, die Kommunikation mit der Jugend zu verbessern, die Facebook zur Mobilisierung gegen die Regierung genutzt hatte.

 

Die Armee versichert dort, sie habe keine „politischen Ambitionen“ und setze sich für einen demokratischen Übergang ein. Die Seite zog rasch Hunderte Internetnutzer an, von denen viele „die Helden Ägyptens“ würdigten. Die Menschenrechtsorganisation amnesty international wirft der Armee jedoch vor, während der Proteste festgenommene Demonstranten gefoltert zu haben.

 

Die USA haben Ägypten 150 Millionen Dollar (110 Millionen Euro) Soforthilfe zugesichert. Amerika stehe bereit, Ägypten bei demokratischen Reformen und bei der wirtschaftlichen Erholung zu unterstützen, sagte Außenministerin Hillary Clinton. „Es ist klar, dass es eine Menge zu tun gibt.“ Die USA hatten Ägypten unter Mubarak jährlich mit Milliarden Dollar unterstützt. Besonders das Militär erhielt Geld aus Washington. {Quelle: www.zeit.de}

 

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