kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

GUTES TUN? ABER IMMER DOCH! 19. Februar 2011

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 15:10

Weihnachten ist das „Fest der Liebe“. Doch Not hört nicht nach Neujahr plötzlich auf. Für Nächstenliebe sollten wir uns deshalb auch unter dem Jahr Zeit nehmen.

 

Auf dem obigen Bild seht Ihr Finn Lukas. Mit diesem jungen Mann hatte ich vor kurzem einen kleinen Wortwechsel, weil er mich um ein paar EURO bat. Ich sehe ihn fast jeden Tag frierend auf dem Boden in der Fußgängerzone am gleichen Platz sitzen, den Rücken gegen die Hauswand eines noblen Kaufhauses gelehnt.

 

Seine Jacke, unter der er zwei zerrissene, dreckige Pullis trägt, scheint nach dem letzten Schneeregen nicht mehr getrocknet zu sein. Eine verfilzte Wollmütze bedeckt seine speckigen Haare. Vor ihm steht ein kleiner Becher mit einem Stern darauf und ein paar wenigen Cent darin. Um ihn herum eisige Kälte.

 

Finn Lukas blickt auf den Becher mit dem Stern. Es ist das einzige, was ihm von Weihnachten übrig geblieben ist. Ein kleines Mädchen hatte ihm den Becher mit ein paar Nüssen und einer Mandarine kurz vor Heiligabend geschenkt.

 

Für Finn Lukas  war es das herzlichste Geschenk gewesen und er hatte die Wärme, die von dem kleinen Mädchen ausging, gespürt.  Trotz der eisigen Temperaturen war es um die Weihnachtszeit in der Fußgängerzone wärmer gewesen als jetzt. Die Menschen hatten nicht nur an sich selbst, sondern auch an Finn Lukas gedacht. Von einigen hatte er Geld bekommen, nicht viel, aber mehr als jetzt. Andere hatten ihm Essen gegeben. Eine Waffel vom Weihnachtsmarkt, eine Bratwurst, hier und da auch etwas Warmes zu Trinken. Die Weihnachtszeit war voller Wärme gewesen!

 

Finn Lukas sitzt noch immer vor dem noblen Kaufhaus, als der Sicherheitsdienst des Geschäftes herauskommt und ihn mit den Worten, „er belästige die Kundschaft“, verjagt. Finn Lukas nimmt seinen Becher mit dem Stern und geht auf die Suche nach einem neuen Platz. Wie kann er jemanden belästigen, wenn er doch gar nicht mehr gesehen?

 

Kann es sein, dass wir Menschen wie Finn Lukas wirklich nur in der Weihnachtszeit wahrnehmen?

 

Es ist schon traurig, wenn wir ein besonderes Fest brauchen, um an die Menschen am Rande der Gesellschaft zu denken.

 

Gehen wir alle, auch Ihr lieben Jugendlichen, auf solche „sitzenden Menschen“ in der Fußgängerzone zu. Fragen wir sie, ob wir ihnen etwas Gutes tun können. Es muss kein Schnaps oder 5-Gänge Menü sein. Nein, ein Tee oder eine Brezel reichen aus als kleines „Wärme-Geschenk“. Diese Menschen haben keine Erwartungen, darum freuen sie sich über jede noch so kleine Geste. Und Finn Lukas und die anderen müssen dann nicht bis zum Dezember und auf das Fest der Liebe warten, um wieder gesehen zu werden.

 

Hallo, alle zusammen,
habt Ihr auch einen guten Freund oder kennt Ihr jemanden, der so ein Schicksal hat? Berichtet mir bitte darüber ( unter koptenohnegrenzen@yahoo.com ).
Eure Bella Ella, Jugendexpertin und Pädagogin 

 

2 Responses to “GUTES TUN? ABER IMMER DOCH!”

  1. virginia Says:

    Danke für diese Gedankenstoß. Weil wir so viele Feinde zu kämpfen haben, vergessen wir oft die armen, die unsere nächsten sind. Beide brauchen Jesus und unsere Liebe.

  2. Jesus 4life Says:

    Die Menschen gehen nicht mehr auf die Bedürftigen zu weil es hier Deutschland von Betrügern nur so wimmelt, jeder zweite kauft sich seine Drogen damit und Drogen möchte kein mensch finanzieren. Und „B“
    warum suchen Hilfsbedürftige keine Soziale Einrichtungen auf ???


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s